Japanische Digitalwährung DCJPY soll im Juli 2024 auf den Markt kommen

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Am 12. Oktober veröffentlichte der Zahlungsdienstleister DeCurret Holdings ein Whitepaper über sein firmeneigenes Krypto-Projekt „DCJPY“. Das Unternehmen beabsichtigt, die betreffende Digitalwährung – ein digitaler japanischer Yen – im Juli 2024 einzuführen.

Dem Whitepaper zufolge wird das Netzwerk den DCYPY in einen Finanzbereich und einen Wirtschaftsbereich untergliedern. Ersterer wird Banken umfassen, die Einlagen als Digitalwährung auf der Blockchain prägen, während letzterer für geschäftliche Transaktionen reserviert sein wird. Die „Business Zone“ wird auch Raum für die Ausgabe von nicht fälschbaren, Wertpapier- und Governance-Tokens bieten.

Der führende Emittent des DCJPY, der durch Einlagen in japanischen Yen besichert sein wird, wird die Aozora Bank sein, ein kommerzielles Finanzinstitut mit 19 Filialen in Japan. Im Jahr 2021 berichtete DeCurret bereits über ein Konsortium von 70 japanischen Unternehmen, die sich am DCJPY-Netzwerk beteiligen würden. Im Whitepaper werden zwar keine konkreten Namen der Netzwerkteilnehmer genannt, doch hinter DeCurret selbst stehen 35 Unternehmen, die Anteile an der Firma halten, darunter die Japan Post Bank, Mitsubishi und die Dentsu Group.

DeCurret wird am 18. Oktober ein Seminar über das Whitepaper abhalten, in dem die wichtigsten Punkte des Projekts erläutert werden. Die Veranstaltung findet in Tokio statt und wird nicht online gezeigt.

Im Mai 2023 veröffentlichte die Bank von Japan die Ergebnisse der zweiten Phase ihres Experiments mit ihrer eigenen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC). Sie wird bis 2026 eine endgültige Entscheidung über die Ausgabe eines offiziellen „digitalen Yen“ treffen.

In der Zwischenzeit prüfen Binance und die Mitsubishi UFJ Trust and Banking Corporation die Ausgabe von japanischen Yen und anderen auf Fremdwährungen basierenden Stablecoins im Land.


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Sam Bankman-Fried wollte FTX an saudischen Prinzen MBS verkaufen

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Die ehemalige Geschäftsführerin von Alameda Research, Caroline Ellison, behauptete vor Gericht, dass Sam „SBF“ Bankman-Fried versucht habe, Kapital für FTX zu beschaffen, indem er eine Investition des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (MBS) in Betracht zog.

Im Strafprozess gegen SBF am 11. Oktober sagte Ellison entsprechend vor Gericht aus, dass sie mit Bankman-Fried im Jahr 2022 Möglichkeiten zur Absicherung von Alameda-Investitionen erörtert habe. Laut dem ehemaligen Alameda-CEO gab Bankman-Fried damals an, dass MBS zwischenzeitlich ein potenzieller Investor der Kryptobörse war, bevor diese im November zusammenbrach.

Die potenzielle Investition von MBS war eine der Notizen, die in einem von Ellisons Online-Tagebüchern erwähnt wurden, das die Staatsanwaltschaft in dem Prozess anführt. Laut einer darin festgehaltenen Liste waren sowohl die „Kapitalbeschaffung von MBS“ als auch die Aufstachelung der Regulierungsbehörden gegen den großen Konkurrenten Binance erklärte Ziele von SBF.

Mit einem Nettovermögen in Milliardenhöhe hat MBS – der Kronprinz und Premierminister von Saudi-Arabien – über den Staatsfonds des Landes unter anderem schon in Blockchain-Gaming investiert. Allerdings ist er als Geldgeber umstritten, da er mit der Ermordung des Washington Post-Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul im Jahr 2018 in Verbindung steht.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Puck vom April zufolge traf sich Bankman-Fried mit MBS in Saudi-Arabien, etwa zwei Wochen bevor FTX Konkurs anmeldete. Als SBF Berichten zufolge 1 Mrd. US-Dollar für die FTX aufbringen wollte, waren saudische Investoren bereit, rund 250 Mio. US-Dollar beizusteuern – interessanterweise derselbe Betrag, den ein Richter als Kaution forderte, nachdem der ehemalige CEO in den USA verhaftet worden war.

