Richter lehnt temporäre Freilassung von SBF kurz vor Prozessbeginn ab

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Der ehemalige FTX-CEO Sam „SBF“ Bankman-Fried wird auf Anordnung eines Bundesrichters mindestens bis zum Beginn seines Strafprozesses am 3. Oktober in Haft bleiben.

In einer Anhörung vom gestrigen 28. September vor dem US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York lehnte Richter Lewis Kaplan einen entsprechenden Antrag der Anwälte von SBF ab, den ehemaligen FTX-Chef vorübergehend freizulassen, damit sich dieser auf seinen Prozess vorbereiten kann. Bankman-Frieds Anwälte hatten wiederholt versucht, für eine Freilassung zu plädieren, seit Kaplan am 11. August seine Kaution wegen des Vorwurfs der Zeugeneinschüchterung aufgehoben hatte. Die Angelegenheit ging zweimal vor ein Berufungsgericht, ohne dass die SBF-Seite Erfolg hatte.

Kaplan deutete Medienberichten zufolge an, dass bei SBF angesichts seines Alters und seiner möglichen Gefängnisstrafe Fluchtgefahr bestehen könnte, wenn es im Prozess „düster aussieht“. Obwohl der Richter SBF eine vorzeitige Entlassung verweigerte, fügte er hinzu, dass der ehemalige FTX-CEO die Möglichkeit haben wird, an bestimmten Tagen früher bei Gericht zu erscheinen, um sich mit seinem Anwaltsteam zu beraten.

Die letzten Vorbereitungen für Bankman-Frieds Prozess sind im Gange, während viele Beobachter in und außerhalb der Kryptobranche auf Enthüllungen im Zusammenhang mit dem vermeintlichen Betrug bei FTX sowie auf die Aussage der ehemaligen Chefin von Alameda Research, Caroline Ellison, warten. Am 27. September bewilligte Richter Kaplan immerhin andere kleinere Anträge, die es SBF erlauben, bei der Verhandlung einen Anzug zu tragen und im Gerichtssaal einen Laptop für Notizen zu verwenden.

Der Prozess am 3. Oktober wird der erste von zwei Prozessen für Bankman-Fried sein. Ihm werden sieben Anklagen im Zusammenhang mit der missbräuchlichen Verwendung von Kundengeldern im Oktober und fünf weitere Anklagen in einem für März 2024 angesetzten zweiten Prozess zur Last gelegt. SBF hat in allen Anklagepunkten auf „nicht schuldig“ plädiert.




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Crypto.com wird präferierte Kryptobörse von PayPal USD

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Die in Singapur ansässige Kryptobörse Crypto.com ist eine Partnerschaft mit PayPal und Paxos eingegangen, um eine präferierte Plattform für den Stablecoin PayPal USD (PYUSD) zu werden.

Laut einer entsprechenden Pressemitteilung vom 28. September verfügt Crypto.com aktuell bereits über die weltweit größte Liquidität für PYUSD-Handelspaare. Die Handelsplattform hat PYUSD sowohl für private als auch für institutionelle Nutzer gelistet, die Handelsfunktionen für diese sollen „schon bald“ freigegeben werden. Der jüngste Schritt baut auf die frühere Partnerschaft zwischen PayPal und Crypto.com auf, wie z.B. die Möglichkeit, PayPal zum Aufladen der Crypto.com Visa Card zu nutzen, wie die Meldung erklärt.

Joe Anzures, der Senior Vice President of Americas und Global Head of Payment Partnerships bei Crypto.com, bezeichnet Paxos darin als „einen marktführenden Herausgeber von Stablecoins“ und betonte die Zufriedenheit seiner Handelsplattform im Hinblick auf die neue Zusammenarbeit:

„Die Anbindung unserer mehr als 80 Millionen Nutzer an die neuesten Krypto-Innovationen sowie die Unterstützung von PayPals globalem Netzwerk von Verbrauchern und Händlern wird für unser weiteres Streben nach Krypto in jeder Wallet von zentraler Bedeutung sein.“

PayPal hat seinen firmeneigenen Stablecoin im August 2023 eingeführt. Der an den US-Dollar gekoppelte Stablecoin basiert auf Ethereum und ist vollständig durch US-Dollar-Einlagen, kurzfristige Anleihen und bargeldähnliche Mittel gedeckt.

