Gut oder schlecht für DeFi?

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Ein neuer Hook erhältlich in einem Open-Source-Verzeichnis für Uniswap v4-Hooks sorgt für Kontroversen in der Krypto-Community. Mit dem Hook werden Identitätsprüfungen gemacht, bevor Nutzer in Token-Pools handeln können.

Ein Nutzer auf X (ehemals Twitter) kritisierte, der Hook würde die Möglichkeit eröffnen, dass DeFi-Protokolle von Regulierungsbehörden auf eine Whitelist gesetzt werden:

„Wie ich in allen meinen Beiträgen des letzten Jahres erklärt habe: Es beginnt mit einer ‚KYC-Option‘ für LPs. Und dann geht es schließlich in eine „von der Aufsichtsbehörde genehmigte“ Datenbank über, die offchain gehostet wird. Und dann wird alles was nicht KYC ist als illegale terroristische Geldwäsche eingestuft. Hört auf nach Sojaboys zu lechzen.“

Ein Hook ist im Wesentlichen ein Werkzeug, mit dem Entwickler Code anpassen können, ohne die Hauptstruktur des Programms zu verändern. In Uniswap v4 wird dieser Hook den Entwicklern erlauben, die KYC-Verifizierung innerhalb des DeFi-Protokolls zu nutzen.

Finanzinstitute verwenden Identitätsprüfungen, um Kunden zu authentifizieren und damit verbundene Risiken zu bewerten. Eines der Hauptziele von KYC ist die Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

KYC-Hook-Code, verfügbar auf GitHub. Quelle: GitHub

Der KYC-Hook wurde von einem Community-Entwickler im Verzeichnis von Uniswap v4 als Opt-in-Funktionalität eingeführt. Die KYC-Verifizierung wird durch einen NFT durchgeführt. Laut einem Nutzer ist die Hook speziell für Liquiditätsanbieter und kann für Projekte nützlich sein, die in bestimmten Regionen regulatorische Anforderungen erfüllen müssen:

„Du scheinst nicht zu verstehen, wie das funktioniert. Nr. 1: Es ist LP-spezifisch. Einige Projekte wollen vielleicht innerhalb der rechtlichen Grenzen einer Region arbeiten. #2 Hooks können von Community-Entwicklern gemacht werden. Du machst etwas schlecht, das mehr als jeder andere für ‚echtes Defi‘ getan hat.“

Regierungen auf der ganzen Welt betrachten DeFi-Protokolle und -transaktionen sehr genau. Kürzlich hat die G20 eine vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und dem Financial Stability Board (FSB) vorgeschlagene Roadmap zur Regulierung von Kryptowährungen angenommen, die die Vorschriften für Kryptowährungen verschärft.

Uniswap v4 führt anpassbare Hooks ein und wird voraussichtlich Anfang 2024 verfügbar sein. Der Zugang ist auf von der Governance genehmigte Entitäten beschränkt.




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Konkurrenz für ASML bei Chipherstellung

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Das japanische Unternehmen Canon, das für Drucker und Kameras bekannt ist, stellte am Freitag, den 13. Oktober, eine innovative Lösung vor, die bei der Herstellung von hochmodernen Halbleiterkomponenten helfen soll.

Laut einem Bericht von CNBC hat Canon kürzlich das „Nanoimprint-Lithografiesystem“ und damit eine Antwort auf die niederländische Firma ASML vorgestellt, die den Sektor der extrem ultravioletten (EUV) Lithografiemaschinen beherrscht. Die Maschinen von ASML sind wichtig für die Herstellung von hochmodernen Chips, die unter anderem in den neuesten iPhones von Apple verwendet werden.

Die Nutzung dieser Maschinen war auch im technologischen Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China ein Thema. Die USA haben mit Exportbeschränkungen und diversen Sanktionen versucht, China den Zugang zu wichtigen Chips und Fertigungsmaschinen zu erschweren und damit den Fortschritt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu behindern.

Die EUV-Technologie von ASML hat bei den führenden Chipherstellern aufgrund ihrer entscheidenden Rolle bei der Herstellung von Halbleitern im Bereich von 5 Nanometern und darunter große Beachtung gefunden. Dieses Nanometer-Maß bezieht sich auf die Größe der Chip-Funktionen, wobei kleinere Werte mehr Funktionen auf einem Chip unterbringen und somit die Halbleiterleistung verbessern.

