Do Kwon spielt belastende Slack-Chats über geplante Manipulation herunter

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Der ehemalige Terra-Chef, Do Kwon, hat die Bedeutung der als Beweis vorgelegten Slack-Nachrichten bestritten. In dem Chat soll Kwon mit dem Mitgründer Daniel Shin explizit über die Manipulation von Transaktionen gesprochen haben, um Investoren anzulocken.

Die US-Börsenaufsicht (SEC) hat die entsprechenden Slack-Chats zwischen den beiden Terra-Gründern, die auf September 2019 datiert sind, in einen kürzlich eingereichten Gerichtsantrag aufgenommen.

Slack-Chats zwischen Do Kwon und Daniel Shin von 2019. Quelle: Docdroid

Aus den Nachrichten geht hervor, dass Kwon und Shin aktiv über Taktiken nachdachten, um das Interesse der Investoren an dem in Seoul ansässigen Zahlungsdienstleister Chai Corporation zu steigern.

Chai wurde Mitte 2019 von Kwon und Shin gegründet und teilte sich bis zur Trennung der beiden Unternehmen im Jahr 2020 Büros und Mitarbeiter mit Terraform Labs, der Firma hinter Terra.

Laut den geleakten Chats beabsichtigte Kwon, gefälschte Transaktionen zu erstellen, um das Projekt für Investoren attraktiver zu machen:

„Ich kann einfach gefälschte Transaktionen erstellen, die echt aussehen.“

Kwon führt weiter aus, dass die entsprechenden Transaktionen Gebühren generieren würden und mit dem Wachstum von Chai schrittweise wieder verschwinden würden.

Dann versucht er, mit Shin einen Pakt über die Geheimhaltung des Plans zu schließen. „Ich verrate nichts, wenn du nichts verrätst“, so Kwon.

Er erklärte weiter, dass es für die Anleger schwierig sein wird, die Manipulationstaktiken aufzudecken.

„Hut ab vor denjenigen, die beweisen können, dass es sich um eine Fälschung handelt“, wie sich Kwon siegessicher gibt und ergänzt, dass er alles tun wird, um zu verhindern, dass der Betrug aufgedeckt wird:

„Weil ich mein Bestes tun werde, um es unerkennbar zu machen.“

Slack-Chats zwischen Do Kwon und Daniel Shin von 2019. Quelle: Docdroid

Kwon lehnt diese Beweise gegen ihn jedoch ab und behauptet, sie seien aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Sein Anwaltsteam gibt an, dass Kwon und Shin vielmehr über die Möglichkeit gesprochen haben, LUNA-Tokens bei Validatoren ins Staking zu geben, anstatt gefälschte Chai-Transaktionen zu erstellen:

„Zu guter Letzt stellt die SEC bei ihrem grundlosen Versuch der Vorverurteilung von Herrn Kwon in einem Antrag, der nichts mit der Begründetheit (oder Unbegründetheit) der Klage der SEC zu tun hat, Beweise falsch dar.“

„Mit anderen Worten, der Antrag der SEC stützt sich auf falsche Angaben über irrelevante Beweise, um ihre fadenscheinige Behauptung zu untermauern, dass sie nicht in der Lage war, von Herrn Kwon die nötigen Informationen zu erhalten“, wie Kwons Anwälte entgegnen.

In der Zwischenzeit fordern Kwons Anwälte ein US-Bundesgericht auf, den Antrag der SEC auf seine Auslieferung in die USA wegen des Zusammenbruchs des Terra-Ökosystems abzulehnen.

Das Anwaltsteam argumentieren, dass eine Befragung von Kwon in den USA „unmöglich“ sei, da dieser in Montenegro inhaftiert und noch kein Entlassungstermin vorgesehen ist. Zuvor wurde der ehemalige Terra-Chef wegen des Reisens mit gefälschten Ausweisdokumenten verhaftet und verurteilt.


