EU nimmt Verbot für Gesichtserkennung in geplantes KI-Gesetz auf

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Die Parlamentarier der Europäischen Union (EU) haben den Gesetzentwurf zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in erster Instanz verabschiedet und damit auf die nächste Stufe im Gesetzgebungsverfahren gehoben.

In einer Abstimmung vom 11. Mai einigten sich die Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP) entsprechend darauf, das Verbot der Gesichtserkennung im öffentlichen Raum und der Vorhersagenden Polizeiarbeit in das mit Spannung erwartete KI-Gesetz aufzunehmen.

Die Abgeordneten einigten sich ebenfalls darauf, neue Transparenzmaßnahmen für generative KI-Tools einzuführen. Die in der vorangegangenen Sitzung vorgeschlagenen Maßnahmen sehen vor, dass KI-Lösungen nach ihrem wahrgenommenen Risikoniveau klassifiziert werden müssen, das von gering bis unannehmbar reicht.

Der Europaparlamentarierin Kim van Sparrentak nennt die Abstimmung einen „Meilenstein“ in der KI-Regulierung und betont, dass vor allen Dingen die „Grundrechte“ bei der Schaffung dahingehender Regelungen berücksichtigt werden müssen.

„KI sollte den Menschen, der Gesellschaft und der Umwelt dienen, und nicht umgekehrt.“

Das KI-Gesetz wird bereits seit zwei Jahren verhandelt und tritt nun endlich in die nächste Phase des Gesetzgebungsverfahrens ein, in der die Einzelheiten zwischen der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten festgelegt werden.

Sollte das Gesetz final verabschiedet werden, wäre es einer der ersten legislativen Versuche, die Nutzung und Entwicklung von KI zu regulieren.

Diese Entwicklungen in der EU kommen an einem Zeitpunkt, an dem die Verfügbarkeit und Nutzung von KI-Tools und -Anwendungen sprunghaft ansteigt.

Am 10. Mai hat Google auf der firmeneigenen Konferenz Google I/O gleich mehrere neue KI-Funktionen angekündigt, die in die wichtigsten Plattformen des Techkonzerns integriert werden sollen. Eine Woche zuvor hat Microsoft wiederum bekanntgegeben, kostenlosen Zugang zu ChatGPT-4 in Windows einbauen zu wollen.

Künstliche Intelligenz wird zudem auch schon in der realen Praxis erprobt, so wird zum Beispiel von der Fastfoodkette Wendy’s ein KI-Chatbot als Bedienung im Drive-In eingesetzt.

Politiker auf der ganzen Welt haben Notiz vom plötzlichen KI-Boom genommen und erörtern nun, wie sie die Technologie am besten regulieren können. Großbritannien, die USA und China zielen deshalb inzwischen allesamt auf eine Regulierung ab.


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