PYUSD ist schon an großen Kryptobörsen wie Bitstamp, Coinbase und Kraken vertreten und wird von BitPay und MetaMask als Zahlungsoption unterstützt. Im September wurde der Stablecoin dann auch für Venmo-Nutzer verfügbar gemacht. Das New York State Department of Financial Services (NYDFS) hat den PYUSD inzwischen auch in seine grüne Liste der von der Aufsichtsbehörde genehmigten Kryptowährungen aufgenommen.


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Bitcoin-Kurs (BTC) legt Aufschwung hin, 30.000 US-Dollar wieder in Reichweite

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Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist am gestrigen 27. September zur Handelseröffnung an der Wall Street zurück nach oben geklettert, weshalb erste Analysten für den Oktober schon wieder die 30.000 US-Dollar-Marke in Reichweite sehen.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Bitcoin-Kurs springt zurück af 27.000 US-Dollar

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView entsprechend zeigen, nimmt Bitcoin langsam wieder Fahrt auf und konnte sich am Mittwoch zurück auf 26.832 US-Dollar katapultieren.

Der Vorstoß um satte 2 % stellt das geltende Wochenhoch schon fast wieder ein und könnte einen Ausbruch zur Folge haben, sofern der Aufwind nicht abrupt wieder verpufft.

„Die Nachfrage wird hier oben langsam wieder dünn, die weiteren Vorstöße würden also wahrscheinlich wohl durch Perpetuals kommen“, wie der Trader Skew die Lage zusammenfasst.

Dem fügt er an, dass „diese Konstellation dank der möglichen Ineffizienzen ein paar gute Gelegenheiten bieten könnte“.

Der Krypto-Datendienst Material Indicators verweist wiederum auf die erhöhte Aktivität einer ganz bestimmten Kohorte der Bitcoin-Großinvestoren („Whales“), die für ihren Einfluss auf die Kursentwicklung bekannt ist.

Material Indicators gibt des Weiteren zu bedenken, dass der Aufschwung über 26.500 US-Dollar zugleich ein Warnsignal aufgehoben hat, das sich Anfang der Woche noch im Kursdiagramm als „Todeskreuz“ dargestellt hatte.

„Die Abschwünge werden von den Walen aufgekauft und die Aufschwünge abverkauft, und ich schwimme gerne in ihrem Fahrwasser“, wie Analyst Keith Alan kommentiert.

„Damit ist Bitcoin zurück über einen wichtigen Bereich geklettert“, wie auch Krypto-Experte Michaël van de Poppe optimistisch resümiert.

„Ich hoffe, dass wir 26.500 US-Dollar halten können und falls das klappt, dann könnten wir schon im Oktober zurück auf 30.000 US-Dollar vorstoßen.“

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: Michaël van de Poppe/X

Krypto-Liquidationen bisher verhalten

Die Daten von CoinGlass bestätigen unterdessen, dass die Liquidierungen der Short-Positionen bisher noch verhalten sind.

So wurden für BTC bis Redaktionsschluss knapp 13 Mio. US-Dollar an Shorts liquidiert, während für den gesamten Kryptomarkt ca. 39 Mio. US-Dollar zu Buche stehen.

Krypto-Liquidationen (Screenshot). Quelle: CoinGlass

Zuletzt bewegt sich der Bitcoin-Kurs bei 26.700 US-Dollar, wobei die Volatilität weiterhin unverändert ist.




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Frankreich, Singapur und Schweiz testen grenzübergreifende CBDCs

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Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und die Zentralbanken Frankreichs, Singapurs und der Schweiz haben einen gemeinsamen Test im Hinblick auf grenzüberschreitenden Handel und Zahlungsabwicklung mit Wholesale Zentralbank-Digitalwährungen (CBDC) abgeschlossen. Die Banque de France veröffentlichte den entsprechenden Bericht am 28. September.

Das sogenannte „Project Mariana“ wurde von der Banque de France, der Monetary Authority of Singapore und der Schweizerischen Nationalbank unter der Schirmherrschaft der BIZ entwickelt. Es hat den grenzüberschreitenden Handel und die Abwicklung von hypothetischen Euro-, Singapur-Dollar- und Schweizer-Franken-CBDCs zwischen simulierten Finanzinstituten unter Verwendung von Konzepten der dezentralen Finanztechnologie (DeFi) auf einer öffentlichen Blockchain getestet.