Ellison wird ihre Aussage wahrscheinlich am heutigen 12. Oktober fortsetzen, wobei die Anwälte von SBF sie als nächstes ins Kreuzverhör nehmen werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte sie Betrug während ihrer Zeit als Leiterin von Alameda zugegeben und Bankman-Fried weitgehend die Schuld für den Missbrauch von Kundengeldern gegeben, einschließlich der Anweisung an sie, den Kreditgebern von Genesis irreführende Finanzinformationen zu liefern.

Die Staatsanwälte im Strafprozess gegen Bankman-Fried kündigten zudem an, dass sie voraussichtlich bis zum 26. oder 27. Oktober Zeugen befragen werden; danach werden die Anwälte von SBF ihrerseits beginnen, Zeugen aufzurufen. Bankman-Fried hat sich in sieben Anklagepunkten im Zusammenhang mit dem Betrug bei FTX für nicht schuldig erklärt, ebenso wie in fünf Anklagepunkten, die ihm in einem Prozess im März 2024 zur Last gelegt werden.




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Britische Abgeordnete über Krypto-Fan-Token: Maßnahmen gegen NFT-Urheberrechtsverletzungen gefordert

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Ein parteiübergreifender parlamentarischer Ausschuss hat die britische Regierung aufgefordert, Urheber vor Urheberrechtsverletzungen im Zusammenhang mit NFTs zu schützen und mögliche Schäden durch Sportgruppen, die digitale Vermögenswerte ausgeben, anzugehen.

In einer Pressemitteilung vom 11. Oktober warnten die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Medien und Sport, das „dringlichste Problem“ sei das Risiko für die Rechte am geistigen Eigentum von Künstlern. Dieses ergebe sich aus der Leichtigkeit und Schnelligkeit, mit der NFTs geprägt werden können, verglichen mit dem langsamen Prozess für Künstler, die ihre Rechte durchsetzen wollen.

„Künstler laufen Gefahr, dass die Früchte ihrer harten Arbeit ohne Erlaubnis geklaut und vermarktet werden, während betrügerische und irreführende Werbung ein zusätzliches Risiko für Investoren darstellt, die an einem ohnehin schon riskanten Geschäft beteiligt sind“, so die Ausschussvorsitzende Dame Caroline Dinenage.

In einem begleitenden Bericht empfahl der Ausschuss der Regierung, mit den NFT-Marktplätzen zusammenzuarbeiten, um diese Verstöße durch die Einführung eines Verhaltenskodexes zu bekämpfen, der Urheber, Verbraucher und Verkäufer vor verletzendem und potenziell betrügerischem Material schützt, das auf solchen Plattformen verkauft wird.

Der Ausschuss warnte auch vor den potenziellen Schäden, die entstehen, wenn Ligen oder Teams Kryptowährungen schaffen, um sie den Fans anzubieten. Er forderte, dass solche Token bei der Messung des Fan-Engagements nicht berücksichtigt werden sollten.

Zahlreiche britische Fußballvereine, darunter Manchester City und Tottenham Hotspur, haben bereits „Fan-Token“ für Anhänger und Vereinsmitglieder herausgegeben. Der Kauf solcher Token soll exklusive Rechte und Vorteile bieten, aber der Ausschuss behauptete, dass dies oft nicht der Fall gewesen sei.

„Wir sind auch besorgt, dass Vereine Fan-Token in Zukunft als geeignete Form der Fanbindung präsentieren könnten, trotz ihrer Preisvolatilität und der Vorbehalte von Fangruppen“, wie es in dem Bericht weiter heißt.

Der Ausschuss behauptete auch, dass die Volatilität dieser Token den Fans finanziellen Schaden zufügen könnte, die sich der „inhärent riskanten“ Natur des Vermögenswerts nicht bewusst seien.

