Corcept Therapeutics Aktie: FDA-Schock!

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Die Aktie von Corcept Therapeutics ist am Mittwoch dramatisch eingebrochen. Im vorbörslichen Handel sackte der Titel um 33,2% ab und erreichte mit 38,78 Dollar ein neues 52-Wochen-Tief. Der Grund: Die US-Gesundheitsbehörde FDA lehnte den Zulassungsantrag für das Medikament Relacorilant ab.

Was ist passiert?

Die FDA erteilte Corcept einen Complete Response Letter – faktisch eine Ablehnung des New Drug Application für Relacorilant. Das Medikament sollte Patienten mit Bluthochdruck infolge von Hypercortisolismus behandeln. Die Behörde erkannte zwar an, dass die pivotale GRACE-Studie ihren primären Endpunkt erreichte und die GRADIENT-Studie bestätigende Ergebnisse lieferte. Dennoch fordert die FDA zusätzliche Wirksamkeitsdaten, um eine positive Nutzen-Risiko-Bewertung vornehmen zu können.

CEO Joseph K. Belanoff zeigte sich überrascht und enttäuscht. Das Unternehmen plant nun schnellstmöglich ein Treffen mit der FDA, um den weiteren Weg für Relacorilant zu besprechen. Das Engagement für Patienten mit Hypercortisolismus bleibe unverändert, so Belanoff.

Wie stark ist der Absturz wirklich?

Der aktuelle Kurs von 38,78 Dollar liegt satte 67% unter dem 52-Wochen-Hoch von 117,33 Dollar. Bemerkenswert dabei: Trotz des jüngsten Einbruchs verzeichnet die Aktie über ein Jahr betrachtet noch immer ein Plus von 39,29%. Die Volatilität verdeutlicht die Abhängigkeit von regulatorischen Entscheidungen.

Analysten sehen die Aktie dennoch als unterbewertet an. Die Kursziele reichen von 95 bis 145 Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau. Mit einer Current Ratio von 3,14 verfügt Corcept über eine solide Liquidität, die kurzfristige Verpflichtungen komfortabel abdeckt.

Hoffnung bleibt

Relacorilant ist ein oral verfügbarer selektiver Glukokortikoid-Rezeptor-Antagonist und hat sowohl von der FDA als auch der Europäischen Kommission den Status als Orphan Drug für Hypercortisolismus erhalten. Zudem läuft die Evaluierung für Eierstockkrebs weiter. Für die Behandlung von platinresistentem Ovarialkarzinom steht am 11. Juli 2026 ein PDUFA-Datum an – die nächste wichtige regulatorische Hürde.

Der Markt zeigt sich derzeit skeptisch. Neben Corcept gerieten am Mittwoch auch andere Aktien unter Druck, darunter NIO mit minus 9,27% und Xpeng mit minus 6,18%. Die Frage bleibt: Kann Corcept das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen?

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US-Gesetz für Kryptomarktstruktur auf 2026 verschoben

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Der Bankenausschuss des US-Senats hat die Anhörungen zur Gesetzgebung zur Struktur des Kryptomarktes auf 2026 verschoben, obwohl zuvor die Hoffnung bestand, dass die Anhörung noch in dieser Woche stattfinden würde. 

In einer Erklärung vom Montag bestätigte ein Sprecher des Vorsitzenden des Bankenausschusses des Senats, Tim Scott, dass der Ausschuss in diesem Jahr keine Sitzung zur Marktstruktur abhalten werde.

„Vorsitzender Scott und der Bankenausschuss des Senats haben gemeinsam mit ihren demokratischen Kollegen große Fortschritte bei der Ausarbeitung einer parteiübergreifenden Gesetzgebung zur Marktstruktur für digitale Vermögenswerte erzielt“, erklärte der Sprecher.

Sie fügten hinzu, dass Vorsitzender Scott deutlich gemacht habe, dass die Bemühungen parteiübergreifend sein sollten. 

„Er hat sich konsequent und geduldig an Diskussionen in gutem Glauben beteiligt, um ein starkes parteiübergreifendes Ergebnis zu erzielen, das Klarheit für die Branche der digitalen Vermögenswerte schafft und Amerika zur Krypto-Hauptstadt der Welt macht“, fügte er hinzu. 

„Der Ausschuss setzt die Verhandlungen fort und rechnet mit einer Markup-Sitzung Anfang 2026.“

Midterm-Wahlen könnten für weitere Verzögerung sorgen

Die Verzögerung hat einige Akteure der Kryptoindustrie enttäuscht, die sich für 2025 substanziellere Fortschritte bei der Regulierung erhofft hatten. 

„Der Gesetzentwurf zur Marktstruktur ist in der Markup-Phase im Senat gescheitert. Auch Anfang 2026 könnte gefährdet sein“, sagte der Krypto-Investor und Forscher Paul Barron, der den Fortschritt des Gesetzentwurfs kritisch begleitet hat.

Die Gesetzgebung zielt darauf ab, zu klären, wie die Securities and Exchange Commission und die Commodity Futures Trading Commission die Kryptomärkte beaufsichtigen, wobei letztere als primäre Spotmarkt-Aufsichtsbehörde benannt wird. 

Lesen Sie auch: Strike-CEO von JP Morgan entbankt: Kommt Chokepoint 2.0?

Im Jahr 2026 finden Zwischenwahlen statt, bei denen alle Sitze im Repräsentantenhaus und 33 Sitze im Senat neu besetzt werden. Das kann die Verabschiedung parteiübergreifender Gesetze oft verzögern oder weiter erschweren.

Spot-Krypto-Märkte fallen

Es bleibt auch unklar, wie schnell die Anhörungen zur Preisgestaltung im Jahr 2026 wieder aufgenommen werden, da sich der Kongress nach seiner Weihnachtspause zunächst auf die Finanzierung der Bundesregierung konzentrieren wird. Der aktuelle Finanzierungsentwurf läuft am 30. Januar aus, sodass die Krypto-Gesetzgebung möglicherweise zurückgestellt wird.

Die Kryptomärkte gaben um 3,6 % nach, da am späten Montagabend innerhalb weniger Stunden rund 150 Milliarden US-Dollar aus dem Markt abgezogen wurden. Bitcoin (BTC) verlor laut TradingView fast 5.000 US-Dollar und fiel von knapp unter 90.000 US-Dollar auf knapp über 85.000 US-Dollar. Eine Erholung ist bislang noch nicht zu verzeichnen.