Canon gab bekannt, sein neues System, der FPA-1200NZ2C, könne Halbleiter mit 5 Nanometer herstellen und bis auf 2 nm skalieren. Damit übertrifft es die Fähigkeiten des A17 Pro, der in Apples iPhone 15 Pro und Pro Max sitzt und ein 3-Nanometer-Halbleiter ist.

Die niederländische Regierung hat ASML Beschränkungen auferlegt, die den Export seiner EUV-Lithografiemaschinen nach China verhindern. Diese Beschränkung besteht aufgrund der kritischen Rolle dieser Maschinen bei der Produktion von hochmodernen Halbleiterchips.

Canon behauptet, seine neue Maschine könne die Produktion von Halbleitern in der Größenordnung von 2nm ermöglichen. Wahrscheinlich wird das noch genauer geprüft.

Cointelegraph berichtete, dass die Biden-Regierung ein Schlupfloch untersuche, wodurch Entwickler in China Chips aus dem berüchtigten Huaqiangbei-Elektronikbereich in der südchinesischen Stadt Shenzhen kaufen konnten.

China hat jedoch Entwürfe für Sicherheitsvorschriften für Unternehmen veröffentlicht, die generative künstliche Intelligenz anbieten. Diese umfassen Einschränkungen für Datenquellen, die für das Training von KI-Modellen verwendet werden.


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Ethereum-Kurs (ETH) rutscht gegenüber Bitcoin (BTC) auf 15-monatiges Tief

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Der Ethereum-Kurs (ETH) befindet sich im Währungspaar mit Bitcoin (BTC) auf einem 15-monatigen Tief, was zugleich den niedrigsten Stand seit dem Umstieg der Ethereum-Blockchain auf das Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren.

Wird sich dieser Trend für den Rest von 2023 fortsetzen? Cointelegraph wirft zur Analyse einen Blick auf das Kursdiagramm.

Ethereum-Kurs fällt unter wichtigen Support

Das ETH/BTC-Währungspaar ist Anfang der Woche auf 0,056 BTC abgerutscht, womit zugleich der 200-Week Exponential Moving Average (200-Week EMA; blaue Linie) bei 0,058 BTC unterlaufen wurde. Dies erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit für weitere Verluste in 2023.

Der 200-Week EMA ist aus historischer Sicht ein wichtiger Support für ETH/BTC. So konnte sich das Währungspaar zum Beispiel im Juli 2022 von hier aus um satte 75 % verbessern, nachdem es zuvor einen Abschwung in diesen Bereich gegeben hatte. Gleichsam gab es im Oktober 2020 einen Einbruch um über 25 %, als der EMA-Support verlorengegangen war.

ETH/BTC-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Nun droht ETH/BTC ein ähnliches Szenario wie im letzten Fall, denn der 200-Week EMA ist als entscheidende Stütze vorerst weggebrochen. Das nächste Kursziel auf der Unterseite befindet sich für 2023 bei 0,051 BTC, was einem weiteren Rücklauf von 9,5 % entsprechen würde.

Sollte ETH den 200-Week EMA allerdings zurückerobern, darf der Ethereum-Kurs auf eine Kletterpartie bis zum 50-Week EMA (rote Linie) bei 0,065 BTC hoffen.

Stärke von Bitcoin wird ETH zum Verhängnis

Die anhaltende Schwäche von Ethereum gegenüber Bitcoin spiegelt sich auch in der institutionellen Nachfrage wieder.

So haben Bitcoin-Investmentfonds bis zum 6. Oktober satte 246 Mio. US-Dollar im laufenden Jahr eingespielt, wie die Daten von CoinShares zeigen. Die vergleichbaren Ethereum-Investmentfonds haben im gleichen Zeitraum hingegen einen Nettoabfluss von 104 Mio. US-Dollar zu verzeichnen.

Nettokapitalflüsse in Krypto-Investmentfonds (nach Kryptowährung). Quelle: CoinShares

Diese eklatante Differenz ist sehr wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die Hoffnungen auf die Zulassung eines ersten „direkten“ Bitcoin-Indexfonds (ETF) in den USA zurzeit hoch sind.

Einige Experten schätzen sogar, dass ein solcher Bitcoin-ETF bis zu 600 Mrd. US-Dollar in den Markt spülen könnte. Darüber hinaus gibt auch das für April 2024 bevorstehende Halving der marktführenden Kryptowährung zusätzlichen Auftrieb gegenüber den Altcoins.

