Krypto-Beauftragter Sacks will Banken und Krypto-Firmen versöhnen

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Der Krypto-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, prognostiziert, dass Banken und Krypto-Unternehmen letztendlich zu einer „einzigen Digital Asset-Branche“ verschmelzen werden, sobald der Kongress das lange verzögerte Gesetz zur Marktstruktur verabschiedet hat.

Die Äußerungen fielen während eines Interviews in der CNBC-Sendung „Squawk Box“ am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, Schweiz, wo Sacks zu den Verhandlungen über den vorgeschlagenen CLARITY Act befragt wurde, einem Gesetzentwurf zur Marktstruktur, der aufgrund der Debatte darüber, ob Stablecoins Zinserträge ausschütten dürfen sollten, ins Stocken geraten ist.

David Sacks (Mitte) auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz. Quelle: CNBC

Sacks sagte, die Debatte über die Zinserträge sei zum größten Hindernis für die Verabschiedung des Gesetzes geworden, merkte jedoch an, dass Gesetzgeber, Banken und Krypto-Unternehmen Kompromisse eingehen müssen, damit US-Präsident Donald Trump das Gesetz unterzeichnen kann.

Er verwies auf den GENIUS Act als Beispiel und merkte an, dass der Gesetzentwurf mehrfach gescheitert sei, bevor er schließlich Gesetz wurde. Er fügte hinzu, dass Banken erkennen sollten, dass die Zinserträge bereits ein Bestandteil des Entwurfes seien.

Sacks forderte die Kryptoindustrie außerdem auf, „das große Ganze zu sehen“, und erklärte, dass er verstehe, dass „die Erträge für sie philosophisch wichtig sind, aber ebenso wichtig ist es, ein Gesetz zur allgemeinen Marktstruktur zu bekommen“, mahnte Sacks und fügte hinzu:

„Nachdem der Gesetzentwurf verabschiedet ist, werden die Banken voll in die Kryptoindustrie einsteigen. Es wird also keine getrennte Bankenbranche und Kryptoindustrie mehr geben, sondern eine einzige Branche für digitale Vermögenswerte. Mit der Zeit werden die Banken die Idee der Zinserträge begrüßen, da sie dann im Stablecoin-Geschäft tätig sein werden.“

Debatte über CLARITY Act geht weiter

Der Streit zwischen traditionellen Banken und Krypto-Unternehmen darüber, ob Stablecoins Zinsen zahlen dürfen, schwelt seit Monaten, hat sich jedoch letzte Woche verschärft, als Coinbase öffentlich seine Unterstützung für den CLARITY Act zurückzog.

Brian Armstrong, CEO von Coinbase, sagte am X, dass es „zu viele Probleme“ mit dem aktuellen Entwurf des Gesetzes gebe, um ihn zu unterstützen, darunter die Abschaffung der Erträge für Stablecoins bei gleichzeitiger Abschirmung der Banken vor Wettbewerb.

Quelle: Brian Armstrong

Banken argumentieren, dass die Zulassung von Stablecoins mit hohen Zinsen zu einer Abwanderung von Einlagen aus traditionellen Bankkonten führen könnte, wodurch möglicherweise Billionen von Dollar aus niedrig verzinsten Sparkonten abgezogen würden.

Obwohl das US-amerikanische GENIUS-Gesetz, das im Juli 2025 in Kraft trat, die Ausgabe von Stablecoin-Erträgen durch Token-Emittenten untersagte, ist es Dritten wie Coinbase weiterhin gesetzlich gestattet, derartige Prämien anzubieten.

Am Dienstag erklärte Armstrong gegenüber CNBCs Squawk Box, dass sich der Gesetzentwurf im Senat verzögert habe und „wir nun die Gelegenheit haben, erneut mit den Bankvorständen zu sprechen und zu sehen, wie wir eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten erreichen können“.

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GameStop Aktie: Erfreuliche Wachstumssignale

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News von Trading-Treff.de

Die GameStop-Aktie legte am Mittwoch um 2,8 Prozent auf 21,69 US-Dollar zu. Im vorbörslichen Handel am Donnerstag setzte sich die Bewegung fort – zeitweise stand ein Plus von 2,67 Prozent auf 22,27 US-Dollar zu Buche. Der Grund: Chairman Ryan Cohen hat erneut zugeschlagen.

Laut einer Pflichtmitteilung bei der US-Börsenaufsicht SEC kaufte Cohen am 21. Januar 2026 weitere 500.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 21,60 US-Dollar je Anteil. Erst einen Tag zuvor hatte er bereits 500.000 Papiere erworben – zu 21,12 US-Dollar pro Stück. Beide Käufe erfolgten über den offenen Markt und mit privaten Mitteln.

Fast 130 Millionen Dollar im Spiel

Cohens wirtschaftliche Beteiligung kletterte damit auf rund 42,1 Millionen Aktien – das entspricht etwa 9,3 Prozent aller ausstehenden GameStop-Anteile. Seine Gesamtposition setzt sich aus 38,3 Millionen direkt gehaltenen Aktien sowie circa 3,7 Millionen Aktien aus Optionsscheinen zusammen, die er durch eine Dividendenzahlung erhalten hatte. Der Wert seiner direkten Beteiligung beläuft sich mittlerweile auf rund 128,2 Millionen US-Dollar.

In der SEC-Meldung ließ Cohen aufhorchen: Vorstandsvorsitzende börsennotierter Unternehmen sollten Aktien mit eigenem Kapital kaufen, um ihre Interessen mit denen der Anteilseigner in Einklang zu bringen. Führungskräfte, die dem nicht folgen, „sollten entlassen werden“ – eine klare Ansage.

Auch das Board kauft mit

Nicht nur Cohen greift zu. Director Alain Attal erwarb am selben Tag 12.000 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 21,63 US-Dollar – Gesamtwert: 259.576 US-Dollar. Die Kaufpreise lagen zwischen 21,56 und 21,65 US-Dollar. Nach der Transaktion hält Attal direkt 596.464 GameStop-Anteile.

Die koordinierten Insider-Käufe senden ein Signal: Das Management glaubt offenbar an die Perspektiven des Videospieleinzelhändlers. Mit einer Marktkapitalisierung von 9,73 Milliarden US-Dollar und einem KGV von 26,24 bleibt GameStop ein polarisierendes Investment – doch die jüngsten Zukäufe aus der Führungsetage dürften Anleger aufhorchen lassen.

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Italiens Zentralbankchef Banken und nicht Stablecoins machen digitales Geld

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Laut Fabio Panetta, dem Gouverneur der italienischen Zentralbank Banca d’Italia, wird das Geld der Geschäftsbanken in Zukunft wahrscheinlich ebenso wie das Geld der Zentralbanken vollständig digitalisiert werden.

Panetta äußerte sich am Mittwoch dementsprechend vor dem Vorstand der italienischen Bankenvereinigung. Laut einem Bericht von Reuters sagte Panetta, dass sowohl digitales Geschäftsbankgeld als auch Zentralbankgeld weiterhin das Währungssystem stützen würden, während Stablecoins nur eine ergänzende Rolle spielen würden.

