Ethereum: Neuer Aufschwung!

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Ethereum notiert am Mittwochnachmittag bei rund 3.150 Dollar und verzeichnet damit ein Plus von etwa 2,5 Prozent binnen 24 Stunden. Die Kryptowährung liegt damit deutlich stärker im Plus als Bitcoin, der zur gleichen Zeit bei 92.100 Dollar steht. Anleger positionieren sich vor der Fed-Entscheidung um 20 Uhr optimistisch – doch bleibt die Frage: Reicht eine mögliche Zinssenkung als Katalysator für eine nachhaltige Rally?

Die 3.000-Dollar-Marke erweist sich seit Tagen als robuste Unterstützung. Mehrfach fand ETH hier Käufer, was auf starke institutionelle Positionierung hindeutet. Zwischen dem 2. und 8. Dezember flossen netto über 312 Millionen Dollar in Spot-Ethereum-ETFs – die stärksten Zuflüsse seit Wochen. Allein am 3. Dezember landeten etwa 140 Millionen Dollar in den Fonds von BlackRock und anderen Emittenten.

Nächster Widerstand bei 3.800 Dollar

Charttechnisch könnte sich ein Fenster bis 4.500 Dollar öffnen, sofern Ethereum die Zone zwischen 3.400 und 3.800 Dollar nachhaltig durchbricht. Analysten sprechen von einer mehrjährigen Akkumulationsphase, in der größere Marktteilnehmer lautlos Positionen aufbauen. Platzt dieser Knoten, entstehen oft impulsive Bewegungen mit überraschender Dynamik.

Ein Bruch der 3.000-Dollar-Schwelle würde allerdings schnell die Tür in Richtung 2.800 oder sogar 2.500 Dollar öffnen. Sollte die Fed überraschend restriktiv bleiben oder Liquidität aus dem Markt ziehen, droht eine Risk-Off-Phase. Extreme Modelle schließen für Schockszenarien sogar einen Absturz bis 1.500 Dollar nicht aus.

Fusaka-Upgrade stärkt Netzwerk-Infrastruktur

Abseits der kurzfristigen Kursschwankungen setzt Ethereum seine technologische Entwicklung fort. Das jüngste Fusaka-Upgrade führte PeerDAS ein und verbesserte die Datenverfügbarkeit deutlich. Layer-2-Lösungen profitieren von höherer Performance und Stabilität – ein wichtiger Schritt für die langfristige Skalierbarkeit des Netzwerks.

Die reibungslose Umsetzung ohne Netzunterbrechungen unterstreicht erneut die Zuverlässigkeit der Ethereum-Entwickler. In den vergangenen drei Monaten nahm das Netzwerk über 12,6 Milliarden Dollar an zusätzlicher Stablecoin-Liquidität auf. Diese Position als bevorzugte Settlement-Infrastruktur festigt Ethereums Rolle im wachsenden Stablecoin-Segment.

Tokenisierung als langfristiger Wachstumstreiber

Derzeit liegen erst rund 30 Milliarden Dollar an tokenisierten Vermögenswerten on-chain – ein Bruchteil dessen, was mittelfristig möglich erscheint. Mit einer lückenlosen Betriebszeit und bereits transferierten Werten in Billionenhöhe verfügt Ethereum über eine starke Erfolgsbilanz. Ein möglicher Staked-Ethereum-ETF von BlackRock könnte diesem Trend weiteren institutionellen Schub verleihen.

Standard Chartered sieht mittelfristig ein Kursziel von 7.500 Dollar, gestützt durch nutzungsgetriebene Gebühreneinnahmen und Staking-Erträge. Andere Modelle nennen für 2025 sogar Bereiche zwischen 7.000 und 9.000 Dollar – abhängig von Adoption, Netzwerkaktivität und allgemeiner Marktliquidität.

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Bitcoin / Ethereum Bärenmarkt: Hier sind PERFEKTE Kaufchancen!

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Britische Regulierungsbehörde: Feedback zu geplanten Krypto-Reformen

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Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA), die den Finanzsektor des Landes überwacht, hat im Rahmen ihrer Strategie zur „Förderung der britischen Investitionskultur“ Vorschläge veröffentlicht und bittet die Kryptoindustrie um Unterstützung.

In Diskussions- und Konsultationspapieren, die am Montag veröffentlicht wurden, forderte die FCA Krypto-Unternehmen auf, Feedback zu Vorschlägen zu geben, die darauf abzielen, „den Zugang der Verbraucher zu Investitionen zu erweitern“ und die Regeln für „Kundenkategorisierung und Interessenkonflikte“ zu ändern.

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Quelle: FCA

Das Diskussionspapier stellte fest, dass „praktisch die gesamte Underperformance bei Apps mit hohem [digitalen Engagement-Praktiken] auf den Handel mit Krypto-Assets und [Differenzkontrakten] zurückzuführen ist“. Der Vorschlag hob die potenziellen Risiken für Verbraucher hervor, die „Krypto-Asset-Proxies“ ohne Anlagebeschränkungen, Warnhinweise oder „Eignungsprüfungen“ nutzen.

