Europäische Bankenaufsicht und ESMA stellen Entwürfe für Krypto-Guidelines vor

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Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) und die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) haben am 20. Oktober gemeinsam ein Konsultationspapier mit zwei Entwürfen veröffentlicht. Diese Entwürfe umfassen die Bewertung der Eignung von Mitgliedern des Leitungsorgans und Aktionären oder Mitgliedern, die qualifizierte Beteiligungen an Emittenten von Asset-Referenz-Token (ARTs) und Krypto-Asset-Dienstleistern (CASPs) halten.

Die vorgeschlagenen gemeinsamen Leitlinien für die Bewertung der Eignung von direkten oder indirekten Aktionären oder Mitgliedern, die qualifizierte Beteiligungen an ART- oder CASP-Emittenten halten, bieten den Aufsichtsbehörden einen gemeinsamen Ansatz für die Bewertung ihrer Eignung. Dies umfasst die Erteilung von Genehmigungen für ART- und CASP-Emissionen und die Durchführung aufsichtsrechtlicher Bewertungen für potenzielle Übernahmen.

Die Leitlinien für die Beurteilung der Eignung von Mitgliedern des Leitungsorgans von ART- und CASP-Emittenten bieten standardisierte Kriterien für die Bewertung von ihren Kenntnissen, ihres Fachwissens, ihrer Integrität und ihrer Fähigkeit, ihrer Verantwortung angemessen Zeit zu widmen.

Auszug aus dem gemeinsamen Konsultationspapier. Quelle: European Banking Authority

Die Richtlinien zielen darauf ab, die Integrität des Kryptomarktes und der damit verbundenen Dienstleistungen zu schützen und Vertrauen in sie zu schaffen sowie das Potenzial für Regelanwendungsdiskrepanzen und Arbitrage zu minimieren. Die Konsultationsfrist läuft noch bis zum 22. Januar 2024.

Im Vorgriff auf künftige Vorschriften hat die Bankenaufsichtsbehörde der Europäischen Union Stablecoin-Emittenten aufgefordert, sich freiwillig an bestimmte „Leitprinzipien“ in Bezug auf Risikomanagement und Verbraucherschutz zu halten. Die EBA stellte am 12. Juli ihr erstes Maßnahmenpaket mit Bitte um öffentliches Feedback vor, um die Anforderungen an die MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets) zu klären, die am 30. Juni 2024 in Kraft treten soll.


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Warum das Bitcoin-Halving (BTC) 2024 ganz anders laufen könnte als gedacht

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Die Auswirkungen des Bitcoin-Halvings auf die Kursentwicklung wird oft überschätzt, weshalb das nächste Halving im April laut einem führenden Analysten dieses Mal ganz anders verlaufen könnte als in vorherigen Kurszyklen.

Das Halving, bei dem alle vier Jahre die Anstiegsrate der Umlaufmenge von Bitcoin (BTC) halbiert wird, gilt allgemein als einer der Hauptkatalysatoren für die bisherigen Rekordläufe von BTC.

Obwohl das Narrativ um die „Halbierung“ also positiv ist, garantiert das Ereignis an sich jedoch nicht zwangsläufig einen Anstieg des Bitcoin-Kurses.

Denn wenn das geringere Angebot an neuen BTC nicht von einer entsprechend großen Nachfrage begleitet wird, ist ein Kursanstieg unwahrscheinlich.

Zudem ist das Halving inzwischen ein vorhersehbares Ereignis, d. h. alle Marktteilnehmer können die Verringerung der Angebotsmenge schon im Voraus einpreisen. Der aktuelle Kurs kann die potenziellen Auswirkungen also widerspiegeln, bevor sie überhaupt eintreten.

„Dinge, die wir am meisten erwarten, passieren in der Regel nicht“, wie auch Bloomberg-Analyst Mike McGlone darum mit Blick auf das mit Spannung erwartete Ereignis zu bedenken gibt.

„Und das ist es, was mich beunruhigt. Es herrscht vermeintlicher Konsens“, so der Experte.

