Mercedes-Benz Aktie: Jahresendrally nimmt Fahrt auf

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Die Mercedes-Benz-Aktie zeigt sich zum Jahresausklang von ihrer besten Seite. Am Freitag schloss der Titel im XETRA-Handel bei 61,55 Euro – ein Plus von 1,87 Prozent. Damit nähert sich der Anteilsschein seinem 52-Wochen-Hoch von 63,17 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von 14,41 Prozent zu Buche.

Trendwende dank Bank of America

Verantwortlich für den jüngsten Schwung ist eine deutliche Neubewertung durch die Bank of America. Die US-Großbank verabschiedete sich von ihrer skeptischen Haltung und hob die Einstufung von „Underperform“ auf „Neutral“ an. Gleichzeitig wurde das Kursziel kräftig auf rund 63 Euro angehoben. Die Analysten argumentieren: Die größten Belastungen für den Stuttgarter Autobauer seien vorerst abgearbeitet.

Das Signal kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Nach einem schwierigen Börsenjahr für deutsche Autowerte hellt sich ausgerechnet zum Jahresfinale die Stimmung auf. Der gesamte Sektor nimmt wieder Fahrt auf – auch Wettbewerber wie Volkswagen und BMW profitieren von der verbesserten Marktstimmung.

Was die Wende antreibt

Drei Faktoren stützen den optimistischeren Ausblick. Erstens: Die europäische Autoindustrie blickt freundlicher auf das kommende Jahr. Zweitens: Aus den USA kommen positive politische Signale. Präsident Trump hat Lockerungen der Emissionsvorgaben angekündigt, was den regulatorischen Druck auf Hersteller verringert. Drittens: Mercedes setzt intern auf ein striktes Kostensenkungsprogramm, das bis 2027 wirken soll.

Auch der deutsche Leitindex DAX knackte am Freitag erstmals seit Mitte November wieder die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten. Mit einem Plus von 0,6 Prozent verabschiedete er sich bei 24.028,14 Zählern ins Wochenende. Nach dem schwachen Monatsstart samt Verlaufstief bei 23.433 Punkten am Montag hat der Index ordentlich Boden gutgemacht – und die Autowerte trugen ihren Teil dazu bei.

Gegenwind bleibt spürbar

Die Rally ist jedoch kein Selbstläufer. Operativ kämpft der Konzern weiter mit Herausforderungen: Ein schwächeres Absatzumfeld, mögliche Zölle sowie Kosten für Restrukturierung und Stellenabbau belasten. Die zyklische Natur der Branche bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Verglichen mit dem DAX, der seit Januar rund 21 Prozent zulegen konnte, hat Mercedes mit seinen 14,41 Prozent vergleichsweise enttäuschend performt.

Ob die Analysteneinschätzung ausreicht, um den Schwung bis ins neue Jahr zu tragen, wird sich zeigen. Das Upgrade der Bank of America stützt die Aktie kurzfristig, garantiert aber keine Fortsetzung der Erholung.

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Bitcoin-Schwäche: Hat die Kryptowährung jetzt ihren Tiefpunkt erreicht?

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Bitcoin-Schwäche: Hat die Kryptowährung jetzt ihren Tiefpunkt erreicht?


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EU will ESMA volle Kontrolle über Krypto- und Kapitalmärkte geben

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Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, die Befugnisse der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) auf Kryptowährungen und die Finanzmärkte im Allgemeinen auszuweiten, um den Wettbewerbsrückstand gegenüber den Vereinigten Staaten zu verringern.

Das am Donnerstag veröffentlichte Paket würde „direkte Aufsichtsbefugnisse“ für wichtige Teile der Marktinfrastruktur, darunter Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs), Handelsplätze und zentrale Gegenparteien, auf die ESMA übertragen und deren Koordinierungsrolle im Vermögensverwaltungssektor stärken.

Der Vorschlag muss allerdings erst noch vom Europäischen Parlament und vom Rat genehmigt werden, wo er derzeit verhandelt wird.

Falls der Vorschlag angenommen wird, würde die Rolle der ESMA bei der Überwachung der EU-Kapitalmärkte eher dem zentralisierten Rahmen der US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission) SEC ähneln.

