Anonymer „Onlinerächer“ bringt betrügerisches DeFi-Projekt zur Strecke

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In der digitalen Finanzwelt nutzen Bankräuber Nullen und Einsen an Stelle von Messern und Pistolen. Für die Justizbehörden wird es dadurch allerdings um ein Vielfaches schwerer, den bösen Jungs das Handwerk zu legen.

Ein anonymer „Onlinerächer“ hat im exklusiven Interview mit Cointelgraph jüngst verraten, wie er geholfen hat, die Drahtzieher hinter dem betrügerischen DeFi-Projekt StableMagnet, das Krypto-Anleger um mehr als 25 Mio. US-Dollar betrogen hat, dingfest zu machen und das gestohlene Geld wieder zurückzuholen.

Wie viele andere Betrugsprojekte hatte auch StableMagnet die Anleger mit Versprechen von traumhaften Renditen gelockt. Kurze Zeit später kam es dann zum „Rug-Pull“, in dem die Betreiber des Projekts mit den eingezahlten Geldern der Investoren untertauchten und diesen somit den sprichwörtlichen „Boden unter den Füßen wegzogen“.

Schon kurz vor dem Rug-Pull hatte der Onlinerächer, der aus guten Gründen anonym bleiben will, selbst als potenzieller Investor den Programmiercode des Projekts durchleuchtet, um dessen Legitimität zu prüfen. Dabei übersah er jedoch, dass in den sozialen Medien bereits auf Schwachstellen und mögliche Sicherheitslücken in dem Projekt hingewiesen wurde.

Als es dann zum Betrugsfall kam, nahm der Onlinerächer, der zuvor schon als sogenannter „ethischer Hacker“ unterwegs war, die Angelegenheit persönlich und schickte sich an, die Drahtzieher zur Strecke zu bringen. Dahingehend erklärt er gegenüber Cointelegraph:

„Ich habe das als einmalige Möglichkeit gesehen, etwas richtig Gutes zu tun und zu helfen, wo viele Menschen vielleicht nicht die Zeit und das Wissen haben, um dasselbe zu tun.“

Zunächst hat der Onlinerächer dann einen GitHub-Account von einem der Betrüger ausfindig gemacht, was schlussendlich darin mündete, dass sogar die Social-Media-Accounts aller Familienmitglieder der Bande aufgedeckt wurden. Bei den verdächtigen Personen handelt es sich um mehrere Chinesen aus Hongkong.

Der Onlinerächer konnte dann noch nachvollziehen, dass die Betrüger nach ihrem Coup nach Manchester geflohen waren, um unterzutauchen, bis die Aufmerksamkeit an dem Fall wieder nachlässt.

„Ich wollte gar nicht unbedingt, dass sie in den Knast gehen. Ich wollte die zentralisierten Regierungsbehörden eigentlich aus unserer dezentralisierten Krypto-Welt raushalten.“

Getreu diesem Motto nahm der „Rächer“ die Sache dann in die eigene Hand und buchte ein Ticket nach Manchester. Erst vor Ort informierte er dann die lokalen Polizeibehörden, damit die Betrüger möglichst wenig Zeit für eine weitere Flucht haben. Die Greater Manchester Police reagierte schnell und nahm mehrere Personen fest.

Die Polizei hat dabei Daten von einem USB-Stick sichergestellt, mit denen Krypto-Vermögen in Höhe von 9 Mio. US-Dolllar verbrieft wurden:

„Nachdem das passiert ist, war den restlichen Betrügern klar, dass ich kein Spinner bin, sondern dass ich sie finden kann.“

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