Bitcoin ist im Januar bereits den vierten Monat in Folge gefallen. Der Kryptomarkt erlebt dabei keinen Zusammenbruch, sondern eher eine Phase außerhalb des Rampenlichts.
Gleichzeitig kam es zuletzt zu deutlichen Gewinnmitnahmen bei und . Silber notierte zeitweise mehr als 40 Prozent unter dem Rekordhoch. Die zentrale Frage lautet daher, wohin das Kapital als Nächstes fließt. Sollte sich der Fokus von Edelmetallen lösen, könnte Krypto wieder stärker in den Blick rücken.
Extreme Bewegung am Silbermarkt
Silber liegt trotz des jüngsten Ausverkaufs weiterhin zweistellig im Plus seit Jahresbeginn. Die Dynamik war zeitweise extrem. Allein im Januar stieg der Preis zwischenzeitlich um rund 70 Prozent. Eine solche Bewegung deutet auf eine deutliche Überhitzung hin. Vergleichbar mit der letzten Phase dieser Art im Jahr 1979, wie der RSI im Chart zeigt.
Rein rechnerisch würde eine Monatsrendite von 70 Prozent auf das Gesamtjahr hochgerechnet einer Rendite von rund 5.670 Prozent entsprechen. Das macht klar, wie außergewöhnlich und nicht nachhaltig das Tempo der Bewegung ist. Entsprechend hat sich das Chance-Risiko-Verhältnis deutlich verschlechtert.
In solchen Marktphasen beginnt Kapital häufig, weiterzuwandern. Anleger richten den Blick verstärkt auf relativ günstigere und zurückgebliebene Märkte, in denen das Sentiment weniger euphorisch ist. Genau hier könnte Krypto wieder an Attraktivität gewinnen.

Silber im Jahreschart. Quelle: TradingView
Bitcoin bleibt zurück
Bitcoin hat seit Jahresbeginn zweistellig nachgegeben und notiert inzwischen fast 40 Prozent unter dem Rekordhoch. Ein stärkerer Einbruch blieb bislang aus, da die Tiefs aus dem vergangenen Jahr als Unterstützung wirken. Aktuell dominiert das Verhalten eines Liquiditäts- und Risk-Assets, nicht das eines stabilen Safe Havens. Sinkende Inflation, lockerere Finanzierungsbedingungen und Zinssenkungen könnten jedoch eine gute Basis schaffen.
Strategy liefert neue Quartalszahlen
Bitcoin ist erstmals seit 2023 unter den durchschnittlichen Einstiegspreis von Strategy gefallen. Dieser liegt bei 76.037 US-Dollar. Ein psychologisch wichtiger Wert, der nun unterschritten wurde. Parallel dazu notiert die Strategy-Aktie mehr als 70 Prozent unter ihrem Rekordhoch, was den Druck auf das Modell zusätzlich erhöht.
Trotzdem kauft Strategy antizyklisch weiter Bitcoin, auch im Januar. Das signalisiert einerseits institutionelle Akkumulation und Überzeugung. Andererseits wächst die Skepsis gegenüber dem Modell, das stark auf steigende Kurse und einen Aktienaufschlag angewiesen ist.
Besonders im Fokus stehen die Quartalszahlen am Donnerstag, ebenso wie das anschließende Live-Webinar. Anleger werden genau darauf achten, wie das Management den schwindenden Spielraum adressiert und ob neue Narrative oder alternative Finanzierungsoptionen aufgezeigt werden.
Bitcoin testet bekannte Unterstützungszone
Institutionelle Anleger handeln in der Regel preisgetrieben und nicht aus FOMO. Starke Kursbewegungen führen häufig zu Marktineffizienzen, aus denen sogenannte Fair Value Gaps entstehen. Diese Zonen fungieren oft als Unterstützungsbereiche oder potenzielle Kaufzonen.
Eine solche Abfangzone liegt aktuell im Bereich zwischen 72.850 und 79.000 US-Dollar. Bitcoin notiert derzeit genau in dieser Zone zwischen 77.000 und 78.000 US-Dollar. Bereits im vergangenen Jahr hat dieser Bereich einen stärkeren Abverkauf verhindert.
Hält diese Unterstützung, ist eine technische Erholung bei Bitcoin möglich, mit entsprechender Signalwirkung für den gesamten Kryptomarkt. Fällt der Kurs jedoch weiter, könnte er schnell in Richtung 60.000 US-Dollar laufen. Damit befindet sich der Markt aktuell in einer entscheidenden technischen Phase.
Bitcoin im Wochenchart. Quelle: eToro
Wenn Kurse fallen, entstehen Chancen
Privatanleger müssen nicht All-in gehen, wie Michael Saylor von Strategy. Doch digitale Assets werden zunehmend als Baustein zur Diversifikation betrachtet. Gerade in Phasen erhöhter Unsicherheit kann antizyklisches Denken Chancen eröffnen. Märkte belohnen langfristig oft jene, die nicht den Emotionen der Masse folgen, sondern bewusst gegen sie handeln.
Diese Mitteilung dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und darf nicht als Anlageberatung, persönliche Empfehlung oder als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten verstanden werden. Dieses Material wurde ohne Berücksichtigung der spezifischen Anlageziele oder der finanziellen Situation eines bestimmten Empfängers erstellt. Es entspricht nicht den gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen zur Förderung unabhängiger Analysen. Jegliche Hinweise auf die vergangene oder zukünftige Performance eines Finanzinstruments, Index oder eines Anlageprodukts sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse und dürfen daher nicht als solche betrachtet werden. eToro übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit des Inhalts dieser Veröffentlichung und schließt jegliche Haftung dafür aus.
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .
Kryptoworld24 ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.





