Zentralbanken stehen bei CBDCs vor ungewöhnlichen Herausforderungen – Studie

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Ein gängiges Argument für Zentralbank-Digitalwährungen (CBDC) ist, dass diese angeblich die finanzielle Integration fördern könnten. Wie dieses Ziel erreicht werden kann oder was „finanzielle Inklusion“ überhaupt bedeutet, muss allerdings erst noch ausgelotet werden, wie ein Forschungspapier der Bank of Canada nun feststellt. Es kommt zu dem Schluss, dass die Zentralbanken bei der Schaffung einer solchen „inklusiven“ Zentralbankwährung mit einer Reihe ungewohnter und nicht traditioneller Herausforderungen konfrontiert sein werden.

Indem sie „wesentliche Hindernisse aufzeigten und die realen Ungleichheiten beschrieben, die den üblicherweise verwendeten aggregierten Statistiken zugrunde liegen“, identifizierten die Autoren des Papiers drei Arten von Inklusion, die für eine allgemein zugängliche Zahlungsmethode notwendig sind: finanzielle Inklusion, digitale Inklusion und praktische Zugänglichkeit. Denn private Finanzinstitute haben möglicherweise keinen Anreiz, auf die Bedürfnisse derjenigen einzugehen, die unterversorgt sind. Vor diesem Hintergrund stellen die Autoren fest:

„Unsere Analyse deutet darauf hin, dass die Zahl der Personen, die mit Hindernissen oder Ausgrenzung konfrontiert sind, viel größer ist, als bisher angenommen wurde.“

Wenn nicht alle drei Aspekte der Zugänglichkeit berücksichtigt werden, könnten Personen, die bei einer Art der Inklusion schon Probleme haben, auch bei der Einführung einer CBDC die gleichen Nachteile haben, so die Autoren. So leben beispielsweise Angehörige der kanadischen „First Nations“ im Durchschnitt in einer viel größeren Entfernung zu Finanzinstituten als andere Kanadier (25 km gegenüber 1,9 km), weshalb ihre finanzielle Integration maßgeblich von der digitalen Integration abhängen würde.

Die Elemente der finanziellen Inklusion. Quelle: Bank of Canada

Finanzielle Kompetenz und Benutzerfreundlichkeit spielen ebenfalls eine Rolle. Jugendliche aus den First Nations haben zwar wahrscheinlich Internetzugang, sind aber im Umgang mit digitaler Technologie weniger geübt als ihre nicht-indigenen Altersgenossen, so das Papier weiter. Andere Kanadier zögern möglicherweise aufgrund übertriebener Ängste in Bezug auf die Sicherheit, digitale Technologien zu nutzen.

Die kognitive Belastung – der Schwierigkeitsgrad bei der Nutzung digitaler Finanztechnologien – und andere Fragen der Benutzerfreundlichkeit sind weitere potenzielle Hindernisse für die Zugänglichkeit, die mit der Alterung der Bevölkerung wahrscheinlich zunehmen werden. Ältere Menschen nutzen Smartphones weniger als jüngere, und weniger als 60 % der Bevölkerung verfügen laut einer zitierten Umfrage über Internetkenntnisse, die als gut oder fortgeschritten eingestuft werden können. Das Problem erfordert deshalb „eine tiefere Erforschung des Designs für kognitive Barrierefreiheit“, wie die Autoren mahnen.

Auch behinderte Menschen können größere Schwierigkeiten bei der Nutzung der Technologie haben, denn behinderte Menschen in Kanada haben deutlich weniger Zugang zum Internet als andere Kanadier.

Die Herausforderung liegt darum eher in der Erbringung der neuen Zahlungsdienstleistungen als in der Art der CBDC selbst, so das Papier. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert, dass sich die Zentralbanken mit Problemen auseinandersetzen, die sie im Normalfall als weit außerhalb ihres Interesses liegend ansehen würden.

Die Studie befasste sich mit den Bedürfnissen bestimmter Teile der kanadischen Bevölkerung. Eine frühere Studie ergab jedoch, dass die Mehrheit der Kanadier aufgrund der guten Zugänglichkeit von Finanzdienstleistungen im Land wenig Grund hat, eine CBDC zu nutzen.