Vorschlag der EU zur Regulierung durch die ESMA. Quelle: finance.ec.europa.eu

Im September forderte Frankreich als drittes europäisches Land nach Österreich und Italien die in Paris ansässige ESMA auf, die Aufsicht über große Krypto-Unternehmen zu übernehmen.

Dieser Schritt folgte auf zunehmende Kritik am maltesischen Lizenzierungssystem für Kryptowährungen. Im Juli veröffentlichte die ESMA eine Peer-Review zur Zulassung eines Krypto-Dienstleisters durch die maltesische Finanzaufsichtsbehörde und monierte, dass die dortige Aufsichtsbehörde die Erwartungen nur „teilweise erfüllt“ habe.

Aufgrund von Bedenken hinsichtlich laxerer Vorschriften in einigen Rechtsordnungen hat Frankreich ebenfalls damit gedroht, die „Passporting“-Regelung für europäische Lizenzen aus einigen Mitgliedstaaten zu blockieren, was zu Lücken bei der Durchsetzung der europäischen Verordnung Markets in Crypto-Assets (MiCA) führen würde.

Die drei EU-Länder unterstützten zudem auch Änderungen an MiCA, darunter strengere Vorschriften für Krypto-Aktivitäten außerhalb der EU, eine strengere Überwachung der Cybersicherheit und eine Überprüfung der Regulierung neuer Token-Angebote.

EU Zeitplan für Regulierung: Quelle: finance.ec.europa.eu

EZB-Präsidentin Lagarde wünscht sich europäische SEC

Die Europäische Union (EU) hat Anfang November damit begonnen, zu prüfen, ob der ESMA direkte Aufsichtsbefugnisse über Krypto-Unternehmen übertragen werden sollen, wie Cointelegraph bereits berichtet hat.

Der derzeitige Rechtsrahmen der EU umfasst mehrere nationale und regionale Regulierungsbehörden, die allerdings den grenzüberschreitenden Handel und die Innovation durch Startups behindern.

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, schlug erstmals im Jahr 2023 die Idee vor, eine gemeinsame „europäische Börsenaufsichtsbehörde“ zu schaffen.

„Die Schaffung einer europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde, beispielsweise durch die Erweiterung der Befugnisse der ESMA, könnte die Lösung sein. Diese Behörde würde ein umfassendes Mandat benötigen, einschließlich der direkten Aufsicht, um die systemischen Risiken großer grenzüberschreitender Unternehmen zu mindern“, erklärte Lagarde auf dem Europäischen Banken-Kongress im November 2023.

ESMA als Bremsklotz für Innovation?

Branchenbeobachter hatten zuvor gegenüber Cointelegraph gewarnt, dass die Aufsicht der ESMA über den gesamten Block die Innovation verlangsamen könnte, insbesondere für kleinere Krypto- und Finanztechnologieunternehmen (Fintech), die auf eine engere Zusammenarbeit mit den nationalen Regulierungsbehörden angewiesen sind.

„Die vollständige Zentralisierung der Zulassung und Aufsicht innerhalb der ESMA würde enorme personelle und finanzielle Ressourcen erfordern“, was „die Entscheidungsfindung und Innovation verlangsamen würde, insbesondere für neuere Akteure“, gab Faustine Fleuret, Leiterin der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten beim dezentralen Kreditprotokoll Morpho, gegenüber Cointelegraph entsprechend zu bedenken.

Fragmentierung der EU-Märkte. Quelle: finance.ec.europa.eu

Das umfassendere Paket zielt darauf ab, die Schaffung von Wohlstand für die EU-Bürger zu fördern, indem die Kapitalmärkte der Union wettbewerbsfähiger gemacht werden.

Im Jahr 2024 betrug die Marktkapitalisierung der Aktienbörsen laut einem Bericht der Europäischen Kommission nur 73 % des BIP der EU, verglichen mit 270 % in den USA.