„In der Welt des Sports werben Vereine für volatile Krypto-Assets, um treuen Fans noch mehr Geld zu entlocken. Oft werden dabei Privilegien und Vergünstigungen versprochen, die es nicht gibt.“

Der Ausschuss kam zu dem Schluss, dass „Messungen des Fan-Engagements im Sport, auch bei der bevorstehenden Regulierung des Fußballs, die Verwendung von Fan-Token ausdrücklich ausschließen sollte“.




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Abschließende Aussage über Vereinbarung mit Behörden

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Am sechsten Tag des Prozesses gegen Sam Bankman-Fried hat der ehemalige FTX Chief Technology Officer Gary Wang abschließend ausgesagt, während die Aussage der ehemaligen Alameda-Research-CEO Caroline Ellison begonnen hat. Wang sagte u.a. über seine Vereinbarung mit den Strafverfolgungsbehörden aus.

Nach Angaben von Inner City Press auf X (ehemals Twitter) fragte der stellvertretende Staatsanwalt Nicolas Roos: „Haben Sie bei Ihrem ersten Treffen mit der Regierung zugegeben, gemeinsam mit dem Angeklagten Verbrechen begangen zu haben?“ Wang bejahte die Frage.

„Was wurde Ihnen aufgetragen?“ fragte Roos.

„Die Wahrheit zu sagen. Ansonsten würde ich keine mildernden Umstände bekommen bekommen“, antwortete Wang.

Bei diesen mildernden Umständen kann die Regierung, unter Berücksichtigung der Zusammenarbeit, für eine „angemessene Reduzierung“ der Strafe sorgen.

Der zuständige US-Staatsanwalt Damian Williams kündigte am 21. Dezember 2022 an, dass Anklage gegen Wang und Ellison „im Zusammenhang mit ihrer Rolle bei dem Betrug, der zum Zusammenbruch von FTX beigetragen hat, erhoben wurde“. Die beiden haben sich schuldig bekannt und kooperieren bei den Ermittlungen mit der Regierung.

Roos wies darauf hin, dass sich Wang in vier Anklagepunkten schuldig bekannt hat, darunter auch wegen Verschwörung. „Mit wem“ habe er sich verschworen, fragte Roos. „Mit Sam, [dem ehemaligen FTX-Mitarbeiter] Nishad [Singh] und Caroline“, antwortete Wang.

Wang soll zudem gesagt haben, er habe sich 18 Mal mit Regierungsbeamten getroffen. Die ersten beiden Treffen fanden mit Vertretern des Justizministeriums, des Federal Bureau of Investigation, der Securities and Exchange Commission und des Consumer Financial Protection Bureau statt, denen er sagte, dass Bankman-Frieds Tweet vom 7. November „FTX is fine. Assets are fine“, wahr sei.

Wang sagte aus, er habe später eingeräumt, der Tweet sei zwar wahr, aber irreführend. Es sei nicht möglich, die FTT-Token der Börse zu liquidieren, da ein Verkauf in dieser Größenordnung den Kurs des Tokens einbrechen lassen würde.

Zuvor hatte der Verteidiger von Bankman-Fried Wang gefragt: „Kennen Sie den Unterschied zwischen Zahlungsfähigkeit und Liquidität?“ Wang bejahte diese Frage ebenfalls.




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Auf Bitten von Israel: Binance friert Hamas-Konten ein

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Die Kryptobörse Binance hat auf Ersuchen der israelischen Strafverfolgungsbehörden Konten eingefroren, die mit Hamas-Kämpfern in Verbindung stehen.

Laut einem WeChat-Post vom 10. Oktober von Yi He, Mitbegründerin der Börse, richtet sich dir Einfrierung gegen die Hamas und nicht gegen die Menschen in Palästina. He erklärte dazu:

„Die Hamas ist eine von den Vereinten Nationen als terroristisch eingestufte Organisation. Daher müssen alle Organisationen, einschließlich Banken und Handelsplattformen, bei Bitten um Einfrierungen kooperieren. Das ist nichts, was Binance allein entscheiden kann.“

Yi He erklärte weiter, dass keine Handelsplattform solche Anfragen ablehnen kann: „Palästina hat eine organisierte Regierung. Die Hamas ist eine lokale militante Gruppe. Sie töten Zivilisten, das ist das Problem. Die Hamas ist nicht Palästina. Das Einfrieren richtet sich gegen die Hamas, nicht gegen Palästina.“

Bereits am 10. Oktober hatte die lokale Nachrichtenagentur Calcalist berichtet, dass israelische Beamte die Krypto-Konten von Hamas-Kämpfern mit Hilfe von Binance eingefroren haben. Die Strafverfolgungsbehörden behaupten, die Terroristen hätten die Konten genutzt, um über soziale Netzwerke Gelder für den Krieg zu sammeln.