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NASDAQ 100: Jahresendrally stockt

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News von Trading-Treff.de

Der NASDAQ 100 zeigt sich zum vorletzten Handelstag des Jahres 2024 leicht schwächer. Der technologielastige Index verlor am Dienstag 0,17 Prozent auf 25.482,86 Punkte. Trotz der aktuellen Zurückhaltung steht für das Gesamtjahr ein beeindruckendes Plus von gut 21 Prozent zu Buche.

Die Anleger halten sich kurz vor dem Jahreswechsel spürbar zurück. Broker IG taxierte den Index rund eine Stunde vor Handelsbeginn noch nahezu unverändert. Die Vorsicht der Marktteilnehmer überwiegt offenbar – trotz der starken Jahresperformance.

Notenbank-Protokoll im Fokus

Alle Augen richten sich auf die Veröffentlichung des Fed-Protokolls im Handelsverlauf. Die Aufzeichnungen der jüngsten Zinssitzung dürften unterstreichen, dass Anleger im kommenden Jahr mit weiter sinkenden Zinsen in den USA rechnen können. Eine solche Bestätigung könnte gerade für Technologiewerte wichtige Impulse liefern.

Die Börsianer verfolgen zudem aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen. Donald Trump kritisierte einen angeblichen ukrainischen Angriff auf eine Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf. „Das ist nicht gut“, kommentierte der designierte US-Präsident, nachdem er von Putin über den Vorfall informiert worden war. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die russischen Anschuldigungen als Vorwand zurück, den Krieg fortzusetzen.

Tech-Werte unter Beobachtung

Die breite US-Marktentwicklung zeigt sich ebenfalls verhalten. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,08 Prozent auf 600,28 Punkte nach. Der Dow Jones Industrial sank um 0,15 Prozent auf 48.387,32 Zähler und entfernte sich damit weiter von seinem Rekordhoch vom 12. Dezember bei knapp 48.887 Punkten.

Bei den Einzelwerten bleibt der Fokus auf Minenbetreibern bestehen. Nach starken Kursschwankungen zu Wochenbeginn stabilisierten sich die Preise für Gold und Silber. Aktien wie Barrick, Coeur und Hecla legten vorbörslich zwischen gut zwei und mehr als drei Prozent zu.

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Bitcoin – Krypto-Winter trotz Tokenisierungs-Boom

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  1. Rückblick

In den vergangenen fünf Wochen hielt die Schwäche im Krypto-Sektor an, nachdem der starke Rückgang seit Anfang Oktober die Stimmung bereits in den Keller gedrückt hatte. Trotz des massiven Rücksetzers gelang dem nur eine Konsolidierung auf niedrigem Niveau, bei der die Kurse bereits seit fünfeinhalb Wochen schwach zwischen etwa 84.000 und 92.000 USD seitwärts laufen. Überraschenderweise gelang den Bullen weder eine nachhaltige Erholung noch die typische Jahresendrally, Stattdessen belasten ETF-Abflüsse, Gewinnmitnahmen und geringe Handelsvolumina.

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Krypto Marketcap, vom 23. Dezember 2025. Quelle: Tradingview

Der breitere Kryptomarkt zeigte ein vergleichbares Bild: Während Bitcoin seine relative Stabilität bewahren konnte, gerieten Altcoins wie Ethereum und Solana deutlich stärker unter Druck. Ethereum fiel zeitweise fast -47 % unter sein Sommerhoch, Solana verlor seit dem September-Peak bei rund 253 US‑Dollar sogar -53,75 %. Viele Altcoins dürften das Jahr mit zweistelligen Verlusten beenden, während nur wenige Segmente – etwa Web3‑Gaming‑Tokens oder Privacy‑Coins – eine gewisse relative Stärke zeigten. Insgesamt verringerte sich die gesamte Marktkapitalisierung phasenweise um etwa 5 bis 6 %, was die zunehmende Risikoaversion und Fragmentierung innerhalb des Marktes widerspiegelt.  

Gleichzeitig haben sich Ethereum und Solana sich aus dem alten „Entweder-oder“-Duell zu komplementären Säulen des Krypto-Ökosystems entwickelt. Ethereum fungiert heute als globaler Settlement-Layer der Krypto-Branche. Mit täglich rund 90–100 Mrd. USD an Stablecoin-Transfers und einem Rekordvolumen von 2,82 Bio. USD im Oktober 2025 ist klar: Wenn ernsthaftes Kapital bewegt wird, landet es auf Ethereum. Vor allem Tethers USDT, welches über die Hälfte des Stablecoin-Volumens ausmacht, nutzt Ethereums Sicherheit, Vertrauen und Finalität. Nicht, weil Ethereum das schnellste Netzwerk ist, sondern weil es das Verlässlichste ist.

Parallel dazu positioniert sich Solana zunehmend als das „Liquidity Layer“ des Kryptomarkts. Während Ethereum für Vertrauen steht, gedeiht auf Solana der schnelle Handel. Drei Monate in Folge übertraf das SOL-USD-Spotvolumen laut Artemis sogar Handelsriesen wie Binance und Bybit – ein Zeichen für echte, organische On-Chain-Liquidität. Mit ultraniedrigen Gebühren, hoher Transaktionsgeschwindigkeit und einer zunehmenden Präferenz für USDC (über 68 % des Stablecoin-Volumens) überschreitet die Stablecoin-Gesamtmenge auf Solana inzwischen Mrd. USD. Solana beweist, dass „vertrauenswürdig“ nicht mit „langsam“ gleichgesetzt werden muss – sondern mit effizient, günstig und ständig aktiv.  

  1. Chartanalyse Bitcoin in US-Dollar

  2. Wochenchart: Bislang keine Anzeichen für eine Trendwende

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Bitcoin in USD, Wochenchart vom 23. Dezember 2025. Quelle: Tradingview

Nachdem der Bitcoin ausgehend von seinem neuen Allzeithoch am 6.Oktober bei 126.272 USD bis auf 80.537 USD in die Tiefe gestürzt ist, kommen die Notierungen nur mühsam auf die Beine. Dabei bewegte sich Bitcoin in den letzten Wochen in einer engen Range zwischen primär ca. 85.000 und 93.000 USD. Gelegentliche Ausreißer nach oben und unten wurden schnell wieder eingefangen. Damit hat die runde psychologische Marke von 80.000 USD zumindest für eine Stabilisierung gesorgt.

