XRP-Panik? Warum Peter Brandt den Coin über SOL und ETH stellt

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XRP-News: Leuchtende Schrift sprengt Bärenfalle.

Investing.com – Die Monatskerze für Mai ist geschlossen. Das Ergebnis ist das, wovor Bären seit Wochen gewarnt haben: ein Bearish Engulfing auf dem Monatschart. XRP schloss bei 1,3327 Dollar – knapp unter der kritischen Marke von 1,34 Dollar. Es ist das Signal, bei dem viele Privatanleger die Reißleine ziehen.

Und genau in diesem Moment passiert etwas, das nicht ins Bild passt. Japans mächtigster Finanzchef – ein Mann, der 44 Millionen Kunden und eine der weltweit größten Brokerage-Plattformen verantwortet – geht öffentlich und sagt: XRP wird „sehr teuer“.

Gleichzeitig erklärt einer der erfahrensten Trader der Wall Street, ein Mann, der XRP jahrelang skeptisch beäugte, in einer Live-Sendung: „Wenn ich mich für ein Pferd entscheiden müsste, wäre es wahrscheinlich XRP.“

Die Frage ist nicht, wer hier recht hat. Die Frage ist, warum diejenigen, die die größten Summen bewegen, das genaue Gegenteil von dem tun, was der Chart suggeriert.

Die Bearish-Engulfing-Falle: Warum Privatanleger jetzt blind verkaufen

Die Zahlen sind eindeutig. XRP schloss den Mai bei 1,3327 Dollar. Die Marke, die Analyst JD als entscheidend identifiziert hatte – 1,34 Dollar – wurde verfehlt. Das Resultat ist eine Bearish-Engulfing-Kerze auf dem Monatschart, ein Muster, das in der technischen Analyse als Warnsignal für weitere Kursverluste gilt.

JDs langfristiger Chart zeigt ein symmetrisches Dreieck, das sich seit 2018 entwickelt hat. XRP brach Ende 2024 nach oben aus diesem Muster aus – der Beginn der über 500-Prozent-Rallye, die wir in unserer Analyse zur Ripple-Geheimakte eingeordnet haben. Doch nun zieht der Kurs zurück in Richtung der Ausbruchszone bei rund 1 Dollar.

Gleichzeitig hat sich ein sogenannter Falling Wedge gebildet – ein Muster aus zwei abwärtsgerichteten, zusammenlaufenden Trendlinien. JDs Analyse zeigt zwei mögliche Pfade: Entweder ein direkter Ausbruch nach oben oder ein erneuter Test der Unterstützungszone, bevor die nächste große Bewegung einsetzt. Beide Szenarien münden in dasselbe Zielgebiet: 17 Dollar.

Doch die kurzfristige Realität ist eine andere. Die rote Monatskerze steht, und wer nur auf den Chart schaut, sieht Gefahr. Was er nicht sieht, spielt sich auf einer ganz anderen Ebene ab.

„Sehr teuer“: Japans 44-Millionen-Kunden-Gigant dreht den Markt

Yoshitaka Kitao, CEO von SBI Holdings, hat zwei Aussagen getätigt, die in ihrer Kombination beispiellos sind.

  1. XRP wird „sehr teuer“ werden.
  2. Und das ist der weitaus brisantere Teil: Er forderte den US-Senat öffentlich auf, den CLARITY Act „sofort“ zu verabschieden.

Begründung: SBI Holdings’ gesamte institutionelle Expansionsstrategie für die digitale Abwicklung in Asien hängt von der regulatorischen Klarheit in den USA ab.

Man muss verstehen, wer hier spricht. SBI Holdings ist kein Startup. Der Konzern kontrolliert SBI Securities – Japans größten Online-Broker –, die SBI Sumishin Net Bank und SBI Remit, eine grenzüberschreitende Zahlungsplattform mit über 44 Millionen Kunden.

SBI Remit wickelt internationale Zahlungen bereits direkt über das XRP Ledger ab – mit Kostenersparnissen von rund 60 Prozent und Abwicklungszeiten unter fünf Sekunden.

SBI ist zudem strategischer Anteilseigner von Ripple und Mitbetreiber von SBI Ripple Asia, einem Joint Venture, das Ripple-basierte Zahlungskorridore im gesamten asiatisch-pazifischen Bankensystem etablieren soll.

Das sind keine Meinungen eines Analysten auf X. Das ist eine formelle Unternehmensposition, die durch die Rechtsabteilung und Investor Relations gegangen ist, bevor sie öffentlich wurde.

Wenn ein Mann mit dieser Verantwortung und diesem Netzwerk öffentlich sagt, dass XRP „sehr teuer“ wird, dann ist das eine Aussage, die auf Informationen basiert, zu denen Privatanleger keinen Zugang haben.

Und der Kontext wird noch brisanter, wenn man bedenkt, was ich bereits aufgedeckt habe: Der neue Fed-Chairman Kevin Warsh hat in einer Stanford-Publikation XRP namentlich als Modell für die Zukunft des internationalen Zahlungsverkehrs benannt. Ein Markt von 7,5 Billionen Dollar – pro Tag.