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IBM Aktie: EU macht Ernst bei Finanzaufsicht

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Die Europäische Union hat IBM offiziell als kritischen Drittanbieter im Rahmen der Digital Operational Resilience Act (DORA) eingestuft. Die Entscheidung der europäischen Aufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA vom 5. Dezember 2025 unterstellt den Tech-Konzern erstmals direkter regulatorischer Kontrolle in Europa. Die Aktie notiert aktuell bei 307,99 US-Dollar – ein Plus von beachtlichen 44 Prozent seit Jahresbeginn.

Was bedeutet diese Einstufung konkret? IBM muss künftig strenge Standards für operative und technische Widerstandsfähigkeit einhalten, die als systemrelevant für Europas Finanzsektor gelten. Die Regulierung zielt darauf ab, dass Banken, Versicherungen und Investmentfirmen sowie deren IT-Dienstleister Technologiestörungen und Cyberangriffe überstehen können.

Jahrzehntelange Vorarbeit zahlt sich aus

Der Konzern hatte sich im Vorfeld der DORA-Implementierung intensiv vorbereitet. Cybersecurity-Technologien, Abwehrsysteme und Governance-Strukturen wurden verschärft, um den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. IBM betont seine jahrzehntelange Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Finanzinstituten und Aufsichtsbehörden weltweit.

Parallel demonstriert IBM seine technologische Schlagkraft an anderer Front: Eine Partnerschaft mit Bayer 04 Leverkusen zeigt, wie der Konzern KI-gestützte Videoanalysen im Profisport einsetzt. Die vollständig auf IBM Cloud betriebene Lösung kombiniert watsonx.ai Studio mit automatisierter Bilderkennung und reduziert zeitaufwendige manuelle Analysen drastisch.

Analyst sieht weiteres Kurspotenzial

RBC Capital bekräftigte jüngst sein „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 300 US-Dollar. Evercore ISI setzt sogar auf 315 US-Dollar und verweist auf IBMs starke Position bei Enterprise-KI und Quantencomputing. Die Einstufung als kritischer EU-Dienstleister könnte diese Einschätzungen stützen – sie unterstreicht IBMs unverzichtbare Rolle in der europäischen Finanzinfrastruktur.

Weitere strategische Initiativen untermauern die Wachstumsperspektive: Eine Kooperation mit Cisco soll fehlertolerante Quantencomputer-Netzwerke schaffen, während die Partnerschaft mit der University of Dayton die Halbleiterforschung vorantreibt. Auch im Sportbereich expandiert IBM – mit der UFC wurde eine KI-Plattform für Echtzeit-Analysen während Kämpfen entwickelt.

Die regulatorische Anerkennung durch die EU dürfte IBMs Vertrauenswürdigkeit als Partner für kritische Infrastrukturen weiter festigen. Für Finanzinstitute bedeutet dies: Wer mit IBM arbeitet, arbeitet mit einem offiziell überwachten und geprüften Systemdienstleister.

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Volkswagen Aktie: 30.000 Euro für den Absprung!

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Volkswagen greift tief in die Tasche, um Mitarbeiter loszuwerden. In der Gläsernen Manufaktur Dresden bietet der Konzern jedem Beschäftigten 30.000 Euro Prämie an, der freiwillig an einen anderen Standort wechselt. Das bestätigte der Konzernbetriebsrat gegenüber dem „Handelsblatt“. Betriebsratschefin Daniela Cavallo versichert zwar, dass es keine Zwangsversetzungen geben wird – doch die Botschaft ist klar: Dresden wird drastisch verkleinert.

Auf einer Betriebsversammlung am Donnerstag nannte Markenchef Thomas Schäfer neue Zahlen: Künftig sollen nur noch 155 VW-Mitarbeiter in der sächsischen Manufaktur arbeiten. Für rund 60 Beschäftigte gibt es ab 2026 schlicht keine definierte Aufgabe mehr. Sie sollen mit der Prämie zum Gehen bewegt werden. Vor allem die Werke in Wolfsburg und Kassel suchen derzeit Personal.

Innovationscampus statt Autos

Mitte Dezember endet in Dresden planmäßig die Serienproduktion des Elektroautos ID.3. Was kommt danach? Volkswagen, der Freistaat Sachsen und die TU Dresden haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Die Gläserne Manufaktur wird zum Innovationszentrum umgebaut – Schwerpunkte: Künstliche Intelligenz, Robotik, Mikroelektronik und Chip-Design.

