EU verabschiedet umstrittenen Data Act mit „Ausschalter“ für Smart Contracts

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Das Europäische Parlament hat für die Annahme des Data Act gestimmt – eines umstrittenen Gesetzes, das eine Bestimmung enthält, die vorsieht, dass Smart Contracts abgeschaltet werden können.

In einer entsprechenden Pressemitteilung vom 9. November teilte das Parlament mit, dass das Gesetz mit 481 zu 31 Stimmen angenommen wurde. Um in Kraft zu treten, bedarf es nun noch der Zustimmung des Europäischen Rates, der sich aus den Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union zusammensetzt.

Der angenommene Data Act sieht vor, dass Smart Contracts „unterbrochen und beendet werden können“. Außerdem sollen Funktionen eingeführt werden, die es ermöglichen, Smart Contracts zurücksetzen oder gänzlich zu stoppen.

Auszug aus dem Data Act mit Bezug auf Smart Contracts. Quelle: European Parliament

Im Kern soll der Data Act Nutzern den Zugriff auf Daten ermöglichen, die sie durch „smarte“ Endgeräte generieren. Die Europäische Kommission behauptet, dass 80 % derartiger Daten ohnehin niemals verwendet werden.

Kritiker des Gesetzes haben jedoch Bedenken hinsichtlich der Klausel zu Smart Contracts geäußert. Sie meinen, dass die Definition zu weit gefasst sei und keine klaren Angaben darüber enthalte, wann Unterbrechungen oder Beendigungen erfolgen sollten.

In einem offenen Brief vom Juni, der von EU-Blockchain-Verbänden verfasst und von Dutzenden von Krypto-Unternehmen unterzeichnet wurde, heißt es außerdem, dass der Data Act dazu führen könnte, dass Smart Contracts, die Daten von öffentlichen Blockchains wie Ethereum verwenden, als gesetzeswidrig eingestuft werden.

Die Europäische Kommission hat jedoch Berichten zufolge erklärt, dass der Data Act nicht mit Blockchain befasst sei und dass die Befürchtungen, das Gesetz würde Smart Contracts illegal machen, unbegründet seien.


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Türkische Lira wichtigste Landeswährung auf Binance im September 2023

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Die türkische Lira (TRY) wurde im September zum dominierenden Fiat-Handelspaar auf Binance, wie aus einer aktuellen Studie der Kryptobörse hervorgeht.

Die türkische Lira machte Anfang September 75 % des gesamten Fiat-Volumens aus, obwohl sie nach den Vereinigten Staaten, Indien und dem Vereinigten Königreich „nur“ den viertgrößten Kryptomarkt der Welt in Bezug auf das Transaktionsvolumen darstellt.

Der Boom des TRY-Handelspaares kann auf den jüngsten Zustrom von Krypto-Investoren aus der Türkei zurückgeführt werden. 27 % der türkischen Teilnehmer an der Binance-Studie haben als Krypto-Investoren innerhalb des letzten Jahres begonnen, davon 8 % in den letzten sechs Monaten.

Eintrittszeitpunkt der türkischen Investoren in den Kryptomarkt. Quelle: Binance

Die meisten Befragten besitzen Kryptowährungen im Wert von bis zu 175 US-Dollar (5.000 TRY) und investieren am liebsten in Immobilien. Wie unten gezeigt, ist der Profitfaktor einer der Hauptgründe für das Interesse der Türken an Kryptowährungen. Einfache Handhabung, keine Mindestschwelle und niedrige Transaktionskosten sind dabei einige der wichtigsten Gründe für neue Investoren. Die mit Kryptowährungen verbundenen Risiken tragen allerdings auch zur Zurückhaltung vieler türkischer Investoren bei.

