Frankfurt oder New York im Blick

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Die Kryptobörse Bitpanda hat gegen einen Börsengang in London entschieden und als Hauptgrund für ihre Entscheidung die schwache Liquidität an der Londoner Börse (LSE) genannt.

Eric Demuth, Mitbegründer der in Wien ansässigen Kryptobörse, erklärte gegenüber der Financial Times, dass Bitpanda zwar aktiv eine Börsennotierung erwäge, diese jedoch „nicht in London stattfinden” werde. Stattdessen fasst das Unternehmen eine mögliche Notierung in Frankfurt oder New York ins Auge, wobei jedoch noch kein Zeitplan festgelegt wurde.

„Derzeit steht die LSE in Bezug auf die Liquidität nicht besonders gut da“, sagte Demuth gegenüber der FT. „Ich hoffe, dass sich die Lage verbessert, aber ich glaube, dass die LSE in den nächsten Jahren noch einige Schwierigkeiten haben wird.“

Demuth erklärte weiter, dass mehrere Unternehmen, darunter das britische Fintech-Unternehmen Wise, ihre Hauptnotierungen bereits ins Ausland verlagert hätten oder dabei seien, das zu tun, um mehr Investoren anzuziehen.

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Londoner Börsengänge auf 30-Jahres-Tief

Großbritannien erlebt derzeit eine der größten IPO-Flauten seit Jahrzehnten. Laut Marktdaten der FT sank der Betrag, der in der ersten Jahreshälfte durch Börsengänge in London eingenommen wurde, auf ein 30-Jahres-Tief, was Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit des Landes gegenüber anderen globalen Finanzzentren aufkommen lässt.

Großbritannien steht auch wegen seines Krypto-Ansatzes in der Kritik. Im Juni argumentierten Analysten des Official Monetary and Financial Institutions Forum (OMFIF), einer unabhängigen Denkfabrik, dass Großbritannien seinen Vorsprung als Vorreiter im Bereich der Distributed-Ledger-Finanzierung verspielt habe.

Im vergangenen Monat veröffentlichte Coinbase ein satirisches Video, in dem es sich über die Lage der britischen Wirtschaft lustig machte. Dabei wurden positive Titel, wie etwa „alles ist in Ordnung“ mit düsteren Bildern von Armut, Inflation, Verschuldung und maroder Infrastruktur unterlegt.

Coinbase-Video mit Kritik an Großbritannien. Quelle: Coinbase

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Krypto-Unternehmen beantragen Börsennotierungen in USA

Die Entscheidung gegen London durch Bitpanda erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Krypto-Unternehmen für Kapitalmarktaktivitäten zunehmend auf die USA setzen. Anfang dieses Monats hat Gemini Space Station, die von Cameron und Tyler Winklevoss gegründete Kryptobörse, bei der SEC einen Antrag gestellt, um ihre Stammaktien der Klasse A unter dem Tickersymbol GEMI am Nasdaq Global Select Market zu notieren.

Weitere Krypto-Unternehmen, die kürzlich einen Antrag auf Börsennotierung in den USA gestellt haben, sind der Blockchain-Kreditgeber Figure, BitGo und Bullish, eine weitere von Thiel finanzierte Börse, die diesen Monat an der NYSE notiert wurde.

Bitpanda ist kürzlich in Großbritannien gestartet und ermöglicht Nutzern den Handel mit über 600 digitalen Vermögenswerten. Außerdem hat das Unternehmen einen Sponsoringvertrag mit dem Arsenal Football Club bekannt gegeben.


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