Außerdem nimmt mit jeder Halbierung die relative Auswirkung auf die insgesamte Angebotsmenge von Bitcoin ab, bis sie schließlich irgendwann irrelevant ist, wie McGlone mahnt. Veränderungen in der Nachfrage und nicht im Angebot werden daher zum dominierenden Faktor, der den Bitcoin-Kurs tatsächlich beeinflusst.

Wie wird sich also das nächste Bitcoin-Halving auf den Kryptomarkt auswirken? Und wenn nicht das Halving, was sind dann die Katalysatoren hinter den zyklischen Aufwärtsbewegungen von BTC? Antworten auf diese Fragen versuchen wir im neuesten Cointelegraph Report auf YouTube zu geben. Like und Abo nicht vergessen!


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Tether (USDT) will Reserven ab 2024 in Echtzeit offenlegen

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Tether Holdings, der Herausgeber des weltweit größten Stablecoins Tether (USDT), bereitet sich Medienberichten zufolge darauf vor, seine Reserven bald noch deutlicher offenzulegen.

Paolo Ardoino, der Chief Technology Officer und zukünftige CEO von Tether, gab entsprechend bekannt, dass das Krypto-Unternehmen plant, seine Reservedaten ab 2024 in Echtzeit zu veröffentlichen, wie Bloomberg am heutigen 20. Oktober berichtete.

Tether hat bis Redaktionsschluss noch keine Stellungnahme auf Anfrage von Cointelegraph dazu abgegeben.

Laut der Tether-Transparenzseite veröffentlicht und aktualisiert der Stablecoin-Emittent seine Reservendaten aktuell mindestens einmal täglich. Tether veröffentlicht zudem gesonderte monatliche sowie vierteljährliche Berichte über die eigenen Reserven.

Tether-Transparenzseite am 19. Oktober, 2023. Quelle: Tether

Während viele Krypto-Projekte im Jahr 2023 einen Einbruch erleben, hat das USDT emittierende Unternehmen im vergangenen Jahr an Dynamik gewonnen. Laut dem Quartalsbericht für das Q2 von Tether stiegen die Vermögenswerte des Unternehmens sogar um 5,7 % auf 86,5 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen machte dabei mehr als 1 Milliarde US-Dollar an „operativem Gewinn“, was eine Steigerung von 30 % gegenüber dem Vorquartal bedeutet.

Tether hat auch einen Anstieg der Stablecoin-Kredite im Jahr 2023 zu verzeichnen, obwohl das Unternehmen diese Kredite im Dezember 2022 noch auf Null gesenkt hatte.

Laut einem Attest der Wirtschaftsprüfung BDO für das zweite Quartal hat Tether seine Überschussreserven um 850 Mio. US-Dollar erhöht, wodurch sich die Überschussreserven inzwischen auf insgesamt 3,3 Mrd. US-Dollar belaufen. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass es US-Staatsanleihen im Wert von 72 Mrd. USD hat, die von verschiedenen Geldmarktfonds gehalten werden.


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EU-Datenschützer fordern Anonymität für kleine Transaktionen mit digitalem Euro

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Am 18. Oktober gaben der Europäische Datenschutzausschuss und der Europäische Datenschutzbeauftragte eine gemeinsame Erklärung zur Regulierung des digitalen Euro ab, wie von der Europäischen Kommission im Juli 2023 vorgeschlagen. Die Aufsichtsbehörden gaben dabei gleich mehrere Empfehlungen ab, um die Datenschutzstandards Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) der Europäischen Union (EU) zu verbessern.

Die beiden Instanzen schlagen unter anderem vor, das geplante Überprüfungsverfahren für den maximal zulässigen Betrag an digitalen Euro, der auf einem individuellen Konto gehalten werden darf, zu präzisieren. Der aktuelle Entwurf sieht bisher vor, dass die Europäische Zentralbank (EZB) und die nationalen Zentralbanken einen einzigen Zugangspunkt zu den Daten eines jeden Nutzers einrichten können. Beide Behörden empfehlen deshalb, eine Bewertung durchzuführen, um die Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit eines einzigen Zugangspunktes zu bestimmen. Sie betonen, dass der Einsatz technischer Maßnahmen zur dezentralen Speicherung dieser Identifikatoren möglich ist.

