EU will Krypto-Schlipflöcher für Russland vollumfänglich schließen

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Die Europäische Union steht kurz vor der Verabschiedung eines neuen Sanktionspakets, mit dem Lücken geschlossen werden sollen, die es Russland laut offiziellen Angaben ermöglicht haben, bestehende Beschränkungen mithilfe von Kryptowährungen zu umgehen.

Die EU strebt im Rahmen des bevorstehenden 20. Sanktionspakets ein „Verbot aller Kryptowährungstransaktionen mit Russland“ an, berichtete die Financial Times am Dienstag.

Im Gegensatz zu früheren Maßnahmen, die sich gegen mit Russland verbundene Unternehmen richteten, die aus bereits sanktionierten Plattformen hervorgegangen waren, sind die neu vorgeschlagenen Maßnahmen umfassender und darauf ausgerichtet, das Krypto-Schlupfloch für Russland vollständig zu schließen.

„Jede weitere Auflistung einzelner Krypto-Asset-Dienstleister […] dürfte daher zur Gründung neuer Unternehmen führen, um diese Auflistungen zu umgehen“, heißt es in einem internen Dokument der Europäischen Kommission zu den vorgeschlagenen Sanktionen, das von der FT zitiert wird.

Brüssel will Schlupflöcher für Russland schließen

Während das neue Sanktionspaket noch finalisiert wird und voraussichtlich am 24. Februar verabschiedet wird, erklärte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, letzte Woche, dass die Maßnahmen gegen 20 weitere russische Regionalbanken sowie mehrere Banken in Drittländern gerichtet sein würden.

Unter den ausländischen Kreditgebern hat die EU laut einem Bericht von Reuters vom Montag vorgeschlagen, zwei kirgisische Banken, Keremet und OJSC Capital Bank of Central Asia, sowie Banken in Laos und Tadschikistan mit Sanktionen zu belegen. Im Falle einer Genehmigung würden den aufgeführten Instituten Transaktionen mit Personen und Unternehmen aus der EU untersagt.

„Um sicherzustellen, dass die Sanktionen ihre beabsichtigte Wirkung erzielen, verbietet [die EU] die Zusammenarbeit mit Anbietern von Krypto-Asset-Dienstleistungen oder die Nutzung von Plattformen, die den Transfer und den Austausch von Krypto-Assets ermöglichen und in Russland ansässig sind“, heißt es dem Verlautbaren zufolge in dem Dokument der Kommission.

Sanktionierter A7A5 etabliert sich als großer Stablecoin, oder doch nicht?

Der Bericht deutet darauf hin, dass die Maßnahmen möglicherweise auf die mit Russland verbundene Zahlungsplattform A7 und ihre an den Rubel gekoppelte Stablecoin A7A5 abzielen. Der Betreiber hat allerdings bestritten, die Umgehung von Sanktionen zu erleichtern, und bezeichnet solche Behauptungen als politisiert und nicht durch Beweise gestützt.

Trotz mehrerer Sanktionsrunden entwickelte sich A7A5 laut Daten von CoinMarketCap und DefiLlama im Jahr 2025 zu einem der am schnellsten wachsenden Nicht-Dollar-Stablecoins nach Marktwert.

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Die größten Stablecoins nach Marktkapitalisierung. Quelle: DefiLlama

Einige Analysten stellten jedoch die Zuverlässigkeit der gemeldeten Aktivitäten des Tokens in Frage.

Das Blockchain-Analyseunternehmen Global Ledger gab an, Muster identifiziert zu haben, die mit Wash Trading übereinstimmen und möglicherweise das Volumen von A7A5 aufgebläht und die Nachfrage simuliert haben. Global Ledger äußerte wiederum Zweifel an der Fähigkeit der EU, Krypto-Transaktionen mit Russland vollständig zu beschränken.

Umsetzbarkeit der Krypto-Sanktionen fraglich

„Der jüngste Schritt der EU, ein generelles Verbot für russische Krypto-Aktivitäten zu verhängen – insbesondere für den Stablecoin A7A5 – verdeutlicht ein grundlegendes Missverständnis der dezentralen Liquidität“, erklärte Lex Fisun, Mitbegründer und CEO von Global Ledger, gegenüber Cointelegraph.