Durch das Halving wird der sogenannte Block-Reward für Bitcoin-Miner von 6,25 BTC auf 3,125 BTC reduziert, was gleichbedeutend mit einer ähnlich großen Verringerung der Anstiegsrate der Umlaufmenge ist. Mit anderen Worten: Das vorhandene Angebot wird wortwörtlich halbiert. In der Vergangenheit ein wiederholter Katalysator für die Kursentwicklung.


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US-Behörden beobachten chinesische Bitcoin-Miner wegen nationaler Sicherheit

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Medienberichten zufolge beobachten Beamte der US-Regierung bestimmte Mining-Unternehmen mit Verbindungen zu China auf Grund der nationalen Sicherheit.

Laut einem entsprechenden Bericht der New York Times vom 13. Oktober können viele Bitcoin (BTC) Mining-Rechenzentren in den USA direkt zur chinesischen Regierung zurückverfolgt werden, was Bedenken über Operationen in unmittelbarer Nähe von Militärbasen und anderen Bereichen, die mit der nationalen Sicherheit verbunden sind, aufkommen lässt. Einer der Standorte, der von den Behörden überwacht wurde, war demnach ein Mining-Betrieb in Wyoming in der Nähe eines Microsoft-Rechenzentrums, das einige der Operationen des Pentagons unterstützt.

„Microsoft hat keine direkten Hinweise auf böswillige Aktivitäten dieses Unternehmens“, wie es dahingehend in dem Bericht heißt. „Bis weitere Erkenntnisse vorliegen, halten wir es jedoch für möglich, dass die Rechenleistung eines Mining-Betriebs industrieller Größenordnung zusammen mit der Anwesenheit einer unbekannten Anzahl chinesischer Staatsangehöriger in unmittelbarer Nähe von Microsofts Rechenzentrum und einer von drei strategischen Raketenbasen in den USA erhebliche Bedrohungsvektoren bietet.“

Das Unternehmen Bit Origin, das die Infrastruktur von einer Fleischproduktionsanlage in ein Krypto-Rechenzentrum umgewandelt hat, wählte den Standort laut Bericht aufgrund einer Vereinbarung mit lokalen Stromversorgern und nicht wegen der Nähe zur Microsoft-Anlage. Das Unternehmen verlagerte seinen Betrieb im September von Indiana nach Wyoming und meldete, dass zum 30. September 3.200 Miner im Einsatz waren, die eine Hashrate von 320 Petahash pro Sekunde erzielten.

Der Bericht beleuchtete zudem einige der Auswirkungen der Gründung von Mining-Unternehmen, die mit der chinesischen Regierung oder bestimmten Staatsangehörigen verbunden sind, angesichts der politischen Spannungen zwischen den USA und China. Viele Mining-Unternehmen flohen 2021 aus China, als die dortige Regierung Mining im eigenen Land verboten hat und diese damit zwang, in die USA bzw. kryptofreundliche Regionen wie Texas und Wyoming abzuwandern.

Viele US-Behörden haben Personen oder Firmen ins Visier genommen, die über Kryptowährungen mit China in Verbindung stehen. Am 3. Oktober verhängte das Finanzministerium Sanktionen gegen Krypto-Wallets, die angeblich mit der Herstellung der Droge Fentanyl in Verbindung stehen und zu denen mehrere in China ansässige Chemikalienhersteller gehören. Im Juli forderten sechs Mitglieder des Kongresses eine Untersuchung, nachdem behauptet wurde, dass die Krypto-Firma Prometheum Verbindungen zur chinesischen Regierung hat.


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SEC wird wohl keinen Einspruch gegen Grayscale-Urteil um Bitcoin-ETF einlegen

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Die US-Börsenaufsicht SEC plant Medienberichten zufolge nicht, gegen die jüngste Gerichtsentscheidung zugunsten von Grayscale Investments Berufung einzulegen. Das Urteil verpflichtet die SEC, den Antrag des Unternehmens auf einen „direkten“ Bitcoin (BTC) Indexfonds (ETF) zu prüfen.

Die vermeintliche Entscheidung der SEC, keine Berufung gegen das Urteil des U.S. Court of Appeals for the District of Columbia Circuit einzulegen, wurde in einem Bericht von Reuters vom 13. Oktober kolportiert, der sich auf eine „mit der Angelegenheit vertraute Quelle“ beruft.