Er fügte hinzu, dass die Stabilität von Stablecoins letztendlich von ihrer Bindung an traditionelle Währungen abhängt, was ihre Fähigkeit einschränkt, unabhängig im Finanzsystem zu funktionieren. Panettas Äußerungen fielen im Rahmen einer breiteren Diskussion über Zahlungsverkehr, Finanzinfrastruktur und geopolitische Unsicherheit.

Die Äußerungen spiegeln wider, wie europäische Politiker die Digitalisierung des Geldes als einen langfristigen strukturellen Trend beschrieben haben, der von Banken und Zentralinstituten vorangetrieben wird und nicht von privat ausgegebenen Kryptowährungen.

Zahlungssektor wird zum wichtigen Knackpunkt für Banken

In derselben Rede erklärte Panetta, dass digitale Zahlungen für Banken zu einem strategischen Bereich geworden seien, und bezeichnete diesen als einen zentralen Wettbewerbsfaktor, in dem Technologie und Politik die Weltwirtschaft neu gestalten.

Laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA führte Panetta aus, dass traditionelle wirtschaftliche Triebfedern wie Investitionen, Handel und Zinsen zunehmend von politischen Entscheidungen und weniger von reinen Marktkräften beeinflusst werden.

Der Zentralbanker meinte auch, dass der Schwerpunkt der Weltwirtschaft weitgehend von technologischer Macht bestimmt werde. Diese technologische Transformation finde in einem weniger kooperativen globalen Umfeld statt als frühere industrielle Revolutionen.

Panetta bezeichnete die digitale Finanzwirtschaft als Knackpunkt für Banken, die in einem zunehmend fragmentierten geopolitischen Umfeld tätig sind.

Italien bleibt vorsichtig bei Stablecoins

Panettas Äußerungen spiegeln die vorsichtige Haltung der Zentralbank gegenüber Stablecoins und privat ausgegebenem digitalem Geld wider.

Am 19. September 2025 warnte die stellvertretende Direktorin der italienischen Zentralbank, Chiara Scotti, dass sogenannte Multi-Issuance-Stablecoins, also Token, die unter einer einzigen Marke in mehreren Ländern ausgegeben werden, erhebliche rechtliche, operative und finanzpolitische Risiken für die Europäische Union darstellen könnten.

Damals sagte Scotti, dass solche Stablecoins auf Länder mit gleichwertigen Regulierungsstandards beschränkt und strengen Reserve- und Rückkaufvorschriften unterliegen sollten. Sie äußerte Bedenken, dass eine grenzüberschreitende Ausgabe die Aufsichtsrahmen der EU untergraben könnte.

Sie räumte auch ein, dass Stablecoins die Transaktionskosten senken und die Zahlungseffizienz verbessern können.

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Old National Aktie: Rekordquartal überzeugt

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News von Trading-Treff.de

Old National Bancorp hat am 21. Januar 2026 seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen besser aus als erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,62 US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 0,59 US-Dollar deutlich. Beim Umsatz blieb die Bank mit 690,59 Millionen US-Dollar allerdings hinter den erwarteten 706,14 Millionen US-Dollar zurück. Die Aktie zeigte sich im vorbörslichen Handel weitgehend unbeeindruckt und notierte bei 22,94 US-Dollar.

Profitabilität auf Spitzenniveau

Das vierte Quartal markiert den krönenden Abschluss eines außergewöhnlichen Geschäftsjahres. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg im Quartalsvergleich um 5 Prozent und im Jahresvergleich sogar um 27 Prozent. Besonders bemerkenswert: Die bereinigte Eigenkapitalrendite auf Basis des materiellen Eigenkapitals (ROATCE) erreichte 19,9 Prozent – ein Wert, der viele Wettbewerber in den Schatten stellt. Die Gesamtjahresrendite lag bei 18,6 Prozent.

Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf bereinigter Basis auf 46,0 Prozent und dokumentiert die konsequente Kostendisziplin des Managements. CEO Jim Ryan betonte, dass die Rekordergebnisse bei bereinigtem Gewinn je Aktie, Nettogewinn und Effizienzquote auf einem klaren Fokus auf Fundamentaldaten basierten.

Kreditwachstum zieht an

Das Kreditgeschäft entwickelte sich im vierten Quartal dynamisch. Das Kreditvolumen wuchs um 768,8 Millionen US-Dollar auf 48,8 Milliarden US-Dollar – das entspricht einer annualisierten Rate von 6,4 Prozent. Besonders stark zeigte sich dabei das Commercial-and-Industrial-Segment mit einem Plus von 477,5 Millionen US-Dollar. Die gesamte kommerzielle Kreditproduktion erreichte im Quartal 3,5 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 25 Prozent.

Die Kreditpipeline am Quartalsende belief sich auf 4,8 Milliarden US-Dollar – 15 Prozent mehr als im Vorquartal. Commercial Banking Lead Tim berichtete von einer spürbar optimistischeren Grundstimmung bei den Kunden für 2026 im Vergleich zu den Vorjahren.

Kreditqualität verbessert sich weiter

Die Kreditqualität bleibt ein Aushängeschild der Bank. Notleidende Kredite sanken im Quartalsvergleich um 12 Prozent und machten nur noch 1,07 Prozent des Gesamtkreditvolumens aus. Kritische und klassifizierte Kredite gingen um 8 Prozent zurück. Die Nettoausbuchungsquote lag bei 27 Basispunkten, bereinigt um PCD-Kredite sogar nur bei 16 Basispunkten.

Die Risikovorsorge für Kreditausfälle betrug im vierten Quartal 32,7 Millionen US-Dollar, verglichen mit 26,7 Millionen US-Dollar im Vorquartal. Das Verhältnis der Kreditrisikovorsorge zum Gesamtkreditvolumen belief sich auf 1,26 Prozent.

Einlagenkosten sinken deutlich

Die Bank profitiert von ihrer granularen, kostengünstigen Einlagenbasis. Die Gesamtkosten für Einlagen sanken um 17 Basispunkte auf 1,80 Prozent. Unverzinsliche Einlagen machten 26 Prozent der Kerneinlagen aus. Das Gesamteinlagenvolumen erreichte zum Quartalsende 55,1 Milliarden US-Dollar, ein annualisiertes Plus von 0,6 Prozent.

Die Zinsüberschuss-Marge auf steuerbereinigte Basis verbesserte sich um einen Basispunkt auf 3,65 Prozent. Der Zinsüberschuss kletterte auf 588,8 Millionen US-Dollar.

Ausblick: Wachstum soll weitergehen

Für das erste Quartal 2026 peilt Old National ein annualisiertes Kreditwachstum von 3 bis 5 Prozent an. Der Zinsüberschuss soll bei rund 590 Millionen US-Dollar liegen. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit einem Gewinnwachstum von über 15 Prozent je Aktie.

Die Kapitalausstattung bleibt robust: Die CET1-Quote verbesserte sich um 6 Basispunkte auf 11,08 Prozent. Im vierten Quartal kaufte die Bank 1,1 Millionen eigene Aktien zurück, im Gesamtjahr 2025 waren es 2,2 Millionen Stück.