Die TU Dresden wird künftig fast die Hälfte der Flächen nutzen. Insgesamt fließen in den kommenden sieben Jahren mehr als 50 Millionen Euro in das Projekt. Thomas Schäfer räumte ein, dass die Entscheidung schwer gefallen sei: „Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten war sie jedoch zwingend erforderlich.“ Das 2001 als Prestigeobjekt eröffnete Werk, einst Produktionsstätte des Luxusmodells Phaeton, bleibt als Auslieferungsstandort erhalten.

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Porsche verschärft Sparkurs dramatisch

Derweil dreht die VW-Tochter Porsche die Sparschraube noch härter an. In Gesprächen über ein zweites Zukunftspaket fordert das Management weitreichende Zugeständnisse: Einmalzahlungen und Jubiläumsleistungen sollen gestrichen, die Altersvorsorge gekürzt werden. Auch „Personalabbau im Angestelltenbereich“ und eine „externe Verlagerung von Dienstleistungsumfängen“ stehen im Raum, wie die „Stuttgarter Nachrichten“ berichten.

Besonders brisant: Die Ausbildungszahlen sollen reduziert und die Übernahmegarantie nur noch bedingt gewährt werden. Selbst bei Homeoffice und Arbeitszeit plant Porsche „Anpassungen“. Die Auslagerung ganzer Betriebsteile und Fahrzeuge wird nicht ausgeschlossen.

3,1 Milliarden Euro Umbaukosten belasten

Der Betriebsrat kontert mit einer klaren Forderung: Beschäftigungssicherung bis mindestens 2035 statt nur bis Mitte 2030. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Ibrahim Aslan verlangt ein „klares Bekenntnis zu unseren deutschen Porsche-Standorten“. Rund 23.000 Mitarbeiter in Zuffenhausen, Weissach und weiteren Standorten sind betroffen.

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Die Hintergründe sind dramatisch: Der Strategieschwenk, wieder verstärkt auf Verbrenner zu setzen, kostet Porsche 3,1 Milliarden Euro. Bereits im Februar wurde ein erstes Sparpaket verkündet – 1.900 Stellen fallen bis 2029 sozialverträglich weg. Im Juli kündigte der scheidende Vorstandschef Oliver Blume intern eine weitere Sparrunde an.

Positive Impulse vom Markt

Immerhin: Die Börse reagierte am Donnerstag positiv. Die Porsche-Aktie legte zeitweise 1,89 Prozent auf 45,74 Euro zu. Auch andere Autobauer dominierten den DAX – Mercedes, Volkswagen, BMW und Porsche SE belegten die ersten vier Plätze. Rückenwind kam von US-Präsident Donald Trump, der angekündigte Abgasvorgaben lockern will. Zusätzlich beflügelte eine positive Branchenstudie der Bank of America die Stimmung.

Für VW gilt weiterhin: Bis 2030 sollen konzernweit 35.000 Stellen in Deutschland wegfallen – vereinbart im Dezember 2024 mit der IG Metall. Die Umwidmung der Gläsernen Manufaktur ist nur ein Baustein dieses massiven Sparpakets.

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Ethereum & Solana: Ich kaufe nach, wenn das passiert….

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Ethereum & Solana: Ich kaufe nach, wenn das passiert….


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Wettquoten auf Kevin Hassent als Fed-Chef steigen

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Die Wahrscheinlichkeit, dass Kevin Hasset der nächste Vorsitzende der US-Notenbank wird, stieg sprunghaft an, nachdem US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung im Weißen Haus offenbar andeutete, wen er dafür im Auge hat. 

Bei seiner Rede im Weißen Haus am Dienstag stellte Trump die Gäste vor und begrüßte Hassett als „potenziellen Fed-Vorsitzenden“. 