Cointelegraph berichtete bereits, dass die lokale Web3-Community in Israel eine Wohltätigkeitskampagne gestartet hat, um israelischen Zivilisten zu helfen, die von dem Konflikt betroffen sind. „Crypto Aid Israel“ akzeptiert sowohl Bitcoin- (BTC) als auch Ether- (ETH) Spenden, sowie andere ERC-20-Token wie Tether (USDT). Die Initiative hat seit ihrem Start fast 50.000 US-Dollar an Krypto-Spenden erhalten.

Yi Hes Erklärung auf WeChat. Quelle: WeChat

Yi He sagte, dass normale Nutzer von dem Verbot nicht betroffen seien, also auch keine palästinensischen Zivilisten. „Unter Bezugnahme auf frühere Vorfälle, als der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ausbrach, haben wir die Konten von gewöhnlichen Russen auch nicht eingefroren“, wie sie abschließend noch sagte.


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Britische Finanzaufsicht verwarnt Binance-Partner: Krypto-Anzeigen nicht erlaubt

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Die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) hat der Peer-to-Peer-Kreditplattform Rebuildingsociety, mit der die Kryptobörse Binance eine Partnerschaft geschlossen hat, Beschränkungen auferlegt, damit sie die Marketingvorschriften der Aufsichtsbehörde einhält.

In einer Mitteilung vom 10. Oktober erklärte die FCA, dass Rebuildingsociety nicht befugt sei, „den Inhalt einer Finanzwerbung für ein qualifiziertes Kryptoasset für die Kommunikation durch eine unbefugte Person zu genehmigen“ und dass sie alle bestehenden Genehmigungen zurückziehen müsse. Die Mitteilung deutet darauf hin, dass Binance nach den Marketinganforderungen der FCA, die am 8. Oktober in Kraft getreten sind, möglicherweise keinen britischen Partner mehr hat.

Die Aufsichtsbehörde warnte Rebuildingsociety, alle Kunden, vermutlich auch Binance, darüber zu informieren, dass es „nicht erlaubt ist, den Inhalt einer Finanzwerbung für ein qualifiziertes Kryptoasset zu genehmigen“, alle Werbeanzeigen zurückzuziehen, in denen angeboten wird, Finanzwerbung zu genehmigen, und der FCA die Einhaltung der Vorschriften schriftlich zu bestätigen. Binance wollte über Rebuildingsociety seinen Nutzern in Großbritannien die Möglichkeit geben, die Produkte und Dienstleistungen der Börse über eine lokalisierte Domain einzusehen, da die Börse nicht bei der FCA registriert ist.

Erst vor etwa sieben Tagen wurde die Partnerschaft von Binance mit Rebuildingsociety bekannt gegeben, womit die Börse Spot-Trading, NFTs und andere Produkte und Dienstleistungen für britische Nutzer anbieten konnte. Aufgrund der FCA-Regelung, so die Kryptobörse, könne sie keine Empfehlungsboni und Geschenkkarten mehr anbieten.

Die Marketingregelung, die am 8. Oktober in Kraft getreten ist, zielt darauf ab, Firmen, einschließlich Kryptounternehmen, zu verpflichten, „klare, faire und nicht irreführende“ Werbung zu machen. Andernfalls drohen strafrechtliche Konsequenzen. Die FCA fügte hinzu, dass bestimmte Unternehmen eine Genehmigung für eine Fristverlängerung bis Januar 2024 erhalten könnten, da die Regeln unsicher seien. Es ist jedoch unklar, ob Binance eine solche Verlängerung anstrebt. Unternehmen, darunter OKX und MoonPay, haben bereits angekündigt, dass sie die FCA-Regeln einhalten wollen.