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Bitcoin – Goldhausse vs. Krypto-Winter

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  1. Rückblick

In den vergangenen dreieinhalb Wochen hielt die Schwäche im Krypto-Sektor weiter an, während die Edelmetalle furios und dynamisch weiter nach oben marschierten. Immerhin konnte der aus seiner Seitwärtszone ausbrechen und sich vorübergehend bis auf 97.939 USD erholen. Eine klare Trendwende bzw. zumindest eine abgeschlossene Bodenbildung kann bislang aber nicht attestiert werden, denn mit dem schwachen Wochenauftakt an den Börsen rutscht auch der Bitcoin wieder deutlich ab und notiert aktuell um 91.000 USD. Ethereum hinkt weiter hinterher und konnte bislang noch nicht mal das Hoch vom 10.Dezember bei 3.446 USD überwinden.

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Krypto Marketcap, vom 20. Januar 2026. Quelle: Tradingview

Insgesamt zeige sich seit Herbstbeginn eine deutliche Marktverschiebung, die sich in den letzten Wochen weiterbeschleunigte. Während Privatanleger Rekordsummen in Silber-ETFs investieren – über 920 Mio. USD in nur 30 Tagen –, wenden sich die Investoren zunehmend von den Kryptowährungen ab. Die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung hat seit Anfang Oktober rund ein Drittel eingebüßt. Der Aufwärtstrend seit dem Herbst 2023 ist gebrochen und wirkt jetzt als Widerstand.

Und obwohl sich der Bitcoin kurzzeitig auf fast 98.000 USD erholen konnte, erlitten die Krypto-Aktien erneut massive Verluste. , Circle, und verloren teils über 10 %. Auslöser war u.a. der Rückzug eines lange vorbereiteten Gesetzesentwurfs im US-Senat, nachdem Coinbase-CEO Brian Armstrong vor einem „schlechten Gesetz“ gewarnt hatte. Die neuen Unsicherheiten hinsichtlich der US-Regulierung als auch der neu angedrohten US-Zölle lähmen den Krypto-Sektor.

Zugleich bleibt die US-Wirtschaft robust mit überraschend niedrigen Arbeitslosenzahlen, und TradFi-Riesen wie State Street rücken mit neuen digitalen Asset-Plattformen weiter in die Blockchain-Welt vor.

  1. Chartanalyse Bitcoin in US-Dollar

  2. Wochenchart: Bodenbildung bislang nicht bestätigt

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Bitcoin in USD, Wochenchart vom 20. Januar 2026. Quelle: Tradingview

Seit dem heftigen Kursrutsch vom neuen Allzeithoch am 6. Oktober 2025 bei 126.272 USD bis auf das Tief am 21. November 2025 bei 80.537 USD kommt der Bitcoin bislang nur langsam und mühsam auf die Beine. Zwar konnten sich die Bitcoin-Notierungen vom Tief in den letzten zwei Monaten in der Spitze um rund 21,6% erholen, das klare Scheitern an der 38,2%-Fibonacci-Marke bei knapp 98.000 USD unterstreicht jedoch die angeschlagene Ausgangslage.

Die Annahme einer abgeschlossenen Bodenbildung sowie einer Trendwende ist daher verführt und gefährlich. Sollte der Bitcoin auch in den kommenden Wochen nicht über die 38,2%-Fibonacci-Marke (98.000 USD) hinauskommen und damit weiter unter der psychologischen Marke von 100.000 USD handeln, verdüstert sich der Ausblick zusehends. Die Wochen-Stochastik ist allerdings weiterhin klar überverkauft und bemüht sich um eine Momentum-Wende nach oben.

Zusammenfassend bleibt der Wochenchart bärisch. Es fehlt weiterhin eine klare Bestätigung für eine größere Erholung bzw. eine Trendwende. Das untere Bollinger Band (76.593 USD) gibt bereits weiteren Platz nach unten frei. Innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrendkanals wären in diesem Jahr auch Kursziele im Bereich zwischen 55.000 und 65.000 USD denkbar. Die Unterstützungszone zwischen 81.000 und 75.000 USD ist allerdings stark und dürfte auch dem nächsten Angriff der Bären zunächst standhalten.

  1. Tageschart: Seitwärts verlaufende Konsolidierung

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Bitcoin in USD, Tageschart vom 20. Januar 2026. Quelle: Tradingview

Auf dem Tageschart ist der Bitcoin vor sechs Tagen am 38,2%-Fibonacci-Marke (98.000 USD) sowie an einer lange bestehende Trendlinie im ersten Anlauf gescheitert und sofort zügig bis an seine 50-Tagelinie (90.389 USD) zurückgefallen. Nach einer gewissen Konsolidierung um die 50-Tagelinie herum wäre ein zweiter Angriff auf die Widerstandsbastion um 98.000 bis 100.000 USD denkbar. Sollte dieser ebenfalls scheitern, dürfte sich der Krypto-Winter verschärfen.

Gelingt hingegen der Sprung über die runde Marke von 100.000 USD wäre einer Erholung bis an die fallende 200-Tagelinie (105.646 USD) logisch und realistisch. Bis dahin wartet auf die Bullen in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld jedoch viel Arbeit.

Kurzfristig hat die Tages-Stochastik mit dem Rückfall ein Verkaufssignal aktiviert. Wir vermuten aber, dass es vorerst nicht zu neuen Tiefs unterhalb von 80.000 USD kommen wird, sondern eher eine Konsolidierung um die 50-Tagelinie im Bereich von 85.000 bis 95.000 USD bis in den Februar hinein ansteht.

Insgesamt signalisiert der Tageschart weiterhin ein eher schwaches Marktumfeld. Die Musik spielt derzeit eindeutig nicht im Krypto-Sektor, sondern in anderen Sektoren wie den Edelmetallen und Rohstoffen. Am wahrscheinlichsten ist daher in den kommenden Wochen eine Fortsetzung der Seitwärtsphase, an deren Ende eine Erholung stehen könnte, die entweder im Bereich von 98.000 bis 100.000 USD erneut scheitert oder etwas höher im Bereich von 103.000 bis 105.000 USD die 200-Tagelinie vorübergehend wiedersehen könnte.

  1. Sentiment Bitcoin – Neutrale Stimmungslage

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Crypto Fear & Greed Index vom 17. Januar 2026. Quelle: Bitcoin Magazine Pro.

Der „Crypto Fear & Greed Index“ konnte sich zuletzt auf 50 von 100 Punkten erholen. Damit hat sich die Stimmung im Sektor deutlich beruhigt und es liegt kein extremes Sentiment mehr vor. Vielmehr signalisiert der Crypto Fear & Greed Index momentan Unentschlossenheit, denn die berücksichtigten Faktoren wie Volatilität, Handelsvolumen, Bitcoin-Dominanz, Social-Media-Sentiment und Google-Trends deuten derzeit weder auf extreme Angst noch auf übermäßige Gier hin. Historisch gesehen korreliert ein neutraler Index oft mit Stabilisierungstendenzen, wobei Werte unter 25 „Extreme Fear“ und über 75 „Extreme Greed“ anzeigen, was Chancen für Käufe in Panikphasen bzw. Warnungen vor größeren Korrekturen bietet.