Die Analysten von Bloomberg gehen ebenfalls davon aus, dass die SEC keine Berufung beim Obersten Gerichtshof einlegen wird, betonen aber, dass dies nicht unbedingt bedeutet, dass der Antrag von Grayscale genehmigt wird.

Falls die Berichte wahr sind, muss die SEC der gerichtlichen Anordnung vom August folgen und den Antrag von Grayscale auf Umwandlung des Grayscale Bitcoin Trusts (GBTC) in einen Bitcoin-Spot-ETF prüfen.

Nach Angaben von Reuters wird das zuständige Berufungsgericht voraussichtlich ein entsprechendes Mandat erteilen, in dem noch genau festgelegt wird, wie das Urteil von der SEC „umgesetzt“ werden soll.

James Seyffart, ein ETF-Analyst von Bloomberg, kommentierte die Entwicklungen gegenüber X (früher Twitter) wie folgt:

„Ich glaube auch nicht, dass sie den Obersten Gerichtshof anrufen werden. Der Dialog zwischen Grayscale und der SEC sollte nächste Woche beginnen. Ich hoffe auf weitere Informationen über die nächsten Schritte irgendwann nächste oder übernächste Woche.“

Seyffart deutete an, dass es wahrscheinlich ist, dass „wir in der nächsten Woche (oder zwei) herausfinden werden“, wie die Frist für die SEC ist, um den Grayscales Spot-Bitcoin-ETF zu genehmigen oder abzulehnen.

Sollte die SEC den Antrag ablehnen, könnte Grayscale gegen diese Entscheidung Berufung einlegen, wodurch sich das Verfahren noch länger hinziehen würde.

Etwa sieben Anträge auf direkte Bitcoin-ETFs wurden bei der SEC eingereicht und warten auf eine Entscheidung der Aufsichtsbehörde.

In einem separaten vorherigen X-Post vom 13. Oktober wiederholte Seyffart seine Ansicht, dass es eine 90-prozentige Chance gibt, dass ein Spot-Bitcoin-ETF im Januar 2024 genehmigt werden wird, insbesondere der Antrag von Cathie Woods ARK Invest hätte dabei gute Chancen.

Seyffart und der leitende ETF-Analyst von Bloomberg, Eric Balchunas, hatten zuvor ebenfalls eine 75-prozentige Chance für die Genehmigung eines Antrags im Jahr 2023 genannt.




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Verteidigung von SBF will Nutzungsbedingungen der FTX als Argument bringen

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Die Anwälte des ehemaligen FTX-CEOs Sam „SBF“ Bankman-Fried versuchen, bestimmte Informationen aus den Nutzungsbedingungen der Kryptobörse bei Zeugenaussagen zu erwähnen.

In einem am 12. Oktober beim US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York eingereichten Antrag erklärte das Anwaltsteam von SBF, ihr Antrag ziele entsprechend darauf ab, „bestimmte Beweisfragen“ in dem laufenden Strafverfahren zu klären. Dabei geht es allen voran um konkurrierende Theorien der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung über den angeblichen Missbrauch von FTX-Kundengeldern.

Den Anwälten von Bankman-Fried zufolge beabsichtigte die Staatsanwaltschaft, Zeugen aufzurufen, um und deren „Verständnis und Erwartung“ zu ergründen, wie ihre Einzahlungen bei FTX verwendet werden würden. Die Anwälte der Verteidigung behaupteten, dass unabhängig davon, wie die Nutzer die Nutzungsbedingungen von FTX verstanden haben, „die Einhaltung dieser Bedingungen eine Verteidigung gegen die angeklagte Straftat darstellt“.

„Die Verteidigung vertritt den Standpunkt, dass die Rechte und Pflichten der Parteien einer Geschäftsbeziehung nicht durch ihre gegenseitigen Erwartungen und Absprachen im Hinblick auf Veruntreuung oder Betrug konstituiert sind“, wie der Antrag argumentiert:

„Die Verteidigung beabsichtigt, Zeugen, die Kunden und Investoren von FTX und Darlehensgeber von Alameda waren, Fragen zu stellen, die darauf abzielen, Aussagen über die Faktoren zu erhalten, die sie als wesentlich für den Abschluss der in diesem Prozess fraglichen Vereinbarungen und Transaktionen erachteten.“

Oct. 12 filing by Sam Bankman-Fried’s team in U.S. District Court for the Southern District of New York. Source: PACER

Die Anwälte der Verteidigung baten das Gericht, ihnen zu gestatten, Zeugen der Staatsanwaltschaft auf der Grundlage der FTX-Nutzungsbedingungen zu befragen und die Aussage von „Laienzeugen“ auszuschließen. Sie beriefen sich dahingehend auf die Aussage des Paradigm-Mitbegründers Matt Huang, der seine „Expertenmeinung“ und nicht seine „alltägliche Erfahrung als Laie“ zu den FTX-Diensten darlegte.