In seinem Konsultationspapier schlug die britische Aufsichtsbehörde Folgendes vor:

„Wir werden außerdem einen Hinweis hinzufügen, dass eine persönliche Anlagehistorie, die hauptsächlich aus spekulativen, hochriskanten oder gehebelten Produkten oder Krypto-Vermögenswerten besteht, in der Regel kein Indikator für professionelle Kompetenz ist, es sei denn, es gibt starke Anhaltspunkte dafür, dass der Kunde die Schwelle eines professionellen Kunden aufgrund anderer relevanter Faktoren, einschließlich seiner Fähigkeit, potenzielle Verluste zu tragen, erreicht.“

Nach Ansicht der Aufsichtsbehörde würden die vorgeschlagenen Änderungen die bestehenden Richtlinien der FCA straffen und seien Teil einer Strategie, um möglicherweise „einige willkürliche Tests zu streichen und den Unternehmen mehr Verantwortung für die korrekte Umsetzung zu übertragen“.

Unternehmen, die Kunden zu digitalen Vermögenswerten beraten oder diese verkauft haben, wurden gebeten, bis Februar und März auf die Empfehlungen zu reagieren.

Lesen Sie auch: Großbritannien erwägt Verbot von Krypto-Spenden an politische Parteien

Langsamer Fortschritt bei Richtlinien zugunsten Krypto

Das Vereinigte Königreich war ein wichtiger Standort für Krypto-Unternehmen, die außerhalb der Vereinigten Staaten tätig sind. Bis zur Kehrtwende in der Regulierung und Durchsetzung unter US-Präsident Donald Trump bezeichneten viele Branchenführer das regulatorische Umfeld als unsicher.

Im Dezember hat die britische Regierung ein Gesetz verabschiedet, das digitale Vermögenswerte als Eigentum behandelt und damit mehr Klarheit in Bezug auf Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) in Fällen wie der Wiederbeschaffung gestohlener Güter oder Insolvenz schafft.

Angesichts des stetigen Wachstums des Marktes im Land erwägt die Regierung Berichten zufolge ein Verbot von Kryptowährungsspenden an politische Parteien.


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Novartis: Milliarden-Offensive mit KI und Krebsforschung

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Der Schweizer Pharmakonzern macht ernst mit seiner Expansionsstrategie. Gleich mehrere spektakuläre Neuigkeiten sorgen für Aufsehen: Bahnbrechende Langzeitdaten aus der Krebsforschung treffen auf eine 1,7-Milliarden-Dollar-Kooperation im KI-Bereich. Doch was steckt wirklich dahinter?

Kisqali: Jede vierte Patientin über vier Jahre progressionsfrei

Am 11. Dezember 2025 präsentierte der Konzern auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium beeindruckende Ergebnisse: Eine von vier Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs blieb unter der Behandlung mit Kisqali plus Hormontherapie über vier Jahre hinweg progressionsfrei. Die gepoolte Analyse der MONALEESA-Studien zeigt eine mediane progressionsfreie Überlebenszeit von 6,8 Jahren.

Besonders bemerkenswert: Der Therapieerfolg zeigte sich unabhängig von Alter, Body-Mass-Index oder Menopausenstatus der Patientinnen. Selbst bei ungünstigen Prognosekriterien wie Lebermetastasen oder drei oder mehr metastatischen Stellen profitierte ein Teil der Patientinnen vom Langzeiteffekt. Kisqali ist der einzige CDK4/6-Inhibitor, der in allen drei Phase-III-Studien statistisch signifikante Verbesserungen beim Gesamtüberleben nachweisen konnte.

Die parallel vorgestellte Fünf-Jahres-Analyse der NATALEE-Studie untermauert die anhaltende Wirksamkeit auch bei frühem Brustkrebs. Die Kombination aus Kisqali und einem nichtsteroidalen Aromatasehemmer reduzierte das Risiko einer Fernmetastasierung durchgängig über alle untersuchten Untergruppen hinweg.

1,7 Milliarden Dollar für KI-gestützte Allergieforschung

Parallel dazu verkündete Novartis am 9. Dezember 2025 eine strategische Partnerschaft mit dem britischen Biotech-Start-up Relation Therapeutics. Das Gesamtvolumen der Zusammenarbeit kann bis zu 1,7 Milliarden US-Dollar erreichen. Relation erhält zunächst 55 Millionen Dollar als Vorauszahlung, Kapitalbeteiligung und F&E-Finanzierung.

Was macht die Kooperation so interessant? Relation nutzt eine KI-gesteuerte Plattform, die Patientendaten und menschliches Gewebe analysiert, um genetische Krankheitstreiber zu identifizieren. Die sogenannte „Lab-in-the-Loop“-Technologie kombiniert modernste künstliche Intelligenz mit multi-omischen Daten von Patienten. Das Ziel: neue Wirkstoffziele für atopische Erkrankungen zu finden, die durch Fehlfunktionen des Immunsystems verursacht werden.