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CMC Crypto Fear & Greed Index vom 17. Januar 2026. Quelle: Coinmarketcap

Der „CMC Crypto Fear & Greed Index“ von CoinMarketCap, der den breiteren Kryptomarkt (inklusive Top-10-Coins und Stablecoin-Dynamiken) abbildet, steht aktuell bei 50 von 100 und spiegelt damit ebenfalls eine ausgeglichene, neutrale Stimmung im Kryptomarkt wider. Die analysierten Indikatoren wie Marktvolatilität, Momentum, Social-Media-Aktivität, Umfragen und Bitcoin-Trends deuten im Kollektiv auf eine Fortsetzung der Konsolidierung hin.

Zusammenfassend hat sich das Marktsentiment auf neutraler Basis stabilisiert, ohne eine klare Richtung oder Aussage zu liefern.

  1. Saisonalität Bitcoin – Seitwärts im 1.Quartal

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Bitcoin Saisonalität vom 20. Januar 2026. Quelle: Seasonax

Die Saisonalität von Bitcoin zeigt für das erste Quartal historisch gemischte, aber tendenziell eher positive Entwicklungen, da Januar oft als stärkster Monat gilt, gefolgt von moderaten Zuwächsen in Februar und März. In Jahren wie 2017, 2021 oder 2024 erzielte BTC im Q1 signifikante Renditen – etwa verdoppelte sich der Kurs 2021 von rund 29.000 auf 58.600 USD –, während Phasen wie 2018 oder 2022 Korrekturen nach Bullenmärkten brachten. Statistisch liegt die durchschnittliche Q1-Performance seit 2010 bei ca. +20 bis +30% in Aufwärtsphasen, beeinflusst durch Halving-Zyklen, Steuerereignisse und neue Kapitalzuflüsse, wobei Volatilität hoch bleibt. Grünes Licht gibt es im statistischen Durchschnitt aber erst wieder ab Anfang/Mitte April!

In der Konklusion liefert die saisonale Komponente im ersten Quartal historisch gemischte, tendenziell aber leicht positive Ergebnisse, wobei statistisch erst ab Anfang/Mitte April mit der nächsten nachhaltigen Aufwärtsbewegung gerechnet werden kann.

  1. Bitcoin gegen ()

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Bitcoin/Gold-Ratio, Wochenchart vom 20. Januar 2026. Quelle: Tradingview

Bei Kursen von rund 90.820 USD für einen Bitcoin und ca. 4.725 USD für eine Feinunze Gold, muss man für einen Bitcoin derzeit rund 19,22 Unzen Gold bezahlen. Andersherum gesagt kostet eine Feinunze Gold aktuell ca. 0,052 Bitcoin. Damit konnte sich der Bitcoin in den letzten Wochen leicht gegen den starken Goldpreis nur vorübergehend stabilisieren! Der Trend läuft weiterhin klar zu Gunsten des Goldes.

Dabei wird die Bitcoin/Gold-Ratio vor allem von makroökonomischen Faktoren wie Zinsentscheidungen der Zentralbanken, globaler Liquidität und Inflation geprägt, da niedrige Zinsen risikoreiche Assets wie Bitcoin begünstigen, während Gold in Unsicherheitszeiten als sicherer Hafen dient. Bitcoin-spezifische Treiber wie ETF-Zuflüsse, Halving-Events, regulatorische Fortschritte und politische Unterstützung – etwa durch die Trump-Administration – verstärken dies, indem sie institutionelle Nachfrage ankurbeln und BTC gegenüber Gold outperformen lassen. Hinzu kommen Bitcoins hohe Volatilität im Gegensatz zu Golds Stabilität sowie wechselnde Korrelationen zu Aktienmärkten, ergänzt durch geopolitische Spannungen und Nachfrage aus Schwellenländern, die Gold stützen.

Mit 19,22 zu 1 deutet die Bitcoin/Gold-Ratio im Vergleich der letzten fünf Jahre eine relative Unterbewertung von Bitcoin gegenüber dem Edelmetall hin. Diese Kennzahl, die die Kaufkraft von Bitcoin in Gold misst, ist seit dem Dezember 2024 von ihren Höchstständen um 41:1 deutlich gefallen, beeinflusst durch die starke Gold-Rallye sowie die harte Korrektur beim Bitcoin. Historisch begünstigt eine niedrige Ratio eine zukünftige Outperformance des Bitcoin.

Technisch betrachtet ist bislang allerdings überhaupt gar keine Trendwende für den Bitcoin gegen das Gold zu erkennen. Im Gegenteil, die Schulter-Kopf-Schulter-Formation lässt Kursziele von ca. 12:1 erahnen. Allerdings ist die Wochen-Stochastik zwar bärisch eingebettet aber eben auch stark überverkauft, so dass eine Erholung zugunsten des Bitcoins in den kommenden ein bis fünf Monaten eigentlich keine Überraschung wäre.

In der Summe ist die Bitcoin/Gold-Ratio auf dem Wochenchart stark überverkauft, während auf dem Tageschart eine wenig überzeugende Erholung schon wieder beendet wurde. Um den scharfen Abwärtstrend seit Mitte August zu beenden, benötigt es beim Bitcoin/Gold-Ratio einen Anstieg auf Werte oberhalb von 22. Dann könnte sich die Ratio in Richtung 25 bis 26 erholen. Bislang ist davon nichts zu sehen und wir müssen davon ausgehen, dass die Ratio im Jahresverlauf bis auf ca. 12:1 oder tiefer fallen wird.

  1. Globale Risikoaversion: Gold haussiert, Bitcoin bricht ein

Am Montagmorgen wurden die globalen Finanzmärkte von einer neuen Welle der Risikoaversion erfasst. Auslöser dafür waren gleich zwei Schocks: neue Zolldrohungen aus Washington sowie politische Unsicherheiten in . Während Schlagzeilen von einem möglichen vorgezogenen Wahltermin und einer geplanten Steuersenkung berichteten, schossen die Renditen japanischer Staatsanleihen nach oben – die 30-jährige Anleihe erreichte mit 3,58 % ihren höchsten Stand seit Einführung. Gleichzeitig brachen die Aktien- und Kryptomärkte ein, während Anleger in den sicheren Hafen der Edelmetalle flüchteten. Gold stieg mittlerweile auf ein neues Rekordhoch bei 4.730 USD und Silber zog auf knapp über 95,50 USD an, während der Bitcoin bis auf 90.600 USD zurückfiel.  

Diese drastischen Bewegungen spiegeln eine tiefgreifende Umgewichtung globaler Kapitalströme wider. Angesichts der Kombination aus geldpolitischer Unsicherheit in Japan, steigender Staatsverschuldung und neuen handelspolitischen Spannungen unter US-Präsident Trump suchen Marktteilnehmer zunehmend Schutz in risikoarmen Anlagen. Das Zusammenspiel steigender Anleiherenditen und explodierender Goldpreise signalisiert eine klare Flucht aus dem Risiko – ein Warnsignal für eine mögliche Phase erhöhter Marktvolatilität mit vorübergehend schrumpfender Liquidität.

