Brian Armstrong, der CEO der Kryptobörse Coinbase, dementiert Berichte, wonach das Weiße Haus erwäge, die politische Unterstützung für den CLARITY Act, einen Gesetzentwurf zur Strukturierung des Kryptomarktes, zurückzuziehen. Zugleich weist er auch Gerüchte zurück, laut denen die US-Regierung „wütend“ auf Coinbase sei.
„Das Weiße Haus hat sich hier sehr konstruktiv gezeigt. Sie haben uns gebeten, zu versuchen, eine Einigung mit dem Bankensektor zu erzielen, woran wir derzeit arbeiten“, sagte Armstrong.
Am Freitag berichtete die unabhängige Journalistin Eleanor Terrett über einen Konflikt zwischen Coinbase und der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Demnach soll das Weiße Haus damit gedroht haben, das geplante Krypto-Gesetz fallen zu lassen, sollte Coinbase die Verhandlungen nicht wieder aufnehmen.

Coinbase hatte am Mittwoch zuerst seine Unterstützung für den CLARITY Act zurückgezogen, da Bedenken bestehen, dass der Gesetzesrahmen den dezentralen Finanzsektor (DeFi) aushöhlen, den Handel mit tokenisierten Aktien verbieten und die Weitergabe von Zinserträgen aus Stablecoins an Anleger untersagen würde.
„Wir ziehen es vor, lieber gar keinen Gesetzentwurf zu haben als einen schlechten. Hoffentlich können wir alle einen besseren Entwurf ausarbeiten“, kommentierte Armstrong am Mittwoch noch dahingehend, während er zugleich eine Liste an Kritikpunkten nannte.
Der Bankenausschuss des US-Senats hat die ursprünglich für Donnerstag geplante Ausschusssitzung zum CLARITY Act angesichts dessen verschoben, bis sich Politik und Kryptobranche auf akzeptablere Bedingungen einigen können.
Armstrong sagte, er erwarte innerhalb „weniger“ Wochen einen neuen Gesetzentwurf und bezeichnete die Bestimmungen in der derzeit blockierten Fassung als „katastrophal“ für Verbraucher, womit er die weit verbreiteten Bedenken von Führungskräften der Kryptoindustrie wiederholte.

CLARITY Act spaltet die Kryptobranche
Der CLARITY Act hat jedoch auch zu einer Spaltung innerhalb der Kryptobranche geführt. Einige Führungskräfte der Branche argumentieren, dass der Gesetzentwurf trotz der Nachteile insgesamt positiv für den Sektor ist, während andere der Meinung sind, dass er einen erheblichen Rückschlag für die Branche darstellt.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage der Weitergabe der Zinserträge von Stablecoins an Kunden, was in der jüngsten Fassung des Gesetzentwurfs verboten ist.
Kritiker des Gesetzentwurfs monieren, dass er die Interessen der Banken auf Kosten der Kryptoindustrie schützt und Innovationen im Bereich der Finanztechnologie verhindert.
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