Und Ripple hat sein Zahlungsnetzwerk bereits so weit ausgebaut, dass es 90 Prozent der globalen Währungskorridore erreicht. SBI will genau diese Infrastruktur nutzen – und wartet nur noch auf das regulatorische Startsignal aus Washington.

Peter Brandts Ritterschlag: Die Wall-Street-Legende wechselt die Seite

Und dann ist da Peter Brandt. Ein Name, der in der Trading-Welt für Jahrzehnte an Erfahrung steht. Brandt ist kein Krypto-Native. Er hat seinen Ruf mit klassischer Chartanalyse aufgebaut, lange bevor Bitcoin existierte.

Sein Verhältnis zu XRP war jahrelang kompliziert. Brandt stand dem Asset skeptisch gegenüber. Als er seine Position schließlich änderte, reagierte ein Teil der XRP-Community nicht mit Dankbarkeit, sondern mit Kritik. Brandt zog sich daraufhin weitgehend aus der XRP-Diskussion zurück.

Doch dann geschah etwas Bemerkenswertes. In der neuesten Ausgabe des Crypto-Banter-Podcasts – ausgerechnet moderiert von Ran Neuner, der XRP noch vor wenigen Tagen öffentlich verspottete, wie ich berichtet habe – sagte Brandt einen Satz, der aufhorchen lässt:

Wenn ich auf ein Pferd setzen müsste, das sich im Transaktionsbereich durchsetzt, wäre es wahrscheinlich XRP.

Er nannte XRP vor Solana und Ethereum. Und fügte hinzu: „Die meisten werden am Ende nichts mehr wert sein.“ XRP gehört für ihn nicht dazu.

Das ist kein Influencer-Hype. Das ist ein Mann, der Krypto-Tops und -Bottoms identifiziert hat, bevor die meisten Trader wussten, was ein Chart ist. Er hat keine Loyalität zu einem Asset. Keinen Anreiz, XRP zu bevorzugen. Und seine Track Record spricht für sich: Ende 2024 prognostizierte er eine signifikante Kursbewegung, falls XRP das 2021er-Hoch von 1,96 Dollar durchbricht. XRP durchbrach die Marke – und stieg anschließend auf 3,39 Dollar.

Wenn ein solcher Trader – auf der Bühne des lautesten XRP-Skeptikers – sagt, dass XRP die beste Wette ist, dann ist das ein Datenpunkt, den man nicht ignorieren sollte.

Die 11-Dollar-Entscheidung: Warum das Smart Money den Chart ignoriert

Eine technische Analyse auf Basis eines langfristigen Broadening-Wedge-Musters – historisch überprüft über Aktien, Rohstoffe und digitale Assets – kommt zu dem Ergebnis, dass XRP eine 53-prozentige Wahrscheinlichkeit hat, die 11-Dollar-Marke zu erreichen.

Die Kehrseite: 47 Prozent sprechen für einen deutlichen Rücksetzer. Die Chancen stehen knapp über 50:50. Das ist kein Freifahrtschein – aber es ist auch kein Grund zur Panik.

Und genau hier liegt der entscheidende Punkt. Die Monatskerze ist rot. Das Bearish Engulfing steht. Die charttechnischen Warnsignale sind real. Doch wer nur auf die Kerze schaut, sieht nur die halbe Wahrheit.

  1. Die rote Kerze: XRP schloss den Mai unter 1,34 Dollar. Kurzfristig ein Warnsignal, das man ernst nehmen muss.

  2. SBI Holdings: Japans mächtigster Finanzkonzern sagt öffentlich, dass XRP „sehr teuer“ werden wird – und drängt Washington, den regulatorischen Rahmen sofort zu schaffen. Das Unternehmen wickelt bereits heute Zahlungen über das XRP Ledger ab. 44 Millionen Kunden. 60 Prozent Kostenersparnis. Unter fünf Sekunden.

  3. Peter Brandt: Der erfahrenste Chartist der Wall Street nennt XRP die beste Wette für echte Adoption – vor Solana, vor Ethereum. Ausgerechnet auf der Bühne des lautesten XRP-Kritikers.

  4. Die Serie der Signale: Der neue Fed-Chef hat XRP in einem Stanford-Paper als Zukunftsmodell benannt. Ripple hat Trademarks für die Wall Street angemeldet. Der CLARITY Act steht vor der Verabschiedung. Und der Präsident selbst hat die Marschrichtung vorgegeben.

Das Bearish Engulfing auf dem Chart ist Fakt. Doch die institutionellen Signale dahinter erzählen eine andere Geschichte. Wenn diejenigen, die die größten Summen bewegen, in dem Moment zugreifen, in dem der Privatanleger flieht – dann lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Historische Performance-Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Renditen. Jedes Investment birgt Risiken.


Über den Autor: Marco Oehrl ist Senior Analyst bei Investing.com Deutschland und blickt auf über 25 Jahre aktive Markterfahrung zurück. Sein Fokus liegt auf der Zukunft des Investierens: Er kombiniert quantitative Datenmodelle (ProPicks) mit der fundamentalen Analyse digitaler Assets wie Bitcoin und Ripple. Streng zahlenbasiert und frei von Emotionen decodiert er institutionelle Strategien, um Privatanlegern einen handfesten Informationsvorsprung an den Finanz- und Kryptomärkten zu verschaffen.




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