Fisun erklärte, dass die Inhaber von Token wie A7A5 diese über autonome On-Chain-Liquiditätspools in weltweit gehandelte Stablecoins umtauschen können, ohne auf zentralisierte Zwischenhändler angewiesen zu sein, die Compliance-Prüfungen durchführen.

Sobald Vermögenswerte über große globale Börsen und Liquiditätszentren transferiert werden, kann es zunehmend schwieriger werden, die Transaktionshistorien nachzuvollziehen, sagte er und fügte hinzu:

„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es technisch unmöglich, diese Gelder von legitimen Marktaktivitäten zu unterscheiden […]. Um ein solches Verbot durchzusetzen, müssten die europäischen Börsen im Grunde genommen alle Ströme aus den großen globalen Handelszentren blockieren, was den legitimen Kryptomarkt lahmlegen würde.“

Während Sanktionen zwar erfolgreich sein mögen, russische Unternehmen von regulierten europäischen Plattformen abzuschneiden, bleibt die dezentrale Infrastruktur laut Fisun resistent gegen direkte Zensur, sodass eine vollständige technische Blockade unwahrscheinlich ist.

Diese Entwicklungen finden statt, während Russland die eigene nationale Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten vorantreibt. Am Dienstag verabschiedeten russische Gesetzgeber in dritter Lesung ein Gesetz, das das Verfahren zum Einfrieren und Beschlagnahmen digitaler Währungen festlegt.

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XRP DEUTSCHLAND – XRP mit Abstand Nr. 1?! Wie investiert Österreich?! Vienna VLOG

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Bluechiip Aktie: Totalverlust besiegelt


News von Trading-Treff.de

Für die Aktionäre von Bluechiip Limited herrscht nun endgültige Gewissheit. Nach dem Delisting von der australischen Börse und der abgeschlossenen Liquidation steht fest, dass Investoren leer ausgehen werden. Das einstige Versprechen einer revolutionären Tracking-Technologie für Bio-Proben endet in der Zahlungsunfähigkeit.

Das Ende an der ASX

Die Bluechiip-Aktie wurde bereits Ende August 2025 vom Handel an der Australian Securities Exchange (ASX) ausgeschlossen. Dieser Schritt markierte den Schlusspunkt eines Abwicklungsprozesses, der im Juli desselben Jahres mit dem Gang in die Liquidation begann. Sämtliche Vermögenswerte des Unternehmens wurden in der Folge veräußert.

Allerdings reichten die Erlöse aus dem Verkauf nicht aus, um alle Forderungen zu decken. Für unbesicherte Gläubiger bleibt kein Spielraum für Dividendenzahlungen. Auch Aktionäre müssen sich damit abfinden, dass ihre Anteile wertlos sind und keinerlei Rückzahlungen erfolgen.

Technologischer Ansatz gescheitert

Bluechiip spezialisierte sich auf drahtlose Tracking-Systeme für biologische Proben in extremen Umgebungen wie der Kryokonservierung. Die patentierte MEMS-Technologie sollte herkömmliche Barcodes oder RFID-Chips ersetzen und die Überwachung von Stammzellen oder Blutreserven verbessern. Trotz dieser technologischen Nische gelang es dem Unternehmen nicht, ein finanziell tragfähiges Geschäftsmodell zu etablieren.

Mit dem Verstreichen der letzten Berichtsfristen im Oktober 2025 ist das Kapitel Bluechiip für den Kapitalmarkt abgeschlossen. Es sind keine weiteren operativen Tätigkeiten oder finanzielle Berichte zu erwarten, die den Status der ehemaligen Aktie verändern könnten.

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Niederländisches Parlament verabschiedet umstrittenes Steuergesetz

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Niederländisches Parlament verabschiedet umstrittenes Steuergesetz

Das neue Steuergesetz, das eine beträchtliche Steuer auf Sparvermögen aller Art vorsieht, wurde in den Niederlanden nun in erster Instanz verabschiedet.