Die Wochen-Stochastik ist klar überverkauft. Allerdings will das Momentum bislang nicht nach oben drehen, sondern verharrt in der überverkauften Zone. Sollte sich dies nicht bald ändern, könnte die Wochen-Stochastik in den eingebetteten super bärischen Zustand wechseln. Damit würde der Abwärtstrend im größeren Zeitrahmen weiter zementiert.

Zusammenfassend bleibt der Wochenchart bärisch. Es fehlen bislang klare Anzeichen für eine bevorstehende größere Erholung. Die anhaltende Konsolidierung der letzten Wochen deutet stattdessen auf eine weitere Abwärtswelle hin. Im besten Fall hält dabei die breite Unterstützungszone um 80.000 USD einem erneuten Bärenangriff stand. Sollte dies scheitern, öffnet sich das Tor in Richtung von ca. 70.000 USD.

  1. Tageschart: Seitwärts verlaufende Konsolidierung

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Bitcoin in USD, Tageschart vom 23. Dezember 2025. Quelle: Tradingview

Der Tageschart für den Bitcoin zeigt seit rund 10 Tagen eine enge Konsolidierung in einer engen Range zwischen ca. 85.000 und 90.000 USD an. Nach einem kurzen Anstieg bis 90.500 USD kamen die Bären sofort wieder in den Markt und sorgten für anhaltenden Verkaufsdruck. Die dünne Liquidität zum Jahresende steht einer größeren Erholung bislang ebenfalls im Weg.

Zudem rückt die fallende 50-Tage-Linie (92.325 USD) als signifikanter Widerstand in den Fokus. Zusammen mit dem oberen Bollinger-Band (93.358 USD) wird die Widerstandszone um 95.000 USD zusätzlich verstärkt. Erholungen über diese Marke hinaus wirken aktuell sehr ambitioniert und daher eher unwahrscheinlich. Das untere Bollinger-Band (85.107 USD) definiert hingegen weiterhin die seitwärts verlaufende Konsolidierung.

Insgesamt signalisiert der Tageschart aktuell die ​ Unentschlossenheit der Marktteilnehmer. Technisch ist der übergeordnete Trend weiterhin bärisch. Der Momentum-Oszillator hat allerdings ein kleines Kaufsignal aktiviert, während die Kurse seitwärts laufen. Starke Divergenzen sind dabei bislang nicht zu beobachten. Ein Ausbruch über 90.000 USD dürfte daher nur eine überschaubare Erholung in Richtung vn ca. 93.000 bis 95.000 USD nach sich ziehen.

  1. Sentiment Bitcoin – Schlechte Stimmung nistet sich ein

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Crypto Fear & Greed Index vom 23. Dezember 2025. Quelle: Bitcoin Magazine Pro.

Der „Crypto Fear & Greed Index“ steht derzeit bei 24 von 100 Punkten und signalisiert damit „Extreme Fear“ im Kryptomarkt. Dieser niedrige Wert spiegelt den anhaltenden Pessimismus der Investoren wider, primär ausgelöst durch den scharfe Kursrutsch beim Bitcoin. Historisch gesehen markieren solche extremen Angstzustände oft potenzielle Trendwendepunkte. Allerdings hält die miserable Stimmung schon seit Wochen an, so dass sich Anleger langsam an das Trauertal gewöhnen.

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CMC Crypto Fear & Greed Index vom 23. Dezember 2025. Quelle: Coinmarketcap

Der „CMC Crypto Fear & Greed Index“ von CoinMarketCap, der den breiteren Kryptomarkt (inklusive Top-10-Coins und Stablecoin-Dynamiken) abbildet, steht aktuell bei 29 von 100 und signalisiert damit ebenfalls hohe Angstzustände im Krpyto-Sektor. Im Vergleich zum klassischen Bitcoin-fokussierten Index fällt der CMC-Wert etwas höher aus, was auf eine leicht differenzierte Bewertung von Marktmomentum, Volatilität, Social-Media-Stimmung und Stablecoin-Ratios hinweist. Dieser Wert unterstreicht ebenfalls die anhaltende Vorsicht der Investoren inmitten der Preisstagnation und ETF-Abflüsse, birgt aber historisch oft Kontraindikator-Potenzial: Werte unter 30 haben in der Vergangenheit häufig lokale Tiefs markiert und langfristig attraktive Einstiegsmöglichkeiten geboten, allerdings nur solange der langfristige Aufwärtstrend intakt geblieben war.

Zusammenfassend zeigt die Sentimentanalyse weiterhin „extreme Angst“. Dies könnte als Kontraindikator für eine potenzielle Trendwende wirken, erfordert jedoch eine positive Bestätigung durch das Preisgeschehen. Ohne diese droht die vermeintlich attraktive antizyklische Einstiegschance zur Illusion zu werden.

  1. Saisonalität Bitcoin – Trendwende Mitte November?

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Bitcoin Saisonalität vom 23. Dezember 2025. Quelle: Seasonax

Die Saisonalität von Bitcoin zeigt basierend auf historischen Daten seit 2010 klare wiederkehrende Muster: Die stärksten Monate sind typischerweise Oktober, November und April, mit durchschnittlichen Renditen von oft über 20 %, während der Dezember nur leicht positiv ausfällt. Schwächere Phasen treten hingegen häufig in den Sommermonaten (Juni bis September) auf. Im aktuellen Kontext passt die anhaltende Konsolidierung im Dezember sowie die fehlende „Santa Rally“ noch halbwegs in das saisonale Muster. Die Korrektur seit Anfang Oktober hingegen fällt klar aus dem Rahmen und deutet daraufhin, dass „irgendetwas beim Bitcoin nicht zusammenpasst“.

In der Konklusion unterstützt die saisonale Komponente den Bitcoin derzeit nur bedingt. Und auch in den ersten drei Monaten des neuen Jahres sollten die Kurse laut statistischem Durchschnitt nur seitwärts laufen.