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Eröffnungsplädoyers im Strafprozess gegen Sam Bankman-Fried gehalten

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Die Staatsanwälte und Verteidiger im Strafverfahren gegen den ehemaligen FTX-CEO Sam Bankman-Fried, auch bekannt als SBF, haben den Geschworenen zur Prozesseröffnung sehr unterschiedliche Bilder gezeichnet.

In einem New Yorker Gerichtssaal hielten der stellvertretende US-Staatsanwalt Thane Rehn und der SBF-Anwalt Mark Cohen am 4. Oktober vor einer zwölfköpfigen Jury die Eröffnungsplädoyers zu den Ereignissen, die zum Zusammenbruch der Kryptobörse FTX führten, sowie zur angeblichen Rolle von Bankman-Fried. Die Ausführungen erfolgten, nachdem Richter Lewis Kaplan nach mehr als einem Tag mit der Befragung von rund 50 Personen die Auswahl der 12 Geschworenen und sechs Stellvertreter abgeschlossen hatte.

Laut einem Thread auf X (ehemals Twitter) von Journalisten der Inner City Press gab Rehn zunächst an, SBF habe FTX-Kundengelder veruntreut, um sich selbst zu bereichern und Politik sowie Behörden – durch Wahlkampfspenden – davon zu überzeugen, dass er vertrauenswürdig sei. Der stellvertretende US-Staatsanwalt argumentierte, dass Bankman-Fried wiederholt Nutzer, Angestellte, Gesetzgeber und die Öffentlichkeit über „die Schieflage“ belogen habe, in dem sich FTX im November 2022 befand, als kompromittierende Finanzinformationen über die Kryptobörse veröffentlicht wurden.

„Die Schieflage war zu stark“, so Rehn. Und weiter: „Also schob der Angeklagte die Schuld auf einen Abschwung auf dem Kryptomarkt. Aber er hatte selbst Betrug begangen. Das werden die Beweise in diesem Prozess zeigen. Sie werden von seinem inneren Kreis hören. Seine ehemalige Freundin wird Ihnen erzählen, wie sie gemeinsam Geld gestohlen haben.“

Cohen, der sein Eröffnungsplädoyer nach Rehn hielt, machte einige der Probleme, die zum Niedergang der FTX führten, hingegen an SBFs ehemaliger Freundin und ehemaliger Alameda Research Chefin Caroline Ellison sowie Binance-CEO Changpeng Zhao fest.

Das Verteidigungsteam von SBF stellte den ehemaligen FTX-CEO als jemanden dar, der „in gutem Glauben“ gehandelt habe, während das Unternehmen in einem volatilen Kryptomarkt exponentiell wuchs. Er wehrte sich auch gegen die Darstellung, SBF sei ein „schlechter Mensch“, weil er Geld ausgab, ein Penthouse auf den Bahamas besaß und Prominente dafür bezahlte, FTX zu unterstützen, als er zu bedenken gab: „Es ist kein Verbrechen, zu versuchen, Tom Brady als Fürsprecher zu bekommen.“

„Alameda nahm große Kredite von FTX auf“, wie Cohen weiter ausführte. Dem fügte er an: „Daran ist nichts falsch. Alameda war ein Marktmacher. Daran ist nichts auszusetzen. FTX hatte anfangs kein Bankkonto, um Dollar zu akzeptieren. Also benutzten sie dafür ein Alameda-Konto.“

Der 4. Oktober war der zweite Tag von Bankman-Frieds erstem Strafprozess, der voraussichtlich etwa sechs Wochen dauern wird. Er hat sich in sieben Anklagepunkten im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Betrug bei FTX für nicht schuldig bekannt und wird im März 2024 zu einem zweiten Prozess vor Gericht erscheinen.

Zu den Höhepunkten der ersten Prozesswoche gehört, dass der ehemalige FTX-CEO zum ersten Mal mit neuer Frisur auftrat. Ellison und andere ehemalige Führungskräfte, die mit der Kryptobörse in Verbindung stehen, werden im weiteren Verlauf des Prozesses voraussichtlich gegen SBF aussagen.