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Bitcoin (BTC)-Rallye in Gefahr? Metrik weist Ähnlichkeiten mit Bärenmarkt 2022 auf

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Bitcoin (BTC)-Trader zeigen ein ähnliches Verhalten wie beim Tiefpunkt des Bärenmarktes im Jahr 2022, während weiter eine „unsichere“ Stimmung herrscht, so eine neue Studie.

In einem Quicktake vom 9. Oktober untersuchte die On-Chain-Analyseplattform CryptoQuant einen starken Rückgang der realisierten Kapitalisierung des aktivsten Teils des BTC-Angebots.

Kreis schließt sich bei einmonatiger realisierter Kapitalisierung des BTC-Angebots

Die spekulativen Bitcoin-Anleger werden auch in diesem Jahr weiter genau beobachtet, da der BTC-Kurs ein stark divergierendes Umfeld verzeichnet.

Der Spotkurs pendelt derzeit um die Gesamtkostenbasis für sogenannte kurzfristige Inhaber (STHS). Mit diesem Begriff definiert man Personen, die eine bestimmte Menge BTC für 155 Tage oder weniger halten.

Nun zeigt CryptoQuant, dass die realisierte Kapitalisierung von Coins, die sich zuletzt vor 24 Stunden bis zu einem Monat bewegt haben, in den letzten Monaten eingebrochen ist.

Die realisierte Kapitalisierung bezieht sich auf den Gesamtwert (in US-Dollar) einer bestimmten Gruppe von Bitcoin, die in Transaktionen verwendet werden. Die Verfolgung des Gesamtwerts aus der eintägigen bis einmonatigen (1D-1M) Kohorte kann laut CryptoQuant Einblicke in das BTC-Preisgeschehen insgesamt geben.

„Meiner Meinung nach spiegeln diese Daten die Preisschwankungen von Bitcoin effektiv wider“, so Binh Dang.

„Das repräsentiert kürzlich erworbene Coins, bevor sie zu langfristigen Beständen werden oder kontinuierlich kurzfristig gehandelt werden.“

Ende 2022, als BTC/USD auf ein Zwei-Jahres-Tief fiel, sank die realisierte Marktkapitalisierung der 1D-1M-Kohorte auf unter 20 Milliarden US-Dollar. Als Bitcoin im Juli einen Höchststand von knapp unter 32.000 US-Dollar erreichte, lag die realisierte Kapitalisierung bei mehr als dem Doppelten, nämlich bei rund 44 Milliarden US-Dollar.

Binh zeigt, dass die Zahl nun wieder auf ein Niveau wie im Bärenmarkt zurückgegangen ist und sich „leicht erholt“ hat. Es liegt dabei immer noch in der Nähe der Marke von 20 Milliarden US-Dollar.

„Die aktuelle Veränderung dieser Daten (in blau und grün) zeigt eine uneinheitliche Erholung, die zum Teil auf die allgemeine Marktstimmung, einschließlich makroökonomischer und geopolitischer Fragen, zurückzuführen ist“, wie er in einem Kommentar zu einem Chart weiter erklärte.

Bitcoin Realised Cap (Screenshot). Quelle: CryptoQuant

Bitcoin-Neulinge sollten keine Wiederholung der Gewinne aus Q1 erwarten

Die Marke von 20 Milliarden US-Dollar hat seit September 2022 eine breite Untergrenze für die 1D-1M-Gruppe gebildet, aber ein stärkerer Anstieg gilt wohl als unwahrscheinlich.

„Der Markt wird wahrscheinlich unsicher bleiben, wenn diese Daten von jetzt an bis zum Jahresende keine signifikanten und positiven Trends zeigen“, so Banh.

„Die Volatilität wird unvorhersehbar sein, so dass Neueinsteiger keine kontinuierlichen und starken Kurssteigerungen wie in der ersten Hälfte dieses Jahres erwarten sollten.“

Ähnliche Schlussfolgerungen lassen sich aus dem prozentualen Anteil der 1D-1M-Coins an der gesamten realisierten Kapitalisierung ziehen.

Bitcoin 1D-1M, realisierte Kapitalisierung in Prozent (Screenshot). Quelle: CryptoQuant

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung oder Empfehlungen dar. Jede Investition geht mit Risiken einher und man sollte selbst recherchieren, bevor man eine Entscheidung trifft.