Das Konzept basiert auf einem gemeinsamen Token-Standard auf einer öffentlichen Blockchain, Bridges für den nahtlosen Transfer von CBDCs zwischen verschiedenen Netzwerken und einer speziellen Art von dezentraler Börse (DEX) für den automatischen Handel und die Abwicklung von Handelsgeschäften.

In der Mitteilung heißt es, dass die Teilnehmer das Experiment für erfolgreich halten, obwohl noch „weitere Forschung und Experimente erforderlich sind“. In diesem Zusammenhang formuliert sie auch einen Vorbehalt mit Blick auf den experimentellen Charakter des Projects Mariana, indem sie feststellt:

„Das Project Mariana ist ein reines Experiment und bedeutet nicht, dass eine der Partnerzentralbanken beabsichtigt, eine CBDC auszugeben oder DeFi oder eine bestimmte technologische Lösung zu unterstützen.“

Am Tag vor der Veröffentlichung des Project Mariana sprach der Generaldirektor der BIZ, Agustín Carstens, über die Notwendigkeit, die nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen in den Ländern zu klären, in denen die Zentralbanken kein Recht zur Ausgabe von CBDC haben.

Die BIZ ist nach wie vor der wichtigste Förderer von grenzüberschreitenden CBDCs, wobei weltweit mehrere Pilotversuche durchgeführt werden. So veröffentlichten die Zentralbanken von Hongkong und Israel im September die Ergebnisse ihres Projekts Sela, während Eddie Yue, CEO der Hong Kong Monetary Authority, die Ausweitung des Projekts mBridge ankündigte, an dem bereits die Zentralbanken Chinas, Thailands und der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) beteiligt sind.


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US-Parlamentarischer Finanzausschuss will SEC wegen FTX-Dokumenten vorladen

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Der Abgeordnete Patrick McHenry, der Vorsitzende des parlamentarischen Finanzausschusses des US-Repräsentantenhauses, hat angedeutet, dass er möglicherweise versuchen wird, die US-Börsenaufsicht SEC wegen Dokumenten im Zusammenhang mit dem ehemaligen FTX-CEO Sam Bankman-Fried (SBF) vorzuladen.

In einer Anhörung am 27. September zur Aufsicht über die SEC behauptete McHenry entsprechend, der Vorsitzende der Behörde, Gary Gensler, habe Anstrengungen unternommen, „das Ökosystem der Krypto-Vermögenswerte abzuwürgen“ und sich zudem „geweigert, gegenüber dem Kongress transparent zu sein“, was die persönlichen Verbindungen zwischen der SEC, FTX und SBF betrifft. Der Ausschussvorsitzende betonte in diesem Kontext, dass der Ausschuss „mehrere Anfragen“ nach Dokumenten bezüglich des Zeitpunkts der Verhaftung von SBF angesichts einer zuvor geplanten Aussage vor dem Kongress gestellt habe.

„Sieben Monate später hat der Ausschuss noch immer kein einziges nicht-öffentliches Dokument erhalten, das nicht Teil einer [Freedom of Information Act] Offenlegung war“, wie McHenry dahingehend erklärte. Dem fügte er an: „Wie ich schon sagte, ist unsere Geduld am Ende […] Ich möchte eigentlich nicht der erste Vorsitzende dieses Ausschusses sein, der eine Vorladung an die Börsenaufsicht ausstellt.“

Im Februar forderte die Ausschussleitung unter McHenry die SEC auf, Dokumente über die Kommunikation zwischen ihren Mitarbeitern und dem Justizministerium im Zusammenhang mit den gegen Bankman-Fried erhobenen Vorwürfen vorzulegen. McHenry erneuerte das Ersuchen im April und Mai, nachdem er behauptet hatte, die SEC habe bis dato nur öffentlich zugängliche Informationen zur Verfügung gestellt.

Während sich McHenrys Eröffnungsstatement der jüngsten Anhörung allen voran auf digitale Vermögenswerte und die SEC konzentrierte, äußerte das ranghöchste Mitglied Maxine Waters Bedenken darüber, wie sich ein möglicher Stillstand der US-Regierung auf die Arbeit der SEC auswirken könnte. Gensler gab zu bedenken, dass ein solcher „Shutdown“ für seine Behörde bedeuten würde, dass etwa 92-93 % der Mitarbeiter vorübergehend beurlaubt werden würden.