  1. Bitcoin gegen (Bitcoin/Gold-Ratio)

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Bitcoin/Gold-Ratio, Tageschart vom 23. Dezember 2025. Quelle: Tradingview

Bei Kursen von rund 87.250 USD für einen Bitcoin und ca. 4.445 USD für eine Feinunze Gold, muss man für einen Bitcoin derzeit rund 19,62 Unzen Gold bezahlen. Andersherum gesagt kostet eine Feinunze Gold aktuell ca. 0,051 Bitcoin. Damit hat der Bitcoin in den letzten Wochen weitere 15% gegen den starken Goldpreis eingebüßt!

Nachdem die Bitcoin/Gold-Ratio zum fünften Mal im Bereich zwischen 34 und 41 gescheitert war, fällt die Ratio seit Anfang August wie ein Stein zugunsten von Gold. Trotzdem werden die Bitcoin-Maximalisten nicht müde zu behaupten, dass Bitcoin gegen Gold schon gewonnen hätte. Wir halten diese Sicht der Dinge für äußerst gefährlich und haben immer wieder betont, dass sich beide Assets (Gold und Bitcoin) eigentlich recht gut ergänzen, weil sie nicht nur so unterschiedlich, sondern auch unkorreliert sind. In jedem Fall war Gold in den letzten viereinhalb Jahren das bessere Investment.

Technisch betrachtet biegt die Ratio auf dem Monatschart das unteren Bollinger Band gen Süden auf, so dass Gold wohl auch weiterhin den Ton angeben dürfte. Eine Trendwende bei der Monatsstochastik dürfte sich ebenfalls hinziehen.

In der Summe ist die Bitcoin/Gold-Ratio stark überverkauft. Der Abwärtstrend des Bitcoin gegen das Gold lässt bislang aber keine Schwächen erkennen.

  1. Carry-Trade-Kollaps, Krypto-Winter und Liquiditäts-Paradox

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Jährliche Veränderung des Verbraucherpreisindex seit 2018, vom 19. Dezember 2025. Quelle: Financial Times

Die Finanzmärkte befinden sich am Ende des Jahres 2025 in einer hochkomplexen Umbruchphase, in der geopolitische Spannungen, geldpolitische Lockerungen und strukturelle Verschiebungen innerhalb der Finanzarchitektur ineinandergreifen. Mit ihrer dritten Zinssenkung des Jahres (minus 25 Basispunkte) hat die Federal Reserve offiziell den Übergang zu einer Phase der Liquiditätserweiterung eingeleitet. Nach Monaten relativer Ruhe in den Indizes und einer leichten Entspannung bei der Inflation signalisiert der jüngste Rückgang der US-Kerninflation auf 2,6 % jedoch eine unerwartet starke Abkühlung des zugrunde liegenden Preisdruckes, trotz Verzerrungen durch fehlende Oktober-Daten aufgrund des Government Shutdowns. Diese Kehrtwende der FED erfolgt also in einer fragilen Marktumgebung.

Zinswende der Fed und fragiles Marktgleichgewicht

Während die Anleiherenditen der G7-Staaten in die Höhe schnellen und mehrere Staatsanleihemärkte – insbesondere in Japan, Italien und Großbritannien – an den Rand struktureller Instabilität geraten, wird zunehmend deutlich, dass sich ein Anleihebärenmarkt mit überbewerteten Aktienmärkten überschneidet. Die Welt steht damit vor einem potenziell deflationären Schock in den realen Vermögenswerten, ausgelöst durch die Anpassung jahrzehntelanger Fehlbewertung im Zinsgefüge.

Japans Schlüsselrolle im globalen Kreditkarussell

Japan spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Nullzinsära der Bank of Japan hat ein globales Kreditkarussell geschaffen: japanische Pensionsfonds, Versicherungen und Hedgefonds haben mehr als 1,2 Bio. USD in US‑Treasuries investiert. Über komplexe Offshore-Strukturen in Luxemburg, den Cayman Islands und London vervielfachte sich das Volumen dieser „Carry Trades“ auf über 3,3 Bio. USD. Steigende Renditen drohen nun, diesen Mechanismus zu sprengen – mit erheblichen Konsequenzen für die globale Dollar-Liquidität. 

Die Entkopplung von der globalen M2- Liquidität und der neue Krypto Winter

Parallel dazu kämpft Bitcoin mit einer auffallenden Entkopplung von der globalen M2‑Liquidität. Historisch korrelierte der Kurs eng mit den Expansionen und Kontraktionen der Zentralbankbilanzen. Doch seit der Marktverwerfung vom 10. Oktober – ausgelöst durch Trumps 100 %-Zollankündigung gegenüber China – ist diese Beziehung gebrochen. In nur einem Monat verlor Bitcoin 25 %, 1,64 Millionen Trader wurden dabei liquidiert, und die gesamte Kryptomarktkapitalisierung schrumpfte um 1,1 Bio. USD.

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Globale Liquidität, vom 23. Dezember 2025. Quelle: Michael Howell

Gleichzeitig leitet die Fed eine neue Expansionsphase ein: dritte Zinssenkung um 25 Basispunkte im Jahr 2025 plus 40 Mrd. US-Treasury-Bills-Käufe in 30 Tagen. Doch dem Krypto-Sektor fehlt der Auftrieb: Institutionen ziehen Gelder aus ETFs ab, die Digital-Asset-Treasuries sind leer, Krypto-Wale haben über 30 Mrd. USD verkauft und Retail-Investoren haben kaum noch Rücklagen zum Investieren. Hebelabhängige Assets wie Bitcoin wackeln im Krypto-Winter, während Gold und Silber bei Knappheit und Misstrauen glänzen. In stressgetesteten Systemen siegt echtes Settlement über leere Versprechen.

Trotz dieser strukturellen Schwäche akkumulieren Großinvestoren teilweise wieder aggressiv im Krypto-Sektor. Die Divergenz zwischen institutionellen Kapitalströmen und Marktpreisen könnte ein Frühindikator für eine Bodenbildung sein, vor allem wenn die geplante Liquiditätsausweitung der Fed über Reserve Management Purchases (RMP) greift.  

Tokenisierung und strukturelle Integration

Ein weiterer Faktor, der ab 2026 Bedeutung gewinnen dürfte, ist die Kombination aus fallender Inflation, schwachem Wachstum und einer Rückkehr der Notenbanken zur Bilanzausweitung. Historisch profitieren davon Edelmetalle und Rohstoffe sowie Bitcoin. Dieser reagiert als der liquiditätssensitivste Vermögenswert meist als Erster auf eine Wende im globalen Kreditzyklus. Bislang ist davon allerdings noch nichts zu sehen.

