Top-Manager schätzt Unternehmenswert von Binance auf 300 Mrd. US-Dollar

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Selbst ohne Hauptquartier und mit nur wenigen Regulierungsvorschriften, die den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen, wäre die Kryptobörse Binance im Falle eines Börsengangs wohl fast drei Mal so viel Wert wie die große amerikanische Kryptobörse Coinbase.

Wie am Donnerstag aus einem Bericht des Wall Street Journals hervorgeht, schätzt ein ehemaliger Top-Manager der führenden Kryptobörse, dass die Binance als börsennotiertes Unternehmen bis zu 300 Mrd. US-Dollar Wert wäre. Dies leitet er aus dem Handelsvolumen und den Transaktionsgebühren der Plattform ab. Laut Daten von CoinMarketCap beläuft sich das Handelsvolumen der Binance in den letzten 24 Stunden auf 46 Mrd. US-Dollar, womit sie den Markt relativ deutlich vor Konkurrent Coinbase anführt, der bei 9,5 Mrd. US-Dollar liegt. Auch nach der Schätzung des ehemaligen Binance-Managers würde die Kryptobörse die Konkurrenz übertrumpfen, denn als Coinbase im April an die Börse gegangen ist, kam die Handelsplattform auf einen geschätzten Unternehmenswert von 100 Mrd. US-Dollar.

Falls die Binance an die Börse gehen sollte, wäre allerdings unklar, in welchem Land dies geschehen würde. Das Krypto-Unternehmen hat keinen formalen Firmensitz, ist allerdings auf den Cayman Islands registriert. Weitere Verbindungen bestehen nach China, Japan, Malta und auf die Seychellen. Geschäftsführer Changpeng Zhao lebt selbst in Singapur, während die Mitarbeiter der Firma über den gesamten Globus verstreut sind.

Im September hatte Zhao bereits angegeben, dass der amerikanische Ableger der Plattform für 2024 einen Börsengang anpeilt, nachdem im vergangenen Jahr ein Gewinn zwischen 800 Mio. – 1 Mrd. US-Dollar erwitschaftet wurde. Die Kryptobörse Kraken, die ebenfalls einen Börsengang in den USA erwägt, verzeichnete im Juni wiederum einen geschätzten Unternehmenswert von 10 Mrd. US-Dollar.

Jedoch könnte der Erhalt einer Genehmigung für die Binance schwierig werden, denn das Unternehmen hat in den letzten Monaten von den Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt massiven Gegenwind zu spüren bekommen, darunter in den USA, Italien, Deutschland, Kanada und Japan. Zhao betont nichtsdestotrotz, dass die Börse daran arbeitet, „überall zugelassen zu werden“.


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