Terra will Sammelklage von Krypto-Anlegern abweisen lassen – US-Recht greift nicht?

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Terraform Labs, das Unternehmen hinter dem berühmt-berüchtigten Krypto-Projekt Terra, hat die Abweisung einer Sammelklage beantragt und argumentiert dahingehend, dass die in der Klage angeführten US-Wertpapiergesetze nicht auf die von Terraform Labs im Ausland entwickelten Protokolle anwendbar sind.

Am 3. Mai hat Terraform Labs bei einem kalifornischen Bundesrichter die Abweisung der von Nick Patterson eingereichten Sammelklage beantragt, in der behauptet wird, das Unternehmen habe nicht registrierte Wertpapiere verkauft und die Krypto-Anleger getäuscht.

Die Anwälte des Unternehmens halten dem entgegen, dass das amerikanische Wertpapierrecht in diesem Fall nicht greift, da die Protokolle des Krypto-Projekts außerhalb der USA entwickelt und betrieben wurden.

Auszug aus dem Antrag auf Klageabweisung, Fall-Nr. 3:22-cv-03600. Quelle: Law360

Das Terra/Luna-Ökosystem brach im Mai 2022 zusammen und vernichtete mehrere Milliarden Dollar auf den Kryptomärkten. Der Zusammenbruch hat eine Reihe von Klagen gegen das Unternehmen, verbundene Organisationen wie die Luna Foundation Guard und den Firmengründer Do Kwon ausgelöst.

Im Juni 2022 wurde dann die genannte Sammelklage eingereicht, in der unter anderem behauptet wird, dass die Terra-Kryptowährungen (UST und LUNA) Wertpapiere seien.

Laut Law360 argumentiert Terraform imAntrag auf Klageabweisung, dass die US-Wertpapiergesetze und die angeführten Rechtsnormen hinsichtlich dem vorgeworfenen Anlagebetrug nur im amerikanischen Inland gelten. So heißt es:

„Die Bundeswertpapiergesetze sind nicht anwendbar, da in der Klage nicht zur Last gelegt wird, dass eines der fraglichen Protokolle im Inland entwickelt wurde.“

Dasselbe Argument gilt auch für die in der Klage erhobenen RICO-Vorwürfe (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations), denen zufolge es das Ziel der Firma war, auf Kosten der Kleinanleger Gewinne zu erzielen, so Terraform.

Nick Patterson, der die Klage im Namen der geschädigten Krypto-Anleger eingereicht hat, habe nicht hinreichend dargelegt, dass der mutmaßliche Anlagebetrug im Inland stattgefunden habe, wie das Unternehmen weiter zu bedenken gibt.

Außerdem könne der Kläger nicht genau angeben, wo sich die fraglichen Wallets mit seinen Terra-Tokens befinden, was laut Terraform eine Anwendung des amerikanischen Rechts umso fragwürdiger macht.

Terraform und Do Kwon wurden im Februar von der US-Börsenaufsicht (SEC) verklagt. Die Behörde ist der Ansicht, dass das Projekt und dessen Chef einen milliardenschweren Wertpapierbetrug begangen haben.

Im April hat ein südkoreanisches Gericht jedoch entschieden, dass es sich bei LUNA nicht um ein Wertpapier im Sinne des südkoreanischen Kapitalmarktgesetzes handelt.

Am 25. April wurde in Südkorea allerdings auch Anklage gegen den Mitbegründer von Terraform Labs, Hyun-seong Shin, und neun mit dem Unternehmen verbundene Personen erhoben.

Medienberichten zufolge lautet der Vorwurf hier nichtsdestotrotz auf Betrug, Veruntreuung und Unterschlagung, wobei der Anklage fast ein Jahr an Ermittlungen vorausgeht.


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