Bitcoin springt zurück über 20.000 US-Dollar, FTX-Drama hält Markt in Atem

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Bitcoin (BTC) verzeichnet am heutigen 8. November weiterhin massive Volatilität, nachdem das Drama um die einflussreiche Kryptobörse FTX in die nächste Runde geht.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Binance erwägt Übernahme von FTX

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, ist der Bitcoin-Kurs dadurch auf ein zwischenzeitliches Tagestief von 19.244 US-Dollar gefallen, das zugleich den niedrigsten Stand seit zwei Wochen markiert. In den letzten 24 Stunden steht damit insgesamt ein Minus von knapp 7 % zu Buche.

FTX ist weiterhin das Thema das Tages in der Branche, obwohl die amerikanischen „Halbzeitwahlen“ unmittelbar bevorstehen und am 10. November neue US-Inflationszahlen veröffentlicht werden.

„Eigentlich sollte das wichtigste Event der Woche doch die Veröffentlichung der VPI-Daten am Donnerstag sein, und nicht zwei Milliardäre, die den Markt torpedieren“, wie der Beobachter Tedtalksmacro feststellt.

Die Sorgen der Krypto-Community um die weitere Zahlungsfähigkeit der FTX wurden dadurch verschlimmert, dass die Geschäftsführung weitestgehend stumm geblieben ist, nachdem vorübergehend Auszahlungen gestoppt wurden.

Für den 8. November fallen die Kapitalabflüsse deshalb geringer aus als noch am Vortag, denn am Montag wurden nahezu 20.000 BTC von der Handelsplattform genommen.

BTC-Nettoabfluss (FTX) Tagesdiagramm. Quelle: CryptoQuant

Doch auch andere Plattformen bekommen die Verunsicherungen zu spüren, so wurden von der amerikanischen Kryptobörse Coinbase zuletzt ebenfalls vermehrt Gelder abgebucht, die an die ausländische Konkurrenz von Binance geflossen sind.

So beziffern sich die Nettokapitalflüsse für Binance am heutigen 8. November auf ein Plus von 4.840 BTC, wohingegen Coinbase 5.180 BTC im Minus ist.

BTC-Nettoabfluss (Binance) Tagesdiagramm. Quelle: CryptoQuant

Der Trader Tree of Alpha bleibt dennoch zuversichtlich, dass sich das Drama um die FTX zum Positiven auflösen wird.

„Für den Moment müssen wir leiden“, wie der Analyst zunächst einführt, um zu ergänzen: „Für FTT und die großen Kryptos können wir Long-Positionen eingehen, wenn die Kurse noch immer im Keller sind, nachdem SBF und CZ angekündigt haben, dass sie einen Deal gemacht haben und dass alle Gelder sicher sind.“

Und genau so sollte es kommen, denn nachdem sich Binance und FTX scheinbar geeinigt haben, ging es für den Bitcoin-Kurs prompt zurück über 20.000 US-Dollar.

Binance-Chef Changpeng Zhao hat in einem Statement verraten, dass seine marktführende Kryptobörse einer etwaigen Übernahme zugestimmt hat.

„Am Nachmittag hat FTX uns um Hilfe gebeten, weil es einen signifikanten Liquiditätsengpass gibt“, so der Binance-CEO. Und weiter:

„Um Krypto-Anleger zu schützen, haben wir eine nicht bindende Absichtserklärung unterzeichnet, mit der wir uns auf die Übernahme der FTX geeinigt haben und bei der Überwindung des Liquiditätsengpasses helfen. In den nächsten Tagen werden wir eine vollumfängliche Wirtschaftsprüfung durchführen.“

Bitcoin verliert Supports

Allerdings ist Bitcoin angesichts dieser Umstände noch nicht aus dem Schneider, so unkt der ehemalige BitMEX-Chef Arthur Hayes, dass die Talfahrt noch anhalten könnte.

Entsprechend wettet er mit Optionen darauf, dass der Bitcoin-Kurs bis März 2023 bei nur noch 15.000 US-Dollar steht.

Die Krypto-Analysten von Material Indicators weisen darauf hin, dass durch den Kurssturz in den letzten 24 Stunden tatsächlich wichtige Supports und Kursziele weggebrochen sind, die noch bis zuletzt Gültigkeit hatten.

„Der technische und psychologische Support ist eingeknickt“, wie die Kommentatoren anmerken. Mit Blick auf die betreffenden Gleitenden Mittel/Moving Averages (MA) führen sie aus: „100-Day MA, 21-Day MA, 50-Day MA und 2017er-Rekordhoch allesamt in einem Rutscht weggebrochen.“

Im zugehörigen Orderbuch-Diagramm von Bitcoin weisen die Experten darauf hin, dass sich unterhalb des aktuellen Kurses allerdings bereits wieder Support bildet.

„Es zeigt sich schon wieder dezente Nachfrage, aber versucht nicht, ein fallendes Messer zu fangen. Nehmt lieber etwas Risiko heraus, indem ihr abwartet, oder parkt euer Geld vorerst außerhalb des Marktes“, wie die Material Indicators vor der momentanen Lage warnen.

Bitcoin-Orderbuch (Binance). Quelle: Material Indicators/Twitter

Wann und wie die marktführende Kryptowährung die heutigen Verluste wieder aufholen kann, bleibt also abzuwarten.




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