JPMorgan-CEO über Krypto: “Dezentralisierte Schneeballsysteme”

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Jamie Dimon, der CEO von JPMorgan Chase, bezeichnete sich in seiner Aussage vor US-Gesetzgebern als “großer Skeptiker” im Hinblick auf “Krypto-Token, die Sie als Währung bezeichnen, wie etwa Bitcoin”. Diese bezeichnete er wiederum als “dezentralisierte Schneeballsysteme”.

Bei einer Anhörung des House Financial Services Committee am Mittwoch wurde Dimon gefragt, was ihn davon abhalte, sich stärker im Krypto-Bereich zu engagieren.

Dimon betonte, er sehe in Blockchain, dezentralisierter Finanzierung (DeFi), Ledgern, Smart Contracts und “Token, die etwas können”, einen Wert. Daraufhin kritisierte er Krypto-Token, die sich als Währungen präsentieren.

Auf die Frage, was er von dem Gesetzesentwurf über Stablecoins halte, sagte Dimon, er habe nichts gegen Stablecoins einzuwenden, wenn sie ordnungsgemäß reguliert würden. Die Regulierung sollte ähnlich wie bei Geldmarktfonds sein.

Dimon bezeichnete Bitcoin (BTC) zuvor bereits schonmal als “Betrug” bekräftigte mehrmals, er persönlich habe kein Interesse daran, diesen Sektor zu unterstützen. Immer wieder mal hat er eine weichere Haltung gegenüber Kryptowährungen gezeigt und einmal betont, dass diese in bestimmten Fällen, wie etwa bei grenzüberschreitenden Zahlungen, von großem Nutzen sein können. 

Trotz Dimons Ansichten im Hinblick auf Kryptowährungen ist JPMorgan in den Bereich Blockchain-Technologie eingestiegen. Der Finanzriese brachte im Oktober 2020 einen eigenen Stablecoin namens JPM Coin auf den Markt. Das ist die erste Kryptowährung, die von einer US-Bank finanziert wird und soll die Abwicklungseffizienz steigern.

Eine Woche nach der Einführung des Coins richtete die Bank eine neue Abteilung namens Onyx ein, die sich mit der Blockchain-Technologie beschäftigt. Seitdem wird die Plattform Onyx von großen institutionellen Kunden für weltweite Zahlungen rund um die Uhr genutzt.

JPMorgan war auch die erste große Bank im Metaverse, nachdem sie im Februar eine virtuelle Lounge in der Blockchain-Welt Decentraland eröffnet hatte. Das Unternehmen hatte kurz zuvor einen Bericht veröffentlicht, in dem es hieß, das Metaverse könne einen Marktwert von 1 Billion US-Dollar erreichen.

JPMorgan hat neue Mitarbeiter für den Blockchain- und Krypto-Bereich eingestellt. Zuletzt gab das Unternehmen am 9. September bekannt, dass die ehemalige Microsoft-Führungskraft Tahreem Kamptom als leitende Zahlungsverkehrsmanagerin eingestellt wurde. Kamptom soll JPMorgan bei der Erforschung der Blockchain-Technologie helfen. Er hat bereits zuvor an kryptobezogenen Zahlungsmethoden gearbeitet.

In diesem Zusammenhang:Blockchain-Leiter bei JPMorgan: Großteil aller Kryptowährungen “Schrott” und ohne Nutzen

Bei der Anhörung fragten die Gesetzgeber auch andere führende US-Bankenchefs, ob sie planen würden, Krypto-Mining zu finanzieren. Die Vorstandsvorsitzende der Citigroup Jane Fraser, der Vorstandsvorsitzende der Bank of America Brian Moynihan und der Vorstandsvorsitzende von Wells Fargo Charles Scharf erklärten alle, ihre Banken hätten nicht die Absicht, das zu tun.


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