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SBF-Anwälte wehren sich gegen „voreingenommene“ Fragen an Geschworene

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Der Anwalt von Sam Bankman-Fried, dem ehemaligen CEO der inzwischen aufgelösten Kryptobörse FTX, ist der Ansicht, dass die vorgeschlagenen Fragen für die Geschworenen im bevorstehenden Betrugsprozess voreingenommene Antworten hervorrufen könnten.

In einem entsprechenden Gerichtsantrag vom 29. September behauptet Anwalt Mark Cohen, der Bankman-Fried vertritt, dass die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Fragen an die Geschworenen Vorurteile enthalten, die zu einem unfairen Prozess für Bankman-Fried führen könnten.

„Das von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagene Auswahlverfahren entmutigt potenzielle Geschworene von einer vollständigen Offenlegung ihrer Hintergründe, bietet der Verteidigung nicht genügend Informationen, um eine mögliche Voreingenommenheit der Geschworenen festzustellen und birgt die Gefahr, dass die Geschworenen durch die Darstellung der Vorwürfe in einer nachteiligen Weise beeinflusst werden.“

Auszug aus dem Antrag der Verteidigung von Sam Bankman-Fried. Quelle: CourtListener

Er argumentiert besonders im Hinblick auf den letzten Punkt, dass die in den Fragen zur Auswahl der Geschworenen verwendeten Formulierungen bereits ein voreingenommenes Bild zeichnen und Bankman-Frieds Schuld an Betrug und Geldwäsche vermuten lassen.

„Insbesondere der letzte Satz in Absatz 3 suggeriert durch den Verweis auf ’seinen Betrug‘ statt auf ’seinen angeblichen Betrug‘ oder einfach ‚Betrug‘ unzulässigerweise, dass der Betrug von Herrn Bankman-Fried eine feststehende Tatsache ist.“

Cohen betont, wie wichtig es ist, dass das Gericht die potenziellen Geschworenen daran erinnert, dass für Bankman-Fried die Unschuldsvermutung gilt, solange seine Schuld nicht zweifelsfrei bewiesen ist.

Unter anderem aus diesem Grund plädierte Cohen dafür, dass das Gericht das von der Verteidigung vorgeschlagene Auswahlverfahren nutzen sollte.

Cointelegraph berichtete jedoch kürzlich, dass die Staatsanwaltschaft die von Bankman-Fried vorgeschlagenen Fragen als unnötig und zeitraubend ablehnt.

Die Staatsanwaltschaft erhob insbesondere Einwände gegen Fragen zur Öffentlichkeitsarbeit von SBF vor der Verhandlung, zur philosophischen Bewegung des effektiven Altruismus, zu politischen Spenden und Lobbyismus sowie zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) des ehemaligen FTX-Chefs.

Die Auswahl der Geschworenen wird am 3. Oktober beginnen, ehe der Startschuss für den eigentlichen Prozess am 4. Oktober fällt.

Einem kürzlich veröffentlichten Prozesskalender zufolge wird es im Oktober 15 volle Prozesstage und im November weitere sechs geben.

In der Zwischenzeit befindet sich Bankman-Fried seit dem 11. August im Metropolitan Detention Center in Haft. Der US-Richter Lewis Kaplan hat seine zahlreichen Anträge auf vorübergehende Freilassung zur Vorbereitung auf den Prozess wiederholt abgelehnt.


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Käufer von Binance Russland dementiert Verstrickungen zur Kryptobörse

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Inmitten wachsender Skepsis gegenüber CommEx – dem mysteriösen Käufer des russischen Ablegers von Binance – hat das neu gegründete Unternehmen erneut eine weitere Beteiligung von Binance bestritten.

Am gestrigen 29. September veröffentlichte CommEx deshalb einen offenen Brief an die Krypto-Community, in dem es bekräftigte, dass das Unternehmen nicht im Besitz von Binance ist, das seinen Rückzug aus Russland durch den Verkauf seiner Tochter an CommEx vollzogen hat.