Neue Fed-Liquidität trifft fragile Märkte

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Alle Wege führen zur Inflation

Die Federal Reserve pumpt ab Dienstag allerdings vorrausichtlich ca. 55,3 Mrd. USD direkt in die Märkte – ein QE-ähnliches Programm, das Risikoaktiva wie Aktien und Krypto beflügeln könnte. Gleichzeitig betragen die US-Schulden mittlerweile mehr als 38 Bio. Dollar und verursachen jährliche Zinskosten von 1,17 Bio USD. Damit ist die Notenbank in einem Deadlock: Entweder Inflation oder Insolvenz. Dieses Twin-Defizit-Syndrom, bei dem Haushaltsdefizite in Handelsdefizite münden, destabilisiert das Dollar-Gleichgewicht und treibt Investoren in alternative Assets. Aus dieser Sicht fungieren Gold und Bitcoin als monetäre Lebensversicherungen – doch während Gold auf die weltweiten Käufe mit starken Preisanstiegen reagiert, hängt Bitcoin von privater Risikobereitschaft sowie Netzwerksicherheit ab und befindet sich im Abwärtstrend.

Gold löst sich von realen Zinsen

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Gold vs. und reale US-Zinssätze, vom 16. Januar 2026. Quelle: GLI

Seit dem Beginn der großen Goldhausse Ende Februar 2024 entkoppelten sich die Goldpreise von den realen Zinssätzen und vollzog einen makrohistorischen Wendepunkt! Mittlerweile horten Zentralbanken, insbesondere aus den BRICS-Staaten, erstmals seit 30 Jahren mehr Gold als US-Treasuries. Das ist nicht nur ein massives Vertrauensvotum gegen die US-Fiskalpolitik, sondern auch ein klares Signal für einen strukturellen De-Dollarisierungszyklus. Geopolitische Absicherung und physische Knappheit machen Gold zum strategischen Asset, welches sowohl supranational als auch zensurresistent ist. Obendrein hat Gold, um im Bitcoin-Jargon zu bleiben, bereits tausende Jahre an „Proof of Work“ geleistet.

Physische Festung vs. spekulative Kette

Sowohl Bitcoin als auch Gold leben von ihrem Status als „Outside Money“ – Vermögenswerte jenseits staatlicher Haftung. Der Unterschied: Gold existiert hundertprozentig außerhalb der digitalen Infrastruktur, Bitcoin hingegen ist vollständig davon abhängig. In einer Welt zunehmender Cybersicherheitsrisiken und KI-gestützter Angriffsvektoren gewinnt Gold ohne Drittparteienrisiko an relativer Attraktivität, weil es nicht gehackt werden kann. Bitcoin bleibt stattdessen volatil, weil sein Sicherheitsbudget direkt an die Spekulation gekoppelt ist.

Bitcoin in der Zwickmühle

Technisch steckt Bitcoin daher in einer strukturellen Zwickmühle. Mit jedem Halving halbiert sich die Blocksubvention – und damit die Sicherheitsausgaben des Netzwerks. Ohne exponentielle Preissteigerung oder dauerhaft hohe Transaktionsgebühren bricht das Anreizmodell für Miner zusammen. Diese „Sicherheitsrezession“ ist kein Randproblem, sondern ökonomisch unvermeidlich, wenn Preis oder Nutzungsvolumen stagnieren. Das bedeutet: Ökonomisch gesehen muss Bitcoin entweder inflationieren oder riskieren, angegriffen zu werden.

Golds stille Renaissance

Dennoch waren Bitcoin und Krypto aufgrund der dramatischen Kursgewinne in den letzten Jahren medial viel auffälliger. Bitcoin gilt noch immer als „todsichere“ Wette. Gleichzeitig spielte sich im Schatten ein epochaler Wandel zurück zum Gold ab. Gold wurde vom toten „Relikt“ wieder zum geopolitischen Werkzeug, dem stillen Rückgrat eines multipolaren Finanzsystems. Bitcoin könnte konzeptionell dieselbe Rolle einnehmen, doch ihm fehlt regulatorische Akzeptanz und physische Verankerung.

Bitcoin & das neue Sicherheitsparadoxon

So ist der kürzliche Bitcoin-Diebstahl in Höhe von 282 Mio. USD nicht nur ein Einzelfall, sondern ein makroökonomischer Weckruf. Das Ereignis zeigt, dass technologische Sicherheit (Hardware Wallets, Multi-Sig, Cold Storage) nur so stark sind wie der menschliche Faktor. Social Engineering bspw. untergräbt zunehmend die Sicherheitsarchitektur des gesamten Kryptomarktes. In einem Umfeld, in dem ein einziger Fehler Millionen vernichten kann, verschiebt sich das Vertrauen von Technologie zu Psychologie – ein makroökonomisch stark unterschätzter Faktor.

Privacy Coins und das Shadow-Liquidity-Dilemma

Dass der Hacker den gesamten Ertrag über Dutzende Instant-Swap-Dienste in Monero konvertierte, zeigt ein wachsendes Phänomen: Privacy Assets als Endpunkt illegaler Liquidität. Moneros kurzfristiger Preisanstieg um 80% war kein Marktzyklus, sondern ein Liquiditätsimpuls durch kriminelles Kapital. Diese Episode illustriert, dass Privacy Coins heute als “digitäres Schattenbanksystem” fungieren – außerhalb von AML-Regimen, aber innerhalb eines immer stärker digitalisierten globalen Finanzsystems.

Vertrauen als ultimative und neue Knappheit

Der Fall offenbart den wahren Engpass des Krypto-Ökosystems: Vertrauen als menschlich seltene Ressource! Während Bitcoin mathematisch knapp und Gold physisch knapp sind, bleibt Vertrauen rar und anfällig für Social Engineering. Hardware kann man sichern, aber sie schützt nicht vor menschlichem Versagen. Paradoxerweise treibt dieses Misstrauen die Nachfrage nach dezentralen Assets: Je offensichtlicher Fehler passieren, desto verlockender wirken fehlerfreie Systeme!

Bitcoins makroökonomisches Paradoxon

Makroökonomisch befindet sich Bitcoin daher in einer paradoxen Position. Einerseits wird er von institutionellen Portfolios zunehmend als strategischer Inflationsschutz gesehen, andererseits bleibt er eines der systemisch anfälligsten Assets. Die regulatorischen Fronten – von MiCA bis zu US Stablecoin Bills – bremsen den Markt zusätzlich, weil Profitabilität und Kontrolle der Banken direkt bedroht sind. Stablecoins sind hier das Scharnier: Sie greifen in das Fundament des modernen Bankensystems ein, indem sie Zinsen für Sparer potenziell marktfähig machen.

