KI von Google kommt nach Europa – Bard erfüllt endlich Ansprüche der EU

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Google hat am gestrigen 13. Juli bekanntgegeben, dass es seinen eigenen Chatbot namens Bard nun auch für Nutzer in der Europäischen Union (EU) und Brasilien eingeführt hat. Dieser Start kommt, nachdem das Technologieunternehmen nun endlich die regulatorischen Hürden in der EU überwinden konnte. Die Expansion ging dabei zugleich mit der Enthüllung neuer Funktionen für das KI-Tool einher.

Im zugehörigen Blogbeitrag erklärt Google, dass das KI-Tool nun in der Lage ist, Antworten in über 40 Sprachen zu generieren, darunter Deutsch, Chinesisch, Hindi und Spanisch. Außerdem wurden für Bard zusätzlich neue Features eingeführt. Diese Funktionen umfassen unter anderem die Möglichkeit, gesprochene Antworten zu hören, Bilder für Prompts hochzuladen und das KI-Tool zur Analyse von Fotos zu verwenden.

Diese Expansion markiert den größten Wachstumsschritt der Google-KI seit deren Einführung im Februar. Damit konkurriert das Programm nun direkt mit ChatGPT, dem von Microsoft unterstützten Konkurrenten.

Bard, das Anfang des Jahres bereits in rund 180 Ländern eingeführt wurde, hat nun endlich die EU erreicht und ist damit auch für den restlichen Teil der Welt verfügbar. Die Verzögerung bei der Verfügbarkeit in der EU wurde laut dem Unternehmen auf Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) zurückgeführt.

Googles Senior Product Director, Jack Krawczyk, gibt dahingehend zu bedenken, dass das Technologieunternehmen sehr produktive Gespräche mit den Datenschutzbehörden in Europa geführt hat. Er betont, dass ein fortlaufender Dialog erwartet wird, um die Einbeziehung von Transparenz, Wahlmöglichkeiten und Kontrolle während der Entwicklung des Produkts zu gewährleisten.

Laut Krawczyk wird Google die Nutzer nun ausdrücklich über die Verwendung und Speicherung ihrer Daten informieren und ihnen die Möglichkeit geben, die Einsichtnahme in die Chats mit der KI durch Mitarbeiter des Unternehmens zu verhindern. Wichtig ist dabei, dass diese Kontrollmöglichkeiten weltweit zugänglich sein werden, also auch über die Grenzen der Europäischen Union hinaus.

Chat-Dienste, die auf großen Sprachmodellen aufbauen, sind in Europa schon früher auf Grund bestehender Datenschutzgesetze auf Hindernisse gestoßen. ChatGPT von OpenAI wurde beispielsweise in Italien wegen ähnlicher Probleme vorübergehend abgeschaltet.

Google sieht sich unterdessen mit einer neuen Sammelklage in den USA konfrontiert, in der dem Unternehmen vorgeworfen wird, persönliche Daten von Nutzern in unangemessener Weise für das Training seines Künstlichen Intelligenz zu verwenden.

Der Reiz der Neuheit der KI-Chatbots könnte jedoch schon langsam nachlassen, da aktuelle Daten einen Rückgang des monatlichen Traffics und der Besucher auf der ChatGPT-Website im Juni zeigen. Der bislang erste jemals verzeichneten Rückgang für das rasant wachsende KI-Tool.


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