Kaufrausch ohne Ende?

Die Allergie-Partnerschaft reiht sich ein in eine aggressive Übernahmeserie des laufenden Jahres. Bereits 2025 sicherte sich Novartis Avidity Biosciences für 12 Milliarden Dollar – die größte Akquisition seit über einem Jahrzehnt. Dazu kamen Tourmaline Bio für 1,4 Milliarden Dollar, Regulus Therapeutics für bis zu 1,7 Milliarden Dollar und Anthos Therapeutics zur Stärkung des Kardiologie-Portfolios.

Die Strategie dahinter: CEO David Roblin von Relation verwies im Bloomberg-Interview darauf, dass etwa 75 Prozent aller Medikamente in Phase 2 scheitern – meist wegen unzureichendem Verständnis der zugrundeliegenden Biologie. Genau hier setzt die KI-Plattform an, indem sie kausale Gene schneller identifiziert und das Risiko klinischer Fehlschläge minimiert.

Novartis setzt damit konsequent auf technologiegetriebene Medikamentenentwicklung. Die weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungsrechte an allen aus der Relation-Kooperation entstehenden Zielmolekülen liegen beim Schweizer Konzern.

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Wir entbanken Demokraten und Republikaner

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Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, hat verneint, dass Kunden aufgrund ihrer religiösen oder politischen Zugehörigkeit entbankt werden, und erklärt, dass er sich seit über einem Jahrzehnt dafür einsetzt, die Regeln für die Entbankung zu ändern. 

In einem Interview mit der Fox News-Sendung „Sunday Morning Futures“ am Sonntag sagte Dimon, seine Bank habe Menschen aus allen Gesellschaftsschichten die Dienstleistungen gestrichen, aber politische Zugehörigkeiten seien dabei nie ein Faktor gewesen.

Devin Nunes, Vorsitzender des Geheimdienstbeirats des Präsidenten und CEO von Trump Media, behauptet, dass das Unternehmen von JPMorgan ausgeschlossen wurde und dass es zu den mehr als 400 mit Trump verbundenen Personen und Organisationen gehörte, deren Bankunterlagen im Rahmen einer Untersuchung von Sonderermittler Jack Smith vorgelegt wurden.

Jack Mallers, CEO des Bitcoin-Lightning-Network-Zahlungsunternehmens Strike, beschuldigte JPMorgan ebenfalls, seine persönlichen Konten letzten Monat ohne Erklärung geschlossen zu haben, was Befürchtungen hinsichtlich einer weiteren Operation Chokepoint 2.0 auslöste.

Houston Morgan, Marketingleiter der nicht-verwahrenden Krypto-Handelsplattform ShapeShift, erzählte im November eine ähnliche Geschichte. 

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Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, behauptet, sein Unternehmen schließt Menschen nicht aufgrund ihrer politischen Zugehörigkeit von Bankdienstleistungen aus. Quelle: YouTube 

„Die Leute müssen hier erwachsen werden und aufhören, sich Dinge auszudenken und so weiter“, sagte Dimon. „Ich kann nicht über einzelne Konten sprechen. Wir schließen niemanden wegen seiner religiösen oder politischen Zugehörigkeit aus.

„Wir sperren ihnen tatsächlich ihre Konten. Sie haben religiöse oder politische Verbindungen. Wir sperren Konten von Demokraten. Wir sperren Konten von Republikanern. Wir haben Konten von Angehörigen verschiedener Religionen gesperrt. Das geschah jedoch niemals aus diesem Grund.“

Dimon fordert Änderung der Debanking-Regeln

Krypto-Unternehmen ringen seit Jahren mit Kontoschließungen und der Verweigerung von Bankdienstleistungen und viele Branchenvertreter haben erklärt, dass diese Maßnahmen Teil einer politisch motivierten Strategie zur Unterdrückung des Sektors für digitale Vermögenswerte sind.

Dimon sagte jedoch, dass er Debanking nicht gutheiße und eine Änderung der Vorschriften zu Meldepflichten wünsche, die zu Debanking führen können.

„Ich begrüße es tatsächlich, dass die Trump-Regierung versucht, darauf hinzuweisen, dass Debanking schlecht ist und wir die Regeln ändern sollten. Verdammt, ich fordere schon seit 15 Jahren eine Änderung der Regeln. Also ändern Sie die Regeln.“

„Das ist wirklich kundenunfreundlich, und wir schließen Menschen aufgrund von Verdachtsmomenten, negativen Medienberichten oder all diesen verschiedenen Dingen von unseren Bankdienstleistungen aus“, fügte Dimon hinzu.

Im August unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine Durchführungsverordnung, in der er die Bankenaufsichtsbehörden anwies, Behauptungen über die Entbankung durch den Kryptosektor und Konservative zu untersuchen.