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Amazon Aktie: Smartphone und KI-Chips


News von Trading-Treff.de

Ein neues Smartphone und ein Milliarden-Deal mit Nvidia — Amazon meldet sich gleich mit zwei Nachrichten zu Wort, die zeigen, wie weit das Unternehmen seine Ambitionen in der KI-Ära steckt. Beide Entwicklungen haben eines gemeinsam: Sie kosten viel Geld, und genau das beschäftigt Anleger derzeit.

Rückkehr ins Smartphone-Geschäft

Unter dem Codenamen „Transformer“ entwickelt Amazon intern ein neues Smartphone, das Alexa ins Zentrum der Nutzererfahrung rückt. Laut einem Reuters-Bericht leitet J Allard das Projekt — ein ehemaliger Microsoft-Manager, der einst Xbox und Zune auf den Markt brachte. Das Gerät soll tief in Amazons Shopping-, Streaming- und Smart-Home-Dienste integriert sein und personalisierte Erlebnisse über Prime Video, Prime Music und den Amazon-Shop bieten.

Das Vorhaben erinnert unweigerlich an das Fire Phone, das Amazon 2014 mit großem Aufwand lancierte und wenig später mit erheblichen Abschreibungen einstellen musste. Der Markt ist seitdem nicht einfacher geworden: Apple hält aktuell rund 31,5 Prozent der weltweiten Smartphone-Auslieferungen, Samsung 21,4 Prozent. Zudem erwartet die International Data Corporation für 2026 den stärksten Rückgang bei Smartphone-Auslieferungen aller Zeiten — ein Minus von 13 Prozent, getrieben durch steigende Speicherchip-Preise. Konkrete Details zu Preis oder Markteinführung des „Transformer“ gibt es bislang nicht.

Nvidia liefert eine Million GPUs an AWS

Parallel dazu bestätigte Nvidia-Vizepräsident Ian Buck gegenüber Reuters einen umfangreichen Liefervertrag: Bis 2027 soll Amazon Web Services eine Million Grafikprozessoren erhalten, beginnend noch in diesem Jahr. Der Deal umfasst neben den GPUs auch Spectrum-Netzwerkchips und ConnectX-Systeme zur Beschleunigung des Datentransfers in Rechenzentren. Hinzu kommen neuere Nvidia-Chips, die speziell für KI-Inferenz — also die Echtzeit-Ausgabe trainierter Modelle — ausgelegt sind. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.

Der Vertrag fügt sich in eine Wachstumsgeschichte ein, die AWS gerade schreibt. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Cloud-Arm um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr — das stärkste Tempo seit 13 Quartalen — und erreichte eine annualisierte Umsatzrate von 142 Milliarden Dollar. CEO Andy Jassy hatte intern sogar ein langfristiges Potenzial von 600 Milliarden Dollar jährlicher AWS-Erlöse in Aussicht gestellt.

Investitionen belasten den freien Cashflow

Das Wachstum hat seinen Preis. Amazon investiert massiv: Für 2026 sind Kapitalausgaben von rund 200 Milliarden Dollar geplant, überwiegend für AWS-Infrastruktur. Der freie Cashflow fiel in den vergangenen zwölf Monaten auf 11,2 Milliarden Dollar — nach 38,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang erklärt sich fast vollständig durch einen Anstieg der Investitionsausgaben um 50,7 Milliarden Dollar.

Die Amazon-Aktie notiert seit Jahresbeginn rund acht Prozent im Minus und liegt damit deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Starke Umsatz- und Gewinnzahlen — der Nettoumsatz stieg 2025 um zwölf Prozent auf 716,9 Milliarden Dollar, der Nettogewinn sogar um 31 Prozent auf 77,7 Milliarden Dollar — konnten die Skepsis gegenüber dem Investitionsvolumen bislang nicht vollständig zerstreuen. Ob das Smartphone-Projekt die Ausgabenlast weiter erhöht, hängt davon ab, welche Form „Transformer“ letztlich annimmt.

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Roundhill beantragt „bahnbrechende“ ETFs auf Krypto-Wetten

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Der US-amerikanische ETF-Emittent Roundhill Investments hat bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Antrag auf Auflegung von sechs börsengehandelten Fonds (ETFs) gestellt, die an Wetten zum Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen 2028 gekoppelt sind.

