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Die Verve Group-Aktie stürzt ab. Am Montag sackte der Titel um 12 Prozent auf 1,38 Euro ab und markierte damit bei 1,34 Euro den tiefsten Stand seit März 2024. Im SDAX war das schwedische Werbetechnologie-Unternehmen mit Abstand das größte Tagesverlusttitel.
Bereits seit der Vorlage der vorläufigen Quartalszahlen am 26. Januar befindet sich die Aktie im freien Fall. Im bisherigen Jahresverlauf summieren sich die Verluste auf heftige 21 Prozent – einer der schwächsten Werte im Nebenwerteindex.
Verschuldung höher als gedacht
Was die Bären treibt? Die geplante Platzierung zusätzlicher Anleihen im Volumen von 50 Millionen Euro. Ein Marktexperte verweist darauf, dass die Verschuldung des Spezialisten für digitale Werbung und Spieleentwicklung bereits zum Jahresende deutlich über den allgemeinen Erwartungen lag. Die Aufstockung der Anleihen erhöht nun das Risikoprofil zusätzlich.
Besonders brisant: Die Anleihen verfügen über eine variable Verzinsung. Aktienexperte Andreas Lipkow bezeichnet die Neuverschuldung als „echtes Risiko“. Sollte die Europäische Zentralbank ihre Zinspolitik in den kommenden Quartalen anpassen und die Zinsen wieder steigen, würden sich die Refinanzierungskosten spürbar verteuern. Ein Szenario, das offenbar viele Investoren nicht eingehen wollen – sie ziehen die Reißleine.
Abwärtstrend intakt
Der Titel ist damit klar im Abwärtstrend gefangen. Die Kombination aus enttäuschenden Quartalszahlen, höherer Verschuldung als erwartet und nun der geplanten weiteren Kapitalaufnahme via Anleihen setzt die Aktie massiv unter Druck. Das Vertrauen der Anleger schwindet zusehends.
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