„Obwohl wir unsere Eigentümer nicht offenlegen, möchten wir klarstellen, dass wir nicht im Besitz von Binance stehen“, wie CommEx auf der firmeneigenen Website betonte. Ein Sprecher von CommEx lehnte es zudem ab, sich gegenüber Cointelegraph zu den Gründen zu äußern, warum das Unternehmen keine Informationen über seine Eigentümer preisgeben will.

„Wir sind ein dynamisches und effizientes Start-up-Team, das sich aus Dutzenden von leidenschaftlichen Personen mit unterschiedlichem Hintergrund zusammensetzt“, so CommEx in der Mitteilung. Einige der Kernmitglieder sind in der Tat ehemalige Mitarbeiter von Binance.

Im CommEx-Statement heißt es weiter, dass das Unternehmen seine Plattform bereits seit sechs Monaten entwickelt und in dieser Zeit einige ehemalige Binance-Mitarbeiter an Bord genommen hat. „Dies hat es uns ermöglicht, von den Erfahrungen der Binance zu lernen und indirekte Verbindungen mit ihr aufzubauen“, wie CommEx in diesem Zusammenhang einräumte.

Die Ankündigung bestätigt, dass auch ehemalige Teammitglieder aus der Abteilung für die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) von Binance nun Teil von CommEx sind, obwohl die Kryptobörse keinen Anteil an der neuen Plattform hat.

Die ehemaligen Mitarbeiter von Binance GUS (CIS) werden dem neuen Unternehmen bald beitreten oder haben dies bereits getan, wie Binance-CEO Changpeng Zhao am 28. September auf X (ehemals Twitter) ebenfalls bestätigte. Dem fügte er an: „Wir denken, das ist eine gute Sache.“

CommEx hat nicht nur einige ehemalige Binance-Mitarbeiter eingestellt, sondern auch Dinge wie Design, Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) und sogar die Nutzungsbedingungen von Binance übernommen. „Wir haben explizit darum gebeten, eine möglichst reibungslose Umstellung für die Nutzer zu gewährleisten“, wie CZ die Gemeinsamkeiten erklärte.

Der Binance-CEO betonte auch, dass CommEx keine Dienstleistungen für Nutzer aus den Vereinigten Staaten und Europa anbietet. Zhao wies darauf hin, dass europäische und US-amerikanische Bürger bewusst geblockt werden, wenn sie versuchen, auf CommEx zuzugreifen. „Dies ist eine Bedingung, um die wir in der Vereinbarung gebeten haben“, so CZ.

Nach Angaben von CommEx-Vertretern in der offiziellen Telegram-Gruppe des Unternehmens können CommEx-Nutzer ohne KYC-Prüfung mit bis zu 2 Bitcoin (BTC) oder etwa 54.000 Dollar handeln.

Die mangelnde Bereitschaft von CommEx, Informationen über seine Eigentümer offenzulegen, gepaart mit der Tatsache, dass es Ex-Binance-Mitarbeiter beschäftigt und die Website und APIs ähnlich gestaltet sind, hat Gerüchte genährt, dass Binance weiterhin geheimer Eigentümer des Unternehmens ist.

Adam Cochran, Partner bei der Risikokapitalfirma Cinneamhain Ventures, glaubt deshalb, dass CommEx „nur eine weitere Scheinfirma von Binance“ ist.

Auf der anderen Seite geben einige Krypto-Beobachter zu bedenken, dass ein solcher Schritt die Entscheidung von Binance, Russland zu verlassen, untergraben würde. „Offensichtlich könnten die US-Behörden schnell feststellen, ob die neuen Eigentümer nur Strohmänner für Binance sind. Das würde die Situation noch schlimmer aussehen lassen, als wenn Binance das Geschäft einfach behalten hätte“, wie David Lesperance, Gründer von Lesperance & Associates, gegenüber Cointelegraph argumentiert.