ETF-Analyst Eric Balchunas betonte am Samstag in einem X-Beitrag, dass die ETF-Produkte, sofern sie genehmigt würden, „potenziell bahnbrechend“ wären.

„Das eröffnet enorme Möglichkeiten für alle möglichen Dinge“, sagte Balchunas und fügte hinzu, dass die Nutzung von Prognosemärkten zwar einfach sei, ETFs jedoch „noch viel einfacher“.

Roundhill Investments hat am Freitag bei der US-Börsenaufsicht SEC die Zulassung für sechs ETF-Produkte beantragt, mit denen Anleger auf den Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen 2028 spekulieren können.

„Um sein Anlageziel zu erreichen, investiert der Fonds in eine einzigartige Art von Derivaten, die als Ereignisverträge bezeichnet werden, oder strebt ein Engagement in diesen an“, heißt es in der Anmeldung.

Zu den ETFs gehören der Roundhill Democratic President ETF, der Roundhill Republican President ETF, der Roundhill Democratic Senate ETF, der Roundhill Republican Senate ETF, der Roundhill Democratic House ETF und der Roundhill Republican House ETF.

Roundhill warnt ausdrücklich vor Risiken

In dem Antrag heißt es, dass das Ziel des an den Wahlausgang gekoppelten ETF darin besteht, „Kapitalzuwachs“ zu erzielen, aber es wird gleichsam davor gewarnt, dass die anderen fünf ETFs fast ihren gesamten Wert verlieren könnten.

Quelle: Eric Balchunas

„Diese Konvergenz wird zu einem plötzlichen und erheblichen Anstieg oder Rückgang des Nettoinventarwerts des Fonds führen, was unter anderen Anlageprodukten einzigartig ist“, heißt es in dem Schreiben.

In der Einreichung wurden Anleger auch darauf hingewiesen, dass sich die US-Vorschriften für derartige Verträge aktuell noch „in der Entwicklung befinden“ und dass jede Änderung der Klassifizierung oder „Einschränkung“ von Veranstaltungsverträgen Auswirkungen auf den Fonds haben kann.

„Verträge über politische Ereignisse sind Gegenstand verstärkter behördlicher Kontrollen und Debatten, und die Aufsichtsbehörden könnten zu dem Schluss kommen, dass einige oder alle dieser Verträge eingeschränkt, ausgesetzt, geändert oder verboten werden sollten“, heißt es in der Meldung. Investoren, die sich mit der regulatorischen Unsicherheit nicht wohlfühlen, sollten den Kauf deshalb vermeiden.

CFTC zeigt sich offen für Prognosemärkte

Am 5. Februar berichtete Cointelegraph, dass die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) einen Vorschlag der Biden-Regierung zurückgezogen habe, Sport- und Politik-Prognosemärkte zu verbieten, die heute zu den beliebtesten Ereignisverträgen zählen.

Unterdessen erklärte Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, er beginne sich „Sorgen” über die Richtung von Prognosemärkten zu machen und schlug vor, diese auf Marktplätze umzustellen, die Verbraucher gegen Preisrisiken absichern.

Prognosemärkte „konvergieren übermäßig“ zu „ungesunden“ Produkten, die sich auf kurzfristige Preiswetten und spekulatives Verhalten konzentrieren, anstatt auf langfristigen Vermögensaufbau, monierte Buterin in einem X-Beitrag.

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CRYPTO PASSIVES EINKOMMEN?! Wie SICHER ist das wirklich? Plattformen im Vergle

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CRYPTO PASSIVES EINKOMMEN?! Wie SICHER ist das wirklich? Plattformen im Vergle


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Siemens Aktie: Fehlannahmen schwächen!


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Der Technologiekonzern Siemens steht vor einer tiefgreifenden Zäsur. Während die operativen Geschäfte auf Hochtouren laufen, planen die Münchener eine signifikante Reduzierung ihrer Beteiligung an der Medizintechniktochter Siemens Healthineers. Diese strategische Neuausrichtung hin zu industrieller Software sorgt bei Anlegern kurzfristig für eine Neubewertung der gesamten Konzernstruktur.