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Google Bard soll „bald“ in den Google Assistant eingebunden werden

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Laut einem Social-Media-Beitrag des Entwicklerteams von Google Assistant vom 4. Oktober wird der firmeneigene KI-Dienst Google Bard „bald“ in den Service eingebunden.

Google Assistant ist selbst eine KI-Software, die in Google Home-Geräten wie dem Nest Mini oder Nest Hub verwendet wird. Sie ist auch auf Android-Handys und -Tablets verfügbar. Bard hingegen ist Googles browserbasiertes KI-Chatprogramm, das versucht, mit ChatGPT von OpenAI zu konkurrieren.

Bard ist ein neueres KI-Programm, das viele Dinge kann, die der Google Assistant bisher nicht kann. Es kann zum Beispiel ein Anschreiben für einen Lebenslauf erstellen, Computercode generieren, einen Aufsatz schreiben, komplexe Fragen zu Geschichte oder Mathematik beantworten und viele andere anspruchsvolle Aktionen auf der Grundlage von Benutzereingaben durchführen. Im Gegensatz dazu kann Google Assistant nur Antworten auf sehr einfache Fragen geben.

Am selben Tag, an dem die Ankündigung in den sozialen Medien erfolgte, hielt Google auf der öffentlichen Konferenzveranstaltung Made by Google eine Präsentation, in der das neue Upgrade näher beschrieben wurde. Einem Bericht von ZDNet zufolge gibt Google an, dass der Bard Assistant auf die E-Mails eines Nutzers zugreifen kann, wenn er die Erlaubnis dazu erhält, so dass er das E-Mail-Konto des Nutzers sortieren und über dessen Inhalt berichten kann. Das Programm wird auch in der Lage sein, Urlaub für den Benutzer zu planen, Dokumente mit Google Docs zu schreiben und SMS zu verfassen.

Der Assistent wird außerdem in der Lage sein, auch Bilder als Eingabe zu akzeptieren. Zum Beispiel kann ein Nutzer ein Bild hochladen und den Google Bard Assistant bitten, eine Bildunterschrift dafür zu erstellen. Google hat bis jetzt allerdings kein genaues Datum für die Veröffentlichung genannt, da sich der Service noch in der Testphase steckt.

Google arbeitet aggressiv an Verbesserungen der eigenen Künstlichen Intelligenz, um mit OpenAI und Microsoft zu konkurrieren. Google Bard wurde am 10. Mai zunächst in ausgewählten Ländern veröffentlicht. Am 14. Juli wurde der Zugang zu Bard dann auch auf die Mitgliedstaaten der Europäischen Union ausgeweitet, obwohl die EU strenge Vorschriften für KI hat. Trotz dieser Errungenschaften hat Bard noch einige Probleme zu lösen. So hat Cointelegraph im Juni entdeckt, dass der Dienst in einigen Fällen Hotels empfiehlt, die gar nicht existieren.




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Polizei von Hongkong gründet nach Drama um JPEX neue Krypto-Arbeitsgruppe

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Die Polizei von Hongkong (HKPF) und die Börsenaufsicht des Landes (SFC) haben eine gemeinsame Krypto-Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich speziell mit illegalen Aktivitäten auf Kryptobörsen befassen soll.

In einer Erklärung vom 4. Oktober teilte die SFC entsprechend mit, dass die Arbeitsgruppe nach einem Treffen mit der HKPF am 28. September inmitten der anhaltenden Verhaftungen und Entwicklungen im Zusammenhang mit der in Dubai ansässigen Kryptobörse JPEX gebildet wurde.

Einige Tage vor dem Treffen wurden 11 Personen festgenommen, um sie zu ihrer möglichen Rolle im JPEX-Skandal zu befragen, in dem die SFC dem Unternehmen vorwirft, seine Dienstleistungen in der Region ohne Lizenz angeboten zu haben.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die Überwachung im Hinblick auf illegale Aktivitäten von „Virtual Asset Trading Platforms“ (VATPs) zu verbessern, Informationen über verdächtige Aktivitäten auszutauschen, die Risiken verdächtiger Kryptobörsen zu bewerten und bei Ermittlungen zusammenzuarbeiten.