„Es ist eine großartige Gruppe, und ich glaube, ein potenzieller Fed-Vorsitzender ist auch dabei“, sagte er. „Ich weiß nicht, dürfen wir das sagen, potenziell? Er ist eine angesehene Persönlichkeit, das kann ich Ihnen sagen. Danke, Kevin.“

Erst während einer Kabinettssitzung am selben Tag soll Trump berichten zufolge gesagt haben, dass sie die Auswahl bereits auf eine Person eingeschränkt hätten

„Ich glaube, wir haben uns etwa zehn angesehen und sind nun bei einer Entscheidung angelangt“, sagte er.

Quelle: The Kobeissi Letter

Die Wahrscheinlichkeit, dass Hassett zum Vorsitzenden der Fed ernannt wird, stieg nach Trumps Äußerungen bei Kalshi, einem Krypto-Prognosemarkt, von etwa 66 % auf 85 %. Bei Polymarket wurde ebenfalls ein solcher Anstieg verzeichnet. 

Prognosemarkt für den nächsten Fed-Vorsitzenden. Quelle: Kalshi

Kevin Hassett ist Direktor des National Economic Council der Regierung. Er übernahm diese Position im Januar 2025, nachdem er von Trump ausgewählt worden war. 

Hassett gilt als kryptofreundlich, hält einen Anteil von 1 Million US-Dollar an Coinbase und hat die Arbeitsgruppe für digitale Vermögenswerte geleitet. Er ist einer von vielen Kandidaten, die für die Leitung der Fed in Betracht gezogen werden, da die Amtszeit von Jerome Powell im Mai 2026 endet.

Trump hat seit seinem Amtsantritt ein angespanntes Verhältnis zu Powell.

Ende November sagte Trump: „Ich würde ihn gerne feuern … er ist völlig inkompetent.“

Lesen Sie auch: Coinbase arbeitet bereits an Prognosemarkt – Expertin

Warum der nächste Fed-Chef für Krypto wichtig ist

Finanzminister Scott Bessent wurde mit der Suche nach dem nächsten Fed-Vorsitzenden beauftragt. Was die Anforderungen der Regierung angeht, so erklärte Bessent letzten Monat, dass die Regierung einen Vorsitzenden suche, der die Fed eher still im Hintergrund leiten könne.

„Ich denke, es ist an der Zeit, dass sich die Fed wieder in den Hintergrund zurückzieht, wie sie es früher getan hat, die Lage beruhigt und sich für das amerikanische Volk einsetzt“, sagte er.

Die Fed hat zwar keinen direkten Einfluss auf die Regulierung von Kryptowährungen, ihre Maßnahmen beeinflussen jedoch die Marktstimmung erheblich, da sie die Geldpolitik und die Zinssätze steuert. 

Niedrigere Zinsen sind in der Regel ein Segen für Kryptowährungen, und Hassett hat zuvor die Zinspolitik der Fed als zu hoch kritisiert. 

Gleichzeitig beaufsichtigt die Fed auch das Bankwesen, und wenn sie bestimmte Vorschriften verschärfen oder lockern würde, könnte dies Auswirkungen auf die Geschäfte von Krypto-Unternehmen mit dem Bankensektor haben. 


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Mutares: Kranbereich von JOST übernommen

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Die Mutares SE & Co. KGaA hat am 2. Dezember 2025 die Übernahme des Krangeschäfts von JOST erfolgreich abgeschlossen. Die Private-Equity-Holding stärkt damit ihr Segment Goods & Services durch eine neue Plattforminvestition.

Der Geschäftsbereich wurde im Zuge der Hyva-Übernahme durch JOST im Februar 2025 miterworben. JOST hatte den Verkauf des nicht zum Kerngeschäft gehörenden Kranbereichs am 11. August 2025 angekündigt und nun zügig umgesetzt.

Was bringt der Deal?

Die übernommene Sparte entwickelt, produziert und wartet LKW-Krane für globale Märkte. Mit rund 400 Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen einen Jahresumsatz von etwa 100 Millionen Euro.

Die Produktionsstätten befinden sich in Italien, Brasilien und China. Ein weltweites Netz aus Vertriebs- und Distributionsbüros sichert die lokale Lieferung und den Kundensupport. Das Produktportfolio bedient verschiedene Branchen – vom Gewerbe- und Wohnungsbau über Infrastruktur bis zur Schiffsausrüstung.

