Britische Kryptobranche kritisiert geplante Regulierung von Krypto als „Glücksspiel“

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Der selbstregulierende Interessenverband CryptoUK und die Kryptobörse Kraken kritisieren den jüngsten Vorschlag der britischen Politik, dass Kryptowährungen ähnlich wie Glücksspiel reguliert werden soll.

In einem Bericht vom 17. Mai hatte der Finanzausschuss des britischen Unterhauses zuvor „mit Nachdruck“ empfohlen, dass Kryptowährungen als Glücksspiel reguliert werden sollten, da die Anlageklasse nach dessen Auffassung mit „erheblichen“ Risiken für die Verbraucher verbunden ist, darunter zum Beispiel hohe Volatilität und das Fehlen eines intrinsischen Wertes.

Entsprechend fordert der Ausschuss eine Regulierung von Kryptowährungen nach dem Prinzip „gleiches Risiko, gleicher Regulierungsansatz“.

Dieser Schritt kam bei der britischen Kryptobranche allerdings nicht besonders gut an, zumal diese eigentlich gehofft hatte, dass sich Großbritannien eigentlich als europäisches Mekka für Krypto-Finanzdienstleistungen positionieren will.

Antwort von Coin Bureau auf die geplante Regulierung. Quelle: Twitter

In einem Schreiben vom 17. Mai, das Cointelegraph vorliegt, argumentiert der Branchenverband CryptoUK entsprechend, dass „dieser Ansatz die Nuancen des Sektors und die realen Möglichkeiten für ausländische Investitionen und Wachstum für die britische Wirtschaft als Ganzes nicht berücksichtigt“. Und weiter:

„Kein anderes Land auf der Welt fährt einen derartigen Ansatz, und mit Blick auf die MiCA in der EU müssen wir vielmehr einen maßgeschneiderten Ansatz für die Regulierung der Branche verfolgen, damit Großbritannien nicht zu einem feindlichen Umfeld für die Ansiedlung von Unternehmen wird.“

Die Organisation weist zudem darauf hin, dass ein solcher Regulierungsansatz letztlich dazu führen könnte, dass britische Verbraucher vermehrt auf ausländische Krypto-Plattformen ausweichen, was jedoch „völlig konträr zum Ziel des Verbraucherschutzes durch die geplante Regulierung“ wäre.

Die Kryptobörse Kraken betont in ihrem Schreiben wiederum, dass sie der Schlussfolgerung des parlamentarischen Finanzausschusses – dass Kryptowährungen keinen intrinsischen Wert haben – „grundsätzlich“ widerspricht.

„Es ist bedauerlich, dass der Ausschuss die Chance des Vereinigten Königreichs, in unserer sich schnell entwickelnden Branche eine echte globale Führungsposition einzunehmen, nicht unterstützt“, so das Unternehmen. Und weiter:

„Der Vorschlag des Ausschusses, dass Krypto-Assets als Glücksspiel reguliert werden sollten, ist völlig fehlgeleitet und für britische Verbraucher ungeeignet.“

Die Kryptobörse argumentiert, dass dieser Ansatz nicht nur „den Zweck und das Potenzial der Technologie verfehlt“, sondern dass die Glücksspielregulierung zudem nicht denselben Schutz bieten wie die geltenden Vorschriften für Finanzdienstleistungen.

CryptoUK weist abschließend auch auf den potenziellen Verlust von Einnahmen aus der Kapitalertragssteuer hin, wenn der Kryptohandel als Glücksspiel eingestuft werden sollte:

„Glücksspiel ist von der Kapitalertragssteuer befreit. Will die britische Regierung etwa auf zweistellige Millionenbeträge an Steuereinnahmen aus Gewinnen, die durch den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen erzielt werden, verzichten?“

Inwiefern Kryptowährungen konkret „als Glücksspiel“ reguliert werden sollen, wurde vom Ausschuss bisher noch nicht genau definiert. Der Bericht empfiehlt jedoch eine strenge Regulierung im Hinblick auf Verbraucherschutz, Geldwäschebekämpfung und Terrorismusfinanzierung.




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