Details zur Healthineers-Abspaltung

Der Plan sieht vor, den Anteil an Siemens Healthineers auf eine bloße Minderheitsbeteiligung abzuschmelzen. Ein wesentlicher Teil dieser Transaktion umfasst rund 30 Prozentpunkte, die im Rahmen eines direkten Spin-offs an die bestehenden Siemens-Aktionäre übertragen werden sollen. Konkrete Konditionen für diesen massiven Portfolioumbau erwartet der Markt für den Beginn des zweiten Quartals 2026. Damit verlagert der Konzern sein künftiges Gewicht klar in Richtung KI-Lösungen und Industriesoftware.

Rekordaufträge treffen auf Kursschwäche

An der Börse wird dieser strategische Schwenk derzeit mit Zurückhaltung quittiert. Aktuell notiert das Papier bei 213,50 Euro und weist damit seit Jahresbeginn ein Minus von 11,37 Prozent auf. Diese Kursschwäche steht in einem scharfen Kontrast zu den jüngsten operativen Fortschritten. Im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal kletterte der vergleichbare Umsatz um acht Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig erreichte der Auftragsbestand ein historisches Rekordniveau von 120 Milliarden Euro.

Die Unsicherheit über die Bewertungsfolgen der Healthineers-Trennung überlagert momentan die robuste industrielle Basis des Konzerns. Am 13. Mai 2026 wird das Management mit der Vorlage der detaillierten Finanzergebnisse zum zweiten Quartal neue Fakten präsentieren. An diesem Termin erwarten Analysten neben den reinen Geschäftszahlen auch konkrete Fahrpläne für die Umsetzung der Abspaltung.

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OKX erhält EU-Zahlungslizenz: Expansion von Stablecoin-Diensten

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OKX hat eine maltesische Zahlungsinstitutslizenz erhalten und darf nun EU-konforme Stablecoin-Dienste wie OKX Pay und die OKX Card anbieten.

Die Kryptowährungsbörse OKX hat ihre regulatorische Präsenz in Europa ausgebaut und sich eine Lizenz für Stablecoin-Zahlungen gesichert.

OKX hat eine Zahlungsinstitutslizenz, auch PI-Lizenz genannt, in Malta erhalten, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Genehmigung wurde im Rahmen des Zahlungsrahmens der Europäischen Union erteilt und soll die Zahlungsprodukte von OKX mit den Anforderungen der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) und der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) in Einklang bringen.

Nach diesen Vorschriften müssen Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs), die Zahlungsdienste mit Stablecoins anbieten, entweder über eine PI- oder eine E-Geld-Institut-Zulassung (EMI) verfügen. Die PI-Lizenz von OKX kommt mehr als ein Jahr, nachdem die Börse im Januar 2025 eine MiCA-Lizenz von der maltesischen Finanzaufsichtsbehörde (MFSA) erhalten hat.

OKX: Lizenz in Malta ermöglicht Angebot von EU-Zahlungen

Laut den Aufzeichnungen der MFSA wurde die PI-Lizenz von OKX am 11. Februar ausgestellt und ist auf der Website des Unternehmens als Lizenz für Finanzinstitute aufgeführt.

Mit der Lizenz kann die Börse eine vollständige Palette von Zahlungsdiensten in der gesamten EU anbieten, darunter die Ein- und Auszahlung von Bargeld auf Zahlungskonten sowie die Durchführung aller für die Führung dieser Konten erforderlichen Vorgänge.

Quelle: MFSA

Es umfasst auch die Ausführung von Zahlungsvorgängen, einschließlich Lastschriften, Zahlungen per Karte oder ähnlichen Geräten sowie Überweisungen wie Daueraufträge, und gewährleistet einen reibungslosen Geldtransfer zwischen Nutzern und anderen Zahlungsdienstleistern.

OKX Pay und OKX Card bekommen grünes Licht

Die Börse gab bekannt, dass die Lizenz Produkte wie OKX Pay und die OKX Card abdecken wird, mit denen Nutzer Krypto-Assets und Stablecoins ausgeben können.