“By seeking to prove misappropriation through testimony from customers and others regarding their beliefs and expectations, the Government is trying to sidestep its burden to prove an essential element of its embezzlement theory beyond a reasonable doubt,” says the filing. “Indeed, evidence of customers’ belief regarding their legal relationship with FTX would only serve to distract and confuse jurors in considering the facts in light of the meaning of the Terms of Service.”

„Indem die Regierung versucht, die Veruntreuung durch Aussagen von Kunden und anderen Personen über ihre Überzeugungen und Erwartungen zu beweisen, versucht sie, ihrer Last zu entgehen, ein wesentliches Element ihrer Veruntreuungstheorie zweifelsfrei zu beweisen“, heißt es in dem Antrag. Und weiter: „Tatsächlich würden Beweise für die Überzeugung der Kunden hinsichtlich ihrer rechtlichen Beziehung zu FTX nur dazu dienen, die Geschworenen abzulenken und zu verwirren, wenn sie die Fakten im Lichte der Bedeutung der Nutzungsbedingungen betrachten.“

BlockFi-Gründer und CEO Zac Prince trat am 12. und 13. Oktober in den Zeugenstand und sagte über einen 400-Millionen-Dollar-Kredit aus, den das Unternehmen der FTX US im Juli 2022 zur Verfügung gestellt hatte, sowie über den Dominoeffekt, den der Zusammenbruch von Terraform Labs und Three Arrows Capital verursacht hatte. Die Verhandlung wurde auf den 16. Oktober vertagt.


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Terraform Labs gibt Citadel Securities Mitschuld am Zusammenbruch von UST

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Das von Do Kwon spektakulär gescheiterte Krypto-Unternehmen Terraform Labs hat erneut den Market Maker Citadel Securities „gezielter, absichtlicher Anstrengungen“ beschuldigt, um den Zusammenbruch des Stablecoins TerraUSD (UST) im Jahr 2022 zu bewirken.

Am 10. Oktober reichte Terraform Labs beim United States District Court im südlichen Bezirk von Florida einen entsprechenden Antrag ein, um Citadel Securities zur Vorlage von Dokumenten zu zwingen, die sich auf deren Handelsgeschäfte im Mai 2022 beziehen, also etwa zu der Zeit, als es zur Abkopplung des TerraUSD vom US-Dollar kam.

Screenshot aus dem Antrag von Terraform Labs. Quelle: CourtListener

In dem Antrag wird behauptet, dass der Absturz im Mai 2022 – als der Stablecoin von 1 US-Dollar auf 0,02 US-Dollar abstürzte – durch „bestimmte dritte Marktteilnehmer“ verursacht wurde, die die Kryptowährung absichtlich leerverkauft haben, anstatt durch Instabilität in dessen Algorithmus.

„Der Antragsteller [Terraform] behauptet, dass die aufgetretene Marktdestabilisierung nicht auf die Instabilität des dem UST-Stablecoin zugrunde liegenden Algorithmus zurückzuführen ist“, so das Unternehmen in seinem Antrag.

„Stattdessen behauptet der Antragsteller, dass der Markt aufgrund der gezielten, absichtlichen Bemühungen bestimmter dritter Marktteilnehmer destabilisiert wurde, um UST zu shorten (leerverkaufen) und von der Preisbindung an den US-Dollar abzubringen.“

In dem Antrag werden auch „öffentlich zugängliche Beweise“ angeführt, die darauf hindeuten, dass Citadel-Chef Ken Griffin beabsichtigte, den Stablecoin um die Zeit des Depegs herum zu shorten.

„Es gibt öffentlich zugängliche Beweise, die darauf hindeuten, dass der Leiter der Citadel Entities, Ken Griffin, die Absicht hatte, UST zum oder um den Zeitpunkt des Degings im Mai 2022 herum zu shorten.“

In der Akte wird ein Screenshot aus einem Discord-Channel-Chat zitiert, in dem ein pseudonymer Trader, der mit Griffin in Verbindung steht, angeblich sagte: „They were going to Soros the f*** out of Luna UST“, vermutlich in Anspielung auf die Handelsstrategien des einflussreichen Milliardärs George Soros.