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Georgien bereitet Pilottest für Digitalwährung vor, Ripple unter den Teilnehmern

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Die Nationalbank Georgiens (NBG) hat angekündigt, dass sie die Forschungen zu ihrer geplanten Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) in einem begrenzten Live-Pilottest vorantreiben wird. Neun Unternehmen, darunter Ripple Labs, werden an dem Projekt teilnehmen. Eines von ihnen wird dabei ausgewählt, um die nächste Testphase zu gestalten.

In einem im Februar veröffentlichten Papier erklärte die NBG zuvor, dass sie ein zweistufiges Konzept für ihre CBDC in Erwägung zieht, bei dem die Wallets von einem Drittanbieter bereitgestellt werden. Das System würde unter anderem auch programmierbar sein und die Tokenisierung von Vermögenswerten unterstützen.

In einem Interview im Juni erklärte der Leiter der Fintech-Abteilung der NBG, Varlam Ebanoidze, dass die Anwendungsfälle für den digitalen Georgischen Lari (GEL) zum Beispiel die Bereitstellung von landwirtschaftlichen Versicherungen und die Automatisierung von Immobilientransaktionen umfassen. Dem fügte er an:

„Wir denken über eine Integration in die Europäische Union nach und wollen mit dem digitalen Euro interoperabel sein, aber dennoch Währungsfreiheit haben.“

Die NBG kündigte in der Vergangenheit an, dass sie die Herausgabe einer CBDC im Mai 2021 in Erwägung zieht, ohne jedoch einen Zeitplan für diese zu nennen. Im Januar gab die NBG dann bekannt, dass sie schon mal erste Interessensbekundungen von Fintech-Firmen für die Teilnahme an einem begrenzten Live-Pilotprojekt einholen werde.

Zudem legte die georgische Zentralbank am 8. September offen, dass sie als Beobachter am Projekt mBridge der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) teilnehmen wird, an dem China, Hongkong, Thailand und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) beteiligt sind, zusammen mit etwa 10 anderen Beobachterländern. „Das Wissen und die Erfahrungen“ aus dem Projekt Aurum der BIZ sollen darüber hinaus ebenfalls genutzt werden.

Zu den Teilnehmern des Pilotprojekts gehören neben Ripple auch Augentic, Bitt, Broxus Holdings, Currency Network, DCM, eCurrency Mint, FARI Solutions und Sovereign Wallet. Ripple ist bekanntlich an CBDC-Projekten auf der ganzen Welt beteiligt und bereits in Ländern wie Kolumbien, Montenegro, Hongkong, Bhutan und Palau aktiv.




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3AC-Gründer Su Zhu in Singapur verhaftet

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Der Mitbegründer von Three Arrows Capital (3AC), Su Zhu, wurde in Singapur verhaftet, als er versuchte, das Land zu verlassen, wie Cointelegraph von Teneo, dem Insolvenzverwalter des bankrotten Hedgefonds, erfahren hat.

In einer entsprechenden Erklärung teilte Teneo mit, dass Zhu „am Flughafen Changi festgenommen wurde, als er versuchte, aus Singapur auszureisen, nachdem ein Gericht in Singapur einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hatte“.

Der betreffende Haftbefehl wurde wegen Missachtung des Gerichts am 25. September ausgestellt, nachdem zuvor einem dahingehenden Antrag von Teneo in Singapur stattgegeben wurde, dass Zhu „eine gerichtliche Anordnung nicht ordnungsgemäß befolgt“ habe.

Das Verfahren steht im Zusammenhang mit den Bemühungen, Gelder für die Gläubiger von 3AC zurückzuholen. Der 10-Milliarden-Dollar-Hedgefonds brach im Jahr 2022 nach der Implosion des Terra-Ökosystems zusammen. 3AC hatte einen massiven Hebel bei Long-Positionen in einigen Kryptowährungen und lieh sich dafür Hunderte von Millionen Dollar von verschiedenen Lending-Plattformen.