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Zypern verschärft Krypto-Vorschriften: Anpassung an FATF-Empfehlungen

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Zypern gilt als eines der kryptofreundlichsten europäischen Länder und könnte die Regulierung der Branche auf strengere Standards bringen. Einem Bericht der Cyprus Mail vom 10. Oktober zufolge will das zypriotische Finanzministerium das bestehende Gesetz zur Verhinderung und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung ändern.

Das Ministerium hat sein Änderungspaket dem ständigen Ausschuss für Recht, Justiz und öffentliche Ordnung des Repräsentantenhauses vorgelegt. Damit will sich Zypern an die internationalen Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML/CFT) der Financial Action Task Force (FATF) sowie an die Empfehlungen aus dem Berichtsdes Expertenkomitees zur Bewertung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (MONEYVAL) vom November 2022 anpassen.

Den Änderungen zufolge muss sich jeder Dienstleister, der mit Krypto-Vermögenswerten arbeitet, bei der Finanzaufsichtsbehörde, der Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC), registrieren lassen. Bei Nichteinhaltung drohen Geldstrafen bis zu 350.000 Euro, bis zu fünf Jahren Haft oder beides.

Die Änderungen wurden von der zypriotischen Finanzaufsichtsbehörde CySEC bekannt gegeben.

Die Änderungen sollen von der zypriotischen Anwaltskammer mit einigen Vorbehalten aufgenommen worden sein, insbesondere hinsichtlich der Verpflichtung für Krypto-Dienstleister mit einer Lizenz aus anderen europäischen Ländern, sich bei der CySEC zu registrieren. Diese Bestimmung wurde von der CySEC selbst in die Änderungen aufgenommen.

Kryptounternehmen haben keine nennenswerten Probleme bei der Registrierung in Zypern gemeldet. Im September erhielt der kryptofreundliche Broker eToro eine Registrierung als Krypto-Asset-Dienstleister von der CySEC. Bybit hat bereits im Juni die gleiche Lizenz erhalten.

Die weltgrößte Kryptobörse Binance, die in den letzten Monaten zunehmend unter regulatorischen Druck geriet, beschloss jedoch im Juli, sich vom zypriotischen Markt zu verabschieden. Das Unternehmen erklärte, es wolle sich auf größere registrierte Märkte in der Europäischen Union konzentrieren.


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Caroline Ellison beschuldigt Sam Bankman-Fried vor Gericht: Missbrauch von FTX-Nutzergeldern

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Der ehemalige FTX-CEO Sam „SBF“ Bankman-Fried sah von der Anklagebank aus zu, wie seine ehemalige Geschäftspartnerin und Freundin Caroline Ellison in seinem Strafprozess aussagte.

Berichten aus dem Gerichtssaal zufolge gab Ellison am 10. Oktober zu, während ihrer Zeit bei Alameda unter Bankman-Frieds Leitung Betrug begangen zu haben. Die frühere Alameda-CEO soll SBF die Schuld für den Missbrauch von FTX-Nutzergeldern gegeben haben. Sie behauptete dabei, er habe „die Systeme eingerichtet“, die es Alameda ermöglichten, rund 14 Milliarden US-Dollar von der Börse zu nehmen.

„Alameda hat mehrere Milliarden Dollar von FTX-Kunden genommen und sie für Investitionen verwendet“, so Ellison. „Ich habe Bilanzen geschickt, die Alameda weniger riskant aussehen ließen, als es war.“

Ellison lernte Bankman-Fried durch ihre Tätigkeit bei Jane Street Capital kennen, wobei SBF sie davon überzeugte, die Investmentfirma zu verlassen und sich seinen Krypto-Plänen anzuschließen. Die beiden sollen nach dem Zusammenbruch von FTX im November 2022 weitgehend keinen Kontakt mehr gehabt haben.

Ellisons Beziehung zu SBF ist eines der zentralen Themen bei den Vorwürfen gegen den ehemaligen CEO, da er für die Kryptobörse verantwortlich war, während sie das Team bei Alameda leitete. Die Betrugsvorwürfe gegen Bankman-Fried lauten, dass er Alameda angewiesen habe, ohne Zustimmung der Kunden auf FTX-Nutzergelder zuzugreifen, die er dann für Käufe, darunter Immobilien und Spenden für politische Kampagnen, verwendet hat.