Beweggründe der türkischen Investoren für Eintritt in den Kryptomarkt. Quelle: Binance

In den letzten drei Jahren ist die Krypto-Adoption in der Türkei von 16 % auf 40 % gestiegen, und das Land belegt inzwischen Platz 12 im Global Crypto Adoption Index 2023 von Chainalysis. Die Türkei erhielt darüber hinaus auch humanitäre Hilfe in Form von Kryptowährungen während des Erdbebens 2023.

Während die Krypto-Adoption in der Türkei keine Anzeichen einer Verlangsamung zeigt, arbeitet die Regierung Berichten zufolge an neuen Vorschriften zur Regulierung von Krypto-Assets, um die Financial Action Task Force (FATF) davon zu überzeugen, sie von ihrer „grauen Liste“ zu streichen.

Als die FATF die Türkei 2021 auf ihre graue Liste setzte, hatte der türkische Finanzminister Mehmet Simsek klargestellt, dass die Türkei alle bis auf einen der 40 von der FATF festgelegten Standards erfülle – nämlich denjenigen, der sich auf den Umgang mit Kryptowährungen bezieht.

Simsek verwies auf Pläne, dem Parlament ein Gesetz über Krypto-Assets vorzuschlagen, um von der grauen Liste gestrichen zu werden, nannte aber keine konkreten rechtlichen Änderungen.


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47 Ländern verpflichten sich zum Informationsaustausch für Krypto-Steuern

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Knapp 50 nationale Regierungen haben sich gemeinsam verpflichtet, das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF), den neuen internationalen Standard für den automatischen Informationsaustausch zwischen Steuerbehörden im Hinblick auf Kryptowährungen, „schnellstmöglich“ in ihr nationales Rechtssystem umzusetzen. Die offizielle Erklärung wurde am 10. November veröffentlicht.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat das CARF im Jahr 2022 herausgegeben. Das CARF-Framework wurde auf der Grundlage eines Mandats der G20 vom April 2021 entwickelt und erfordert die Meldung der Art von Krypto-Transaktionen – unabhängig davon, ob diese über einen Vermittler oder einen Dienstleister erfolgt.

Die Verfasser der Erklärung beabsichtigen, dass die dafür notwendigen Abkommen über den Informationsaustausch aktiviert werden, so dass der Austausch ab 2027 beginnen kann. In diesem Zusammenhang heißt es:

„Die weitverbreitete, einheitliche und zeitnahe Umsetzung des CARF wird unsere Fähigkeit zur Sicherstellung der Steuerkonformität und zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung, die die öffentlichen Einnahmen reduziert und die Belastung derjenigen erhöht, die ihre Steuern zahlen, weiter verbessern.“

Die Liste der Länder, die sich verpflichtet haben, umfasst alle 38 Mitgliedsstaaten der OECD und einige traditionelle finanzielle Offshore-Paradiese wie die britischen Überseegebiete Cayman Islands und Gibraltar. Da die Liste jedoch auf Europa ausgerichtet ist, fehlen bisher wichtige Märkte wie China und Hongkong, die Vereinigten Arabischen Emirate, Russland und die Türkei. Es gibt auch kein einziges afrikanisches Land und nur zwei lateinamerikanische Länder – Chile und Brasilien, die teilnehmen.

CARF ist nicht das einzige Protokoll zum Austausch von Steuerinformationen, das auf internationaler Ebene zur Erfassung von Kryptoeinnahmen umgesetzt wird. Im Oktober wurde die achte Version der Richtlinie über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden (DAC8) – ebenfalls eine Meldepflicht für Krypto-Steuern – vom Rat der Europäischen Union (EU) formell verabschiedet. Die DAC8 zielt darauf ab, den Steuerbehörden die Zuständigkeit zu übertragen, alle Krypto-Transaktionen zu überwachen und zu bewerten, die von Einzelpersonen oder Unternehmen in einem anderen EU-Mitgliedstaat durchgeführt werden.


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Roblox-CEO „träumt“ von plattformübergreifenden NFTs

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Der Geschäftsführer des beliebten Onlinespiels Roblox, David Baszucki, „träumt“ davon, Non-Fungible Tokens (NFTs) einbinden und digitale Objekte über mehrere Plattformen hinweg bewegen zu können.

