KI-Branche reagiert mit offenem Brief auf Gesetzentwurf der EU

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Mehr als 160 Führungskräfte von Technologieunternehmen aus der ganzen Welt haben einen offenen Brief an die Politiker der Europäischen Union verfasst, in dem sie darauf drängen, die geplanten Vorschriften für Künstliche Intelligenz (KI) sorgfältig zu prüfen, um die aufkeimende Branche nicht auszubremsen.

Am 30. Juni wiesen Führungskräfte von Unternehmen wie Renault, Meta, dem spanischen Telekommunikationsunternehmen Cellnex und der deutschen Investmentbank Berenberg entsprechend auf das vorgesehene EU-Gesetz zur Künstlichen Intelligenz hin und erklärten, dass es die Wettbewerbsfähigkeit und Innovation der Region gefährden könnte.

In dem Schreiben wird insbesondere davor gewarnt, dass die von der EU vorgeschlagenen Vorschriften zu einer übermäßigen Regulierung generativer KI-Tools führen und für die Unternehmen, die diese Technologie entwickeln, sowohl Haftungsrisiken als auch hohe Kosten mit sich bringen würden.

Am 14. Juni, also zwei Wochen vor dem Schreiben, verabschiedete das Europäische Parlament das erste EU-KI-Gesetz, das Rechtsvorschriften enthält, die Tools wie ChatGPT zwingen würden, alle KI-generierten Inhalte offenzulegen, sowie weitere Maßnahmen gegen illegale Inhalte.

Darüber hinaus sollen die Gesetze in ihrer jetzigen Fassung die Nutzung bestimmter KI-Dienste und -Produkte verbieten. Völlig verboten wurden Technologien wie die öffentliche Nutzung biometrischer Überwachung, Social-Scoring-Systeme, vorausschauende Polizeiarbeit, die sogenannte „Emotionserkennung“ und ungezielte Gesichtserkennungssysteme.

Bevor der Gesetzentwurf tatsächlich in Kraft tritt, werden zunächst noch einzelne Verhandlungen zwischen den Parlamentsmitgliedern stattfinden, um die Details des EU-KI-Gesetzes abzuschließen. Das jüngste Schreiben kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Technologieunternehmen noch Zeit haben, den Gesetzgeber um mildere Maßnahmen zu bitten.

Am Tag vor der Veröffentlichung des Schreibens besuchte auch der Präsident von Microsoft Europa, um mit den EU-Politikern darüber zu sprechen, wie KI am besten reguliert werden kann

Im Mai war auch Sam Altman, der CEO von OpenAI, in Brüssel, um mit den Gesetzgebern über die Regulierung der KI-Branche zu reden. Er warnte dabei vor den möglichen negativen Auswirkungen einer Überregulierung .

Der EU-Chef für Technologie drängt zudem darauf, dass sich die EU und die USA zusammentun, um einen freiwilligen „KI-Verhaltenskodex“ zu schaffen, der solange in Kraft treten soll, bis die Politik der beiden Wirtschaftsmächte dauerhafte Maßnahmen beschlossen hat.

Im März wurde ein weiterer offener Brief von mehr als 2.600 führenden Vertretern der Technologiebranche, darunter Elon Musk, veröffentlicht. Darin wurde jedoch eine vorübergehende Pause für die weitere Entwicklung von KI gefordert und eine Regulierung verlangt.


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