Der FTX-Mitbegründer und ehemalige Chief Technology Officer Gary Wang trat am 5. Oktober als einer der ersten Zeugen für die Staatsanwaltschaft in den Zeugenstand und behauptete, er habe gemeinsam mit Ellison und dem ehemaligen technischen Leiter Nishad Singh Verbrechen begangen. Im Kreuzverhör von Wang haben die Anwälte von SBF versucht, einen Teil der Schuld für den Zusammenbruch der Börse auf Ellison abzuwälzen. Dabei befragten sie den ehemaligen Technikchef zu ihrer Rolle. In den Eröffnungsplädoyers behauptete die Verteidigung, sie habe Bankman-Frieds Bitte, die Alameda-Investitionen abzusichern, ignoriert.

Ellison und Wang waren unter den ersten FTX- und Alameda-Insidern, die sich im Rahmen einer Vereinbarung mit den US-Behörden für ihre Zeugenaussage schuldig bekannten. Es ist unklar, ob Bankman-Fried in den Zeugenstand gerufen wird.

Die Aussage der ehemaligen Geschäftsführerin von Alameda Research wurde am fünften Tag des Strafverfahrens gegen SBF getätigt. Dem FTX-CEO werden dabei sieben Betrugsvorwürfe zur Last gelegt. Er hat sich in allen Anklagepunkten nicht schuldig bekannt und wird voraussichtlich in einem zweiten Strafprozess, der im März 2024 beginnt, erscheinen.




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Wiederholt sich Kursentwicklung aus vergangenen Zyklen?

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Der derzeitige Stagnation bei Bitcoin (BTC) könnte nach Ansicht von Marktbeobachtern bereits im November in einen Aufwärtstrend übergehen, wenn sich der Kurs im Vorfeld des Halving ähnlich verhält wie in früheren Zyklen.

Am 10. Oktober kommentierte der Krypto-Analyst Miles Deutscher einen CryptoCon-Chart und erklärte, die aktuellen Muster bei Bitcoin ähneln denen früherer Zyklen.

„Es handelt sich um eine typische Seitwärtsbewegung, die von Q2-Q4 in Jahren vor dem Halving auftritt.“

Er fügte hinzu, der 21. November sei historisch gesehen ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für den Bitcoin-Kurs. Hier fange auf dem Weg zur nächsten Halbierung ein Aufwärtstrend an.

Nach einem sechsmonatigen Seitwärtshandel begann der BTC-Kurs beispielsweise im Jahr 2015 um den November herum zu steigen. Ähnlich war es 2019, bevor der Kurs gegen Ende des Jahres anzog.

BTC-Kursentwicklung nach Halving. Quelle: Miles Deutscher auf X

Der Krypto-Händler und technische Analyst „Mags“ machte eine ähnliche Beobachtung und stellte fest, BTC liege rund 200 Tage vor der geplanten Halbierung derzeit 60 Prozent unter seinem Allzeithoch, ähnlich wie 2015 und 2019.

Galaxy Trading sagte higegen, es könne genauso gut zu einem Bitcoin-Einbruch um den 10. bis 15. November herum kommen, wenn man andere Zyklen betrachtet.

Die Bitcoin-Halbierung findet in  rund sechs Monaten, nämlich Ende April oder Anfang Mai, statt.

In einem Bericht vom 9. Oktober sagte Markus Thielen, Leiter der Forschungsabteilung des Krypto-Finanzdienstleisters Matrixport, der Bitcoin-Preis könnte bis 2024 steigen, allerdings aus ganz anderen Gründen.

„Derzeit scheint der kritischste makroökonomische Faktor eine Widerspiegelung der Situation im Jahr 2019 zu sein, als die Fed ihre Zinserhöhungen pausierte, was zu einem deutlichen Anstieg des Bitcoin-Kurses führte.“

Fed-Zinserhöhungen und BTC-Kurs. Quelle: Matrixport

Dennoch ist sich die Mehrheit der Analysten und Beobachter allgemein einig, dass der nächste große Bullenmarkt im Jahr nach der Bitcoin-Halbierung kommen wird.




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