Die Regulierungsbehörden in Hongkong haben bereits angedeutet, dass sie im Zuge der JPEX-Saga eine Verschärfung der Vorschriften für den Kryptomarkt anstreben.

Die Gruppe besteht aus Beamten der SFC-Abteilung für Strafverfolgung und HKPF-Beamten aus den Büros für Handel, Cybersicherheit und Finanzen.

In der Erklärung betonte SFC-Direktor Christopher Wilson, die Aufsichtsbehörde freue sich darauf, ihre Ressourcen einzusetzen, um „problematische VATPs zu bekämpfen und die Interessen der Investoren zu schützen“.

Eve Chung, Assistant Commissioner of Police (Crime) bei der HKPF, ergänzte, die Arbeitsgruppe diene dem Austausch von Erkenntnissen und der gemeinsamen Reaktion auf „Herausforderungen, die sich aus den VATPs ergeben, um die Öffentlichkeit von Hongkong besser zu schützen“.

Die SFC hat seitdem eine Liste aller zugelassenen, als zugelassen geltenden, stillgelegten und zur Beantragung anstehenden Börsen sowie eine Liste „verdächtiger VATPs“ veröffentlicht.


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Binance-Chef hat SBF-Anfrage nach Finanzierung für Futures-Börse abgelehnt

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Binance-CEO Changpeng „CZ“ Zhao lehnte es Medienberichten zufolge ab, dem ehemaligen FTX-CEO Sam „SBF“ Bankman-Fried 40 Millionen US-Dollar für eine Futures-Kryptobörse im März 2019 bereitzustellen, wie aus einem Auszug aus dem neuen Buch von Michael Lewis „Going Infinite: The Rise and Fall of a New Tycoon“ hervorgeht.

Laut dem neuen Buch – das sich mit dem Werdegang von Bankman-Fried beschäftigt – schlug dieser eine Futures-Handelsplattform mit „Null-Risiko“ für schlechte Trades mit hoher Leverage vor. Futures-Plattformen ermöglichen einen derartigen Hebel in der Regel gegen eine angemessene Kreditsicherheit, und im Falle scheiternder Trades muss diese dann erhöht werden.

Bei Kryptowährungen können Kursschwankungen jedoch schnell und erheblich sein, was dazu führen kann, dass die Börsen aufgrund zu geringer Sicherheiten uneinbringliche Forderungen haben. FTX wollte deshalb eine neue Futures-Börse aufbauen, die die Aktivitäten der Trader überwacht und die Positionen auflöst, sobald ein Trade die hinterlegte Sicherheit übersteigt, um so mögliche Verluste zu begrenzen.

Das Buch legt nahe, dass Binance und FTX zum Zeitpunkt des entsprechenden Vorschlags von SBF im Jahr 2019 jedoch unterschiedliche strategische Ziele verfolgten. Während die FTX allen voran auf institutionelle Anleger setzte, konzentrierte sich die Binance nur auf Privatkunden. Nachdem CZ einige Wochen lang über den Vorschlag nachgedacht hatte, lehnte er den Finanzierungsantrag von SBF letztendlich ab und entwickelte anschließend eine eigene Futures-Plattform.

Der Autor des Buches behauptet, dass die Entscheidung von CZ bei SBF nicht gut ankam, weshalb dieser den Binance-CEO für seine Entscheidung angeblich sogar als „Deppen“ bezeichnete. Nach dem geplatzten Deal gründete FTX im Jahr 2019 allerdings doch noch eine eigene Futures-Börse, war sich aber nicht sicher, ob diese erfolgreich sein würde. Dahingehend wird SBF in dem Buch wie folgt zitiert:

„Wenn es funktioniert, ist sie Milliarden von Dollar wert, aber ich vermutete, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Scheitern bei mehr als fünfzig Prozent lag. Ich hatte kein Marketing gemacht. Ich hatte darüber nie mit den Medien gesprochen. Ich hatte noch keine Kunden gehabt. Es war einfach anders als alles, was ich bisher gemacht hatte.“

Dies war nicht der einzige Vorfall, bei dem sich die Wege von SBF und CZ kreuzten. Im Jahr 2022, als die FTX-Liquiditätskrise ans Licht kam, wandte sich FTX erneut an Binance für eine Übernahme, aber CZ lehnte erneut ab und behauptete, die Plattform sei nicht mehr zu retten.