China könnte durch fiskalische Stimuli und Lockerungen im Kreditsektor zusätzlich Auftrieb geben, während die US‑Finanzpolitik mit neuen Programmen die Kapitalmärkte stützt.  In den USA verschiebt sich parallel die Finanzmarktinfrastruktur in Richtung Tokenisierung. Die SEC hat grünes Licht für den dreijährigen Blockchain‑Pilot der DTCC gegeben, welcher die Abwicklung realer Wertpapiere auf Blockchain-Basis testet. Gleichzeitig arbeitet der Kongress daran, Bitcoin und andere digitale Assets in 401(k)-Rentenpläne zu integrieren. Zusammengenommen zeichnen diese Initiativen ein klares Bild: das Finanzsystem bewegt sich schrittweise auf eine tokenisierte Wirtschaft zu, in der digitale Assets native Bestandteile regulierter Kapitalmärkte werden. 

Makroökonomisch betrachtet stellt diese strukturelle Integration möglicherweise den entscheidenden Wendepunkt für den Krypto-Sektor dar. Während kurzfristig die Kapitalströme aus ETFs abfließen, institutionelle Treasuries ausgereizt sind und Privatanleger zögern, entsteht auf der regulatorischen Seite ein Fundament, das digitale Vermögenswerte langfristig stabilisiert. Der Markt handelt noch nicht die Zukunft dieser Reformen – was Raum für bedeutende Neubewertungen im Jahr 2026 lässt.  

Strategy und das Paradox der Bitcoin-Festung

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Der Bitcoin Paradigmenwechsel, vom 9. Dezember 2025. Quelle: Shanaka Anslem Perera

Gleichzeitig erlebt Strategy, die Symbolfigur der Bitcoin-Unternehmensadoption, die Kehrseite ihres hochgehebelten Modells. Nach einem Kursrückgang von über 35 % steht das Unternehmen unter Druck, erstmals Teile seiner Bitcoin-Bestände zu verkaufen, um Schuldenverpflichtungen zu bedienen. Ironischerweise stabilisiert ausgerechnet eine neu gebildete 1,4 Mrd. USD – also Fiat-Liquidität – Saylors selbst geschaffene Bitcoin-Festung. Es ist ein sinnbildlicher Moment: der Dollar rettet den Bitcoin-Missionar.  

Zwischen Schwäche und struktureller Stärke

Das Gesamtbild bleibt ambivalent. Technisch drohen weitere Abwärtswellen, fundamental aber verdichten sich die Zeichen einer Neubewertung. Die Abkopplung vom globalen Liquiditätszyklus könnte weniger ein struktureller Bruch als vielmehr eine Marktfunktionsstörung sein – eine Zwischenphase, bevor die expansive Geldpolitik erneut durchschlägt.  

Der makroökonomische Druck auf die Anleihemärkte bleibt jedoch die größte Variable. Sollten japanische und europäische Carry Trades kollabieren, könnte dies kurzfristig den Dollar stärken und Risiko-Assets wie den Bitcoin weiter belasten. Doch mittelfristig dürfte eine globale Welle geldpolitischer Rettungsmaßnahmen einsetzen – was Bitcoin und vor allem Gold als alternative Wertaufbewahrungsmittel fundamental unterstützt.  

In Summe zeigt sich ein Bild widersprüchlicher Gleichzeitigkeit: kurzfristige Schwäche trifft auf strukturelle Stärke. Bitcoin bleibt der Seismograf für globale Liquidität – hochvolatil, aber unvergleichlich sensibel gegenüber den tektonischen Verschiebungen des Finanzsystems. Sollte sich die Korrektur in Richtung von ca. 70.000 USD vertiefen, könnten erste aggressive Käufe wieder Sinn machen.

  1. Fazit: Bitcoin – Krypto-Winter trotz Tokenisierungs-Boom

Nach dem starken Kursrutsch steckt der Kryptomarkt in der Krise und ist geprägt von hoher Unsicherheit sowie einer stark überverkauften Lage. Die laufende Bitcoin-Kapitulation ist größer als jene während der COVID-Krise oder dem FTX-Debakel. Trotzdem eröffnet die Bereinigung der übertriebenen Spekulation jetzt die Grundlage für eine nachhaltige Erholung. Diese könnte den Bitcoin in den kommenden Monaten nicht nur zurück über 100.000 USD führen, sondern darüber hinaus auch die 200-Tagelinie im Bereich um 110.000 bis 112.000 USD anpeilen.

Das Jahr 2025 endet für Bitcoin mit makroökonomischer Unsicherheit und technischer Schwäche. Trotz Fed-Lockerung ist die M2-Liquiditätskorrelation seit dem Oktober-Crash gebrochen. Charttechnisch dominiert ein bärisches Flaggenmuster. Zudem handelt der Bitcoin unterhalb seiner fallenden 50-Tagelinie und kommt kaum auf die Beine. Das nächste Kursziel liegt im Bereich um ca. 70.000 USD. Hier könnten erste antizyklische Käufe Sinn machen. Nur ein Ausbruch über 95.000 USD würde das Bild aufhellen und eine größere Erholung aktivieren.




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EU-Rat unterstützt Offline- und Online-Versionen von digitalem Euro

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Der Rat der Europäischen Union hat das Konzept der Europäischen Zentralbank (EZB) für einen digitalen Euro unterstützt, das sowohl Online- als auch Offline-Funktionen umfasst.

Der Rat erklärte am Freitag, dass er sich mit der EZB darauf geeinigt habe, gleichzeitig Online- und Offline-Varianten der digitalen Zentralbankwährung einzuführen, und brach damit mit früheren Vorschlägen, die sich nur auf die datenschutzorientierte Offline-Version konzentrierten.

Der digitale Euro würde von der EZB ausgegeben und kann jederzeit verwendet werden, auch wenn der Nutzer nicht mit dem Internet verbunden ist.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte am Donnerstag erklärt, dass das Design des digitalen Euro fertig sei und seine Zukunft nun in den Händen der EU-Gesetzgeber liege.

