Redakteure werden nicht durch KI ersetzt

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Die deutsche Boulevardzeitung Bild hat Berichte dementiert, denen zufolge sie Teile ihrer Redaktion entlässen und Mitarbeiter durch künstliche Intelligenz und “automatisierte Prozesse” ersetzt haben soll.

Der Guardian und andere Medien berichteten am 21. Juni unter Berufung auf eine interne E-Mail, dass der Mutterkonzern von Bild, nämliche die Axel Springer SE, eine Reihe von redaktionellen Stellen durch KI ersetzen wolle.

Screenshot einer Schlagzeile. Quelle: Sydney Morning Herald

Der Leiter für Kommunikation der Bild-Gruppe Christian Senft sagte jedoch gegenüber Cointelegraph, “die Berichte sind unwahr” und “wir haben mit unseren derzeitigen Maßnahmen nicht die Absicht, den Journalismus durch KI zu ersetzen”.

Senft erklärte, die Ankündigung beziehe sich auf ein Restrukturierungsprogramm für regionale Zeitungen, die bis Ende des Jahres von 18 auf 12 Regionalausgaben reduziert werden sollen. Außerdem ist vorgesehen, 10 der 15 Regionalbüros zu schließen, da viele Funktionen zentral nach Berlin verlagert werden.

“Daher sind diese Aufgaben wie Sekretariate und Fotoproduktion in den Regionen nicht mehr notwendig”, wie er erklärte. Er hob dabei hervor, dass der damit verbundene Stellenabbau nichts mit KI zu tun habe.

Senft bestätigte, dass davon Mitarbeiter im “niedrigen dreistelligen Bereich” betroffen seien. Er stellte auch klar, die Ankündigung besage, dass das Unternehmen “zunehmend KI zur Unterstützung der journalistischen Arbeit einsetzen” werde.

“Dabei gehen wir offen an das Thema heran und haben derzeit viele Initiativen, bei denen wir Anwendungsbereiche von KI für unsere journalistischen Marken ausloten, sowohl in den Produktionsprozessen der Redaktionen als auch in Bezug auf das Lesererlebnis”, wie er hinzufügte.

“Der Einsatz von KI schafft mehr Zeit und Raum für journalistische Kreativität bei Redakteuren und Reportern. Wo immer KI unterstützend genutzt wird, muss ein Journalist das Ergebnis bei Axel Springer prüfen lassen.”

Die Tages-Boulevardzeitung wurde im Juni 1952 gegründet. In den 1980er Jahren soll Bild über fünf Millionen Exemplare pro Tag verkauft haben. Im Jahr 2010 war die Auflage von Bild laut Mondo Times auf 3,55 Millionen gesunken. Im Jahr 2022 hatte die gedruckte Zeitung nach Angaben von Media Impact nur noch eine Auflage von knapp über 1 Million.

Die rasante Entwicklung im Bereich KI hat jedoch Bedenken über künftige Arbeitsplatzverluste aufgeworfen.

Im Mai erklärte Arvind Krishna, CEO von IBM, gegenüber Bloomberg, dass in den nächsten fünf Jahren 7.800 Arbeitsplätze durch KI und Automatisierung ersetzt werden könnten. Das entspricht etwa 30 Prozent der Belegschaft.

In einem Bericht vom 14. Juni hat die Unternehmensberatungsfirma McKinsey & Co. prognostiziert, dass generative KI bis zu 50 Prozent aller Arbeitstätigkeiten vollständig automatisieren könnte. Darunter fallen auch Aufgaben im Zusammenhang mit der Entscheidungsfindung, dem Management und der Interaktion mit Interessengruppen.




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