Die jüngste Enthüllung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Prozess gegen den ehemaligen FTX-CEO in New York beginnt, wo er wegen Betrugs und Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von FTX mehrfach angeklagt ist.


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Großbritannien startet digitale Wertpapier-Sandbox in Q1 2024: Neue Testumgebung für Produkte

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Großbritannien lanciert zum ersten Quartal 2024 eine zweite Krypto-Sandbox. Sie wird speziell auf digitale Wertpapiere ausgerichtet sein.

In ihrer Rede auf dem CCData Digital Asset Summit am 3. Oktober verriet die Leiterin der Kapitalmarktabteilung der britischen Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) Helen Boyd, dass das britische Finanzministerium plane, bis zum Ende des ersten Quartals 2024 eine Sandbox für digitale Wertpapiere zu lancieren. Obwohl die FCA als unabhängige Finanzaufsichtsbehörde gilt, untersteht sie dem britischen Finanzministerium.

Boyd zufolge werde sich die kommende Digital Securities Sandbox von der bereits laufenden Digital Sandbox unterscheiden, die von der FCA im August 2023 gestartet wurde. Die Digital Sandbox der FCA soll Technologieunternehmen in den frühen Phasen der Produktentwicklung unterstützen, während die Digital Securities Sandbox des Finanzministeriums „ein neues Regelwerk haben wird, mit dem sie neue Dinge mit digitalen Wertpapieren tun kann“. In der offiziellen Ankündigung der Digital Securities Sandbox wird die Aufgabe konkret erläutert:

„Finanzmarktinfrastrukturen einzurichten, die die Technologie digitaler Vermögenswerte nutzen und die eine Reihe von Aktivitäten im Zusammenhang mit digitalen Wertpapieren unter einem vorübergehend geänderten rechtlichen und regulatorischen Rahmen durchführen können.“

Boyd ging auch auf die Zukunft der FCA als Hauptregulierungsbehörde für Kryptowährungen in Großbritannien ein. Sie erklärte, die Behörde warte immer noch auf die Entscheidung des Finanzministeriums darüber, wie viel Macht der FCA zugestanden werden solle.

Die britischen Aufsichtsbehörden haben in letzter Zeit eine strenge Haltung gegenüber der Branche für digitale Vermögenswerte aufgewiesen. Das Finanzministerium zieht ein generelles Verbot von Kaltaquise für Krypto-Investitionen in Erwägung und die FCA hat eine letzte Warnung an lokale Kryptounternehmen ausgegeben, die sich nicht an ihre Marketingregeln halten.


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Tätigkeit als Zahlungsinstitut nun erlaubt

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Ripple hat von der singapurischen Zentralbank eine vollständige Lizenz für den Betrieb eines großen Zahlungsinstituts erhalten und kann damit seine Tätigkeit dort fortsetzen, nachdem das Unternehmen im Juni zunächst eine grundlegende Genehmigung erhalten hatte.

In einer Erklärung vom 4. Oktober teilte das Unternehmen mit, seine lokale Tochter Ripple Markets APAC habe die volle Lizenz von der Monetary Authority of Singapore (MAS) erhalten.

Ripple-Chef Brad Garlinghouse sagte in der Erklärung, „Singapur hat sich zu einem der führenden Zentran für Fintech und digitale Vermögenswerte entwickelt und hält die Balance zwischen Innovation, Verbraucherschutz und verantwortungsvollem Wachstum“.

Garlinghouse sagte weiter, Singapur sei seit 2017 der Hauptsitz des Unternehmens im asiatisch-pazifischen Raum und das Land sei „für das globale Geschäft von Ripple von zentraler Bedeutung“.

In der Erklärung hieß es von Ripple weiter, dass mehr als 90 Prozent seiner Geschäfte außerhalb des Landes getätigt werden und es weiterhin den asiatisch-pazifischen Raum für die Einführung seiner kryptogestützten Produkte priorisieren werde.