„Es ist nun Aufgabe des Europäischen Rates und später sicherlich auch des Europäischen Parlaments, zu prüfen, ob der Vorschlag der Kommission zufriedenstellend ist und wie er in ein Gesetz umgesetzt oder geändert werden kann.“

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Christine Lagarde forderte die EU-Gesetzgeber am Donnerstag auf, zu handeln, da der digitale Euro bereit sei. Quelle: Europäisches Parlament

Grenzen des digitalen Offline-Euros

Dokumente zeigen, dass eine bargeldähnliche Währung Beobachter daran hindert, mehrere Aktivitäten mit demselben Nutzer in Verbindung zu bringen. Der Entwurf für den Offline-Euro geht noch einen Schritt weiter, indem er vorsieht, dass Transaktionsdaten niemals die direkten Teilnehmer verlassen.

Das System soll autorisierten Geräten die Übertragung von durch die Zentralbank signierten digitalen Euro-Token bei persönlichen Transaktionen ermöglichen.

Zahlungen sollen über Nahfeldkommunikation (NFC) abgewickelt werden, wofür sich die Geräte in unmittelbarer Nähe zueinander befinden müssen.

Lesen Sie auch: Digitaler Euro ist „Symbol für Vertrauen in gemeinsame Zukunft“ – EZB-Chefin

Einige Kommentatoren haben angemerkt, dass die Anforderung der Nähe schwer durchzusetzen sei. Eine Relay-Attacke, bei der ein Angreifer Proxy-Geräte in der Nähe der empfangenden und sendenden Geräte platziert, um das NFC-Signal über das Internet zu überbrücken, wäre schwer zu vermeiden, was eine Einschränkung der Online-Nutzung ohne Nähe durch fortgeschrittene Nutzer erschweren würde.

In einem Expertengutachten des Europäischen Datenschutzausschusses wird eingeräumt, dass „die verfügbaren Gegenmaßnahmen sehr begrenzt sind“. Das Dokument kommt zu dem Schluss, dass „wir die physische Nähe nicht als eine Eigenschaft von Bargeld betrachten werden, die in einer digitalen Währung zuverlässig durchgesetzt werden kann“.

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Alles zwar Privat: Aber nicht wie Bargeld

Der Offline-Digital-Euro und die zu seiner Verwaltung verwendeten privaten Schlüssel würden in den Secure Elements zertifizierter Geräte wie Mobilgeräten und Smartcards gespeichert.

Autorisierte Wallet-Geräte müssen bei Zahlungsdienstleistern unter Verwendung ihrer eindeutigen Geräte-ID registriert werden, um sie zu Zwecken der Geldwäschebekämpfung mit einer Identität zu verknüpfen.

Karel Lannoo, CEO des Thinktanks Center for European Policy Studies, erklärte gegenüber Cointelegraph, dass neben der Integration in private Zahlungssysteme und der Wahl des Zahlungssystems selbst die Privatsphäre das größte Problem für den digitalen Euro darstelle.

„Die Maßnahmen von Trump haben wesentlich dazu beigetragen, dass dies schnell umgesetzt werden konnte. Ich gehe davon aus, dass der Zeitplan der EZB, die Zusammenarbeit mit Händlern und die groß angelegte Einführung wie geplant umgesetzt werden. Die Kommunikation wird dabei jedoch eine äußerst wichtige Rolle spielen“, sagte er und fügte hinzu:

Denken Sie daran, dass wir wahrscheinlich noch [zwei] Jahre vom Start entfernt sind und die Öffentlichkeitsarbeit in Europa noch gar nicht begonnen hat. Denken Sie daran, wie früh wir 1997 mit den Euro-Kampagnen begonnen haben!


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EZB: Ende des Zinssenkungszyklus rückt näher

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News von Trading-Treff.de

Der Euro zeigt sich zum Wochenstart in einem Spannungsfeld divergierender Kräfte. Während politische Turbulenzen aus Frankreich auf die Gemeinschaftswährung drücken, stabilisieren geldpolitische Erwartungen rund um die Europäische Zentralbank das Sentiment der Anleger.

Die jüngsten Signale aus Frankfurt deuten darauf hin, dass der Zinssenkungszyklus der EZB seinem Ende entgegengeht. Diese Einschätzung verleiht dem Euro Rückenwind und begrenzt Abwärtsbewegungen gegenüber anderen Währungen. Investoren positionieren sich zunehmend auf ein baldiges Auslaufen der lockeren Geldpolitik.

Politisches Chaos belastet den Euro

Gegenläufig wirkt die angespannte Haushaltslage in Frankreich. Premierminister Sébastien Lecornu bestätigte, dass das Parlament den Haushalt nicht mehr bis zum Jahresende verabschieden kann. Ein Sondergesetz zur Fortschreibung wird damit unumgänglich. EUR/USD reagierte auf diese Nachricht mit einem Rückgang auf 1,1710.

Das EUR/JPY-Paar notiert am Montag bei etwa 183,80 und verliert 0,25%. Der japanische Yen profitiert von Spekulationen über weitere Zinserhöhungen durch die Bank of Japan. Doch auch hier wirkt die EZB-Erwartung dämpfend auf größere Euro-Verluste.

Pfund gewinnt an Boden

Gegenüber dem britischen Pfund zeigt sich der Euro ebenfalls unter Druck. EUR/GBP handelt bei rund 0,8715 und damit leicht schwächer. Das Sterling erhält Unterstützung durch Erwartungen, dass die Bank of England ihren Lockerungszyklus deutlich vorsichtiger gestalten wird als andere Notenbanken.

Die BoE nähert sich nach Einschätzung von Marktteilnehmern bereits neutralen Zinsniveaus, was den Spielraum für weitere Senkungen begrenzt. Im Kontrast dazu stützt die Aussicht auf ein Ende der EZB-Zinssenkungen den Euro und verhindert einen stärkeren Abverkauf unter die Marke von 0,8750.

Die geldpolitische Divergenz zwischen den großen Notenbanken prägt derzeit das Währungsgeschehen. Während die EZB Signale für eine Stabilisierung sendet, bleibt die Unsicherheit über die fiskalische Entwicklung in der Eurozone ein Belastungsfaktor.

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Änderungen am GENIUS Act sind „rote Linie“

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Brian Armstrong, der CEO von Coinbase, mahnt, jeder Versuch, den GENIUS Act wieder aufzurollen, würde eine „rote Linie“ überschreiten, und warf den Bankensystem vor, politischen Druck auszuüben, um den Wettbewerb durch Stablecoins und Fintech-Plattformen zu blockieren.

