FTX-Chef soll Kautionsauflagen „lieber ernst nehmen“

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Der vorsitzende Richter im Strafverfahren gegen Sam Bankman-Fried (SBF) zieht laut Medienberichten ernsthaft in Erwägung, dessen Freilassung auf Kaution aufzuheben, nachdem jüngst angebliche Einschüchterungsvorwürfe gegen den ehemaligen FTX-Chef laut wurden.

In einer gerichtlichen Anhörung vom gestrigen 26. Juli vor dem US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York hat die stellvertretende US-Staatsanwältin Danielle Sassoon entsprechend die Aufhebung der Kaution für SBF beantragt, weil dieser seine Freilassung genutzt haben soll, um Caroline Ellison, seine ehemalige Lebensgefährtin und die Geschäftsführerin der FTX-Tochter Alameda Research, einzuschüchtern und womöglich von Aussagen abzubringen. Laut Sassoon hat SBF im Zuge dessen knapp 100 Anrufe an einen Reporter getätigt, der in der New York Times über die privaten Online-Tagebücher von Ellison geschrieben hat.

Richter Lewis Kaplan wird am 28. Juli und am 3. August die Stellungnahmen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu den Vorwürfen entgegennehmen, wobei der Richter Bankman-Fried in der Anhörung explizit warnte, dass dieser seine Kautionsauflagen „lieber ernst nehmen sollte“. Seit seiner Verhaftung und Anklageerhebung im Dezember 2022 ist der ehemalige FTX-CEO mehrmals vor Gericht erschienen, um über ebendiese Auflagen zu verhandeln, die ihn allen voran verpflichten, das Haus seiner Eltern in Kalifornien nicht zu verlassen. Des Weiteren ist ihm zum Beispiel untersagt, Messaging-Apps, virtuelle private Netzwerke (VPNs) und bestimmte technische Dienste zu nutzen.

Als Reaktion auf den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, dass SBF versuche, durch die öffentliche Diskreditierung von Ellison das Strafverfahren zu behindern, argumentierte dessen Anwaltsteam, dass Kaplan potenzielle Zeugen in die Kontaktsperren der Kautionsauflagen einbeziehen müsse, darunter auch den derzeitigen FTX-CEO John Ray. Seit FTX im November 2022 Konkurs anmeldete, hat Ray mehrfach mit verschiedenen Medien zu einer Vielzahl von Themen im Zusammenhang mit der gescheiterten Kryptobörse gesprochen.

Der erste Strafprozess gegen Bankman-Fried ist für den 2. Oktober angesetzt, doch wird er wahrscheinlich erst ab März 2024 in einem separaten Verfahren vor Gericht erscheinen. Der ehemalige FTX-CEO hat sich in allen Anklagepunkten für nicht schuldig bekannt.




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