Im Anschluss an die Pressekonferenz zu den Quartalsergebnissen für das Q3 2023 sprach Roblox-Gründer und CEO Baszucki in einem kürzlich geführten CNBC-Interview über die Rolle, die große Influencer bei der Förderung der weit verbreiteten Akzeptanz von NFTs und digitalen Sammelobjekten spielen. In diesem Kontext ist er fest davon überzeugt, dass Nutzer ihre Sammlungen zukünftig frei über verschiedene Plattformen hinweg verschieben können werden:

„Es gibt ein wenig den Traum, dass Objekte und NFTs sich frei von Plattform zu Plattform bewegen können.“

Baszucki erklärte zum Beispiel, dass A-Promis wie Elton John sich bei Roblox anmelden und limitierte Sammlerstücke wie Capes für wohltätige Zwecke herstellen und verkaufen könnten. Diese Arten von Sammelobjekten könnten die Roblox-Plattform dann als NFT verlassen und auf anderen Marktplätzen verkauft werden.

„Wir erwarten, dass Creator, ob es Elton John, Nike oder jemand anderes ist, der einen digitalen Gegenstand herstellt, eine Schlüsselrolle spielen und ein fairerweise hohes Maß an Kontrolle über diesen Prozess haben werden“, so Baszucki weiter.

Die jüngste Pressekonferenz zu den Quartalsergebnissen von Roblox ergab einen Verlust im Q3; das Unternehmen verzeichnete jedoch ein insgesamtes Wachstum von 20 % im Jahresvergleich aufgrund höherer In-Game-Ausgaben und der steigenden Gesamtzahl der Nutzer.

Baszuckis wachsendes Interesse an NFTs steht im Einklang mit der momentanen Marktstimmung. So hat der Blockchain-Datendienst Nansen zuletzt einen Anstieg des NFT-Verkaufsvolumens im November gemeldet.

Bei den NFT-Sammlungen hatte der Bored Ape Yacht Club (BAYC) in den letzten 30 Tagen das höchste Handelsvolumen. Die BAYC-Sammlung hatte ein Volumen von 35.226 ETH, was etwa 66,7 Millionen US-Dollar entspricht. Die Daten von NFTGo zeigten zudem, dass es in besagtem Zeitraum auch einen Anstieg der NFT-Händler um 12 % gab.




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Binance stellt Einzahlungen in Rubel ein, auch Auszahlungen ab 2024 beendet

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Die Kryptobörse Binance treibt ihren Rückzug aus Russland voran und bereitet sich darauf vor, ab nächster Woche Einzahlungen in lokaler Währung zu beenden.

Binance wird ab dem 15. November 2023 entsprechend keine Einzahlungen in russischen Rubeln (RUB) mehr akzeptieren, wie das Unternehmen am Freitag offiziell mitteilte. Binance riet seinen Nutzern in diesem Zusammenhang, alle verbleibenden RUB von der Plattform abzuheben, da das Unternehmen auch RUB-Abhebungen am 31. Januar 2024 gänzlich einstellen wird.

In der Ankündigung wird darauf hingewiesen, dass Binance-Nutzer ihre Gelder zu CommEX transferieren können, einer neuen Kryptobörse, die im September 2023 die russische Abteilung von Binance übernommen hat. Binance gibt dahingehend zu bedenken, dass RUB-Abhebungen auf CommEX gebührenfrei sein werden.

Weitere Abhebungsoptionen sind die Fiat-Partner von Binance, mit denen Nutzer RUB über das Convert-Tool in Kryptowährungen umwandeln oder einfach auf dem Binance Spot Market tauschen können.

Binance gibt die genaue Höhe der Gebühren für andere Auszahlungsmethoden nicht an. Das Unternehmen reagierte darüber hinaus bis Redaktionsschluss nicht auf die Bitte von Cointelegraph um Stellungnahme reagiert.