In einem Beitrag auf X am Sonntag erklärte Armstrong dahingehend, er sei „beeindruckt“, dass Banken so offen und ohne Gegenwehr Lobbyarbeit im Kongress betreiben könnten, und fügte hinzu, dass Coinbase sich weiterhin gegen Bemühungen zur Änderung des Gesetzes wehren werde. „Wir werden nicht zulassen, dass jemand GENIUS wieder aufrollen lässt“, schrieb er.

„Meine Prognose ist, dass die Banken in ein paar Jahren tatsächlich ihre Meinung ändern und sich FÜR die Möglichkeit einsetzen werden, Zinsen und Renditen auf Stablecoins zu zahlen, sobald sie erkennen, wie groß diese Chance für sie ist. Es ist also zu 100 % vergebliche Mühe ihrerseits (und darüber hinaus unethisch)“, fügte Armstrong hinzu.

Der GENIUS Act, der nach monatelangen Verhandlungen verabschiedet wurde, verbietet den Emittenten von Stablecoins die direkte Zahlung von Zinsen, erlaubt jedoch Plattformen und Dritten, derartige Prämien anzubieten.

Coinbase-Chef warnt vor Änderungen am GENIUS Act. Quelle: Brian Armstrong

Banken gehen gegen Stablecoin-Zinsen vor

Armstrongs Kommentare waren eine Reaktion auf einen Beitrag von Max Avery, Vorstandsmitglied und Leiter der Geschäftsentwicklung bei der Digital Ascension Group, der darlegte, warum Teile des Bankensektors die US-Politik dazu drängen, das Gesetz zu überarbeiten.

Avery argumentierte, dass die vorgeschlagenen Änderungen über das Verbot direkter Zinszahlungen durch Stablecoin-Emittenten hinausgehen und stattdessen „Erträge“ allgemein einschränken würden, wodurch indirekte Mechanismen zur Gewinnbeteiligung, die von Plattformen und Dritten angeboten werden, grundsätzlich unterbunden würden.

Avery wies darauf hin, dass Banken derzeit zwar rund 4 % auf ihre bei der Federal Reserve geparkten Reserven verdienen, Verbraucher jedoch oft fast keine Zinsen auf herkömmlichen Sparkonten erhalten. Stablecoin-Plattformen bedrohen dieses Geschäftsmodell, indem sie einen Teil dieser Rendite an die Nutzer weitergeben, so Avery.

„Sie bezeichnen es als ‚Sicherheitsrisiko‘. Sie machen sich Sorgen um die ‚Einlagen bei lokalen Banken‘“, unkte er und fügte hinzu, dass unabhängige Untersuchungen „keinerlei Anzeichen für einen überproportionalen Abfluss von Einlagen aus lokalen Banken zeigen“.

US-Politik will Stablecoin-Zahlungen von Steuer befreien

Letzte Woche haben US-Parlamentarier zudem einen Diskussionsentwurf vorgestellt, der darauf abzielt, die Steuerlast für alltägliche Krypto-Nutzer zu verringern, indem kleine Stablecoin-Transaktionen von der Kapitalertragssteuer befreit werden. Der von den Abgeordneten Max Miller und Steven Horsford eingebrachte Vorschlag würde Zahlungen von bis zu 200 US-Dollar in regulierten, an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins ermöglichen, um eine Gewinn- oder Verlustrealisierung zu vermeiden.

Über Zahlungen hinaus zielt der Gesetzentwurf auf Steuerfragen im Zusammenhang mit Staking und Mining ab, indem er Steuerzahlern erlaubt, die Erfassung von Einkünften aus Prämien um bis zu fünf Jahre aufzuschieben.


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D-Wave Quantum-Aktie: So geht es weiter!

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Kaum ein Titel zeigt derzeit so ausgeprägte Ausschläge wie D-Wave Quantum. Innerhalb weniger Tage sprang der Kurs von 20,30 Euro auf 27,54 Euro. Kurz darauf setzte eine Gegenbewegung ein. Der Handel führte das Papier bis auf 24,69 Euro zurück. Auf diesem Niveau verläuft der Handel nun über die Feiertage bzw. auch an diesem Wochenende. Da hat sich noch nicht alles runterreguliert, was an Hektik entstanden ist.

D-Wave Quantum: Wer Spannung liebt!

Diese Bewegungen stehen exemplarisch für den Charakter der Aktie. Der Markt handelt weniger Zahlen als Vorstellungen. Ein Blick zurück macht das deutlich. Im Oktober lag der Kurs noch bei 2,36 Euro. Später überschritt die Aktie zeitweise 40,40 Euro. Diese Strecke entstand nicht durch schrittweise Geschäftsentwicklung, sondern durch Erwartungsschübe.

Im Zentrum steht die Quantentechnologie. D-Wave Quantum verspricht Lösungen für Probleme, die klassische Rechner nur mit immensem Aufwand bewältigen. Genau dieses Versprechen befeuert Fantasie. Gleichzeitig fehlt bislang der breite Nachweis, dass diese Technik im Alltag wirtschaftlich greift.

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Als Zweifel aufkamen, reagierte der Markt hart. Der Kurs fiel deutlich unter frühere Niveaus. Erst mit neuen Ankündigungen kehrte Interesse zurück. Der Auslöser liegt in der kommenden CES im Januar. Dort will das Unternehmen konkrete Anwendungen zeigen.

Die Ankündigungen zielen auf praktische Nutzung. Genannt werden Optimierungen in Lieferketten, Planungsprozesse in Unternehmen und Anwendungen im öffentlichen Sektor. Diese Perspektive unterscheidet sich von früheren Präsentationen, die stärker auf Konzepte setzten.

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Allein die Aussicht auf funktionierende Einsatzfelder reichte aus, um neue Käufe auszulösen. Der jüngste Kursanstieg spiegelt diese Erwartung. Gleichzeitig zeigt der schnelle Rücksetzer, wie fragil dieses Vertrauen bleibt.

Jede Nachricht verschiebt das Gleichgewicht. D-Wave Quantum dient vielen Akteuren als Projektionsfläche für einen möglichen Technologiesprung. Genau daraus resultieren die starken Schwankungen.

Solange greifbare Ergebnisse ausbleiben, bestimmen kurzfristige Reaktionen den Handel. Der Kursverlauf reagiert sensibel auf Termine, Präsentationen und Aussagen. Das Papier bleibt damit ein Spielfeld für schnelle Richtungswechsel und hohe Aufmerksamkeit.