Bankenlobby und Zinsdifferenzkrieg

Die Blockade des US-Krypto-Gesetzes illustriert jedoch die grundlegende Machtverschiebung. Banken verdienen an der Zinsdifferenz: Sie zahlen 0,1 %, während sie ihre Einlagen für bis zu 4 % bei der Fed parken. Stablecoins wie bedrohen dieses Modell. Die Folge ist ein offener Lobbykrieg um die Kontrolle über die private Geldschöpfung im digitalen Zeitalter. Diese Dynamik ist ökonomisch weitaus bedeutender als die juristische Frage „SEC oder CFTC“, denn US-Banken fürchten einen potenziellen Abfluss von ca. 6 Bio USD Einlagen durch Stablecoin-Yields wie bspw. Coinbases 3,5 % auf USDC. Der CLARITY-Act-Streit (Coinbase vs. Weißes Haus) eskaliert daher. Die Bank of America warnt bereits vor einem Kreditkollaps. Venezuela hingegen handelte bereits rund 80 % seines Öls via USDT!

Tether als privater Zentralbank

Dabei werden Stablecoins insbesondere für Trading-Infrastruktur verwendet und nicht für Alltagszahlungen. Die Tether Holdings Limited, mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln, ist das Mutterunternehmen hinter dem weltweit größten Stablecoin USDT und kontrolliert auch die Kryptobörse Bitfinex. Das Unternehmen verwaltet über 181 Mrd. USD in Reserven, darunter massive US-Staatsanleihen-Positionen, ca. 116 Tonnen Gold und über 100.000 Bitcoins. Tether erzielt mit weniger als 100 Mitarbeitern ca. 10 Mrd. USD Jahresgewinn primär durch Zinsengewinne, aber auch mit Diversifikation in Sektoren wie Agrar und Mining. Der Stablecoin-Gigant dollarisiert den Entwicklungsbereich, bewegt 47 Bio. USD jährlich via Profi-Trader und tauscht quartalsweise ca. 15 % seiner Profite in Bitcoin. Trotz US-Verbot schafft Tether via GENIUS Act zwei Dollar-Welten: reguliert vs. offshore.

Bitcoin in Fundamentalkrise

Bitcoin hingegen hat null Exposure zum Blockchain-Wachstum wie den Stablecoins, DeFi oder RWA-Tokenisierung – die „Fat Protocol“-These ist daher tot. Der 282 Mio. USD Hack via Trezor-Social-Engineering hat erneut die Sicherheitslücken aufgezeigt, während die Halvings die Miner-Subventionen reduzieren und die Bitcoin-Governance oligarchisch erstarrt ist. 

Die Governance-Struktur von Bitcoin hat sich in einer Art „Centralized Anarchy“ verfangen: formal dezentral, praktisch oligarchisch. Wenige Core-Entwickler kontrollieren GitHub-Zugänge und damit den Entwicklungspfad. Diese Zentralisierung verhindert Anpassungen, die ökonomisch notwendig, aber politisch unerwünscht sind. In makroökonomischer Terminologie leidet Bitcoin an institutioneller Trägheit – ein Governance-Defizit, das jenen traditioneller Staaten gleicht.

Das Versprechen, dass Transaktionsgebühren langfristig die Netzwerksicherheit tragen, widerspricht zudem ökonomischer Realität. In einem kompetitiven Markt wandern Nutzer bei hohen Gebühren einfach ab. On-Chain-Kapazitätsgrenzen machen Bitcoin damit inhärent deflationär in seiner Funktionalität – je teurer die Sicherheit, desto geringer der Nutzen. Das bremst Adoption und hält institutionelle Nutzer fern. Zusammengefasst bewegt sich der Bitcoin auf einer Kurve sinkender Grenznutzen bei steigenden Opportunitätskosten.

Fazit: Zwei Welten, ein Narrativ

Makroökonomisch stehen Gold und Bitcoin nicht mehr in Konkurrenz, sondern in einer Art Sequenz. Gold führt, Bitcoin folgt. Während Staaten sich physisch absichern, suchen Individuen digitale Alternativen. Doch der Markt bleibt gnadenlos: mathematische Knappheit ersetzt kein ökonomisches Vertrauen. Wenn Bitcoin seine Governance- und Sicherheitsprobleme nicht löst, wird Gold wieder der „risk-free asset“ des 21. Jahrhunderts – und Bitcoin ein brillantes, aber selbstzerstörerisches Experiment.

  1. Fazit: Bitcoin – Goldhausse vs. Krypto-Winter

Seit dem Crash von 126.272 USD auf 80.537 USD bemüht sich Bitcoin um eine Bodenbildung und Trendwende. Das Scheitern an der 38,2%-Fibonacci-Marke um 98.000 USD wirft jedoch kein gutes Licht auf die kommenden Monate. Der Tageschart lässt zunächst eine Konsolidierung um die 50-Tagelinie erwarten. Die Chance für einen abermaligen Anstieg in Richtung von ca. 98.000 bis 100.000 USD ist weiterhin vorhanden. Die Bitcoin/Gold-Ratio lässt mittelfristig aber einen weiteren Abstieg des Bitcoins in Richtung von ca. 60.000 USD vermuten.




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US-Universitäten fordern Stopp von Krypto-Wetten auf College-Sport

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Die National Collegiate Athletic Association (NCAA) – der Sportverband der US-Universitäten – hat die Commodity Futures Trading Commission aufgefordert, Prognosemärkte für den College-Sport auszusetzen, bis Regeln zum Schutz studentischer Sportler eingeführt sind.

Der Präsident der NCAA, Charlie Baker, forderte den Vorsitzenden der CFTC, Michael Selig, in einem Schreiben am Mittwoch entsprechend auf, „die Prognosemärkte im College-Sport auszusetzen, bis ein robusteres System mit angemessenen Sicherheitsvorkehrungen eingerichtet ist“.

Baker sagte, dass das „rasante Wachstum und die Beliebigkeit“ von Prognosemärkten für Sportwetten dazu beigetragen haben, dass studentische Sportler vermehrt von Wettenden belästigt werden, was sich negativ auf ihr Wohlbefinden auswirkt.

Er fügte hinzu, dass die meisten Bundesstaaten Sportwetten auf Personen ab 21 Jahren beschränken, während Prognosemärkte bereits für Nutzer ab 18 Jahren zugänglich sind, was „Studenten – und sogar Schüler – in hohem Maße dazu verleiten könnte, sich auf schädliche Weise an diesen Märkten zu beteiligen“.

Quelle: NCAA News

Baker forderte deshalb Alters- und Werbebeschränkungen, ein robusteres Überwachungssystem, Maßnahmen gegen Belästigung und Ressourcen zur Schadensminderung.

Prognosemärkte wie Kalshi und Polymarket haben in den letzten Monaten einen explosionsartigen Anstieg ihrer Popularität und Nutzung erlebt, wobei Wetten auf Sportveranstaltungen einen großen Teil ihres Volumens ausmachen.

Politiker und Aufsichtsbehörden in Connecticut, New York, Nevada, New Jersey und anderen Bundesstaaten haben versucht, Prognosemärkte im Zusammenhang mit Sport zu verbieten oder zu blockieren, weshalb mehrere staatliche Aufsichtsbehörden bereits Maßnahmen gegen die betreibenden Plattformen ergriffen haben.

Prognosemärkte so beliebt wie noch nie

Trotz der rechtlichen Drohungen boomt der Markt für Prognosemärkte weiter, wobei das Handelsvolumen am Montag einen Rekordwert von 701,7 Millionen US-Dollar erreichte.

