Coinbase kontert – Kryptobörse reagiert auf SEC-Warnung mit Videobotschaft

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Die Geschäftsführung der großen amerikanischen Kryptobörse Coinbase ist mit ihren Regulierungsproblemen am 27. April an die Öffentlichkeit gegangen, indem sich Chefjustiziar Paul Grewal einerseits auf der Krypto-Konferenz Consensus 2023 dazu geäußert hat und andererseits durch ein gemeinsames Video mit Coinbase-Chef Brian Armstrong auf YouTube.

Dieser Schritt kommt als Antwort auf eine sogenannte „Wells Notice“, die das Krypto-Unternehmen vor einigen Wochen von der amerikanischen Börsenaufsicht SEC erhalten hat. In einer derartigen Mitteilung warnt die Behörde offiziell davor, dass sie womöglich ein Strafverfahren gegen den Empfänger einleiten wird.

„Coinbase hat zu keinem Zeitpunkt den Grundsatz der Regeleinhaltung verlassen“, wie Grewal in dem Video gegenüber der Börsenaufsicht betont.

Nahezu zeitgleich zur Veröffentlichung des Videos äußerte sich Grewal auf der Consensus 2023 im texanischen Austin zu den Entwicklungen:

„Wir sitzen hier auf der Bühne und betteln wortwörtlich um Regulierung, betteln um neue Vorschriften, betteln um einen Gesetzesrahmen für diese neue Technologie, damit wir uns endlich registrieren können.“

Im Video argumentiert Grewal weiter, dass sich das Geschäftsmodell von Coinbase in den letzten zwei Jahren, seit die Kryptobörse von der SEC ihrerseits grünes Licht für einen Börsengang an der Nasdaq bekommen hat, nicht verändert hat. Damals hatte der Justiziar noch festgestellt, dass es „so scheint, dass die SEC bei sich keinerlei Befugnis sieht, um Unternehmen wie Coinbase zu regulieren“.

Die inzwischen veränderte Haltung der SEC führt er deshalb auf den Fall FTX zurück, indem er auf ein Zitat von Gary Gensler verweist, der im Hinblick auf die gescheiterte Kryptobörse meinte, dass seine Behörde „genug Handhabe für diese Branche [Krypto] hat“. Dem hält Grewal entgegen, dass sich die Coinbase „ganz anders“ verhält als die FTX.

So gibt der Justiziar zu bedenken, dass die Coinbase in New York bereits eine Zulassung in Form der sogenannten „BitLicense“ erhalten hat, die gleichsam voraussetzt, dass die Handelsplattform keinerlei Wertpapiere anbietet.

„Wir sind überzeugt, dass es neue Gesetze und Regeln braucht, wenn die SEC ihre Aufsicht auf unsere Branche ausweiten will“, so Grewal. Dahingehend hatte Coinbase im letzten Sommer sogar mit der Behörde zusammengearbeitet und mit dieser einen Gesetzesentwurf für Krypto-Unternehmen, die Wertpapiere notieren wollen, angeschoben.

Die SEC brach ihre Gespräche mit Coinbase dann jedoch plötzlich ab, woraufhin am 22. März die Wells Notice folgte, die zwar „viele Punkte umfasst, insgesamt jedoch schwammig“ bleibt, was die konkreten Vorwürfe eines möglichen Strafverfahrens angeht.

„Wir wissen immer noch nicht genau, was bei der SEC für derartige Bedenken sorgt“, so Grewal.

Firmengründer und Geschäftsführer Armstrong erinnert derweil an die Entstehungsgeschichte der Coinbase bzw. an die Grundsätze, die sich die Kryptobörse seitdem beibehalten hat. Im Zuge dessen betont auch er:

„Es ist uns wichtig, innerhalb des gesetzlichen Rahmens zu operieren.“

Aus diesem Grund hat die Handelsplattform keine Wertpapiere in ihrer Notierung und prüft jede neue Kryptowährung im Vorfeld ausführlich, wobei „knapp 90 %“ aller Projekte abgewiesen werden.

Abschließend gibt sich Armstrong selbstsicher, dass die Coinbase notfalls ihre Auffassung vor Gericht verteidigen wird. Dies will er jedoch vermeiden und reicht der SEC deshalb nochmals die Hand: „So weit muss es nicht kommen. Wir freuen uns über einen ernsthaften Dialog über die Zukunft unserer Kryptobranche.“


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