Mit der Lizenz in Singapur kann Ripple digitale Zahlungs-Token anbieten. Das Unternehmen ist damit nun eines von 14 anderen Unternehmen, die von der MAS die gleiche Lizenz erhalten haben, darunter die lokalen Zweige der Kryptobörsen Coinbase, Independent Reserve und Blockchain.com.

Das ist die zweite gute Nachricht für Ripple an diesem Tag. Zuvor hatte die US-Richterin im Fall zwischen der US-Wertpapieraufsicht SEC und Ripple einen Antrag der Aufsichtsbehörde auf Berufung abgelehnt.




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Bitcoin (BTC)-Anlageprodukte verzeichnen erstmals seit 6 Wochen Zuflüsse

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Investmentprodukte für digitale Vermögenswerte verzeichneten vom 22. bis 28. September zum ersten Mal seit sechs Wochen wieder Zuflüsse, wie aus dem aktuellen Digital Asset Fund Flows Weekly Report des europäischen digitalen Vermögensverwalters CoinShares hervorgeht.

Bitcoin (BTC)-bezogene Anlageprodukte waren mit Zuflüssen in Höhe von 20,4 Millionen US-Dollar in dieser Woche die größten Gewinner.

Solana (SOL)-Investmentprodukte waren mit 5 Millionen US-Dollar die einzigen anderen Assetprodukte, die Zuflüsse verzeichneten. Laut CoinShares ist das die 27. Woche mit Zuflüssen bei nur vier Wochen mit Abflüssen im Jahr 2023. Damit ist er der „beliebteste Altcoin in diesem Jahr“.

Auf der anderen Seite verzeichnete Ether (ETH) Abflüsse in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar. Damit hat er die siebte Woche in Folge Abflüsse verzeichnet und festigt laut CoinShares damit seinen Status als „unbeliebtester Altcoin“.

Andere Altcoin-Anlageprodukte, darunter XRP (XRP), der in der Vorwoche mehr Zuflüsse als Solana verzeichnete, verzeichneten minimale Abflüsse.

Die Analysten von CoinShares führen die fehlende Bewegung bei Altcoins auf eine Kombination von Faktoren zurück:

„Wir glauben, dass die Zuflüsse eine Reaktion auf eine Kombination aus positiver Kursdynamik, Ängsten über die Preise von US-Staatsschulden und dem jüngsten Streit bei der Regierungsfinanzierung sind.“

CoinShares spielte hierbei auf die laufenden Verhandlungen über den US-Haushalt an. Zu Beginn der vergangenen Woche herrschte die Befürchtung, dass es zu einem sogenannten Shutdown kommen könnte.

Doch dank der Bemühungen der Senatsführer in letzter Minute konnte man sich auf eine Überbrückung einigen, die die Finanzierung bis zum 17. November sicherstellt. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Kongress und der Präsident auf eine längerfristige Finanzierung einigen können.

Geografisch gesehen waren Deutschland, Kanada und die Schweiz im Hinblick auf Zuflüsse mit je 17,7 Millionen US-Dollar, 17,2 Millionen US-Dollar und 7,4 Millionen US-Dollar in digitale Anlageprodukte in dieser Woche führend. Australien und Frankreich Bildeten mit jeweils 100.000 US-Dollar und null das Schlusslicht.

Die Vereinigten Staaten verzeichneten hingegen Abflüsse in Höhe von 18,5 Millionen US-Dollar, gefolgt von Schweden und Brasilien mit jeweils 1,8 Millionen US-Dollar und 900.000 US-Dollar.




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Binance stellt BUSD-Kreditvergabe zum 25. Oktober ein

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Die Kryptobörse Binance will zum 25. Oktober die Kreditvergabe für ihren nativen Stablecoin Binance USD (BUSD) einstellen.