Zahlen zeigen Handlungsbedarf

Zwischen dem 1. Februar und 30. September 2025 erzielte der Kranbereich Erlöse von 54,6 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei minus 1,6 Millionen Euro. JOST hatte die Sparte bereits zum 1. Februar 2025 nach IFRS 5 als „zur Veräußerung gehalten“ klassifiziert.

JOST-Chef Joachim Dürr bezeichnete den schnellen Abschluss des Verkaufsprozesses als wichtigen Meilenstein. Das Unternehmen will sich nun stärker auf die Synergiepotenziale der Hyva-Integration konzentrieren. Die Prognose für 2025 aus fortgeführten Aktivitäten bleibt unverändert.

Mutares baut mit der Transaktion sein Portfolio im Bereich industrieller Dienstleistungen weiter aus. Die Münchner Private-Equity-Gesellschaft ist im SDAX gelistet und auf Sondersituationen spezialisiert.

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Polnischer Präsident: Veto gegen strenges Krypto-Gesetz

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Der polnische Präsident Karol Nawrocki lehnte es ab, ein Gesetz zu unterzeichnen, das strenge Vorschriften für den Markt für Krypto-Assets vorsieht, was ihm Lob aus der Krypto-Community und scharfe Kritik von anderen Regierungsmitgliedern einbrachte.

Nawrocki legte sein Veto gegen das polnische Gesetz über den Kryptowährungsmarkt ein und erklärte, dessen Bestimmungen würden „die Freiheiten der Polen, ihr Eigentum und die Stabilität des Staates ernsthaft gefährden“, wie aus einer Erklärung des Pressebüros des Präsidenten vom Montag hervorgeht.

Der im Juni eingebrachte Gesetzentwurf hat Kritik von Vertretern der Industrie geerntet, darunter auch vom polnischen Politiker Tomasz Mentzen, der bereits damit gerechnet hatte, dass der Präsident das Gesetz nach der Zustimmung des Parlaments nicht unterzeichnen würde.

Obwohl Befürworter von Kryptowährungen das Veto als Sieg für den Markt begrüßten, verurteilten mehrere Regierungsbeamte diesen Schritt und behaupteten, der Präsident habe sich für „Chaos entschieden“ und müsse die volle Verantwortung für die Folgen tragen.

Warum gibt der Präsident ein Veto?

Einer der Hauptgründe für das Veto war eine Bestimmung, die es den Behörden ermöglichte, Websites, die auf dem Kryptomarkt tätig sind, leicht zu sperren.

„Gesetze zur Sperrung von Domains sind undurchsichtig und können zu Missbrauch führen“, erklärte das Präsidialamt in einer offiziellen Pressemitteilung.

Das Präsidialamt verwies auch auf die viel kritisierte Länge des Gesetzentwurfs und erklärte, dessen Komplexität verringere die Transparenz und führe zu einer „Überregulierung“, insbesondere im Vergleich zu einfacheren Rahmenwerken in der Tschechischen Republik, der Slowakei und Ungarn.

Quelle: Pressestelle des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki (Beitrag übersetzt von X)

„Überregulierung ist ein einfacher Weg, Unternehmen in die Tschechische Republik, nach Litauen oder Malta zu vertreiben, anstatt Bedingungen zu schaffen, unter denen sie in Polen tätig sein und Steuern zahlen können“, sagte der Präsident.

Nawrocki wies auch auf die überhöhten Aufsichtsgebühren hin, die Start-up-Aktivitäten behindern und ausländische Unternehmen und Banken begünstigen könnten.

„Das ist eine Umkehrung der Logik, die einen wettbewerbsorientierten Markt zerstört und eine ernsthafte Bedrohung für Innovationen darstellt“, sagte er.

Kritiker: “Präsident entscheidet sich für Chaos”

Nawrockis Veto hat eine heftige Gegenreaktion von hochrangigen polnischen Politikern ausgelöst, darunter Finanzminister Andrzej Domański und der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Radosław Sikorski.