JPMorgan empfiehlt weniger Debanking 

Dimon sagte, eine der Regeln, die Banken befolgen müssen, sei die Weitergabe von Informationen an die Regierung, wenn sie dazu aufgefordert werden, aber er behauptet auch, dass JPMorgan Empfehlungen zur Reduzierung der Meldepflichten und Fälle von Debanking abgegeben habe.

Lesen Sie auch: Beziehungsaufbau zu Banken schützt Kryptobranche vor Debanking – OKX-CIO

„Wir geben der Regierung keine Informationen, nur weil sie darum bittet. Wir werden vorgeladen. Wir sind vom Gericht verpflichtet, diese Informationen an die Regierung weiterzugeben. Und ich habe die Vorladungen dieser Regierung, der letzten Regierung, der Regierung davor und der davor befolgt. Und ich bin mit vielem davon nicht einverstanden“, sagte Dimon.

„Die Regierung tut viele Dinge, die Banken verärgern können. Also lassen Sie uns einfach tief durchatmen und die Probleme lösen, anstatt jemandem die Schuld zu geben, der in diese Position gebracht wurde“, fügte er hinzu.

Gleichzeitig sagte Dimon, dass beide Seiten der Politik gleichermaßen schuldig seien, wenn es darum gehe, Druck auf Banken auszuüben.

„Sowohl demokratische als auch republikanische Regierungen haben uns verfolgt; tun wir nicht so, als würde nur eine Seite dies tun. Das geht schon seit langer Zeit so. Und wir sollten aufhören, die Regierung auf diese Weise zu militarisieren.“


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NextEra Energy: Dreifach-Offensive im Energiesektor

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NextEra Energy fährt eine aggressive Wachstumsstrategie und positioniert sich gleich an mehreren Fronten neu. Am 8. Dezember 2025 verkündete das Unternehmen drei bedeutende Schritte, die seine Marktposition deutlich verändern dürften.

Die erste Ankündigung betrifft die Übernahme von Symmetry Energy Solutions vom Investor Energy Capital Partners. Der Kaufpreis wurde nicht genannt, die Transaktion soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Symmetry beliefert rund 5.500 Großkunden und 80.000 Privatkunden in 34 US-Bundesstaaten mit Erdgas – ein klarer Ausbau der Gasversorgungskapazitäten von NextEra Energy Resources.

Milliarden-Investment in North Dakota geplant

Parallel dazu unterzeichnete NextEra Energy eine Absichtserklärung mit Basin Electric Power Cooperative für ein kombiniertes Gaskraftwerk in North Dakota. Die geplante Anlage soll eine Kapazität von etwa 1.450 Megawatt haben und als Energiequelle für einen Multi-Gigawatt-Rechenzentren-Campus dienen. Im Oktober reichten beide Partner bereits einen Antrag beim Southwest Power Pool ein, um die Netzanbindung zu prüfen.

Das Projekt läuft unter Basin Electrics „Large Load Commercial Program“ – einem Modell, bei dem energieintensive Großabnehmer wie Rechenzentren ihre eigene Stromerzeugung finanzieren. Gouverneur Kelly Armstrong bezeichnete dies als „Win-Win für North Dakota“, da Arbeitsplätze entstehen, ohne die Strompreise für bestehende Kunden zu belasten.

Google-Kooperation nimmt konkrete Form an

Die dritte Nachricht vom 8. Dezember: NextEra Energy und Google Cloud erweitern ihre Partnerschaft massiv. Gemeinsam wollen beide Unternehmen mehrere Rechenzentren-Standorte im Gigawatt-Maßstab entwickeln. Die ersten drei Campus-Projekte befinden sich bereits in der Entwicklung.

Interessant dabei: NextEra Energy setzt auf eine komplette digitale Transformation mit Google-Cloud-Technologie. Das erste kommerzielle Produkt dieser Zusammenarbeit soll Mitte 2026 im Google Cloud Marketplace verfügbar sein. Bereits jetzt haben beide Partner etwa 3,5 Gigawatt Energiekapazität in Betrieb oder unter Vertrag – darunter der Neustart des Duane Arnold Energy Center in Iowa.

Was steckt hinter der Strategie?

Die zeitgleichen Ankündigungen wirken orchestriert. NextEra Energy baut systematisch seine Erdgas-Infrastruktur aus, während gleichzeitig die Versorgung energiehungriger KI-Rechenzentren gesichert wird. Die Symmetry-Übernahme liefert das Gas-Know-how, die Basin-Electric-Kooperation das konkrete Kraftwerk, und Google garantiert die Großabnehmer.

Das Timing passt ins Bild: Die US-Regierung unter der Trump-Administration unterstützt das Modell explizit. Leslie Beyer vom Innenministerium lobte den Ansatz, Rechenzentren ihre eigene Stromerzeugung finanzieren zu lassen – eine Strategie, die NextEra bundesweit ausrollt.