Die Regulierungsbehörden weisen auch auf die mangelnde Vorhersehbarkeit des vorgeschlagenen Betrugserkennungs- und -vermeidungsmechanismus der CBDC hin. Sie empfehlen, aus Sicht des Datenschutzes „weniger einschneidende Maßnahmen“ in Betracht zu ziehen.

Die Behörden raten außerdem „dringend“ zur Festlegung einer „Datenschutzschwelle“ unterhalb der Offline- und Online-Transaktionen von geringem Wert nicht im Rahmen der Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung und der Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung erfasst werden müssen. Sie nannten jedoch keinen konkreten Betrag, sondern verwiesen lediglich auf eine mögliche Transaktionsgrenze, die „tägliche Transaktionen von geringem Wert“ abdeckt.

Diese Woche hat der EZB-Rat nach zweijähriger Untersuchungsphase endlich die „Vorbereitungsphase“ für den digitalen Euro angekündigt. Die Vorbereitungsphase wird zwei Jahre dauern und sich auf die Festlegung von Regeln für die europäische Digitalwährung und die Auswahl möglicher Emittenten konzentrieren. Eine tatsächliche Herausgabe ist damit allerdings noch nicht beschlossene Sache.


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FinCEN will Krypto-Mixer zum „Geldwäscheproblem oberster Kategorie“ machen

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Das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums hat nach dem Angriff der Hamas auf Israel vorgeschlagen, das sogenannte Mixen von Kryptowährungen als „Geldwäscheproblem der obersten Kategorie“ einzustufen.

In einer entsprechenden Mitteilung vom 19. Oktober erklärte die FinCEN, sie habe festgestellt, dass „der Prozentsatz der über Krypto-Mixer abgewickelten Krypto-Transaktionen, die aus wahrscheinlich illegalen Quellen stammen, immer mehr zunimmt“. Die FinCEN schlug deshalb vor, inländische Finanzinstitute und Behörden zu verpflichten, „bestimmte Aufzeichnungs- und Meldeanforderungen“ für Transaktionen mit Krypto-Mixern umzusetzen.

„FinCEN erwog den Erlass einer Vorschrift gemäß Abschnitt 311 [des U.S. Patriot Act], die eng auf die Terrorfinanzierung von Hamas und ISIS und/oder von durch Nordkorea unterstützten und mit verbundenen Akteuren ausgerichtet gewesen wäre“, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: „FinCEN kam jedoch zu dem Schluss, dass ein solch eng gefasster Ansatz nicht ausreicht, um die relevanten Risiken anzugehen.“

Der stellvertretende Finanzminister Wally Adeyemo erklärte Medienberichten zufolge, dass die Aufnahme von Krypto-Mixern in die Liste der von der US-Regierung sanktionierten Bereiche darauf abziele, digitale Vermögenswerte zu bekämpfen, die von „staatlich verbundenen Cyber-Akteuren, Cyber-Kriminellen und terroristischen Gruppen“ ausgenutzt würden. Er nannte dabei die Hamas – die Gruppe, die für den Angriff auf Israel am 7. Oktober verantwortlich ist – und den Palästinensischen Islamischen Dschihad – die Organisation, die Israel für einen Angriff auf ein Krankenhaus im Gazastreifen am 17. Oktober verantwortlich macht – als Beispiele für derartige Gruppierungen, die illegal Kryptowährungen verwenden.