Seit dem Scheitern des Unternehmens sind die beiden Grüdner Zhu und Kyle Davies auf der Flucht vor den Insolvenzverwaltern, während sie in den sozialen Medien weiterhin sehr aktiv sind. Der in Singapur erlassene Haftbefehl verurteilt Zhu zu einer viermonatigen Freiheitsstrafe. Ein ähnlicher Haftbefehl wurde auch gegen Davies erlassen, wie Teneo bestätigt.

„Infolgedessen wird Herr Zhu zur Verbüßung seiner viermonatigen Haftstrafe inhaftiert. Während dieser Zeit werden die Insolvenzverwalter versuchen, mit ihm über Angelegenheiten im Zusammenhang mit 3AC zu sprechen, wobei sie sich auf die Wiedererlangung von Vermögenswerten konzentrieren werden, die entweder Eigentum von 3AC sind oder mit den Mitteln von 3AC erworben wurden. Die Liquidatoren werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um sicherzustellen, dass Herr Zhu die gegen ihn ergangene gerichtliche Anordnung zur Bereitstellung von Informationen und Dokumenten in Bezug auf das 3AC und seinen ehemaligen Investmentmanager während seiner Inhaftierung und danach vollständig erfüllt, und sie können bei Bedarf weitere gerichtliche Anordnungen beantragen.“

Der Aufenthaltsort von Davies ist nach wie vor unbekannt. Die Finanzaufsicht von Singapur (MAS) hat Zhu und Davies immerhin schon für jeweils neun Jahre verboten, wieder im Investmentbereich tätig zu werden.


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Terra-Chef Do Kwon sieht Auslieferung in die USA als „unmöglich“ an

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Die Anwälte des ehemaligen Terra-Chefs, Do Kwon, haben bei einem amerikanischen Bundesgericht beantragt, den Antrag der US-Börsenaufsicht (SEC) abzulehnen, ihn in den USA zum Zusammenbruch des Terra-Ökosystems befragen zu dürfem.

In einer entsprechenden Eingabe vom 27. September gibt Kwons Anwaltsteam zu bedenken, dass der Antrag der SEC, ihn vor dem 13. Oktober in den USA zu befragen, aufgrund seiner Inhaftierung in Montenegro ohne „geplantes Entlassungs- oder Auslieferungsdatum“ „unmöglich“ sei.

Außerdem erklärte Kwons Team, dass eine schriftliche Aussage zur Beantwortung der Fragen der SEC mit seinem Recht auf ein ordnungsgemäßes Verfahren nach US-Recht unvereinbar wäre.

„Eine Anordnung, die etwas Unmögliches vorschreibt, dient keinem praktischen Zweck und läuft Gefahr, die richterliche Autorität zu untergraben.“

Auszug aus dem Antrag der Anwälte von Do Kwon. Quelle: CourtListener

Kwons Anwälte gaben an, dass Kwon sich nicht direkt gegen eine Befragung ausgesprochen habe, wiesen jedoch darauf hin, dass diese in Montenegro stattfinden müsse, wo der Terra-Gründer derzeit auf Kaution frei ist.

Laut dem Antrag ist der Stichtag für die Einreichung der Ermittlungsakten im Fall der SEC gegen Kwon und Terraform Labs der 13. Oktober.

Kwons Anwaltsteam fügte hinzu, dass ein montenegrinisches Gericht „informell“ angedeutet habe, dass es am 13. oder 26. Oktober eine Anhörung abhalten könnte, in der es Kwon die Fragen der SEC stellen würde. Die SEC wies jedoch darauf hin, dass sie dieses Verfahren möglicherweise für „unzureichend“ hält und eine weitere Befragung Kwons nach Ablauf der Einreichungsfrist anstrebt.

Die SEC hat Terraform Labs und Kwon am 16. Februar verklagt, weil diese angeblich „einen Multi-Milliarden-Dollar-Betrug mit Kryptowährungen inszeniert haben“.

In der Klage behauptet die SEC, dass Terraform und Kwon aktiv ihr Anchor Protocol „angepriesen und vermarktet“ haben, das zu einem bestimmten Zeitpunkt damit beworben wurde, 20 % Zinsen auf TerraUSD (UST) Einlagen auszuzahlen. Außerdem sollen Terraform und Kwon die Anleger über die tatsächliche Stabilität des Stablecoins von Terra getäuscht haben.