Der Gesamtumsatz von 701,7 Millionen US-Dollar übertraf den bisherigen Rekord von 666,6 Millionen US-Dollar, der einen Tag zuvor aufgestellt worden war, wobei Kalshi an beiden Tagen rund zwei Drittel des Handelsvolumens ausmachte.

Handelsvolumen auf Krypto-Prognosemärkten seit September 2024. Quelle: Dune Analytics
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Western Digital Aktie: Fantastische Ergebnisse!

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News von Trading-Treff.de

Die Aktie des Speicherherstellers läuft. Gleich zwei renommierte Investmentbanken haben ihre Einschätzungen deutlich nach oben geschraubt. Die Bank of America hebt das Kursziel von 197 auf 257 Dollar an und bekräftigt ihre Kaufempfehlung. Noch drastischer fällt die Anpassung bei Citigroup aus – allerdings für die Schwestermarke SanDisk, deren Aktie am Dienstag um satte 8 Prozent in die Höhe schoss.

Was steckt hinter diesem plötzlichen Optimismus? Die Antwort liegt in den Rechenzentren dieser Welt. Die Analysten erwarten für das laufende Quartal Umsatz und Ergebnis am oberen Ende der Unternehmensprognose. Der Grund: Die Nachfrage nach Speicherlösungen übersteigt das Angebot – und Western Digital kann praktisch alles verkaufen, was die Produktionslinien verlassen.

Rechenzentren im Kaufrausch – 600 Milliarden Dollar im Anmarsch

Die Zahlen sind atemberaubend. Für 2026 rechnen Branchenexperten mit globalen Investitionen in Rechenzentren von rund 600 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber sind Hyperscaler, Cloud-Anbieter und Unternehmen, die ihre KI-Infrastruktur ausbauen.

Western Digital profitiert gleich doppelt: Die Preise bleiben stabil bis leicht steigend, während die Kapazitäten nahezu vollständig ausgelastet sind. Bank of America erwartet, dass die Bruttomarge um 90 Basispunkte auf 44,8 Prozent klettern wird. Besonders bemerkenswert: Die inkrementelle Marge soll über 50 Prozent liegen – jeder zusätzliche Dollar Umsatz landet also zur Hälfte im operativen Gewinn.

Über 200 Exabyte pro Quartal – die neue Normalität

Ab 2026 soll Western Digital mehr als 200 Exabyte Speicherkapazität pro Quartal ausliefern. Zum Vergleich: Ein Exabyte entspricht einer Million Terabyte. Diese gigantischen Mengen zeigen, wie sehr die Datenwelt explodiert – und wie gut positioniert der Konzern ist, um davon zu profitieren.

Die Analysten sehen Festplattenhersteller wie Western Digital und Konkurrent Seagate als „weniger volatile Nutznießer“ der steigenden Datenflut im Vergleich zu reinen NAND-Anbietern. Das Geschäftsmodell gilt als stabiler, die Margen als nachhaltiger.

Schuldenabbau verschafft zusätzlichen Rückenwind

Ein weiterer Pluspunkt: Western Digital plant, seine Verschuldung durch einen Schulden-Aktien-Tausch ihrer SanDisk-Beteiligung zu reduzieren. Das würde die Bilanz stärken und dem Management mehr finanziellen Spielraum verschaffen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits 30 Prozent zugelegt – doch die jüngsten Kurszielerhöhungen deuten darauf hin, dass die Rally noch nicht vorbei ist.

Am Dienstag legte der Titel um 2,6 Prozent zu, während SanDisk mit einem Plus von 8 Prozent die Branche anführte. Auch Micron Technology (+4,7 Prozent) und Seagate (+2 Prozent) profitierten von der positiven Stimmung im Speichersektor. Die Bären ziehen sich zurück – vorerst.

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DeFi-Branche wehrt sich gegen geplante Krypto-Regulierung

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Da die Verabschiedung des Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY) im Bankenausschuss des US-Senats auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, nutzen führende Vertreter der dezentralen Finanzwirtschaft die Verzögerung, um die Parlamentarier hinsichtlich ihrer Bedenken gegenüber dem Gesetzentwurf unter Druck zu setzen.

Bevor die republikanischen Führer im Bankenausschuss am späten Mittwoch beschlossen, die Tagung zum Gesetzentwurf zu verschieben, hatten Lobbygruppen aus der Kryptoindustrie Bedenken hinsichtlich der Bestimmungen zu tokenisierten Aktien, Stablecoin-Prämien und deren möglichen Auswirkungen auf DeFi-Plattformen geäußert. Der DeFi Education Fund mahnte am Mittwoch, dass einige der vorgeschlagenen Änderungen „der DeFi-Technologie ernsthaft schaden und/oder die Gesetzeslage für Softwareentwickler verschlechtern könnten”.

Krypto-Risikokapitalgesellschaften betonten ebenso, dass die Gesetzgebung überarbeitet werden müsse, um Bedenken hinsichtlich DeFi und dem Schutz von Entwicklern auszuräumen.

Alexander Grieve, Vizepräsident für Regierungsangelegenheiten bei der Krypto-Investmentfirma Paradigm, sagte, die höchste Priorität habe der Schutz von Entwicklern und DeFi, und fügte hinzu, dass „erhebliche Änderungen“ an dem Gesetzentwurf erforderlich seien. Jake Chervinsky, Chief Legal Officer von Variant, betonte am Donnerstag, dass sein „größtes Anliegen“ DeFi sei, und merkte an, dass der Gesetzentwurf hinter den Standards zurückbleibe.

„Der letzte Entwurf lässt Unklarheit darüber, ob alle Arten von Entwicklern und Infrastrukturanbietern gezwungen werden könnten, Nutzer einer KYC-Prüfung zu unterziehen, sich bei der SEC zu registrieren oder andere Vorschriften einzuhalten, die nicht zu DeFi passen“, sagte Chervinsky auf X.

Der Gesetzentwurf sollte nach monatelangen Verzögerungen aufgrund von Debatten der Politik über dezentrale Finanzdienstleistungen, potenzielle Interessenkonflikte und Bestimmungen zu Stablecoins nun endlich zur Abstimmung gebracht werden. Tim Scott, Vorsitzender des Bankenausschusses des US-Senats, kündigte jedoch eine „kurze Pause“ an, nachdem Brian Armstrong, CEO von Coinbase, auf X erklärt hatte, dass die Börse den Gesetzentwurf in seiner jetzigen Form nicht unterstützen könne.

Was kritisiert die DeFi-Branche an CLARITY?