Die Mitteilung folgte auf die von US-Parlamentariern geäußerte Besorgnis über terroristische Organisationen, die angeblich mit Kryptowährungen finanziert werden. Am 17. Oktober forderten mehr als 100 Mitglieder des Kongresses die Regierung von US-Präsident Joe Biden auf, „schnell und kategorisch zu handeln, um illegale Krypto-Aktivitäten sinnvoll einzuschränken“. Beamte des Finanzministeriums nahmen am 18. Oktober einen im Gazastreifen ansässigen Krypto-Unternehmer, der angeblich mit der Hamas in Verbindung steht, in ihre Liste der „Specially Designated Nationals“ auf.

Im August 2022 untersagte das Office of Foreign Asset Control (OFAC) des Finanzministeriums US-Bürgern bereits die Nutzung von Tornado Cash, nachdem es zuvor mehrere Wallet-Adressen, die mit dem Mixer in Verbindung stehen, auf seine Liste der „Specially Designated Nationals“ gesetzt hatte. Das Vorgehen der Behörde löste eine Klage von sechs Personen aus, die von der Kryptobörse Coinbase unterstützt wurden. Im August 2023 entschied ein Bundesrichter in einem ersten Urteil allerdings, dass das Finanzministerium innerhalb seiner Befugnisse gehandelt hatte.

Laut FinCEN hat die Öffentlichkeit nach der Veröffentlichung im Federal Register 90 Tage Zeit, sich zu dem neuen Mixer-Vorschlag zu äußern. Die Behörde wird also wahrscheinlich erst noch alle Rückmeldungen prüfen, ehe sie die vorgeschlagene Richtlinie in Kraft setzt.


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SEC lässt Klagen gegen Ripple-Chef Garlinghouse und Mitgründer Larsen überraschend fallen

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Die Anwälte der US-Börsenaufsicht SEC haben angekündigt, dass sie ihre Klagen gegen den Ripple-Chef Brad Garlinghouse und den Ripple-Mitgründer Chris Larsen gänzlich fallen lassen werden.

Wie aus einem entsprechenden Antrag beim US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York überraschend bekanntwurde, teilte die SEC dem Gericht am 19. Oktober mit, dass sie mit den an ihrem Verfahren gegen Ripple beteiligten Privatpersonen „die Niederlegung der Klage vereinbart hat“, was darauf schließen lässt, dass es wohl nicht mehr zu einem Prozess kommen wird. Aus dem Antrag ging jedoch nicht hervor, ob die SEC auch ihre Zivilklage gegen Ripple selbst, die erstmals im Jahr 2020 eingereicht wurde, fallen lässt.

„Die SEC und Ripple beabsichtigen, sich zu treffen und über einen möglichen Zeitplan für das Briefing in Bezug auf die anstehende Frage in diesem Fall zu beraten – welche Maßnahmen gegen Ripple für die Verstöße wegen der unrechtmäßigen institutionellen Verkäufe von XRP angemessen sind – und bitten höflich um eine Frist bis zum 9. November 2023, um dem Gericht einen solchen Zeitplan vorzuschlagen oder, falls sich die Parteien nicht einigen können, einen Zeitplan für das Briefing beim Gericht zu beantragen“, wie es in dem Antrag dahingehend heißt.

Als Reaktion auf den Antrag bezeichnete Stuart Aldeorty, Chief Legal Officer von Ripple, den jüngsten Schritt als „Kapitulation der SEC“ und nicht als Vergleich. Das Krypto-Unternehmen veröffentlichte auch eine Erklärung, in der es die Entscheidung der SEC ebenfalls eine „erstaunliche Kapitulation“ nannte.

„Chris und ich […] wurden von der SEC in einem rücksichtslosen Versuch ins Visier genommen, uns persönlich und das Unternehmen zu ruinieren, an dessen Aufbau so viele über ein Jahrzehnt lang hart gearbeitet haben“, wie Garlinghouse in einem eigenen Beitrag vom 19. Oktober auf X (früher Twitter) kommentierte.

Die Rechtsstreits der SEC gegen Ripple begannen im Dezember 2020, als die Börsenaufsicht jeweils Klage gegen Garlinghouse und Larsen sowie das Unternehmen wegen des unrechtmäßigen Verkaufs der firmeneigenen Kryptowährung XRP einreichte, die die in den Verfahren als Wertpapier einstufte. Im Juli entschied ein Bundesrichter allerdings, dass XRP kein Wertpapier ist, wenn es an Kleinanleger verkauft wird.