Mit einer Marktkapitalisierung von 173,13 Milliarden Dollar und einem aktuellen Kurs von 83,13 Dollar liegt die Aktie etwa 17 Prozent über dem Halbjahrestief. Das KGV von 26,49 signalisiert allerdings eine ambitionierte Bewertung. Die Dividendenrendite beträgt 2,73 Prozent – NextEra erhöhte die Ausschüttung bereits 30 Jahre in Folge.

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BTC unter Druck: Was die Korrektur über die neue Marktmechanik der Cyberdevise verrät

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Bitcoin ist in den vergangenen Wochen deutlich unter die Marke von 100.000 US-Dollar gefallen und erreichte zeitweise ein Tief von rund 82.000 USD. Dieser Rücksetzer hat eine bekannte Debatte neu entfacht: Steht das Ende des Bullenmarkts bevor oder handelt es sich lediglich um eine zyklische Korrektur? Obwohl sich der Preis von Bitcoin Anfang Dezember bei über 90.000 USD stabilisiert hat, liefert ein genauer Blick auf die historischen Muster und die veränderte Marktstruktur eine differenziertere Antwort darauf, wie sich der aktuelle Marktzyklus entwickeln könnte.

Der klassische Bitcoin-Zyklus ist eng mit dem sogenannten „Halving“ verknüpft. Der etwa alle vier Jahre stattfindenden Halbierung der Blockbelohnung für Miner. Dieser Mechanismus war in der Vergangenheit regelmäßiger Auslöser für deutliche Preisrallyes und Korrekturen. Der Markt bewegt sich dabei typischerweise in vier Phasen: einer Pre-Halving-Rally, in der die Kurse in Erwartung des Ereignisses steigen, einem Post-Halving-Bullrun mit neuen Höchstständen, einem anschließenden Bärenmarkt mit deutlichen Korrekturen und schließlich einer Akkumulationsphase, in der sich die Preise stabilisieren, bevor der nächste Zyklus beginnt.

Bitcoin-Zyklus: Kommt jetzt der Bärenmarkt?

Die vergangenen beiden vollständigen Zyklen – also das Halving in 2016 und 2020 – folgten einem nahezu identischen Muster. Der Post-Halving-Bullrun dauerte jeweils rund 17 bis 18 Monate, bevor er in eine scharfe Korrektur überging. Diese Rückgänge waren begleitet von einem Bärenmarkt, der sich über 12 bis 14 Monate erstreckte. Im aktuellen Zyklus – das Halving fand im April 2024 statt – befinden wir uns etwa 19 Monate nach diesem strukturell wichtigen Ereignis. Ein neues Allzeithoch bei rund 126.000 USD wurde bereits erreicht, folgt daher nun ein längerer Bärenmarkt? 

Obwohl Bitcoin zu einer relativ neuen Anlageklasse gehört, was bedeutet, dass historische Daten für zukünftige Überlegungen nur von begrenzter Bedeutung sind, liefern sie dennoch wichtige Anhaltspunkte. Verglichen mit den bisherigen Zyklus-Verläufen müsste nun eigentlich ein Bärenmarkt einsetzen, zumal Bitcoin rund 18 Monate nach dem Halving seit Mitte Oktober eine Abwärtsphase durchläuft. Allerdings beläuft sich die Korrektur vom Allzeithoch zwischenzeitlich auf etwa 35 Prozent, verglichen mit früheren Zyklen wäre dieser Rücksetzer bislang erstaunlich moderat. Um ein historisch typisches Bärenmarktniveau zu erreichen, in den vergangenen Zyklen waren das ein Abschlag von 75 bzw. 80 Prozent, müsste Bitcoin deutlich tiefer fallen – und zwar bis in die Region um 30.000 USD. Genau das wirkt vor dem Hintergrund der heutigen Marktstruktur jedoch weniger wahrscheinlich. 

Veränderte Marktstruktur: Institutionen dominieren das Feld

Der wohl wichtigste Bruch mit den historischen Mustern ist der Eintritt institutioneller Anleger. Mit der Einführung der US-Spot-ETFs im Januar 2024 wurde Bitcoin für Pensionskassen, Vermögensverwalter und Unternehmen in einem komplett neuen Rahmen investierbar. Diese Anleger agieren anders als Privatanleger in früheren Zyklen: Sie handeln langfristig, glätten Schwankungen und reagieren eher selten auf kurzfristige Schlagzeilen. Die konstante Nachfrage institutioneller Player am Markt bildet ein stabilisierendes Fundament, das die Volatilität der Vergangenheit deutlich abmildert.