Citadel Securities hat jedoch zuvor dementiert, den TerraUSD-Stablecoin im Mai 2022 zu handeln, wie Forbes berichtet.

Cointelegraph bat Citadel um einen weiteren Kommentar, erhielt aber bis Redaktionsschluss keine Antwort.

In dem Antrag argumentiert Terraform, dass die Dokumente entscheidend für die eigene Verteidigung in der Klage sind, die im Februar von der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurde, die Terraform Labs und dessen Gründer Do Kwon vorwirft, an der „Orchestrierung eines Multi-Milliarden-Dollar-Betrugs mit Kryptowährungen beteiligt gewesen zu sein“.

„Diese Verteidigung wird erheblich beeinträchtigt, wenn es Citadel Securities gelingt, diese Informationen zurückzuhalten“, so Terra.

Sollte sich das Gericht weigern, Citadel zur Vorlage der Handelsdokumente zu zwingen, beantragte Terraform die Verweisung der Angelegenheit an das US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York zur Entscheidung durch Richter Jed Rakoff.

Im Juli bat Terraform Labs bei einem Richter zudem um die Erlaubnis, Daten von der bankrotten Kryptobörse FTX zu beschlagnahmen, mit der Begründung, die Informationen könnten der Verteidigung dienen.


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Ferrari akzeptiert Krypto-Zahlungen in den USA, bald auch in Europa

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Ferrari wird aufgrund entsprechender Kundennachfrage Krypto-Zahlungen für seine Luxussportwagen in den USA akzeptieren. Der Automobilhersteller plant in diesem Zusammenhang auch, bald Krypto-Zahlungen in Europa anzubieten.

Einem Bericht von Reuters vom 14. Oktober zufolge bestätigte Ferraris Chief Marketing and Commercial Officer, Enrico Galliera, die dahingehenden Absichten der Luxusautomarke. Ferraris Entscheidung, Bezahlungen in Krypto einzuführen, wurde maßgeblich durch Nachfrage von Kunden und Händlern angetrieben, denn zahlreiche Kunden, darunter besonders junge Anleger, haben bereits in digitale Währungen investiert.

Obwohl Galliera die Anzahl der Autos, die Ferrari über Krypto-Zahlungen zu verkaufen gedenkt, nicht nannte, betonte er dem Bericht zufolge, dass das starke Auftragsportfolio des Automobilherstellers ohnehin schon jetzt bis 2025 ausgebucht ist. Ferrari möchte diesen Expansionsmarkt testen, um mit potenziellen Käufern jenseits seiner üblichen Kundschaft in Kontakt zu treten. Der Luxusautohersteller plant, Krypto-Zahlungen in Europa bis zum ersten Quartal 2024 einzuführen und danach auf andere kryptofreundliche Regionen zu expandieren.

Für die erste Phase in den USA hat Ferrari eine Partnerschaft mit dem großen Krypto-Zahlungsanbieter BitPay abgeschlossen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht dem Autobauer Transaktionen in Bitcoin, Ether und USD Coin.

Galliera bestätigte, dass bei der Verwendung von Kryptowährungen keine zusätzlichen Gebühren oder Zuschläge anfallen werden, da BitPay die Krypto-Zahlungen für Ferrari-Händler umgehend in herkömmliche Fiat-Währungen umwandelt und somit sicherstellt, dass diese vor den Kursschwankungen der Kryptowährungen geschützt sind.

BitPay prüft zudem die Legitimität der genutzten Digitalwährungen und stellt sicher, dass diese nicht aus illegalen Aktivitäten, Geldwäsche oder Steuerhinterziehung stammen.

Viele große Unternehmen haben bisher gezögert, Kryptowährungen aufgrund ihrer Preisvolatilität und der damit verbundenen Unpraktikabilität bei Transaktionen zu übernehmen. Zu diesen Unternehmen gehört auch der Elektroautohersteller Tesla, der im Jahr 2021 dann allerdings damit begann, Zahlungen in Bitcoin zu akzeptieren. CEO Elon Musk setzte diese Krypto-Zahlungsmethode jedoch aufgrund von Umweltbedenken wieder aus.