Im Gegensatz zu den Banken, die sich für CLARITY einsetzen, um verzinsliche Stablecoins zu verbieten, entgegneten viele Vertreter der Branche, darunter Armstrong, dass die aktuelle Fassung des Gesetzentwurfs die Aktivitäten von DeFi-Plattformen einschränken und möglicherweise Unternehmen dazu veranlassen würde, ihren Sitz außerhalb der USA zu verlegen.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir einige der DeFi-Probleme lösen können“, sagte Cody Carbone, CEO der Krypto-Interessenvertretung The Digital Chamber, gegenüber Cointelegraph. „Ich denke, derzeit liegt ein Teil des Fokus darauf, bestimmte Definitionen einzugrenzen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten zwei Wochen oder zumindest bis zur nächsten Sitzung einen guten Kompromiss in Bezug auf DeFi erreichen können.“

„[DeFi- und Krypto-Entwickler] interessieren sich nicht wirklich für den Kampf um Zinsen“, sagte Todd Phillips, Assistenzprofessor für Rechtswissenschaften am Robinson College of Business der Georgia State University, in einem Beitrag auf X am Freitag. „Ihnen ist eine robuste Marktstruktur wichtig, die das Wachstum der Kryptomärkte ermöglicht, und nicht, ob Kunden ihr Geld bei Banken oder in Stablecoins anlegen, denn was zählt, ist ihre Bereitschaft, in neue Token zu investieren.“

Einige demokratische Senatoren haben Berichten zufolge Bedenken hinsichtlich des Gesetzentwurfs geäußert, der es DeFi-Plattformen ermöglicht, illegale Transaktionen zu erleichtern, und drängen auf Einschränkungen in Änderungsanträgen, darunter auch solche, auf die der DeFi Education Fund hingewiesen hat.

Bis Freitag war noch kein neuer Termin für die parlamentarische Sitzung festgelegt worden.

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Barrick Gold: Führungswechsel in der Finanzabteilung

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News von Trading-Treff.de

Barrick Mining Corporation hat einen Wechsel an der Spitze der Finanzabteilung bekanntgegeben. Helen Cai wird ab dem 1. März 2026 die Position als Chief Financial Officer übernehmen. Sie folgt auf Graham Shuttleworth, der das Unternehmen nach sieben Jahren und der Veröffentlichung der Jahresergebnisse verlassen wird.

Cai bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Finanzsektor mit. Ihre Karriere umfasst leitende Positionen bei Goldman Sachs und China International Capital Corporation, wo sie sich vor allem auf Aktienanalysen, Unternehmensfinanzierung und Fusionen im Bergbausektor konzentrierte. Seit November 2021 sitzt sie bereits im Vorstand von Barrick.

Goldpreis-Rallye spielt dem Konzern in die Hände

Der Zeitpunkt des Führungswechsels fällt zusammen mit einer außergewöhnlichen Phase für den Goldmarkt. Der Preis für das Edelmetall hat seinen Aufwärtstrend aus 2025 nahtlos fortgesetzt. Analysten spekulieren bereits über einen möglichen Anstieg in Richtung 5.000 US-Dollar pro Unze – befeuert durch geopolitische Spannungen, Zollstreitigkeiten und anhaltende Inflationssorgen.

Als einer der weltweit größten Goldförderer profitiert Barrick direkt von dieser Entwicklung. Die Aktie hat seit November eine stabile Aufwärtsbewegung gezeigt und sich über wichtigen gleitenden Durchschnitten etabliert. Technisch orientierte Anleger sehen das nächste Kursziel im Bereich von 55 US-Dollar.

Neue CFO mit internationaler Expertise

Mark Hill, Group COO und Interim-CEO, betonte die tiefgreifende Finanzkompetenz und jahrzehntelange Branchenerfahrung der neuen CFO. Gleichzeitig würdigte er die Leistungen Shuttleworths während seiner siebenjährigen Amtszeit.

Cai selbst äußerte sich optimistisch über ihre neue Aufgabe. Sie verwies auf die strategisch bedeutsame Phase, in der sich Barrick derzeit befindet, und kündigte an, eng mit dem Führungsteam zusammenzuarbeiten, um nachhaltigen Wert für die Aktionäre zu schaffen.

Die gebürtige Chinesin verfügt über die Qualifikationen Chartered Financial Analyst und Chartered Alternative Investment Analyst. Ihre Ausbildung absolvierte sie am Massachusetts Institute of Technology und der Tsinghua University. Während ihrer Zeit als Analystin wurde sie regelmäßig von StarMine, Institutional Investor und Asiamoney in Rankings geführt.

Momentum intakt – Risiken bleiben

Technisch betrachtet steht die Barrick-Aktie robust da. Solange die Kurse über den gleitenden 20- und 50-Tage-Linien bleiben, spricht das für anhaltende Stärke. Ein Durchbruch über die jüngsten Hochs würde das bullische Szenario bestätigen.

Anleger sollten allerdings die Kerze vom vergangenen Freitag im Auge behalten. Ein Rückfall unter dieses Niveau könnte erste Warnsignale senden. Rutscht die Aktie unter die 20-Tage-Linie, dürfte ein Test der 50-Tage-Linie folgen.

Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 83,23 Milliarden US-Dollar. Das durchschnittliche Handelsvolumen der vergangenen 20 Tage beträgt 590,52 Millionen US-Dollar – ein Zeichen für anhaltend hohes Anlegerinteresse.

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Bitcoin Analyse: Turnaround vorerst gescheitert

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Eine hoffnungsvolle Stabilisierung im Bereich einer wichtigen Unterstützung um 94.650 US-Dollar ist beim Kryptopaar Bitcoin zum US-Dollar () vorerst gescheitert und brachte Verluste zurück in den Bereich des 50-Tage-Durchschnitts (blaue Linie) hervor. Nun muss es die untere Begrenzung eines seit Mitte November letzten Jahres bestehenden Aufwärtstrends richten, sollte sich genau dieser Trend später nicht noch als bärische Flagge entpuppen. Genau diesen Eindruck erweckt nämlich die seit November letzten Jahres bestehende Erholung und weist Charakteristika einer gewöhnlichen Konsolidierung in Form von drei Wellen auf. Im Bereich der Trendlinie sollte unbedingt eine neue Untersuchung der Kursmuster erfolgen, um die richtigen Rückschlüsse auf den weiteren Verlauf ziehen zu können.

Short-Chance

Zunächst einmal sind weitere Abschläge auf mindestens 90.730 US-Dollar zu erwarten, womit ein ausgiebiger Test der unteren Trendbegrenzung beginnen dürfte. Bei einem nachhaltigen Bruch und Rücksetzern unter 89.135 US-Dollar würde eine Auflösung zur Unterseite anstehen und sich die Hinweise zu einer Auflösung der Flagge verdichten. Eine solche Entwicklung dürfte im weiteren Verlauf mit Verlusten zurück auf 83.881 US-Dollar quittiert werden, übergeordnet würden rechnerisch sogar Abschläge in den Bereich von 73.794 US-Dollar drohen. Auf der Oberseite müsste der Bitcoin wieder mindestens über 97.193 US-Dollar zulegen, um das bärische Szenario zu entschärfen und Kurspotenzial auf zurück 103.919 US-Dollar zu entfalten.

Tageschart:

Bitcoin_Tageschart

Bitcoin-Future in USD; Täglich, Örtliche Zeit (GMT+1); Kurs des Kryptopaares zum Zeitpunkt der Erstellung der Analyse 108.210,41 US-Dollar; Handelsplatz: Markets; 15:15 Uhr




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