Kwon und der Finanzchef von Terraform Labs, Han Chang-Joon, wurden im März 2023 in Montenegro verhaftet, nachdem sie angeblich mit falschen Reisedokumenten versucht hatten, das Land zu verlassen. Die Originalpässe der beiden wurden im Oktober 2022 in Südkorea beschlagnahmt.




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Circle in SEC-Klage gegen Binance: Stablecoins sind „keine Wertpapiere“

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Circle, das Unternehmen, das den Stablecoin USD Coin (USDC) herausgegeben hat, hat sich in dem Verfahren der US-Börsenaufsicht (SEC) gegen die Kryptobörse Binance geäußert und dabei argumentiert, dass Stablecoins keine Wertpapiere sind.

In einem Gerichtsantrag argumentierte Circle entsprechend, dass Vermögenswerte, die an den US-Dollar gekoppelt sind, wie der Binance USD (BUSD) oder der firmeneigene Stablecoin USDC, keine Wertpapiere sind, unter anderem weil diejenigen, die diese Stablecoins kaufen, keinen Gewinn aus dem Erwerb erwarten. Laut Circle haben Stablecoins als Zahlungsmittel selbst nicht die „Eigenschaften eines Investitionsvertrags“, die für die Definition als Wertpapier grundlegende Voraussetzung sind.

Am 5. Juni verklagte die Börsenaufsicht Binance wegen mehrerer angeblicher Rechtsverstöße. Die Aufsichtsbehörde erhob insgesamt 13 Anklagen gegen die Kryptobörse. Dazu gehört der Verkauf von BNB (BNB) und BUSD, wobei behauptet wird, dass das Stablecoin-Angebot ein nicht registriertes Wertpapier ist. Die SEC meint auch, dass Binance es versäumt hat, sich als Broker-Dealer zu registrieren und dass sie auf mehreren Ebenen illegal in den USA tätig war.

Am 22. September baten die Binance und deren CEO Changpeng Zhao das Gericht, die Klage gegen die SEC abzuweisen. Binance und Zhao behaupteten, dass die SEC ihre Befugnisse in der Klage gegen sie überschritten habe. In dem Antrag betonten die Anwälte von Binance und Zhao ihre Überzeugung, dass die SEC es versäumt habe, vor ihrer Klage gegen die Börse klare Richtlinien für die Kryptobranche einzuführen, und dass sie ihre Befugnisse dann erst später rückwirkend auf den Sektor übertragen habe.

Neben Kryptowährungen und Kryptobörsen hat sich die SEC mittlerweile auch verstärkt mit Non-Fungible Tokens (NFTs) befasst und entschieden, dass diese Wertpapiere sind. Am 28. August reichte die SEC deshalb eine Klage gegen das Unterhaltungsunternehmen Impact Theory wegen des Verkaufs seiner NFT-Kollektion ein. Die SEC ist der Auffassung, dass es sich bei den NFTs um nicht registrierte Wertpapiere handelt.

Neben Impact Theory ging die Behörde auch gegen eine andere Firma wegen des Verkaufs von NFTs vor. Am 13. September erhob die Börsenaufsicht dementsprechend Anklage gegen die Firma, die hinter der NFT-Kollektion Stoner Cats steht. Der SEC zufolge hat sich das Unternehmen damit ebenfalls dem nicht registrierten Verkauf von Wertpapieren schuldig gemacht.


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Gemini zieht sich ab Mitte November aus den Niederlanden zurück

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Die Kryptobörse Gemini mit Hauptsitz in New York hat beschlossen, sich aus den Niederlanden zurückzuziehen und tritt damit in die Fußstapfen des Marktführers Binance. Das Unternehmen beruft sich auf seine Unfähigkeit, die Anforderungen der Regulierungsbehörden zu erfüllen, betont jedoch, dass es beabsichtigt, auf den niederländischen Markt zurückzukehren.