Der Einfluss der Halvings auf das Marktangebot nimmt zudem strukturell ab. Während die frühen Halvings die Rate ausgeschütteter Bitcoin um zweistellige Prozentwerte halbierten, führte das Halving 2024 lediglich zu einer Reduktion der Inflationsrate von etwa 1,7 auf 0,85 Prozent. Mit fast 94 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots, das bereits geschürft wurde, ist der zusätzliche Angebotsschock marginal geworden. Märkte haben dies erkannt und beginnen, die erwarteten Effekte deutlich früher einzupreisen, das Zyklus-Narrativ schwächt sich also nach und nach ab.

Parallel dazu hat Bitcoin sich stärker globalen Märkte angenähert. Die Kursbewegungen der letzten Monate verliefen zunehmend parallel zu Aktien- und Anleihemärkten. 2022 fiel Bitcoin im Zuge des aggressiven Zinserhöhungszyklus der Federal Reserve, 2023 und 2024 stieg er mit der Aussicht auf sinkende Zinsen und eine wieder lockere Liquiditätspolitik. Mit angekündigten weiteren Zinssenkungen und einem Ende des quantitativen Tightenings verbessert sich das makroökonomische Umfeld, was grundsätzlich stützend wirkt.

Langfristige Strategien zahlen sich aus

Vor diesem Hintergrund spricht derzeit vieles dafür, dass die jüngste Schwächephase eine Korrektur innerhalb des laufenden Zyklus ist und kein struktureller Wendepunkt. Die aktuelle Korrektur fällt deutlich milder aus als in der Vergangenheit, institutionelle Investoren sorgen für eine stabilere Nachfrage, und die makroökonomischen Rahmenbedingungen bleiben tendenziell unterstützend. Ein massiver Einbruch, wie er in früheren Zyklen typisch war, wäre nur dann zu erwarten, wenn sich die globale Risikolage deutlich eintrübt, dafür gibt es aktuell jedoch wenig Hinweise.

Auch wenn sich der Bitcoin-Markt weiter professionalisiert hat, bleiben Korrekturen ein normaler Bestandteil. Anleger sollten darauf mit langfristiger Planung reagieren: Positionen über mehrere Tranchen hinweg aufbauen, Schwächephasen strategisch nutzen und an makroökonomischen Faktoren statt an kurzfristigen Preisschwankungen ausrichten. 

Über Valour

Valour Inc. und Valour Digital Securities Limited (gemeinsam „Valour“) emittieren börsengehandelte Produkte („ETPs“), die privaten und institutionellen Anlegern einen einfachen und sicheren Zugang zu digitalen Vermögenswerten über ihr traditionelles Bankkonto ermöglichen. Valour ist Teil des Geschäftsbereichs Asset Management von DeFi Technologies Inc. (CBOE CA: DEFI) (GR: R9B) (Nasdaq: DEFT). Weitere Informationen über Valour, Anmeldungen oder Updates finden Sie unter valour.com.




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„Europäische SEC“ – Ausweitung der ESMA erntet Kritik in der Kryptobranche

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Der Vorschlag der Europäischen Kommission, die Befugnisse der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) auszuweiten, gibt Anlass zu Bedenken hinsichtlich einer Zentralisierung des Lizenzierungssystems der EU, obwohl damit tiefgreifendere institutionelle Ambitionen für die Struktur ihrer Kapitalmärkte signalisiert werden.

Am Donnerstag veröffentlichte die Kommission ein entsprechendes Paket, in dem sie vorschlug, „direkte Aufsichtsbefugnisse“ für wichtige Teile der Marktinfrastruktur, darunter Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs), Handelsplätze und zentrale Gegenparteien, an die ESMA zu übertragen, berichtete Cointelegraph.

Besorgniserregend ist, dass sich die Zuständigkeit der ESMA sowohl auf die Aufsicht als auch auf die Zulassung aller europäischen Krypto- und Finanztechnologieunternehmen (Fintech) erstrecken würde, was laut Faustine Fleuret, Leiterin der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten beim dezentralen Lending-Protokoll Morpho, zu langsameren Zulassungsverfahren führen und die Entwicklung von Startups behindern könnte.

„Ich bin sogar noch besorgter darüber, dass der Vorschlag die ESMA sowohl für die Zulassung als auch für die Aufsicht von CASPs verantwortlich macht, nicht nur für die Aufsicht“, erklärte sie gegenüber Cointelegraph.

Der Vorschlag muss allerdings erst noch vom Europäischen Parlament und vom Rat genehmigt werden, die derzeit darüber verhandeln.

Falls der Vorschlag angenommen wird, würde die Rolle der ESMA bei der Überwachung der EU-Kapitalmärkte eher dem zentralisierten Rahmen der US-Börsenaufsicht SEC ähneln, ein Konzept, das erstmals 2023 von der Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, ins Spiel gebracht wurde.

Zentralisierung birgt Risiken

Der Vorschlag, diese Aufsicht unter einer einzigen Regulierungsbehörde zu „zentralisieren“, zielt darauf ab, die Unterschiede in den nationalen Aufsichtspraktiken und die uneinheitlichen Lizenzierungssysteme zu beseitigen, birgt jedoch die Gefahr, die Entwicklung der Kryptoindustrie insgesamt zu verlangsamen, erklärte Elisenda Fabrega, General Counsel bei der Asset-Tokenisierungsplattform Brickken, gegenüber Cointelegraph.