Auf direkte Nachfrage von McHenry bekräftigte Gensler später, dass Bitcoin (BTC) „kein Wertpapier“ sei, da es den sogenannten Howie-Test zur Qualifizierung als Wertpapier nicht erfülle. Damit bestätigt der SEC-Vorsitzende seine Haltung, die er schon während seiner Zeit als Professor am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) im Jahr 2018 vertrat.


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Sam Bankman-Fried darf im Strafprozesses in Anzug und Krawatte erscheinen

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Ein amerikanischer Bundesrichter hat einem Antrag des Anwaltsteams von Sam Bankman-Fried (SBF) stattgegeben und dem ehemaligen FTX-CEO erlaubt, während seines ersten Strafprozesses Anzüge an Stelle von Gefängniskleidung zu tragen.

In einer Verfügung vom US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York vom gestrigen 27. September ordnete Richter Lewis Kaplan an, dass der United States Marshals Service und das Metropolitan Detention Center in Brooklyn entsprechende Vorkehrungen treffen werden, damit SBF für die Dauer seines im Oktober beginnenden Strafverfahrens Geschäftskleidung tragen kann. Die beiden Behörden sind verantwortlich für die „Annahme und die Verwahrung“ von 3 vollständigen Anzügen, 4 Hemden, 3 Krawatten, 1 Gürtel, 4 Paar Socken, 2 Paar Schuhen und „angemessener Unterwäsche“.

Bankman-Fried in Anzug und Krawatte steht in scharfem Kontrast zu vielen seiner öffentlichen Auftritte vor seiner Verhaftung im Dezember 2022. Der damalige FTX-Chef war eigentlich bekannt dafür, ein T-Shirt oder einen Kapuzenpulli, Cargo-Shorts und Turnschuhe zu tragen. Bei den Anhörungen nach seiner Verhaftung erschien Bankman-Fried oft im Anzug, wenn auch nicht immer mit Krawatte, vor Gericht.

Die Verfügung des Richters erging weniger als sieben Tage vor Beginn des für den 3. Oktober angesetzten Strafprozesses gegen Bankman-Fried in New York. Dieser muss sich in sieben Anklagepunkten wegen Betrugs während seiner Zeit bei FTX und Alameda Research verantworten, sowie in fünf weiteren Anklagepunkten in einem separaten Prozess, der für März 2024 angesetzt ist. Bankman-Fried hat sich in allen Anklagepunkten für nicht schuldig bekannt.

In einer Vorverhandlungsentscheidung vom 26. September urteilte Richter Kaplan zudem, dass die Staatsanwaltschaft den Geschworenen Einzelheiten zu den politischen Spenden von SBF im Zusammenhang mit den bestehenden Betrugsklagen vorlegen darf. Die Beamten hatten Bankman-Fried ursprünglich wegen Verstößen gegen die Gesetze zur Wahlkampffinanzierung angeklagt, waren aber gezwungen, die Anklage aufgrund der „vertraglichen Verpflichtungen der USA gegenüber den Bahamas“ fallen zu lassen, von wo der ehemalige FTX-CEO im Dezember 2022 ausgeliefert worden war.




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Kryptobörse Kraken will Handel für amerikanische Aktien eröffnen

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Die Kryptobörse Kraken plant Medienberichten zufolge, ihren Nutzern den Handel mit in den Vereinigten Staaten notierten Aktien und börsengehandelten Fonds (ETFs) zu eröffnen.

Laut einem Bericht von Bloomberg vom 27. September peilt die in den USA ansässige Kryptobörse, entsprechende Handelsdienste in den USA und im Vereinigten Königreich irgendwann im Jahr 2024 unter dem Banner Kraken Securities an. Für die Ausweitung der Anlageprodukte von Kraken über Kryptowährungen hinaus wäre eine Lizenzierung durch die Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) und die Finanzaufsichtsbehörden (FCA) im Vereinigten Königreich erforderlich, die die Börse dem Bericht zufolge bereits besitzt.