In einem Schreiben an seine niederländischen Nutzer vom 26. September bittet Gemini diese, entweder ihr Vermögen abzuheben oder es auf eine andere Wallet-Adresse zu übertragen, da die Plattform ihren Betrieb in den Niederlanden „aufgrund der von der De Nederlandsche Bank (DNB) auferlegten Anforderungen an Kryptobörsen“ zum 17. November einstellen wird. Weiter heißt es:

„Wir bitten Sie, Ihr Gemini-Konto zu räumen und dafür zu sorgen, dass Sie ab dem 17. November 2023 kein Guthaben mehr auf Ihrem Konto haben.“

Gemini schlägt vor, dass die Nutzer ihre Gelder an die lokale Kryptobörse Bitvavo überweisen, die bei der DNB registriert ist. Das in Amsterdam ansässige Unternehmen Bitvavo wurde 2018 gegründet und ist Mitglied der Dutch Association of Bitcoin Companies.

Gemini beabsichtigt, auf den niederländischen Markt zurückzukehren, nachdem es sein Geschäft so weit angepasst hat, dass es die neuen Regeln für Kryptowährungen, wie sie in der europäischen Gesetzesverordnung Markets in Crypto-Assets (MiCA) festgelegt sind, vollständig erfüllt.

Im Sommer 2023 stellte auch schon der große globale Konkurrent von Gemini, Binance, seinen Betrieb in den Niederlanden ein, weil die DNB keine Zulassung gab. Damals erklärte der Pressesprecher der DNB, Tobias Oudejans, gegenüber Cointelegraph, dass es für Binance vernünftig wäre, zu versuchen, auf den niederländischen Markt zurückzukehren, indem es die MiCA einhält, die die Anforderungen der Europäischen Union (EU) für Krypto-Unternehmen vereinheitlichen wird:

„Es ist noch nicht klar, wie MiCA in den Niederlanden umgesetzt wird, aber es sieht so aus, als ob es sich um ein anderes Gesetz als das WWFT handeln wird, und möglicherweise wird es auf europäischer Ebene einen Zugang zum niederländischen Markt für registrierte Unternehmen aus anderen EU-Ländern geben.“

Aktuell sind bereits 37 Krypto-Dienstleister bei der DNB registriert, darunter eToro, Coinbase, Crypto.com und BitPay.


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Französische Polizei führt Razzia bei Nvidia durch

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Nvidia, einer der weltweit führenden Hersteller von Chips für Künstliche Intelligenz (KI) mit Hauptsitz in Kalifornien, sah sich Medienberichten zufolge diese Woche einer Polizeirazzia in seinen französischen Büros ausgesetzt. Die Razzia fand im Rahmen einer allgemeinen Ermittlung der französischen Kartellbehörden im Bereich Cloud Computing statt.

Das Wall Street Journal berichtete am 28. September über die polizeiliche Maßnahme, obwohl sich weder Nvidia noch die französischen Strafverfolgungsbehörden bisher offiziell zu den Vorgängen geäußert haben.

In einer Pressemitteilung auf der Website der französischen Kartellbehörde Autorité de la Concurrence wird lediglich auf eine unangekündigte Nachprüfung im Bereich der Grafikkarten hingewiesen. Der Mitteilung zufolge hat ein Richter die Razzia unter der Prämisse genehmigt, dass das Unternehmen „wettbewerbswidrige Praktiken im Grafikkartensektor angewandt“ habe.

Die Razzia selbst „setzt jedoch nicht voraus, dass ein Gesetzesverstoß vorliegt, der dem Unternehmen angelastet werden könnte“, heißt es weiter in der Mitteilung der Behörde.