Binance hatte Ende September 2023 seinen vollständigen Rückzug aus Russland durch den Verkauf des Unternehmens an die neu gestartete Kryptobörse CommEX angekündigt. Die Transaktion sorgte schnell für Kontroversen, da Binance und CommEX keine Angaben zur Größe des Deals oder zu den Gründern von CommEX gemacht haben.

Viele Beobachter haben spekuliert, dass CommEX nur ein neuer Name für Binance sei, der der Börse die Möglichkeit gibt, ihren Betrieb in Russland fortzusetzen, ohne Probleme mit den westlichen Sanktionen gegen das Land zu bekommen. Die Skeptiker haben bereits deutliche Beweise für diese Behauptungen gefunden, darunter die Einstellung prominenter ehemaliger Russland-bezogener Führungskräfte von Binance durch CommEX.

Binance continued to deny the allegations of possible ties between the platform and CommEX though. “With this sale, Binance fully exits Russia. We have no plans to get back,” a spokesperson for Binance told Cointelegraph.

Binance wies die Vorwürfe einer möglichen Verbindung zwischen der eigenen Krypto-Handelsplattform und CommEX jedoch zurück. „Mit diesem Verkauf verlässt Binance Russland vollständig. Wir haben keine Pläne zurückzukehren“, so ein Sprecher von Binance gegenüber Cointelegraph.


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BlackRock plant Ethereum-ETF – Antrag bestätigt Vorhaben, Kurs springt nach oben

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BlackRocks Pläne für einen Spot-Ethereum-ETF wurden nun bestätigt, wie aus einem sogenannten 19b-4-Antrag hervorgeht, der am 9. November bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht wurde.

Die Aktienbörse Nasdaq reichte das entsprechende 19b-4-Formular im Namen der 9 Billionen US-Dollar schweren Vermögensverwaltung für einen vorgeschlagenen ETF namens „iShares Ethereum Trust“ bei der Börsenaufsicht ein.

Dieser Schritt signalisiert BlackRocks Absicht, seine ETF-Ambitionen über Bitcoin hinaus auszuweiten.

Auszug aus dem 19b-4-Antrag der NASDAQ im Namen von BlackRock für den iShares Ethereum Trust. Quelle: NASDAQ

Am 9. November wurde zudem bekannt, dass BlackRock die Unternehmensgesellschaft iShares Ethereum Trust in Delaware registriert hat. Dies war bereits der erste Hinweis darauf, dass ein Antrag auf einen Spot-Ethereum-ETF unmittelbar bevorstehen könnte.

BlackRock und andere Finanzinstitute haben in den letzten Monaten ihr zunehmendes Interesse an Krypto-ETFs bekundet.

James Seyffart, ETF-Analyst bei Bloomberg, stellte dahingehend fest, dass mindestens fünf Firmen im Rennen sind, um die Genehmigung der Securities and Exchange Commission für einen Spot-Ethereum-ETF zu erhalten.

Dazu gehören VanEck, ARK 21Shares, Invesco, Grayscale und Hashdex.

Der Ethereum-Kurs (ETH) stieg um 8,9 % auf 2080 US-Dollar, nachdem bekannt wurde, dass BlackRock seine Pläne für einen iShares Ethereum Trust vorantreibt. In den letzten 24 Stunden ist ETH um insgesamt 10,1 % gestiegen, wie die Daten von CoinGecko zeigen.

Ethereum-Kurs in den letzten 24 Stunden. Quelle: CoinGecko

The price surge has helped ETH claw back some market dominance against Bitcoin (BTC), which has outperformed ETH in recent months.

Der Kursanstieg hat ETH geholfen, Marktanteile gegenüber Bitcoin (BTC) zurückzugewinnen, nachdem ETH in den letzten Monaten zurückgefallen war.

Der Marktanteil von ETH liegt jetzt bei 17 %, was einem Anstieg von 1,3 Prozentpunkten gegenüber dem Stand vor den Nachrichten entspricht.