„Ohne ausreichende Ressourcen könnte dieses Mandat unüberschaubar werden, was zu Verzögerungen oder übermäßig vorsichtigen Bewertungen führen könnte, die kleinere oder innovative Unternehmen unverhältnismäßig stark beeinträchtigen könnten.“

„Letztendlich wird die Wirksamkeit dieser Reform weniger von ihrer rechtlichen Form als vielmehr von ihrer institutionellen Umsetzung abhängen“, einschließlich der operativen Kapazitäten der ESMA, ihrer Unabhängigkeit und ihrer „Kooperationskanäle“ mit den Mitgliedstaaten, betonte die Expertin.

Regionale Aufteilung des globalen Aktienmarktes nach Marktanteil. Quelle: Visual Capitalist

Das umfassendere Paket zielt darauf ab, die Vermögensbildung für EU-Bürger zu fördern, indem die Kapitalmärkte der Europäischen Union gegenüber denen der USA wettbewerbsfähiger gemacht werden.

Der US-Aktienmarkt hat einen Wert von etwa 62 Billionen US-Dollar, was 48 % des globalen Aktienmarktes entspricht, während der kumulierte Wert des EU-Aktienmarktes laut Daten von Visual Capitalist „nur“ bei etwa 11 Billionen US-Dollar liegt, was 9 % des globalen Anteils entspricht.


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Rheinmetall-Aktie: Es wird knallen! | Trading-Treff

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Mitten in einer Marktphase, in der die Aktie von Rheinmetall zeitweise deutlich unter dem Allzeithoch notierte – getrieben von kurzfristigen Sorgen um eine mögliche Entspannung der geopolitischen Lage – setzt der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger ein klares finanzielles Statement. Er investierte Anfang Dezember erneut einen sechsstelligen Betrag von knapp 300.000 Euro in Aktien des eigenen Unternehmens.

Dies ist nicht nur eine einmalige Transaktion, sondern bereits der sechste Insiderkauf des CEOs im laufenden Jahr. Solch ein konsequentes antizyklisches Kaufmuster durch das Top-Management wird an der Börse als eines der stärksten Signale überhaupt gewertet, da der Manager die Auftragsbücher und die langfristige Strategie des Konzerns am besten kennt. Es signalisiert unmissverständlich: Die fundamentale Wachstumsstory ist intakt, und die aktuellen Kurse sind aus Sicht der Unternehmensführung zu günstig.

Rekord-Auftragsbestand: Die Basis für das Wachstum

Das Vertrauen des CEOs fußt auf einer beispiellosen Auftragslage. Rheinmetall konnte seinen sogenannten „Rheinmetall Backlog“ (Auftragsbestand inklusive nominierter Rahmenverträge) auf einen neuen Rekordwert von rund 64 Milliarden Euro steigern. In manchen Prognosen wird sogar erwartet, dass dieser Wert bis zum Jahresende auf bis zu 80 Milliarden Euro klettern könnte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

Dieser prall gefüllte Auftragsbestand sichert die Auslastung der Produktionskapazitäten über viele Jahre hinweg. Er ist die direkte Folge der „Zeitenwende“ und der gestiegenen Verteidigungsbudgets in Europa und den NATO-Staaten. Mit einem Umsatzziel von über 12 Milliarden Euro für 2025 und ambitionierten Zielen bis 2030 (Umsatz von rund 50 Milliarden Euro) bildet der Rekordauftragsbestand die solide Grundlage für die angekündigte massive Umsatzsteigerung.

Expansion in neue Geschäftsfelder

Rheinmetall ruht sich nicht auf dem Erfolg im klassischen Geschäft mit Panzern und Munition aus. Der Konzern betreibt eine weitreichende Expansionsstrategie. Die Divisionen, die sich mit Digitalisierung, Drohnen- und Luftabwehrsystemen sowie Flugzeug-Rumpfmittelteilen (wie für die F-35) beschäftigen, verzeichnen das stärkste Wachstum.

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 7. Dezember liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Dezember erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

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Italien setzt Frist für Krypto-Anbieter– Umstellung auf MiCA wird Pflicht

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Die italienische Börsenaufsicht hat einen festen Zeitplan für die Umsetzung der Krypto-Verordnung der Europäischen Union (EU) namens Markets in Crypto-Assets (MiCA) festgelegt und gewarnt, dass nicht lizenzierte Krypto-Plattformen vor einer Frist stehen, innerhalb derer sie entweder eine Genehmigung beantragen oder den Markt verlassen müssen.