Die Wettbewerbsbehörde verweist in diesem Zusammenhang auf ihre Stellungnahme, die als Abschluss einer einjährigen Ermittlung über den Cloud-Computing-Sektor veröffentlicht wurde. In dem im Juni 2023 veröffentlichten Bericht wird Nvidia allerdings nicht erwähnt, sondern der Schwerpunkt liegt auf anderen Technologieunternehmen, nämlich den drei Marktführern: Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Azure. Den Daten der Agentur zufolge entfallen auf diese 80 % des Ausgabenwachstums für öffentliche Cloud-Infrastrukturen und -Anwendungen in Frankreich im Jahr 2021:

„Amazon und Microsoft haben 46 % bzw. 17 % der Einnahmen aus IaaS- und PaaS-Diensten im Jahr 2021 für sich beansprucht. Angesichts ihrer finanziellen Kapazitäten und ihrer digitalen Ökosysteme sind diese Marktführer in der Lage, die Entwicklung des Wettbewerbs zu behindern.“

Die Behörde prüft verschiedene Wege im Rahmen des französischen Wettbewerbsrechts und des Europäischen Datenschutzgesetzes, um diese Entwicklung zu bekämpfen.

Nvidia gerät aufgrund seiner einzigartigen Position als wichtiger Hardware-Hersteller für die innovativsten Bereiche der digitalen Industrie zunehmend in das Blickfeld der Regulierungsbehörden. Aus dem jüngsten Quartalsbericht des Unternehmens ging hervor, dass die US-Regulierungsbehörden das Unternehmen ebenfalls aufgefordert haben, den Export von KI-Chips in „einige Länder des Nahen Ostens“ einzuschränken. Einen Tag später dementierte das US-Handelsministerium diese Behauptung jedoch.


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Epic Games kündigt 830 Mitarbeiter wegen „unrealistischer“ Erwartungen an Metaverse

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Epic Games, das Unternehmen hinter Fortnite, hat 16 % seiner Belegschaft – etwa 830 Mitarbeiter – entlassen, da unrealistische Erwartungen an die Einnahmen aus dem Metaversum dazu geführt haben, dass das Unternehmen „viel mehr“ Geld ausgegeben hat, als es eingenommen hat.

„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass Entlassungen der einzige Weg sind und dass sie jetzt und in diesem Umfang unsere Finanzen stabilisieren werden“, schrieb CEO Tim Sweeney in einem Memo, das am 29. September an die Mitarbeiter von Epic Games geschickt wurde.

„Ich war lange Zeit optimistisch, dass wir diesen Übergang ohne Entlassungen bewältigen könnten, aber im Nachhinein sehe ich, dass dies unrealistisch war“, fügte Sweeney hinzu.

Während Sweeney das jüngste Wachstum des Unternehmens dem Fortnite Creator Programm zuschreibt, das es den Spielern ermöglicht, gegen eine Gebühr von 40 % eigene Inhalte im Spiel zu erstellen und zu verkaufen, hat die aktuelle Strategie insgesamt zu geringeren Gewinnspannen geführt.

„Das Creator-Ökosystem ist ein großer Erfolg, aber er bedeutet einen großen strukturellen Wandel für unser Geschäftsmodell.“

Zusätzlich zu den bereits erwähnten Entlassungen gibt Sweeney an, dass noch weitere 250 Mitarbeiter Epic Games verlassen werden, da das Unternehmen angekündigt hat, die kürzlich erworbene Musik-Website Bandcamp zu verkaufen und sein Marketing-Unternehmen SuperAwesome, eine Firma für Kindersicherheitstechnologie, die sich Epic 2020 angeschlossen hat, auszugliedern.

Ehemalige Mitarbeiter von Epic Games erhalten sechs Monate lang Lohnfortzahlung, und wer in den Vereinigten Staaten, Kanada und Brasilien wohnt, bekommt zusätzlich für sechs Monate die Krankenversorgung bezahlt.

Abgesehen von Fortnite, das rund 400 Millionen registrierte Nutzer hat, betreibt Epic Games auch die Unreal Engine. Die Engine ist Grundlage für Erfolgstitel wie God of War und PlayerUnknown’s Battlegrounds an.




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