Die Ende Januar offiziell eingeführte OKX Card unterstützt Zahlungen in Stablecoins wie dem USDC (USDC) von Circle und dem von Paxos ausgegebenen Global Dollar (USDG).

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Quelle: OKX

„Die Erlangung einer Zahlungsinstitutslizenz gewährleistet, dass diese Produkte vollständig konform betrieben werden“, sagte Erald Ghoos, CEO von OKX Europe, und fügte hinzu:

„Europa hat sich in Bezug auf die Regulierung digitaler Vermögenswerte für Klarheit statt Unklarheit entschieden […] Stablecoins können das Geldwesen sinnvoll modernisieren, die grenzüberschreitende Effizienz verbessern und Reibungsverluste bei Zahlungen reduzieren, aber nur, wenn sie innerhalb strenger regulatorischer Rahmenbedingungen aufgebaut werden.“

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Ölschock lähmt Weltmärkte


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Der Nahe Osten hat die Finanzwelt neu sortiert. Seit israelisch-amerikanische Angriffe auf den Iran Ende Februar die Region in Aufruhr versetzten, kämpfen Notenbanken rund um den Globus mit einem Problem, das sie längst überwunden glaubten: Inflation, angeheizt durch explodierte Energiepreise.

Brent-Rohöl notiert bei über 110 Dollar je Barrel, US-Rohöl überschritt die psychologisch bedeutsame Marke von 100 Dollar. Nachdem der Iran Irans riesiges Südpars-Gasfeld Angriffen ausgesetzt sah und daraufhin mit Raketenangriffen auf Qatar und Saudi-Arabien antwortete, schossen Erdgaspreise um mehr als 5 Prozent nach oben. Die Botschaft an die Märkte ist unmissverständlich: Dieser Konflikt trifft die Infrastruktur des globalen Energiesystems – und damit die Kalkulationsgrundlagen aller großen Zentralbanken.

Notenbanken im Stagflations-Dilemma

Die Federal Reserve ließ die Zinsen am Mittwoch unverändert und hält formal an einer einzigen Senkung für 2026 fest. Doch unter der Oberfläche hat sich viel verschoben. Fed-Chef Jerome Powell räumte offen ein, dass die Notenbank kaum abschätzen kann, wie stark und wie lange der Ölpreisschock auf die Kerninflation durchschlägt. „We’re prepared to do what needs to be done“, sagte er lapidar – ein Satz, der an den Märkten wie eine Zinserhöhungsdrohung klingt. Händler preisen inzwischen keine vollständige Zinssenkung mehr für 2026 ein.

Die Europäische Zentralbank steht vor demselben Dilemma, nur mit europäischer Färbung. Sie hielt ihren Leitzins bei 2 Prozent – doch ihre Botschaft für den Rest des Jahres dürfte alles andere als beruhigend ausfallen. Die Märkte erwarten, dass die Inflationsrate in der Eurozone auf über 3 Prozent steigt. Händler wetten auf zwei Zinsanhebungen bis Dezember. Besonders das Trauma von 2022 lastet schwer: Damals hatte die EZB den energiepreisgetriebenen Inflationsschub nach Russlands Ukraine-Invasion als vorübergehend abgetan – und sich damit gründlich verrechnet. Niemand will diesen Fehler wiederholen.

„The experience of the 2022 energy crisis, and consumers‘ expectations still scarred from that episode, could make the ECB quicker to hike if energy pressures are sustained“, warnt HSBC-Ökonom Fabio Balboni. EZB-Rat Isabel Schnabel sieht einen wichtigen Unterschied zu damals: Geld- und Fiskalpolitik seien diesmal nicht locker – was die Inflationsdynamik dämpfen könnte. Ob das reicht, bleibt offen.

Charu Chanana, Chefinvestmentstrategen bei Saxo in Singapur, bringt das Unbehagen der Märkte auf den Punkt: „It is now hitting the plumbing of the global energy system. What is unsettling markets now is the growing stagflation risk.“ Steigende Preise bei gleichzeitig schwächerem Wachstum – das ist der Albtraum für Notenbanker, weil Zinserhöhungen zwar Nachfrage dämpfen, aber kein Öl fördern können.