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Deutsche Börse nimmt Krypto in neue Strategieausrichtung „Horizon 2026“ auf

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Die Deutsche Börse AG, die größte deutsche Börse mit Hauptsitz in Frankfurt, hat Krypto offiziell in ihre strategischen Prioritäten für die nächsten Jahre aufgenommen.

Laut dem am 7. November veröffentlichten Strategiebericht „Horizont 2026“ strebt die Deutsche Börse „einen Ausbau der führenden Position im Bereich der digitalen Plattformen für bestehende und neue Anlageklassen“ an.

Das Unternehmen glaubt, dass langfristig „in neuen Technologien durch die Digitalisierung bestehender oder neuer Anlageklassen weiteres Wachstumspotenzial“ besteht. Daher will sie allen voran die Entwicklung ihrer Blockchain-basierten digitalen Wertpapier- Emissionsplattform D7 beschleunigen und eine Handelsplattform für digitale Vermögenswerte aufbauen.

Die digitale Asset-Plattform wird allerdings nur institutionellen Anlegern dienen und Tokenisierungs-, Handels-, Abwicklungs- und Depotdienstleistungen für Wertpapiere, alternative Anlagen und Kryptowährungen anbieten. In dem Strategiebericht werden auch Stablecoins und Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) erwähnt, obwohl ihr Status auf der Plattform nicht näher erläutert wird.

Die Deutsche Börse ist jedoch bei weitem nicht die erste Börse, die sich mit dem Handel von digitalen Vermögenswerten beschäftigt. Die zweitgrößte deutsche Börse, die Börse Stuttgart, bietet ihren Kunden bereits seit April 2022 den Handel mit Kryptowährungen an. Die London Stock Exchange Group wird voraussichtlich im Jahr 2024 Clearing-Services für auf Dollar laufende Bitcoin-Index-Futures und -Optionskontrakte anbieten.

Die Frankfurter Börse ist in keiner Weise ein Neuling im Bereich Krypto. Im Jahr 2021 hat sie mit ihrer digitalen Börse, die Deutsche Börse Xetra, das Litecoin-Exchange-Traded Product (ETP) der Londoner ETC Group notiert.


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Spanien eröffnet erstmals Verfahren wegen Verstoß gegen Krypto-Werbevorschriften

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Die spanische Finanzaufsichtsbehörde CNMV hat ihr erstes Verfahren wegen Verstoßes gegen Krypto-Werberegeln im Land eröffnet.

Wie aus einer entsprechenden Pressemitteilung vom 8. November hervorgeht, hat die CNMV im September und November 2022  ein „Sanktionsverfahren“ gegen die Miolos S.L. wegen zweier „massiver“ Werbekampagnen eingeleitet.

Die Behörde wirft Miolos vor, die neuen Regulierungsvorschriften für Krypto-Werbung aus der CNMV-Leitlinie vom Januar 2022 nicht eingehalten zu haben. Konkret habe das Unternehmen keine Risikowarnungen veröffentlicht und seine Kampagnen vorab nicht zur Genehmigung bei der CNMV eingereicht. Die Leitlinie verpflichtet Unternehmen, Werbematerialien mindestens zehn Tage vor Veröffentlichung zur Prüfung einzureichen.

According to the press release, this is the first time CNMV opened sanctioning proceedings for noncompliance with crypto promotion regulations “to remind the public of the need to follow and respect them.” The Spanish regulator also reiterated the right of Miolos to defend itself against allegations.

Laut Pressemitteilung ist dies das erste Mal, dass die CNMV ein Sanktionsverfahren wegen Nichteinhaltung der Krypto-Werberegeln eröffnet hat, „um die Öffentlichkeit an die Notwendigkeit zu erinnern, dass diese zu befolgen und zu respektieren sind“. Die spanische Aufsichtsbehörde bekräftigte allerdings auch das Recht von Miolos, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen.

