US-Wahlkommission denkt über Regulierung von KI generierten Deepfakes nach

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Die US-Wahlkommission (Federal Election Commission, FEC) hat am 10. August einstimmig beschlossen, eine Petition voranzutreiben, mit der durch Künstliche Intelligenz (KI) erzeugte politische Deepfakes reguliert werden könnten.

Die Petition richtet sich dabei allen voran gegen Wahlwerbung und politische Inhalte, in denen Präsidentschaftskandidaten mithilfe von KI fälschlich dargestellt werden bzw. Dinge tun oder sagen, die sie so nie getan oder geäußert haben.

Robert Weissman, der Präsident der hinter der Petition stehenden Organisation Public Citizen, bezeichnete derartige Fälschungen als „erhebliche Bedrohung für die Demokratie“.

„Die FEC muss ihre Befugnisse nutzen, um solche Deepfakes zu verbieten, ansosnten läuft sie Gefahr, dass sie durch KI generierte Desinformation und damit zugleich die Zerstörung grundlegender Normen von wahr und falsch zu befördert.“

In der Vergangenheit hat es bereits Fälle gegeben, in denen politische Kandidaten gefälschte, KI-generierte Bilder als Teil ihrer Wahlkampagnen verwendet haben. So verbreitet zum Beispiel das Wahlkampfteam des Gouverneurs von Florida, Ron DeSantis, der als möglicher Anwärter der Republikanischen Partei kandidiert, drei gefälschte Bilder des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der den während der Coronakrise umstrittenen Arzt Dr. Anthony Fauci umarmt.

Im entsprechenden FEC-Meeting bat Public Citizen um Klärung hinsichtlich eines bestehenden Gesetzes zur Verhinderung „betrügerischer Falschdarstellungen“ in politischen Kampagnen und um Auskunft darüber, ob KI-Deepfakes überhaupt unter dieses fallen.

Lisa Gilbert, die stellvertretende Vorsitzende von Public Citizen, warnt dahingehend:

„Die Notwendigkeit, Deepfakes und andere betrügerische Anwendungen von KI in Wahlwerbung zu regulieren, wird mit jedem Tag dringender.“

Die FEC beschloss in ihrer Sitzung, die Petition voranzutreiben, wobei der nächste Schritt eine 60-tägige öffentliche Feedback-Phase ist. Gilbert bezeichnet dies als „ermutigendes Zeichen“ dafür, dass die Bedrohung der Demokratie durch KI von den Regulierungsbehörden „ernst genommen“ wird.

Craig Holman, ein Lobbyist für Regierungsangelegenheiten bei Public Citizen, äußert sich zur öffentlichen Feedback-Phase wie folgt:

„Eine öffentliche Feedback-Phase schafft ein wichtiges Forum für politische Befürworter, Experten und Wähler, um ihre Bedenken über eine mögliche Flut von gefälschter Wahlwerbung und ähnlicher Inhalte im kommenden Wahlzyklus zu äußern.“

Dieser jüngste Schritt folgt auf eine erste Petition, die Public Citizen im Juli eingereicht hatte. In dieser Petition wurde ein ähnlicher Standpunkt vertreten und hervorgehoben, dass tiefgreifende Fälschungen so weit gehen könnten, dass sie „Wahlergebnisse beeinflussen“.

Nach der Veröffentlichung der ersten Petition antworteten Mitglieder beider Kammern des US-Kongresses mit Unterstützungsschreiben.

Cointelegraph hat Public Citizen um Stellungnahme zu ihren Bemühungen gebeten.


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