Risikoaversion erfasst globale Märkte

An den Börsen zeigt sich das Unbehagen unmittelbar. Japans Nikkei verlor 2,5 Prozent, südkoreanische Aktien brachen um ebenfalls 2,5 Prozent ein. Europäische Futures lagen mehr als 1,5 Prozent im Minus. In den USA schlossen S&P 500 und Dow Jones auf dem niedrigsten Stand seit November – alle elf Sektoren des S&P 500 im Minus.

Der Dollar profitiert als sicherer Hafen: Der Dollar-Index ist seit Kriegsausbruch Ende Februar um 2,5 Prozent gestiegen und notiert bei rund 100. Emerging-Market-Währungen stehen unter Druck, darunter koreanischer Won, südafrikanischer Rand und polnischer Zloty. Gold hingegen – eigentlich ein klassischer Krisengewinner – fiel um 4 Prozent auf ein Monatstief unter 5.000 Dollar, wohl weil steigende Anleiherenditen Goldanlagen relativ unattraktiver machen.

Schwellenländer zwischen Ölschock und Zinswende

Auch Brasilien kämpft mit den Folgen. Die Zentralbank des Landes startete am Mittwoch mit einer vorsichtigen Zinssenkung um 25 Basispunkte – deutlich weniger als die ursprünglich erwarteten 50 Punkte. Ökonomen hatten mit einem mutigeren Schritt gerechnet, doch die Eskalation im Nahen Osten hemmte den Spielraum. Öl kostet inzwischen rund 60 Prozent mehr als beim letzten Zinsentscheid im Januar angenommen. Der brasilianische Realsatz liegt weiterhin bei über 10 Prozent – einer der höchsten unter den großen Volkswirtschaften.

Besonders plastisch wird die globale Verknüpfung in den Pazifikstaaten. Australiens Arbeitsmarktdaten für Februar enttäuschten: Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,3 Prozent, Vollzeitstellen gingen zurück, während Teilzeitjobs zulegten. Die Reserve Bank of Australia, die erst zu Wochenbeginn die Zinsen anhob, steht nun vor der Frage, ob ein Ölpreisschock eine weitere Straffung rechtfertigt oder das Wachstum zu sehr bremst.

Neuseeland wiederum wuchs im vierten Quartal 2025 nur um 0,2 Prozent – weit unter den Erwartungen von 0,4 Prozent. Der Neuseeländische Dollar verlor daraufhin rund 1,3 Prozent. ANZ-Ökonom Matthew Galt sieht den Silberstreif: Die schwächeren Daten geben der Zentralbank etwas mehr Spielraum, den unmittelbaren Inflationsdruck durch den Ölschock vorerst zu tolerieren. Doch ASB-Ökonom Kim Mundy warnt, die neuseeländische Notenbank befinde sich in einer „zunehmend unbequemen Lage“ – Wachstumsrisiken nach unten, Inflationsrisiken nach oben.

Ungarn blockiert Ukraine-Hilfe

Parallel zu den globalen Verwerfungen bleibt der Blick auf Europa gerichtet – nicht nur wegen der EZB. Beim EU-Gipfel in Brüssel drängen die 27 Staats- und Regierungschefs den ungarischen Premierminister Viktor Orbán, seinen Widerstand gegen den 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine aufzugeben. Orbán blockiert die Auszahlung seit Februar mit Verweis auf eine beschädigte Ölpipeline. Kiew droht innerhalb von Wochen das Geld auszugehen.

Dass Orbán – der sich in einem schwierigen Wahlkampf befindet – ausgerechnet jetzt auf Zeit spielt, verärgert die EU-Partner massiv. Der zypriotische Präsident Nikos Christodoulides stellte klar: „In December, we took a political decision at the level of the European Council. Now is the time to deliver.“ Orbáns Antwort auf X liest sich kompromisslos: „No oil deliveries? No money. It’s that simple.“

Die Entscheidungen dieser Tage – ob in Washington, Frankfurt, Brasília oder Brüssel – hängen alle an einer einzigen unbekannten Variable: wie lange der Konflikt im Nahen Osten dauert. Darauf hat derzeit niemand eine Antwort.

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