Der Schritt der Kryptobörse kommt etwa ein Jahr nach der Ankündigung der FTX US – die inzwischen aufgelöst wurde – eine ähnliche gesonderte Aktienhandelsplattform zu starten. Bestimmte Apps wie Robinhood bieten bereits sowohl Aktien- als auch Krypto-Handelsdienste an, aber die meisten in den USA ansässigen Börsen für digitale Vermögenswerte beschränken sich auf Krypto und verwandten Angeboten.

Am 26. September gab Kraken bekannt, dass es sowohl in Spanien als auch in Irland Lizenzen für das Anbieten von Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte erhalten hat. Das Unternehmen sieht sich außerdem einer Zivilklage der australischen Wertpapieraufsichtsbehörde (Australian Securities and Investments Commission) gegenüber, weil es angeblich die Design- und Vertriebsverpflichtungen für eines seiner Handelsprodukte nicht eingehalten hat.

Im Februar erzielte Kraken eine Einigung mit der US-Börsenaufsicht SEC über die Zahlung von 30 Millionen US-Dollar in Form von Schadensersatz, Vorschusszinsen und zivilrechtlichen Strafen sowie die Einstellung seiner Staking-Dienste für US-amerikanische Kunden. Cointelegraph hat Kraken um Stellungnahme gebeten, aber bis Redaktionsschluss keine Antwort erhalten.


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Coinbase-Chef kritisiert Chase UK für „völlig unangemessenes“ Krypto-Verbot

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Brian Armstrong, der CEO der großen amerikanischen Kryptobörse Coinbase, hat die Entscheidung der JPMorgan-Tochter Chase UK – Krypto-Transaktionen massiv zu beschränken – scharf kritisiert.

Armstrong hat sich am 26. September entsprechend auf X (ehemals Twitter) geäußert und die Bank für ihren „völlig unangemessenen“ Schritt gescholten, ihren Kunden im Vereinigten Königreich (UK) jegliche Zahlungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu verbieten.

„Krypto-Nutzer in Großbritannien sollten ihre Konten schließen, wenn sie so behandelt werden“, schrieb Armstrong deshalb wütend. Der CEO forderte im gleichen Atemzug die britische Regierung auf – einschließlich des britischen Premierministers Rishi Sunak und des britischen Wirtschaftsministers Andrew Griffith – zu prüfen, ob die Maßnahmen von Chase UK im Einklang mit den politischen Zielen des Landes stehen.

Armstrong hofft, dass die Chase UK ihre Entscheidung ändern könnte, wenn die Regierung in dem Fall tätig wird:

„Ich hoffe wirklich, dass hinter dieser Geschichte mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht, und dass dies nicht die tatsächliche Meinung von Chase UK widerspiegelt.“

Am 26. September bestätigte Chase UK allerdings noch offiziell gegenüber Cointelegraph, dass das Unternehmen beschlossen hat, seinen Kunden jegliche Transaktionen im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu verbieten, und begründete dies mit einem hohen Maß an Betrug im Krypto-Bereich.

„Kunden erhalten eine Benachrichtigung über eine abgelehnte Transaktion, wenn sie versuchen, eine Krypto-Transaktion durchzuführen“, so die Bank in ihrer Mitteilung.

Laut der offiziellen Website von Coinbase gehört das Vereinigte Königreich neben den USA, Europa und Kanada zu den Regionen, die von der Plattform unterstützt werden. Die Börse hat ihre Expansionsambitionen im Vereinigten Königreich zuletzt intensiviert, was den jetzigen Unmut umso verständlicher macht. Im April 2023 bestätigte Coinbase bereits, dass das Unternehmen „ernsthaft“ an der Ausweitung nach Großbritannien und Europa arbeitet.

Hintergrund dieser Expansion sind die rechtlichen Probleme der Coinbase im amerikanischen Heimatland. So hat die US-Börsenaufsicht SEC im Juni 2023 Klage gegen die Kryptobörse erhoben und wirft dieser vor, gegen geltendes Wertpapierrecht verstoßen zu haben.


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Nutzer sollen Fiat in Krypto umwandeln

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Nach dem Verlust seines Euro-Bankpartners Paysafe hat Binance France seinen Kunden vorgeschlagen, ihr gesamtes Fiat-Geld, das sie auf der Börse halten, sofort in Kryptowährungen umzuwandeln, wie ein leitender Angestellter gegenüber lokalen Medien erklärte.