Domański warnte auf X, dass „bereits jetzt 20 % der Kunden aufgrund von Missbräuchen auf diesem Markt ihr Geld verlieren“, warf dem Präsidenten vor, sich für „Chaos entschieden” zu haben und sagte, dieser trage nun die volle Verantwortung für die Folgen.

Lesen Sie auch: Amundi tokenisiert Euro-Geldmarktfonds auf der Blockchain

Sikorski schlug in die gleiche Kerbe und erklärte, dass der Gesetzentwurf eigentlich dazu dienen sollte, den Kryptomarkt zu regulieren. „Wenn die Blase platzt und Tausende Polen ihre Ersparnisse verlieren, wissen sie zumindest, wem sie dafür danken können“, argumentierte Sikorski auf X.

Quelle: Finanzminister Andrzej Domański (Beiträge übersetzt von X)

Befürworter von Kryptowährungen, darunter der polnische Ökonom Krzysztof Piech, reagierten umgehend mit dem Argument, dass der Präsident nicht dafür verantwortlich gemacht werden könne, dass die Behörden Betrüger nicht verfolgen.

Er wies auch darauf hin, dass die Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) der Europäischen Union ab dem 1. Juli 2026 Anlegerschutz in allen EU-Mitgliedstaaten gewährleisten soll.


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Renk-Aktie: Die volle Wahrheit!

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Die Renk-Aktie wurde zum Wochenstart erneut hart getroffen und rutschte im MDAX um rund 4,5 % ab. Am Dienstag ging es etwas gemäßigter zu. Dennoch: Die Aktie folgt damit dem Abwärtstrend der gesamten deutschen Rüstungsbranche, zu der auch Rheinmetall und Hensoldt zählen. Seit ihren Höchstkursen Anfang Oktober hat die Aktie einen Großteil ihrer Gewinne eingebüßt. Auslöser ist das kurzfristige Sentiment an den Märkten, das durch diplomatische Signale aus der Ukraine genährt wird und auf ein mögliches baldiges Ende des Konflikts hofft.

Citigroup sieht die fundamentale Chance

Während Anleger aufgrund der Schlagzeilen kalte Füße bekommen, bewertet die Citigroup die aktuelle Schwäche als deutliche Einstiegschance. Renk profitiert als Hersteller von Hochleistungsgetrieben für Panzer, Schiffe und Spezialeinheiten von einer tief verwurzelten, langfristigen Nachfrage. Die Technologie von Renk ist für die militärische Mobilität der NATO-Staaten unverzichtbar.

Die Analysten argumentieren, dass die fundamentalen Wachstumstreiber intakt bleiben:

Russlands Neubewaffnung: Unabhängig von einem Waffenstillstand wird Russland seine militärischen Kapazitäten wieder aufbauen.

Europas Zeitenwende: Europa muss seine Verteidigungsfähigkeit stärken, um künftige Aggressionen präventiv abzuwehren.

Die Perspektive der Citigroup: Buy-and-Hold in der Korrektur

Die Analysten der Citigroup sehen in der aktuellen Korrektur bei Renk und der gesamten Verteidigungsbranche eine klare Kaufgelegenheit. Sie beurteilen den jüngsten Abverkauf als ein rein durch kurzfristiges geopolitisches Sentiment getriebenes Ereignis. Zwar mögen Nachrichten über einen möglichen Waffenstillstand die Emotionen des Marktes beeinflussen, sie ändern jedoch nichts an den langfristigen fundamentalen Notwendigkeiten in Europa.

Die Notwendigkeit, militärische Kapazitäten wieder aufzufüllen, ist unabhängig von einem Ende des Ukraine-Krieges. Russland wird aufrüsten, und Europa ist zur jahrzehntelangen Erneuerung seiner Verteidigung gezwungen. Renk liefert die kritischen, strategisch wichtigen Getriebekomponenten, die über die gesamte Lebensdauer der neuen Panzer und Schiffe benötigt werden. Die politischen Beschlüsse zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben sind fixiert und budgetiert. Für langfristig orientierte Anleger stellt die schwächere Bewertung nach Ansicht der Citi-Analysten einen attraktiven Einstiegspunkt dar.

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