Spanien hat erklärt, dass es den ersten umfassenden Krypto-Rahmen der Europäischen Union (EU), Markets in Crypto-Assets (MiCA), noch früher als die eigentliche Frist für die EU-Mitgliedstaaten umsetzen will, um Rechtssicherheit und Anlegerschutz zu gewährleisten.

Bis dahin kann das Land beim Einstieg in die Aufsicht von Krypto-Werbung erste Schlussfolgerungen aus dem mahnenden Beispiel des Vereinigten Königreichs ziehen, denn hier hat der Eifer der Regulierungsbehörden, Verstöße gegen die Krypto-Werberegeln zu verfolgen, zu einer massiven Unfähigkeit der Krypto-Unternehmen bei deren Einhaltung geführt und den Rückzug mehrerer großer internationaler Akteure vom britischen Markt zur Folge gehabt.

Die Financial Conduct Authority (FCA) musste auf Grund dessen zunächst die technischen Fristen für die Einhaltung bis 2024 verlängern und dann eine zusätzliche Leitlinie herausgeben, um die Compliance-Anforderungen noch einmal zu verdeutlichen.


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Schweizer Krypto-Bank SEBA bekommt „wichtige“ Zulassung für Hongkong

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Die in der Schweiz ansässige Kryptobank SEBA Bank ist das jüngste Krypto-Unternehmen, das eine Lizenz der Hong Kong Securities and Futures Commission (SFC) erhalten hat.

Die Hongkonger Tochtergesellschaft SEBA Hong Kong erhielt nun die entsprechende behördliche Genehmigung, um eine Reihe von kryptobezogenen Dienstleistungen in der Region anzubieten. Den auf der SFC-Website verfügbaren Daten zufolge erhielt SEBA die Lizenz am 3. November.

Lizenzstatus der SEBA Bank bei der Hongkonger SFC. Quelle: SFC

Die Lizenz ermöglicht SEBA den Handel und Vertrieb aller Wertpapiere, einschließlich für Finanzprodukte mit Bezug zu digitalen Vermögenswerten wie außerbörsliche (OTC) Derivate. Die Lizenz stellt SEBAs ersten Schritt in den asiatisch-pazifischen Raum dar.

SEBA eröffnete im November 2022 erstmals ein Büro in Hongkong, um seine Dienstleistungen in der Region zu erweitern, und erhielt im August 2023 eine grundsätzliche Genehmigung der SFC für das Angebot von Handelsdienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte. Außerhalb der Schweiz ist SEBA auch in Abu Dhabi aktiv.

The SFC license will also allow SEBA to offer advice on securities and digital assets and conduct asset management for discretionary accounts in traditional and digital assets. The license will also allow the Swiss firm to offer its services to Institutional and professional investors, including corporate treasuries, funds, family offices and high-net-worth individuals.

Die SFC-Lizenz erlaubt der SEBA auch, Beratung zu Wertpapieren und digitalen Vermögenswerten zu bieten und Vermögensverwaltung für diskretionäre Konten in traditionellen und digitalen Vermögenswerten durchzuführen. Die Lizenz genehmigt dem Schweizer Unternehmen zudem, seine Dienstleistungen sowohl institutionellen als auch professionellen Anlegern anzubieten, darunter Firmenkunden, Fonds, Family Offices und vermögende Privatpersonen.

