Kampf gegen SEC kostet 200 Mio. US-Dollar

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Laut dem CEO Brad Garlinghouse hat Ripple 200 Millionen US-Dollar für das Gerichtsverfahren mit der US-Börsenaufsicht SEC ausgegeben.

Garlinghouse nannte diese Zahl bei einem Gespräch auf dem Dubai Fintech Summit am 8. Mai. Er erklärte, die USA seien im Vergleich zu den regulatorischen Fortschritten der Regulierungsbehörde für virtuelle Vermögenswerte in den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem jüngsten Gesetzentwurf über Märkte in Krypto-Assets (MiCA) in der Europäischen Union hinten. Außerdem sagte er, Ripple werde bis zur Entscheidung über diesen Fall 200 Millionen US-Dollar ausgegeben haben, um sich gegen eine Klage zu verteidigen, die von vornherein nicht viel Sinn macht.

An den SEC-Vorsitzenden Gary Gensler gerichtet drückte Garlinghouse sein Bedauern darüber aus, dass die USA deutlich hinten dran seien, während Ripple in die Vereinigten Arabischen Emirate expandiert. Das Schwierige an der Situation sei, dass ein Land die Politik über die Richtlinien gestellt habe. Garlinghouse sagte, einer der ersten Ratschläge, die er Unternehmern gibt, wenn sie fragen zu ihrer Gründung haben, lautet: “Wenn ich Sie wäre, würde ich nicht in den Vereinigten Staaten anfangen.” Er glaubt, dass viele US-Unternehmen und börsennotierte US-Firmen dem zustimmen würden.

Brad Garlinghouse beim Gespräch auf dem Dubai Fintech Summit.

Auf die Frage, ob die USA einen klaren Regulierungsrahmen für Krypto benötigen, sagte Garlinghouse, die SEC müsse verstehen, dass die große Mehrheit der Leute, die in der Krypto- und Blockchain-Branche tätig sind, gute Akteure sind, die sich an die Regeln halten wollen. Diese müssten dazu aber definiert werden.

Ripple ist eine Kryptowährungs-Zahlungsplattform und wurde im Dezember 2020 von der SEC verklagt. Die Behörde behauptet, dass Ripple XRP (XRP) Token und damit nicht registrierte Wertpapiere verkaufte. Ripple widerspricht dem und argumentiert, es handle sich nicht um einen Investitionsvertrag nach dem Howey-Test.

Das Verfahren läuft bereits seit zweieinhalb Jahren und hat auf dem US-Markt für Gesprächsstoff gesorgt. Laut Garlinghouse wird in den nächsten drei bis sechs Monaten mit einer Entscheidung gerechnet.


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