Trotz Unterzeichnung – EU muss sich weiter um Umsetzung von MiCA bemühen

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Christian Anders, der CEO von Btc.x, ist der Ansicht, dass die Europäische Union (EU) trotz der jüngsten Unterzeichnung der Krypto-Regulierung Markets in Crypto-Assets (MiCA) noch viel Lobbyarbeit bei den verschiedenen Regulierungsbehörden in Europa leisten und mit den verschiedenen Regierungen zusammenarbeiten muss.

Im Interview mit Cointelegraph meint Anders entsprechend, dass es für eine breite Akzeptanz des im MiCA festgelegten Krypto-Gesetzesrahmens in europäischen Ländern wie Schweden womöglich noch ein wenig „Druck“ brauchen könnte. Dahingehend betont er, dass MiCA der Kryptobranche einen guten Rechtsrahmen gibt, der Klarheit bringt und mit dem diese arbeiten kann.

Anders merkt an, dass Kryptobörsen schon jetzt sehnsüchtig auf die vollständige Umsetzung des MiCA-Rahmens warten, räumt aber gleichzeitig ein, dass Regierungen wie Schweden zögern, neue Lizenzen für Krypto-Unternehmen zu vergeben. Er betont, dass diese Regierungen das Gesetz zwar nicht aufhalten würden, aber dessen Fortschritt verzögern könnten. Außerdem gibt er zu bedenken, dass Regierungen den MiCA-Rahmen für unzureichend halten könnten, was zu einer zweiseitigen Machtdynamik führen würde.

Auf die Frage, welche Kryptobörse die US-Börsenaufsicht (SEC) als nächstes ins Visier nehmen könnte, entgegnet Anders, dass Crypto.com das nächste potenzielle Ziel sein könnte, da die Plattform in den USA tätig ist. Allerdings gibt er in diesem Zusammenhang an, dass er selbst eine eher schwedische Perspektive hat und deshalb das jüngste Vorgehen der SEC gegen Binance und Coinbase nachvollziehen kann. So würde die SEC einen ähnlichen Ansatz wie die schwedische Regierung fahren, auch wenn denn die regulatorischen Herausforderungen in Schweden im Vergleich zu den USA in einem deutlich kleineren Rahmen stattfänden.

Anders ist trotz allem nach wie vor optimistisch, was Bitcoin betrifft, und weist alle negativen Lesarten zurück. Er ist überzeugt, dass die Bemühungen von Bankenwesen und Regierungen, das Wachstum von Kryptowährungen zu verhindern, den allgemeinen Enthusiasmus an der Anlageklasse nur noch verstärken. So meint der Experte, dass die Überlegenheit von Bitcoin (BTC) im Vergleich zu den Mängeln des Fiat-Systems und den durch die Inflation verursachten Krisen umso deutlicher wird.

Der Krypto-Unternehmer hebt besonders den Aufstieg der Mining-Branche hervor, in die inzwischen Unternehmen wie Intel einsteigen. So würde auch das Bitcoin-Mining in Europa an Zugkraft gewinnt, insbesondere durch die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien. Außerdem könne die Affinität der jüngeren Generation für neue Technologien deren Rolle bei der Gestaltung der Zukunft festigen.


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