In an official statement, Franz Bergmueller, the CEO of SEBA, said that Hong Kong has been at the center of the crypto economy since Bitcoin (BTC) was invented, and the bank is happy to become a part of the Hong Kong digital asset economy. He added:

In einer offiziellen Erklärung betonte Franz Bergmueller, der CEO von SEBA, dass Hongkong seit der Erfindung von Bitcoin (BTC) im Zentrum der Krypto-Ökonomie stehe und die Bank nicht zuletzt deshalb froh sei, Teil der Hongkonger Digital Asset Economy zu werden. Er fügte hinzu:

„Das robuste Rechtssystem dieser Region bietet eine solide Grundlage für die Erbringung von Krypto-Dienstleistungen. Diese regulatorische Klarheit kommt nicht nur unserem Geschäft zugute, sondern stärkt auch Hongkongs Status als globaler Finanzdienstleistungsstandort, der eine Vielzahl von Marktführern im Bankwesen, in der Vermögensverwaltung und an den Kapitalmärkten beheimatet.“

In 2023, Hong Kong marked its presence in the global crypto economy by setting up favorable regulations for crypto companies to flourish. The city has set up a rigorous license regime, making way for only a selected few platforms to offer its services to both international and retail customers. Out of nearly 100 firms that showed interest in opening branches in Hong Kong when the government announced licensing, only a handful managed to secure approval.

Im Jahr 2023 markierte Hongkong seine Präsenz in der globalen Kryptowirtschaft durch die Einführung günstiger Vorschriften für Krypto-Unternehmen. Die Stadt hat ein strenges Lizenzsystem eingeführt, das nur wenigen ausgewählten Plattformen erlaubt, ihre Dienste sowohl internationalen als auch Privatkunden anzubieten. Von den fast 100 Unternehmen, die Interesse an einer Niederlassung in Hongkong bekundeten, als die Regierung die Lizenzierung ankündigte, konnten nur wenige eine Genehmigung erhalten.


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Stablecoins sind „kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel“ – BIZ warnt

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Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), ein Zusammenschluss der Zentralbanken der Welt, kritisiert Stablecoins in ihrem neuesten Forschungsbericht vom 8. November als „kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel“.

In ihrer Begründung erklärt die BIZ, dass Fiat-gedeckte Stablecoins von Januar 2019 bis September 2023 nur 94 % der Zeit ihr Kursverhältnis halten konnten, was signifikant weniger als die in den Whitepapers der Projekte oft versprochenen 100 % sind. Das Kursverhältnis für Krypto-gedeckte und Commodity-gedeckte Stablecoins lag mit 77 % bzw. 50 % sogar noch deutlich niedriger.

„Nur sieben Fiat-gedeckte Stablecoins konnten ihre Abweichungen vom Kurs über 97 % ihrer Lebensdauer unter 1 % halten“, wie die BIZ feststellt. Sowohl Tether (USDT) und USD Coin (USDC) erfüllten diesen Prüfungsstandard. „Alle anderen Fiat-gedeckten Stablecoins haben jedoch vorübergehend häufiger und mit viel größeren Abweichungen ihre Kursbindung verloren“, so das Finanzinstitut weiter.

Die BIZ warnt auch davor, dass einige Stablecoin-Emittenten keine unabhängigen Wirtschaftsprüfer beauftragen, um ihre Reserven zu prüfen, und dass die Reserveberichte derjenigen, die dies tun, oft keinem einheitlichen Berichtsstandard folgen. „Aufgrund dieses Mangels an Klarheit ist es unklar, ob diese Stablecoins in der Lage wären, die Stablecoins der Nutzer auf Nachfrage zum Paritätkurs umzutauschen, und welche finanziellen Stabilitätsfolgen ein potenzieller Run hätte“, so die BIZ.

Im März koppelte sich der USDC von Circle kurzzeitig um über 10 % von seinem Wechselkurs von 1:1 zum US-Dollar ab, nachdem Teile von dessen Reserveeinlagen vorübergehend in der zahlungsunfähigen Silicon Valley Bank feststeckten. Der Stablecoin hat seitdem seinen Paritätwert wiederhergestellt.

Im vergangenen Mai brach das 40 Milliarden US-Dollar schwere Terra Luna-Ökosystem zusammen, nachdem der Sicherungsmechanismus für den Stablecoin TerraUSD versagte. Der Vorfall führte kurzzeitig zu einer Abkopplung des Stablecoins Tether, der sich seitdem jedoch ebenfalls wieder erholt hat.




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