Die Maßnahme betrifft unmittelbar die derzeit unter italienischer Aufsicht tätigen Anbieter von Dienstleistungen im Zusammenhang mit virtuellen Vermögenswerten (VASPs) sowie die Privatanleger, die deren Dienste in Anspruch nehmen.​

In einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung erinnerte die italienische Commissione Nazionale per le Società e la Borsa (CONSOB) den Markt daran, dass der 30. Dezember der letzte Tag ist, an dem bei der Organismo Agenti e Mediatori (OAM) registrierte VASPs unter den bestehenden nationalen Rahmenbedingungen tätig sein können.

Italy, European Union, MiCA
Italien stellt Kryptomarkt auf MiCA um. Quelle: CONSOB

Nach diesem Datum dürfen nur noch Unternehmen, die gemäß MiCA als Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs) zugelassen sind, einschließlich Unternehmen, die aus einem anderen EU-Mitgliedstaat nach Italien „passportieren“, Krypto-Asset-Dienstleistungen in dem Land anbieten.​

Die CONSOB weist darauf hin, dass gemäß den italienischen MiCA-Durchführungsbestimmungen VASPs, die bis zum 30. Dezember einen Antrag auf Zulassung als CASPs in Italien oder einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union stellen, ihren Betrieb während der Prüfung ihrer Anträge fortsetzen können, jedoch nicht länger als bis zum 30. Juni 2026.

Diese Übergangsphase steht nur Betreibern zur Verfügung, die ihren Antrag fristgerecht einreichen, und endet, sobald die Genehmigung erteilt oder abgelehnt wurde oder wenn die Frist am 30. Juni 2026 abgelaufen ist.

Verweigerer müssen Dienste einstellen

Für VASPs, die sich gegen eine Zulassung gemäß MiCA entscheiden, hat die CONSOB spezifische Verpflichtungen festgelegt. Diese Betreiber müssen ihre Aktivitäten in Italien bis zum 30. Dezember einstellen, bestehende Verträge kündigen und die Krypto-Vermögenswerte und Gelder ihrer Kunden gemäß deren Anweisungen zurückgeben.

Die CONSOB erklärte außerdem, dass die in der OAM-Liste registrierten VASPs auf ihren Websites angemessene Informationen veröffentlichen und ihre Kunden direkt über die Maßnahmen informieren müssen, die sie entweder zur Einhaltung der MiCA oder zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Beendigung bestehender Geschäftsbeziehungen zu ergreifen beabsichtigen.

Dieser Rahmen basiert auf dem italienischen Gesetzesdekret zur Umsetzung der MiCA, mit dem eine Übergangsregelung für bestehende VASPs eingeführt und die Bedingungen festgelegt wurden, unter denen diese ihren Betrieb fortsetzen können, während sie auf das neue CASP-Zulassungssystem umstellen. Das Dekret nutzt die Flexibilität, die die Übergangsbestimmungen der MiCA bieten, um nationale Fristen festzulegen, darunter das in der Mitteilung der CONSOB genannte Datum 30. Juni 2026.​

Behörde warnt Kleinanleger

Die Pressemitteilung der CONSOB enthält einen separaten Abschnitt mit dem Titel „Warnungen für Anleger“.

Die Aufsichtsbehörde weist darauf hin, dass derzeit in Italien tätige VASPs nach dem 30. Dezember möglicherweise nicht mehr dazu berechtigt sind, und betont, dass Anleger überprüfen sollten, ob sie von ihrem Anbieter die erforderlichen Informationen zu dessen Plänen zur Einhaltung der MiCA erhalten haben.

Andernfalls empfiehlt die CONSOB den Anlegern, den Betreiber um Aufklärung zu bitten oder die Rückgabe ihrer Gelder zu verlangen.

EU treibt Umstellung auf MiCA voran

Die Mitteilung der CONSOB ist Teil des umfassenderen EU-Rahmens für die Anwendung der MiCA und die Übergangsmaßnahmen. Am selben Tag veröffentlichte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) eine Erklärung zum Ende der MiCA-Übergangszeiträume, in der sie hervorhob, dass die Mitgliedstaaten eine vorübergehende Verlängerung bestehender Lizenzen für bestehende Anbieter gewähren können, diese Zeiträume jedoch begrenzt sind und auslaufen werden.

Die Erklärung der ESMA erläutert, dass Unternehmen, die unter nationalen Übergangsregelungen tätig sind, nicht automatisch auch nach MiCA-zugelassen sind, und betont die Notwendigkeit von „geordneten Abwicklungsplänen“, falls Anbieter vor Ablauf der Übergangsfristen keine Zulassung erhalten.​

Die harte Grenze Italiens für Anträge und den weiteren Betrieb zeigt, wie die Mitgliedstaaten den Ermessensspielraum nutzen, den ihnen MiCA in Bezug auf Übergangsregelungen einräumt. Die italienische Übergangsphase hat nun definierte Endpunkte, und für die Fortsetzung der Aktivitäten auf dem Kryptomarkt ist eine MiCA-konforme Genehmigung erforderlich.


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