Laut der Ankündigung vom 3. Oktober will die Börse alle ausstehenden BUSD-Kredit- und Sicherheitspositionen bis zum Ende des Monats schließen. Nutzer können auf Binance weiterhin Stablecoins wie Tether (USDT), Dai, TrueUSD (TUSD) und USD Coin (USDC) leihen und verleihen. Derzeit können Nutzer ihre BUSD auf Binance mit einer geschätzten jährlichen Rendite von 3 Prozent verleihen.

Am 31. August berichtete Cointelegraph, Binance werde alle Dienstleistungen im Zusammenhang mit seinem BUSD-Stablecoin bis 2024 einstellen. Am 13. Februar sagte die New Yorker Fintech-Firma Paxos, der Emittent des BUSD-Stablecoins, sie wolle die Beziehungen zu Binance aufgrund des laufenden Rechtsstreits mit der US-Wertpapieraufsicht SEC beenden. Paxos sagte, das Unternehmen werde die Rücknahmen von BUSD in US-Dollar und Treasuries im Februar 2024 einstellen. Auch die Neuprägung von BUSD werde vorerst ausgesetzt.

Vor dieser Ankündigung war BUSD einer der größten Stablecoins und erreichte im November 2022 eine Marktkapitalisierung von 23 Milliarden US-Dollar. Seitdem ist er auf derzeit 2,23 Milliarden US-Dollar gefallen.

Die Einstellung von BUSD und der damit verbundenen Dienste erfolgt in mehreren Phasen. Letzten Monat setzte die Börse BUSD-Auszahlungen über BNB Chain, Avalanche, Polygon, Tron und Optimism aus, ließ diese aber im Ethereum-Netzwerk weiterlaufen. BUSD-Einzahlungen hingegen sind über alle Blockchains weiter offen. Die Börse rät ihren Nutzern jedoch, ihre BUSD-Guthaben bis zum nächsten Jahr in Fiat oder andere Kryptowährungen umzuwandeln.




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Krypto wird sich nicht durchsetzen

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Mário Centeno, der Gouverneur der Zentralbank von Portugal, hat sich der Meinung mehrerer Regulierungsbehörden angeschlossen, die sagen, dass nationale Bemühungen zur Überwachung von Kryptowährungen ohne einen globalen Rahmen nicht richtig funktionieren würden.

Ausschnitt aus der Rede von Mário Centeno. Quelle: Publicnow.com

In seiner Eröffnungsrede auf der Finanzstabilitätskonferenz 2023 der Banco de Portugal am 2. Oktober rief Centeno zur internationalen Zusammenarbeit auf, um einen „robusten Rahmen“ zu schaffen und eine „regulatorische Willkür“ zu vermeiden:

„Es wäre kurzsichtig zu glauben, dass es ausreicht, diese globalen Risiken und internationalen Akteure auf nationaler Ebene zu regulieren und zu beaufsichtigen.“

Im Gespräch über Krypto-Assets und DeFi erwähnte Centeno das „unbestreitbare Risiko“, dass sie sich auf lange Sicht nicht durchsetzen werden. Er erklärte, er glaube nicht an das demokratisierende Potenzial digitaler Vermögenswerte oder daran, dass diese letztlich überleben:

„Diese flüchtigen Produkte erlebten während der COVID-19-Pandemie einen enormen Popularitätsschub, erwiesen sich aber als nicht nachhaltig und führten wenig überraschend zum Zusammenbruch mehrerer dieser Produkte.“

Centeno lobte den ersten umfassenden Krypto-Rahmen der Europäischen Union, die MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets). Er forderte aber eine weitere internationale Koordinierung der Regulierungsbemühungen nach dem Grundsatz „gleiches Risiko, gleiche Regulierung“.

Ähnlich äußerte sich kürzlich der Direktor für Strategie, Politik und Kontrolle bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. In einem Blogbeitrag erkannte Rupert Schäfer die offensichtlichen Fortschritte bei der Regulierung von Kryptowährungen durch die Verabschiedung der MiCA-Verordnung in der EU an, wies aber auch auf die Unstimmigkeiten hin, die auf globaler Ebene bestehen.

Im August rief auch der indische Premierminister Narendra Modi im Rahmen des jährlichen G20-Gipfels zu einer globalen Zusammenarbeit bei der Erarbeitung einer Krypto-Regulierung auf.


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