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Die Aktie des Kieler U-Boot-Bauers zeigt sich zum Jahresauftakt von ihrer freundlichen Seite. Im nachbörslichen Handel klettert der Titel zeitweise um knapp 6 Prozent auf 81,10 Euro. Der Grund: TKMS macht ernst bei der Übernahme der Kieler Werft German Naval Yards.
Der Marineschiffbauer hat ein nicht bindendes Angebot für GNYK vorgelegt, wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag bestätigte. Finanzielle Details wurden nicht bekannt. Die Gespräche zwischen den beiden Konzernen laufen weiter ergebnisoffen, heißt es aus Unternehmenskreisen.
Strategischer Schachzug im Marinebau?
German Naval Yards bringt Expertise in der Planung und im Bau großer Marineschiffe mit – darunter Fregatten, Korvetten und Offshore Patrol Vessels. Die Werft ist Teil der europäischen Schiffbaugruppe CMN Naval. Eine Übernahme würde TKMS das Portfolio deutlich erweitern und die Stellung im europäischen Marineschiffbau stärken.
Für den im Oktober erstmals an die Börse gegangenen Konzern könnte die Transaktion zum ersten großen strategischen Coup nach dem IPO werden. Nach einer ruhigeren Phase nimmt das Tempo jetzt wieder zu. Neben der möglichen GNYK-Akquisition wartet die Branche gespannt auf Neuigkeiten zum Großauftrag aus Indien.
Die Aktie notiert damit spürbar über dem Ausgabepreis und deutet an: Die Investoren trauen dem thyssenkrupp-Ableger weiteres Wachstum zu. Ob die Übernahme tatsächlich zustande kommt, bleibt abzuwarten. Doch allein die Ankündigung reicht, um frischen Wind in den Kurs zu bringen.
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