Es ist unklar, warum die SEC die Anklagen gegen Garlinghouse und Larsen nach fast drei Jahren plötzlich fallen gelassen hat, da der Prozess eigentlich bereits für April 2024 angesetzt ist. Katherine Kirkpatrick, die Chief Legal Officer von Cboe Digital, spekulierte, dass dies darauf hindeuten könnte, dass die SEC plant, gegen das Urteil zur Einstufung von XRP Berufung einzulegen – ein Schritt, der wohl sonst bis zum Abschluss der Prozesse hätte warten müssen.

Die SEC hat weitere Verfahren gegen hochrangige Persönlichkeiten aus der Kryptobranche anhängig, darunter der ehemalige CEO von Celsius, Alex Mashinsky, und der ehemalige CEO von FTX, Sam Bankman-Fried. Der Strafprozess gegen Mashinsky soll im September 2024 beginnen, während der Prozess gegen Bankman-Fried voraussichtlich am 26. Oktober fortgesetzt wird. Die Kommission hat auch Zivilklagen gegen die Kryptobörsen Binance und Coinbase eingereicht.




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Bitcoin (BTC) bleiben unberührt, weitere Investitionen in KI

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Der Elektrofahrzeughersteller Tesla hat das fünfte Quartal in Folge keine Änderungen an seinen beträchtlichen Bitcoin (BTC) Beständen vorgenommen. Allerdings hat das Unternehmen unterdessen weitere Mittel in die Verdoppelung seiner Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) investiert.

Die am 18. Oktober veröffentlichten Zahlen von Tesla für das dritte Quartal 2023 zeigen, dass das Unternehmen zum 30. September digitale Vermögenswerte im Wert von 184 Millionen US-Dollar besaß – nur noch ein Bruchteil der Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar, die es ursprünglich im März 2021 gekauft hatte.

Die jüngsten Quartalsergebnisse bedeuten, dass das Unternehmen seit dem Verkauf von rund 75 % seiner Bestände im zweiten Quartal 2022, als es 936 Millionen US-Dollar für mehr als 30.000 BTC erhielt, weder Bitcoin gekauft noch verkauft hat.

Auszug aus den Quartalszahlen für das Q3 2023 von Tesla, digitale Vermögenswerte hervorgehoben. Quelle: Tesla

Auf der anderen Seite meldete Tesla wiederum, dass es seine Rechenleistung für die eigenen KI-Projekte „mehr als verdoppelt“ habe. Als Gründe nannte das Unternehmen einen wachsenden Trainingsdatensatz und die Umstellung des Trainings seines humanoiden Roboters Optimus auf KI anstelle von kodierter Software.

„Wir haben einen der größten Supercomputer der Welt in Betrieb genommen, um das Tempo unserer KI-Entwicklung zu beschleunigen, wodurch sich die Rechenkapazität gegenüber dem zweiten Quartal mehr als verdoppelt hat.“

Tesla verfehlte im dritten Quartal mit einem Gesamtumsatz von 23,35 Mrd. US-Dollar die Prognosen der Wall Street. Dies entspricht zwar einem Anstieg von fast 9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, verfehlte aber dennoch die Schätzung von Zacks Investment Research von 24,38 Mrd. US-Dollar.

Auch die Gewinnprognose wurde verfehlt: Der ausgewiesene Gewinn pro Aktie (EPS) lag bei 0,66 US-Dollar gegenüber der Zack-Schätzung von 0,72 US-Dollar EPS.

Die gesamten betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im dritten Quartal auf 2,41 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von mehr als 13 % gegenüber dem letzten Quartal und von 42,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten von Tesla beliefen sich im Quartal auf 1,16 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 58 % gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen führte den Anstieg dabei allen voran auf seinen „Cybertruck, KI und verschiedene Forschungprojekte“ zurück.