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JPMorgan friert Konten von Stablecoin-Startups ein

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JPMorgan Chase hat Berichten zufolge Bankkonten von zwei durch Risikokapital finanzierten Stablecoin-Startups gesperrt, nachdem es Risiken im Zusammenhang mit sanktionierten und als riskant eingestuften Ländern festgestellt hatte.

Die Konten gehörten BlindPay und Kontigo, zwei von Y Combinator unterstützten Stablecoin-Startups, die laut einem Bericht von The Information hauptsächlich in Lateinamerika tätig sind. Beide Unternehmen nutzten die Bankdienstleistungen von JPMorgan über Checkbook, ein Unternehmen für digitale Zahlungen, das mit großen Finanzinstituten zusammenarbeitet.

Dem Bericht zufolge kam es zu den Sperrungen, nachdem JPMorgan Geschäftsaktivitäten im Zusammenhang mit Venezuela und anderen Orten, die US-Sanktionen unterliegen, gemeldet hatte.

Ein Sprecher von JPMorgan sagte Berichten zufolge, dass die Entscheidung nicht durch eine Ablehnung von Stablecoins an sich motiviert sei. „Das hat nichts mit Stablecoin-Unternehmen zu tun“, erklärte der Sprecher gegenüber The Information. „Wir betreuen sowohl Stablecoin-Emittenten als auch andere Stablecoin-Unternehmen und haben kürzlich sogar einen Stablecoin-Emittenten an die Börse gebracht“, fügte der Sprecher hinzu.

Rückbuchungen lösen Kontosperrungen aus

Der CEO von Checkbook, PJ Gupta, erklärte gegenüber The Information, dass BlindPay und Kontigo zu den Unternehmen gehörten, die mit einem Anstieg der Rückbuchungen in Verbindung standen, der die Bank dazu veranlasste, Konten zu schließen. Laut Gupta war der Anstieg auf die rasche Neukundengewinnung zurückzuführen. „Sie öffneten die Schleusen und eine Menge Leute kamen über das Internet herein“, erklärte er.

Die Kontosperrungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem JPMorgan und Checkbook ihre Partnerschaft vertiefen. Im November 2024 gaben die beiden Unternehmen bekannt, dass Checkbook dem J.P. Morgan Payments Partner Network beitreten werde, wodurch Firmenkunden digitale Schecks versenden können. Checkbook hat außerdem Anfang 2024 sein B2B-Zahlungsangebot erweitert und zielt damit auf Branchen wie Rechtsdienstleistungen, Behörden und Banken ab.

Wie Cointelegraph berichtete, werden Kryptowährungen immer mehr zu einem zentralen Bestandteil der Wirtschaft in Venezuela, da die Bürger auf digitale Vermögenswerte zurückgreifen, um sich vor einer zusammenbrechenden Währung und strengeren staatlichen Kontrollen zu schützen.

Cointelegraph wandte sich an JPMorgan, um eine Stellungnahme zu erhalten, hatte jedoch bis zur Veröffentlichung keine Antwort bekommen.

Winklevoss auch im Clinch mit JPMorgan

Im Juli behauptete Tyler Winklevoss, Mitbegründer von Gemini, dass JPMorgan Chase den Wiederaufnahmeprozess der Kryptobörse als Reaktion auf seine öffentliche Kritik an der neuen Datenschutzpolitik der Bank ausgesetzt habe. Winklevoss warf der Bank wettbewerbswidriges Verhalten vor, das Fintech- und Krypto-Unternehmen schaden könnte.

Unterdessen erwägt JPMorgan Pläne, seinen institutionellen Kunden den Handel mit Kryptowährungen, einschließlich Spot- und Derivateprodukten, anzubieten, da das Interesse angesichts eines günstigeren regulatorischen Umfelds in den USA wächst.


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XRP: Unfassbare Hoffnung!

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News von Trading-Treff.de

XRP bleibt klar unter Druck. Der Kurs hält sich unter 2 Dollar und bestätigt damit einen sichtbaren Abwärtstrend. Am Samstag (jetzt nach dem Weihnachtsfest) stieg der Kurs zwar um 0,5 %, doch mit rund 1,85 Dollar blieb die Bewegung begrenzt. Käufer erreichten keine nachhaltige Wirkung. Verkäufer bestimmten weiterhin das Bild.

Der Verlust der Zweidollarmarke wirkt als zentrales Signal. Diese Schwelle diente zuvor als Orientierung und trennte Phasen von Zuversicht und Zurückhaltung. Seit dem Bruch dieser Marke akzeptiert der Markt niedrigere Kurse. Jede kleine Erholung endet rasch. Technische Händler reagieren entsprechend vorsichtig.

XRP: Der Trend spricht dagegen!

Diese Schwäche überrascht, da sich die strukturellen Bedingungen verbessert haben. Mehrere ETF auf XRP sammelten inzwischen rund 1,2 Milliarden Dollar ein. Diese Produkte kauften Token und reduzierten das frei verfügbare Angebot. In früheren Marktphasen hätten solche Mittelzuflüsse deutliche Kursreaktionen ausgelöst. Aktuell bleibt dieser Effekt aus.

Auch regulatorische Entwicklungen liefern eigentlich positive Signale. Ripple erhielt eine vorläufige Banklizenz. Dieser Schritt erweitert den Zugang zum klassischen Finanzsystem und erhöht die institutionelle Einbindung. Der Markt blendet diese Nachricht weitgehend aus. Der Kurs reagiert kaum.

Gleichzeitig verändert sich das Kapitalverhalten im gesamten Kryptomarkt. Viele Marktteilnehmer parken Mittel in wertunterlegten Stablecoins. Diese Verschiebung reduziert die Nachfrage nach volatilen Kryptowährungen. XRP spürt diesen Effekt besonders deutlich, da der Kurs bereits unter Druck steht.

Insofern wäre es zumindest wichtig, die Marke von 2 Dollar wieder zu erobern. Dann wären zumindest die Trendtechniker und Chartanalysten bei dieser Kryptowährung wieder der Meinung, dass es massiv nach oben gehen könnte. So dominiert noch immer der klare technische Abwärtstrend. Dies ist nicht einfach zu akzeptieren. Es fehlen im Grunde 10 %!

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