Genesis stellt Krypto-Handel „freiwillig“ ein

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Das Krypto-Lending-Unternehmen Genesis, eine Tochtergesellschaft der Digital Currency Group (DCG), wird den Spot- und Derivatehandel für Krypto-Assets einstellen.

Laut einer entsprechenden Mitteilung durch einen Genesis-Sprecher vom 14. September wird das Unternehmen „freiwillig und aus geschäftlichen Gründen“ den Handel mit digitalen Vermögenswerten über alle seine Ableger einstellen. Genesis hatte seine Handelsdienstleistungen bisher allen voran über den internationalen Zweig Genesis Global Capital (GGC) auf den Britischen Jungferninseln angeboten.

Dieser Schritt folgt auf die vorherige Ankündigung von Genesis Global Trading – einem Unternehmen, das ebenfalls mit DCG verbunden ist, aber nicht demselben Insolvenzverfahren unterliegt wie Genesis Global Capital – im Januar, die ihren Krypto-Handel unter ähnlichen Umständen, d.h. „freiwillig und aus geschäftlichen Gründen“, bereits eingestellt hat. Der internationale Zweig von GGC hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch Spot- und Derivatehandel angeboten.

GGC stoppte im November 2022 überraschend alle Auszahlungen und begründete diesen Schritt damals mit „noch nie dagewesenen Marktturbulenzen“. Medienberichten vom Januar zufolge könnte das Unternehmen bis zu 30 % seiner Mitarbeiter entlassen haben, ehe es in New York Insolvenzschutz nach Chapter 11 beantragte. Die US-Börsenaufsicht SEC hat sowohl die Kryptobörse Gemini als auch Genesis angeklagt, weil die beiden Geschäftspartner über das gemeinsame Earn-Programm von Gemini unrechtmäßigen Wertpapierverkauf angeboten haben sollen.

Die Konkurse, rechtlichen und regulatorischen Verwicklungen zwischen den verschiedenen DCG-Tochtergesellschaften und Krypto-Unternehmen – DCG ist unter anderem auch die Muttergesellschaft von Grayscale Investments – haben im letzten Jahr in der Branche hohe Wellen geschlagen. Genesis machte Three Arrows Capital für den eigenen Zusammenbruch verantwortlich und gab an, dass sie allen voran durch das Scheitern der Kryptobörse FTX beträchtliche Verluste erlitten habe.

Im August gab die DCG dann bekannt, dass sie mit Genesis eine „grundsätzliche Einigung“ erzielt hat, die es den Gläubigern ermöglicht, den Großteil ihrer Gelder zurückzuerhalten. Die Kreditgeber von Genesis bezeichneten diese Vereinbarung später jedoch als „völlig unzureichend“, denn das Unternehmen schuldet seinen 50 wichtigsten Gläubigern Medienberichten zufolge rund 3,5 Mrd. US-Dollar.


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