Tesla-Aktie im Sinkflug. Quelle: Google Finance

Die Tesla-Aktien fiel im Tagesverlauf um fast 4,8 % und schloss bei 242,68 US-Dollar. Im nachbörslichen Handel rutschte sie laut Google Finance dann noch um weitere 4,25 % auf 232,37 US-Dollar.


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Finnlands Zentralbank arbeitet an neuen Zahlungsformen, digitaler Euro auch im Blick

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Die Bank von Finnland (BOF) koordiniert die Entwicklung einer finnischen Sofortzahlungslösung, die mit europäischen Standards kompatibel ist, wie Tuomas Välimäki, Vorstandsmitglied der BOF und Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB), am 19. Oktober entsprechend bekanntgegeben hat.

Välimäki erklärte in diesem Zusammenhang, dass die finnische Zentralbank die Entwicklung neuer Zahlungsformen aktiv fördert. Der Zentralbanker bezeichnete den digitalen Euro dabei als „das aktuellste Projekt“ im europäischen Zahlungssektor:

„Die mögliche Einführung eines digitalen Euro würde den Verbrauchern die Möglichkeit geben, überall dort, wo elektronische Zahlungen akzeptiert werden, mit Zentralbankgeld zu bezahlen.“

Laut Välimäki sind die Bank von Finnland und der Europäische Zahlungsverkehrsausschuss auch an der Entwicklung einer finnischen Lösung für Sofortzahlungen beteiligt. Diese Zahlungslösung wird auf Überweisungen basieren und nicht von der Infrastruktur für Kartenzahlungen abhängig sein.

Im Februar 2023 veröffentlichte das finnische Unternehmen Membrane Finance bereits einen vollständig durch den Euro gedeckten Stablecoin. Der CEO von Membrane Finance, Juha Viitala, äußerte damals die Hoffnung, dass der regulierte EUROe-Stablecoin mehr Europäer ermutigen würde, ihr Vermögen in Dezentrale Finanzdienstleistungen (DeFi) anzulegen.

Am 18. Oktober gab der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) zudem den Beginn der „Vorbereitungsphase“ für den digitalen Euro bekannt. Die Vorbereitungsphase wird zwei Jahre dauern und sich auf die Festlegung von Regeln für die digitale Währung und die Auswahl möglicher Emittenten konzentrieren. Über eine tatsächliche Herausgabe ist damit jedoch noch nicht endgültig entschieden.


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Bitpanda sichert sich Krypto-Lizenz in Norwegen zur Expansion in Europa

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Bitpanda, eine der größten europäischen Kryptobörsen mit Sitz in Wien, ist eines der ersten ausländischen Unternehmen, das in Norwegen eine Lizenz als Anbieter für virtuelle Vermögenswerte (VASP) erhalten hat. Die entsprechende Ankündigung erfolgte am 19. Oktober auf dem offiziellen X-Konto (früher Twitter) des Unternehmens.

Bitpanda verfügt über ähnliche Lizenzen in einer Reihe von europäischen Ländern, darunter Österreich, Deutschland, Frankreich, Tschechien und Schweden. Laut dem stellvertretenden CEO von Bitpanda, Lukas Enzersdorfer-Konrad, markiert die Registrierung in Norwegen einen weiteren Schritt in der Expansion des Unternehmens innerhalb von Europa:

„Es ist offensichtlich, dass wir in Europa eine Investitionsplattform brauchen, der wir vertrauen können. Bei Bitpanda haben wir uns vorgenommen, diese Plattform zu sein. In den letzten 12 Monaten waren wir der einzige europäische Anbieter, der Lizenzen in Deutschland, Schweden und Norwegen erhalten hat. Wir haben inzwischen mehr als 4 Millionen Nutzer und ermöglichen es Europas führenden Finanzinstituten und Neobanken, digitale Assets anzubieten.“

Im Mai 2023 signalisierte Norwegen, das außerhalb der Europäischen Union bleibt, dass es bei der Regulierung von Krypto-Vermögenswerten seinen eigenen Weg gehen könnte. In ihrem Jahresbericht gab die Zentralbank des Landes zu bedenken, dass die bevorstehende EU-weite Regulierung Markets in Crypto-Assets (MiCA) „möglicherweise nicht allen regulatorischen Erfordernissen im Bereich Krypto gerecht wird“.