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ProShares kündigt neuartigen Short Ether Strategy ETF an

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ProShares hat in den letzten Wochen drei neue Ether (ETH) Futures-Indexfonds (ETFs) eingeführt, von denen der neueste Fonds – der Proshares Short Ether Strategy ETF (SETH) – im November den Handel aufnehmen soll.

Der ETF soll an der NYSE Arca notiert werden und zielt darauf ab, tägliche Anlageergebnisse einzufahren, die den Kehrwert der täglichen Performance des S&P CME Ether Futures Index widerspiegeln. Dies geht aus einem am Freitag, den 13. Oktober, eingereichten Antrag hervorgeht.

Der Fonds tätigt dabei keine direkten Leerverkäufe von Ether, sondern versucht, von Kurseinbrüchen zu profitieren. Am Freitag lag der Preis von ETH bei etwa 1.540 US-Dollar – ein Rückgang von etwa 6 % in der vergangenen Woche.

Auszug aus dem Antrag für den ProShares SETH. Quelle: United States Securities and Exchange Commission

ProShares geht davon aus, dass die Registrierungserklärung für den ETF am 15. Oktober in Kraft treten wird und plant, den Indexfonds dann Anfang November einzuführen, wie Blockworks berichtet.

Die drei bestehenden ProShares Ether-Futures-ETFs – darunter zwei, die sowohl in Ether- als auch in Bitcoin (BTC) Futures investieren – debütierten bereits am 2. Oktober neben ähnlichen Finanzprodukten von VanEck und Bitwise.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Ether-Futures-ETFs fast zwei Jahre nach dem ersten Bitcoin-Futures-ETF, dem ProShares Bitcoin Strategy ETF, zugelassen, der im Oktober 2021 auf den Markt kam.

ProShares setzte seine Veröffentlichung von Bitcoin-Futures-ETFs mit dem Short Bitcoin Strategy ETF im Juni 2022 fort. Derzeit hat der ProShares Bitcoin Strategy ETF rund 850 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten angesammelt, während der Short Bitcoin Strategy ETF rund 75 Millionen US-Dollar aufweist.


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Madeira kündigt Bitcoin-Business-Hub für Krypto-Innovation an

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Der Präsident der Regionalregierung von Madeira, Miguel Albuquerque, hat Pläne zur Schaffung eines Bitcoin-Business-Hubs angekündigt, um regionale Innovationen voranzutreiben. Die Aussage wurde während eines Fireside-Chats mit Prinz Filip Karađorđević von Serbien am zweiten Tag der Bitcoin Amsterdam 2023 gemacht.

Karađorđević äußerte Interesse am neuen Bitcoin-Business-Hub und betonte dessen Rolle bei der Technologieentwicklung und bei Partnerschaften, während Albuquerque die Ursprünge des Hubs auf Madeira und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit hervorhob.

Albuquerque zufolge wurde die Idee für das Bitcoin-Business-Hub von einer Gruppe von Fachleuten geboren und steht allen offen, die daran mitarbeiten möchten. Madeira ist eine autonome Region Portugals, die Bitcoin-Investoren von der privaten Einkommenssteuer befreit hat.

Albuquerque und Prinz Filip auf der Bitcoin Amsterdam 2023  Quelle: Cointelegraph

Karađorđević lobte Madeiras Begeisterung für Bitcoin (BTC), denn die marktführende Kryptowährung sei eine zukunftsweisende Technologie und als sicheres, offenes Protokoll ähnlich dem Internet. Als bekannter Bitcoin-Fürsprecher und leitender Sicherheitsbeauftragter von Jan3 setzt sich der serbische Prinz in der globalen Politik für die Vorteile nationaler Bitcoin-Strategien ein.

Nach Angaben des Präsidenten von Madeira verlagert seine Regierung den wirtschaftlichen Schwerpunkt der Region bewusst auf Technologie, Hightech-Industrien, Künstliche Intelligenz (KI) und Bitcoin.

Während der Bitcoin Miami-Konferenz im Jahr 2022 wurde bekannt, dass Madeira Bitcoin einführen wird, wobei Einwohner, die in BTC investieren, von der Einkommenssteuer befreit werden. Albuquerque erklärte damals: „Ich habe Vertrauen in die Zukunft und in Bitcoin. Die Menschen in Madeira, die Bitcoin kaufen und verkaufen, werden keine Einkommenssteuer zahlen müssen.“


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