Die Partnerschaft zwischen Binance in Frankreich und Paysafe ist am 25. September ausgelaufen. Das Unternehmen bediente die französische Tochtergesellschaft von Binance mit einer Infrastruktur für Euro-Einzahlungen und -Abhebungen über SEPA-Banküberweisungen. Das Ende der Partnerschaft wurde Ende Juni bekannt gegeben, aber Binance France hat immer noch keinen neuen Partner gefunden.

Am 26. September bestätigte ein Sprecher des Unternehmens dem französischen Radiosender BFM, dass Binance France seinen Nutzern derzeit empfiehlt, ihre Fiat-Guthaben so schnell wie möglich kostenlos in Kryptowährungen umzutauschen:

„Binance arbeitet so schnell wie möglich daran, neue Partner an Bord zu holen und wird in Kürze ein Update geben.“

Wie Nutzer berichteten, erscheint automatisch ein Fenster mit einem Vorschlag zur Umwandlung des Fiat-Guthabens in Kryptowährungen, wenn sie die mobile Anwendung öffnen.

Ende August hatten Binance-Kunden bereits Probleme mit Fiat-Abhebungen in Europa gehabt. Damals teilte das Unternehmen mit, dass es Euro-Abhebungen und -Einzahlungen über SEPA ausgesetzt habe, da es diese ohne einen Zahlungsanbieter nicht unterstützen könne.

Cointelegraph hat Binance um einen weiteren Kommentar gebeten, hat aber noch keine Antwort erhalten.

Binance, das wegen der mutmaßlicher Nichteinhaltung der Finanzsanktionen gegen Russland ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten ist, sieht sich seit mehreren Monaten mit regulatorischen Problemen konfrontiert, insbesondere in Europa. Am 16. Juni gab die Börse ihren Weggang aus den Niederlanden bekannt. Weniger als eine Woche später ordneten auch die belgischen Behörden an, dass die Börse alle Dienste einstellen müsse.

Am 27. September gab das Unternehmen seinen vollständigen Rückzug aus Russland bekannt, indem es seine Firma an eine neu gegründete Kryptobörse, CommEX, verkaufte.


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Weitere Schweizer Bank nun Mitglied bei Kryptobörse SDX

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Die Hypothekarbank Lenzburg, eine Schweizer Regionalbank mit einem Vermögen von über 7 Milliarden US-Dollar, ist die sechste Schweizer Bank, die sich der Börse Six Digital Exchange (SDX) anschließt.

Die Hypothekarbank Lenzburg folgt laut einer Pressemitteilung vom 27. September dem Beispiel der Berner Kantonalbank, Credit Suisse, Kaiser Partner Privatbank, UBS und Zürcher Kantonalbank. Alle Unternehmen stammen aus der Schweiz und das Unternehmen von SDX, nämlich die Six Group, hat seinen Hauptsitz in Zürich.

Mit dem SDX-Zentralverwahrer erhält die Hypothekarbank Lenzburg die Möglichkeit, auf der Blockchain-basierten Plattform verschiedene Arten von digitalen Wertpapieren zu handeln, darunter digitale Anleihen und digitale Aktien, wie es in der Mitteilung heißt. Marianne Wildi, CEO der Hypothekarbank Lenzburg, sagte dazu:

„Die SDX-Mitgliedschaft ist ein wichtiger Schritt, um die Präsenz unserer Bank im Bereich der digitalen Vermögenswerte voranzutreiben. Neben der Ausgabe und Verwahrung von Token soll unser Angebot auch die Möglichkeit bieten, digitale Wertrechte an einem vertrauenswürdigen Handelsplatz zu notieren.“

Die Schweiz ist ein Vorreiter im hinblick auf die Krypto-Akzeptanz und baut ihr freundliches regulatorisches Umfeld immer weiter aus. Im April ging die PostBank, die sich vollständig im Besitz der Schweizer Regierung befindet, eine Partnerschaft mit der Digital Asset Bank Sygnum ein, um ihren Kunden eine Reihe von regulierten Bankdienstleistungen für digitale Vermögenswerte anzubieten. Im Mai gab die Schweizerische Post eine neue Krypto-Briefmarke mit physischen und NFT-Versionen heraus, die mit einer KI-Technologie arbeiten.


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