Unterdessen haben einige große Kryptobörsen weiterhin Probleme mit den europäischen Regulierungsbehörden. Im September beschloss das in New York ansässige Unternehmen Gemini, sich aus den Niederlanden zurückzuziehen und begründete dies mit der Unfähigkeit, die Anforderungen der Regulierungsbehörden zu erfüllen. Derartige Probleme betreffen jedoch nicht nur den Bereich der Europäischen Union. So hat die Finanzmarktaufsichtsbehörde von Großbritannien, die Financial Conduct Authority, kürzlich 143 neue Unternehmen auf die Warnliste der nicht registrierten Vermögensanbieter gesetzt.




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Coinbase wählt Irland als europäischen Hauptsitz aus

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Die in den USA ansässige Kryptobörse Coinbase verstärkt ihre Präsenz in Europa und hat Irland offiziell als ihren europäischen Hauptsitz auserkoren.

Coinbase hat Irland als Standort für seine Niederlassung in der Europäischen Union (EU) gewählt, um den wichtigen kommenden europäischen Krypto-Regulierungsrahmen, bekannt als die Markets in Crypto-Assets (MiCA), einzuhalten, teilte das Unternehmen am 19. Oktober gegenüber Cointelegraph mit.

Dank der MiCA, die voraussichtlich Ende 2024 in Kraft treten wird, kann Coinbase mit der EU eine der größten Volkswirtschaften der Welt mit 450 Millionen Menschen in 27 Ländern unter einem einzigen regulatorischen Rahmen und mit einer nationalen Aufsichtsbehörde bedienen, wie das Unternehmen in seiner Ankündigung erklärte.

Derzeit verfügt Coinbase über eine Lizenz für E-Geldinstitute und eine Registrierung als Virtual Asset Service Provider (VASP) in Irland, eine Krypto-Lizenz in Deutschland und mehrere nationale Registrierungen in anderen EU-Mitgliedstaaten.

„Wir freuen uns, Irland als unseren MiCA-Hub ausgewählt zu haben. Irland hat ein unterstützendes politisches Umfeld für Fintech-Unternehmen sowie eine weltweit angesehene Regulierungsbehörde“, so Daniel Seifert, Vice President und Regional Managing Director von Coinbase EMEA. Dem fügte er an:

„Irland ist ein führendes Land in diesem Bereich, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden in Irland, Deutschland und darüber hinaus, um mit der Einführung von MiCA das volle Potenzial dieser Branche auszuschöpfen.“

Nana Murugesan, der Coinbase-Vizepräsident für internationale und geschäftliche Entwicklung, betonte bereits im Dezember 2022, dass die politische Einigung der Europäischen Union auf die MiCA der wohl bedeutendste regulatorischen Gesetzesrahmen für Krypto auf der ganzen Welt ist. Die Führungskraft bekräftigte in diesem Zusammenhang auch, dass die VASP-Registrierung von Coinbase in Irland den Willen des Unternehmens hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit der irischen Zentralbank demonstriert.

Coinbase hat aktiv daran gearbeitet, sein Dienstleistungsangebot in Europa im Jahr 2023 zu erweitern, während es daheim mit erheblichen regulatorischen Unsicherheiten konfrontiert war. Die Expansionsbemühungen wurden noch weiter beschleunigt, nachdem die US-Börsenaufsicht SEC die Handelsplattform im Juni 2023 verklagt hat. Im September sicherte sich Coinbase eine Anti-Geldwäsche-Registrierung (AML) von der spanischen Zentralbank, die es dem Unternehmen ermöglichte, seine Dienste für private und institutionelle Anleger in Übereinstimmung mit den Gesetzen des Landes anzubieten.


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