Crypto.com wegen BaFin-Ermittlungen nicht mehr auf Deutsch verfügbar

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Crypto.com ist seit einiger Zeit in Deutschland nicht mehr erreichbar. Die Kryptobörse aus Singapur hat angekündigt, sich aufgrund von Ermittlungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aus der Bundesrepublik zurückzuziehen. Den Informationen zufolge kommt die deutsche Finanzaufsicht zu dem Schluss, dass die Plattform in ihrem Hoheitsgebiet ohne die erforderlichen Lizenzen operiert hätte.

Werbung in Deutschland ohne Genehmigung

Tatsächlich brauchte Crypto.com ein Partnerunternehmen mit einer entsprechenden Lizenz, um in Deutschland werben und operieren zu können. Im Jahr 2021 unterzeichnete Crypto.com eine Vereinbarung mit CM-Equity, einer deutschen Plattform, die sich als zugelassener Handelspartner für professionelle Wertpapierkunden beschreibt. Das Ziel der Vereinbarung war es, beiden Unternehmen die Möglichkeit zu geben, in Deutschland tätig zu sein, ohne für längere Zeit Lizenzen erwerben zu müssen.

Danach meldete Crypto.com CM-Equity der BaFin als Geschäftspartner und erwähnte das Unternehmen in seinen Nutzungsbedingungen. Auf Recherche von Finance Forward gab Crypto.com an, ein „verbundener Vertreter der CM Equity AG” zu sein. Später stellte diese dann jedoch fest, dass Crypto.com alle Aufgaben persönlich übernommen hatte und die deutsche Plattform daher nicht in die Geschäftspraxis involviert war. Dies hielt die Kryptobörse aus Singapur jedoch nicht davon ab, eine aggressive Werbekampagne zu beginnen. Insbesondere nutzte Crypto.com die sozialen Medien und den Sport, um Werbung zu machen.Dadurch kam es zu einem starken Anstieg der Downloads der Krypto-App.

Crypto.com wurde von Finance Forward nach einer zukünftigen Zusammenarbeit mit CM-Equity gefragt, woraufhin ein Unternehmenssprecher antwortete, dass die Börse zusammen mit ihrem lokalen Partner eine gründliche Überprüfung ihrer Niederlassung in Deutschland durchgeführt habe, um sicherzustellen, dass alles den strengsten Vorschriften entspreche. Dennoch deuten die Nachforschungen darauf hin, dass CM-Equity nicht wusste, dass das Unternehmen ein aktiver Partner von Crypto.com war.

App auf Deutsch nicht mehr verfügbar

Crypto.com also lediglich über eine Lizenz in Malta, mit der den deutschen Kunden die Installation der Anwendung ermöglicht wird. Um potenzielle Kunden in Deutschland mit Werbemaßnahmen gezielt anzusprechen, wäre jedoch eine separate Lizenz erforderlich gewesen, die nicht vorhanden war. Die App von Crypto.com ist in Deutschland deshalb nun zunächst nicht mehr in deutscher Sprache verfügbar, bleibt aber trotzdem im Land zugänglich.

Auf Nachfrage bestätigte das Unternehmen, dass es sehr wohl eine Beziehung zu CM-Equity aufgebaut habe, die damals ordnungsgemäß dokumentiert wurde. Das Unternehmen stellte allerdings auch klar, dass alle seine Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum, einschließlich Deutschland, über seine lizenzierten und autorisierten Unternehmen akquiriert worden seien, ohne in Deutschland gezielt Werbung zu machen. Crypto.com hat in den sozialen Netzwerken massiv für seine Anwendung geworben. Die Frage, die sich jetzt stellt, ist, was mit den Kunden geschieht, die durch diese Werbekampagnen gewonnen wurden.

Letztes Jahr hatte die deutsche Finanzaufsichtsbehörde auf eine Anfrage von Finance Forward angegeben, dass sie den Sachverhalt prüfe. Seitdem hat sie jedoch bestätigt, dass sie nur eine Untersuchung durchführt, was einen beträchtlichen Unterschied bedeutet.


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